Die Linien von Jens Möller
in Fachfragen/Austausch
am 28.06.2002 schrieb Klaus Piontzik:
Hallo zusammen
es ist mir gelungen nachzuweisen, das die Linien die Jens Möller in seinem Buch Geomantie in Mitteleuropa veröffentlicht hat, keine zufällige Ansammlung von Objekten darstellen, sondern das sie Teile eines umfassenderen Systems sind, das über eine ganz bestimmte Ordnungsstruktur verfügt.
Eine kleine Analysy der Linien lässt sich hier einsehen:
http://www.pimath.de/geomantie/linien/index.htm
MfG Klaus Piontzik
am 30.06.2002 schrieb Anette Setzler:
..ich bin begeisterte Leserin der Pogacnik-Bücher und habe gerade bei Professor Lim mein Diplom als Feng Shui Beraterin gemacht. Den Tao-Geomantie-Kurs bei Prof.Lim habe ich nicht gemacht - da ich viele geomantische Phänomene, auch ohne Ausbildung wahrnehmen kann. Ich wohne in Baden-Baden, bzw. um genau zu sein, auf Sichtweite vom "Battert". Hier nehme ich eine ganze Fülle von Linien und Systemen wahr, die ich natürlich noch nicht richtig einordnen kann. Z. B. gibt es eine Linie in unserem Ortsteil, die auf der einen Seite eine hohe "Selbstmörderrate" aufweist. (3 vollendete Fälle und ein Versuch innerhalb von 20 Jahren in einer 1000Seelen-Gemeinde, find ich nicht unbedingt einen normalen Schnitt - von den vielen Fehlgeburten, Totgeburten usw, die mir bekannt sind, gar nicht gesprochen) Auch in Sandweier, einem weiteren Ortsteil, wurde ich jetzt auf so eine "Selbstmörderstraße" hingewiesen.
Meine Frage lautet jetzt - gibt es bereits Untersuchungen, bzw. Karten von unserer Gegend, die ich einsehen kann, mit denen ich Systeme, Gitter und Linien nachvollziehen kann?
Ich wäre auch dankbar um Kontakte zu Leuten aus Ihrem Netzwerk, vielleicht aus unserer Gegend.
Vielen Dank
Anette Setzler
am 06.07.2002 schrieb Holger Ellingen:
Hallo Klaus,
jetzt habe ich mir mal Deinen Link angeschaut,
das ist alles schön anzuschauen, nur, ich habe
leider nirgendwo ersehen können, welche neuen
Informationen dazu beigetragen haben so etwas
zu behaupten, daß diese Linien "echt" oder "wahr",
oder was auch immer sind.
Herr Möller hat mir gegenüber selbst eingeräumt, das z.B. das Pentagramm von Karlsruhe wohl nicht
zur Gänze stimmt, zumindest bei dem Punkt in der Nähe des Klosters Frauenalb. Desweiteren ist das ziehen von Linien auf der Landkarte so eine Sache,
man findet, wenn man will, einen Haufen ley-lines,
ob das dann aber auch welche sind steht auf einem anderen Blatt.
Ich denke es wird noch viel, interdisziplinäre, Arbeit zu leisten sein, um irgendwann einmal auf einen ungefähren Nenner zu kommen, ob und was dies alles zu bedeuten hat. Wie auch immer, es bleibt eine mantische Arbeit und wird es für die nächste Zeit auch bleiben. Der Unglaube der Feng-Shui-Fetischisten ändert daran auch nichts. Es ist wohl, wie so oft, das exotische, welches mit dem Feng-Shui einhergeht. Nach UFO´s, grünem Tee und was weiß ich noch allem, wird halt jetzt dieses Thema auf gründlich deutsche Art und Weise durchgekaut und man wird erst wieder "normal" damit arbeiten können, wenn es keine Feng-Shui Consulting Firmen usw. mehr gibt.
Herr Möller hat sich eine Wirklichkeit geschaffen, die für jeden dem es danach dünkt, ebenfalls zur Wirklichkeit wird und den anderen eben nicht.
Auch wir haben unsre Eltern früher für "Götter" gehalten, nur weil sie wußten wie man Auto fährt, oder wie man mit einer Fernbedienung umgeht.
