Literaturtipps gnostische Symbole
in Fachfragen/Austausch
am 12.11.2003 schrieb Volsa Josef:
Hallo zusammen!
Ich brauche Informationen über gnostische Symbole in und auf Kirchen. Wer kann mir dazu Literaturhinweise geben?
Gruss
Josef Volsa
am 13.11.2003 schrieb Michael Bartsch:
Moin,
welche Art Literatur wird speziell gesucht? Viele Symvol werden in "esoterischen" Lexika erklärt
Gruß,
M.Bartsch
am 13.11.2003 schrieb Marianne Rattay:
Hallo Josef,
schön mal wieder Deinen Namen im Forum zu lesen.
Wie es der Zufall will, den es bekanntlich nicht gibt, habe ich hier in meinem Bücherschrank ein spannendes Buch über die gnostischen Evangelien, das ich vor langer Zeit mal gelesen habe. Es enthält keine Abildungen , handelt aber auch von der Symbolik in der gnostischen Lehre, soweit man diese als solche bezeichnen kann, da es mehr ein Erkenntnisweg ist. Das Buch bezieht sich weitgehend auf die Schriften, die in Nag Hamadi gefunden wurden.
Autorin: Elaine Pagels, Titel:Versuchung durch Erkenntnis, die gnostischen Evangelien, erschienen bei Insel 1981 ISBN3-458-94765-4.
Ich hoffe, es ist noch nicht vergriffen, aber Du weißt ja ,wer ein Exemplar besitzt(moi).Vielleicht hilft es Dir weiter.
Herzliche Grüsse nach Wien
Marianne
am 13.11.2003 schrieb Volsa Josef:
Servus Marianne!
Ich war in Umbrien die letzten Tage auf Suche nach neuen Exkursionsrouten für meine Italienseminare. Immerhin habe ich Teilnehmer,die dieses mal das 5 Mal in Serie dabei sind. Da muss ich mal was Neues bieten. Ich habe Kirchen gefunden, die auf ihren Fassaden wunderbare gnostische Symbolik aufweisen. (Jaldabaoth usw.) Ich selbst habe da nur peripheres Wissen. Daher muss ich mich weiter informieren. Ich hoffe, Deine Literatur ist dazu geeignet.
Wenn Du magst, kann ich Dir gerne Fotos von diesen Fassaden schicken. Wird aber etwas dauern, da ich einen Festplattencrasch habe und erst wieder ab Mitte nächster Woche was versenden oder schicken kann. Allerdings bezweifle ich, dass das, was ich gefunden habe, für eine Feng-Shui-Fachfrau von Interesse sein kann ;-)) (war nur ein Scherz!!!)
Pbrigens bin ich gerade dabei, mich von Terminen freizuschaufeln, damit ich doch noch irgendwie am Fördermitgliedstreffen dabei sein kann. Mal sehen, ob es klappt.
Servus aus Wien
Josef
am 13.11.2003 schrieb Marianne Rattay:
Hallo josef,
Du hast mich dazu angeregt das Buch nochmal zu lesen,da ich fast vergessen habe ,was darin steht. Ich glaube es ist auch etwas feministisch geprägt, da in einem Kapitel die Frage Vater/ Mutter Gott erörtert wird. Jedenfalls sind darin auch weitere Literaturhinweise enthalten.
Ob ich zum Förderkreistreffen komme weiss ich noch nicht, wann ist es denn diesmal?
Zu Deienm Feng Shui Wink mit dem Zaunpfahl, ich weiß ja ,dass du Dich mit hardcore Flyingstars Experten in Deinen Kursen umgibst, die bei dir was über Runen lernen.Informiert sein ist alles.
Nix für ungut, nur das Beste nach Wien
Herzlich Marianne
am 13.11.2003 schrieb alice zbinden:
Lieber Joseph,
soviel ich weiss, leider ist das auch nicht sehr viel, gibt es keine explitziten abbildungen der gnossis.
diese war eine der vielen christlichen formen vor dem konzil vor 412 und wurde da verboten.
der kern war sowieso nicht in italien sondern in alexandrien.
was von den gnostiker übrig geblieben, ausser einigen märtyrern, ist auch die geschichte des joseph von aramatriä.
er brachte den kelch des blutes jesu nach marseille und somit zu den katharren.
hier gibt es dann wieder viel ansichten und impulse auch die ganze gralssage stammt aus dieser sage.
in den romanischen kirchen im westlichen europa, in italien nur noch in san galgano ( bei siena) sind diese symbole in den capitel der säulen eingehauen.
kopffüssler, ein mann der mit den beinen nach oben geht. (vermutlich odin am weltenbaum - ygdrasil) es zeigt zum teil vorchristliche mysterien, die dann in den christlichen glauben einflossen, da der esotherische strom zu den höheren mächten da noch nicht unterbrochen waren, das kam ja erst mit dem ersten konzil, so auch das zölibat, aber auch das ist eine ander geschichte; nämlich eine politische und keine spirituelle.
wie gesagt bei den khatharrern könntes du fündig werden oder bei parsival, oder bei der götterdämmerung.
weil der christusimpuls hier nicht über rom sondern durch die druiden und hohe geistliche der urvölker europas aufgenommen wurden und dem entsprechenden weltbild eingefügt wurde....daher der verkehrte mensch in der kirche...der mensch mit den füssen noch bei den göttlichen wesen.
meinetwegen der christlichen oder der götter, gemeint ist ja alleweil das selbe.
noch ein impuls für deine führungen.
in europa, der kelten war es verboten das spirituelle wort auf zuschreiben. also schreiben war verboten.
- das wort ist macht (edda)
im osten wo nun der christliche impuls herkommt war das bilder machen verboten.
- du sollst dir kein bildniss machen....
die arabische schrift entfaltete sich also in die wunderbaren ornamente die den orient auszeichnet.
die bilder des abendlandes wurden zu, reichverzierten, buchstaben und gezeichneten wörtern und dann erst zur schrift.
so liessen auch die könige des hochmittelaltes ihr söhne bei islamischen gelehrten ausbilden, und die heutigen islamischen herrscher, ihre kinder im westen...
ich find das hochinteressant, muss aber für dich nicht so sein....
ich wünsch dir viele
impulse
alice zbinden
am 14.11.2003 schrieb Volsa Josef:
Grüß Dich, Marianne!
Die Italienseminare haben haben mit den Runenseminaren nix gemeinsam. Dabei handelt es sich um einen Schnellkurs über etwa 3 Jahre. Die Runen in nur einer Woche zu lernen, halte ich für schlicht unmöglich. Mir persönlich ist der dreijährige Kurs schon zu wenig, da ich da dasWissen nur im Ansatz vermitteln kann. Ich finde es schön, wenn es hier zu interdisziplinären Befruchtungen kommt. Du weisst ja, wie sehr mir das heimische Wissen am Herzen liegt.
Ich habe übrigens auch ein Buch zum Thema "gnostische Symbole auf Kirchen" vor mir liegen. und zwar: Steinerne Rätsel von Helmut Lammer und Mohammed Y. Boudjada, Langen Müller Verlag. Kennt das wer? Ist das seriös?
Übrigens so nebenbei noch ein Buchtipp von mir zu den romanischen Kirchen Umbriens: Chiese romaniche in Umbria, von Bernardino Sperandio. Ich denke, es gibt keine romanische Kirche in Umbrien, die dort nicht erwähnt ist, alle mit Fotos, teilweise mit Plan, alle mit Weg- bzw. Lagebeschreibung. Nicht ganz billig (Euro 60) und nur in Italienisch erhältlich.
@ alice zbinden: Vielen Dank für Deine Hinweise.
Servus an alle aus Wien
Josef Volsa
P.S.: Übrigens kommt jetzt für mich auch die Zeit mich wieder mit den Flying Stars zu beschäftigen. Wenn der Weihnachtsbock allzu gut war, sehe ich sie ganz genau fliegen, und viele, viele,.... ;-))
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