Man muß, auch hier, aufpassen, nicht jeden "Furz im Hirn" für den Weisheits letzten Schluß zu halten.
am 07.07.2002 schrieb marianne@mondtor.de:
Ich kann ja vielleicht noch verstehen, daß man über so manche Auswüchse von Feng Shui räsonieren kann.Aber was das in dem vorliegenden Beitrag soll,geht mir nicht in den Kopf.Ich würde sagen "Thema verfehlt".Im übrigen wäre auch bei dem Thema Feng Shui etwas mehr Kenntnis nötig bevor man urteilt. Auch Feng Shui ist letzlich Geomantie und eine schamanische Technik. Das Fremde abzulehnen nur weil es fremd ist. und nur das zuzulassen,was angeblidh hier in Europa "heimisch" ist stellt die Geomanten in eine Ecke, in der ich mich nicht wiederfinden möchte, schon gar nicht im Zeitalter der Globalisiwerung ,wo wir immer näher zusammenrücken und gerade z.B. ein hinduistischer Tempel im Ruhrgebiet gebaut wurde. Wie Europäisch unsere Kultur und somit auch unsere Geomantische Tradition ist , ist auch sehr fraglich, wenn man bedenkt,daß die Völkerwanderungszeit im großen Zeitzusammenhang nicht so weit zurück liegt und danach stammen ein Großteil unserer Ahnen aus den Steppen Innerasiens. Wir leben auf einer Erde und sind eine Menscheit. ich will die Kulturen gewiß nicht künstlich vermischen aber sie haben sich schon oft im Laufe der Menscheitsgeschichte vermischt und es wird immer wieder passieren .Vor etwa 2000 Jahren wurde die Lehre eines Rabbi aus Nazareth Kult , man würde heute sagen angesagt und sie krempelte das Leben unserer Vorfahren um und auf ihren Kultstätten wurden Kirchen und Klöster errichtet, die wir heute als Kraftülätze orten. Diese Religion kommt aus Kleinasien und hat sich über die ganzr Welt verbreitet. Bitte nicht falsch verstehen,ich sehe in Feng Shui KEINE kommende Weltreligion. Ich pladiere nur für ein bisschen mehr Verständnis im Umgang mit dem fremden auch wenn es gerade "megamäßig" angesagt ist und daher koriose Blüten hervorbringt.
Mit kollegialen Grüßen Marianne Rattay
am 08.07.2002 schrieb Klaus Piontzik:
Hallo Holger
wie ich sehe sind hier doch erst mal einige erläuternde Worte zu meiner Analyse angebracht.
1) Es handelt sich hier um eine GEOMETRISCHE heisst ein mathematische Analyse. Da ist es vollkommen unerheblich, ob und auf welchen Ebenen da etwas existiert oder nicht.
Vorlage sind lediglich die Linien wie sie auf Seite 179 in Geomantie in Mitteleuropa abgebildet sind. Und diese Analyse zeigt ja, das sich die Hälfte der Linien auf Gittern einordnen lassen. Und das diese Gitter eine ganz bestimmte Ordnungsstruktur besitzen. Mehr soll die Analyse auch nicht liefern.
2) Aufgrund meiner 10jährigen Beschäftigung als Mathematiker/Geometer kann ich heute sagen, das sich Linien, mit hinreichender Genauigkeit, durch geodätische Methoden (Rechnung) nachweisen lassen. Bis zu Gebietsgrössen wie der BRD können sogar auch noch gut Karten benutzt werden.
Mit den notwendigen Entscheidungkriterien versehen, lassen sich dann die Existenz oder Nichtexistenz von Linien in Landschaften durchaus nachweisen. Auf mathematisch, geodätischem Weg eben - und nicht durch Archive oder mantisches Arbeiten.
Kriterien zur Findung von Geometrien in Landschaften lassen sich hier finden:
http://www.pimath.de/geomantie/kriterien/index.htm
3) Was ich nicht veröffentlicht habe (es gibt lediglich ein paar Menschen denen ich die Karten zur Verfügung stellte) ist ein Zusammenhang zwischen den Möllerschen Linien und GLOBALEN Gittern.
Heisst durch eigene Forschungen bedingt, habe ich mindestens 6 Gitter gefunden. Mit diesen Gittern arbeite ich jetzt seit 1994. Irgendwann in den letzten Jahren erkannte ich, das sich etwa die Hälfte der Linien in diese Gitter einordnen lassen. Ein Teil aus einer Europakarte lässt sich hier einsehen:
http://www.pimath.de/karte/gitter_euro1.htm
Und dann entwickelte sich daraus die Idee es genau umgekehrt zu machen. Von den Möller-Linien auszugehen und zu schauen ob sich diese Gitter auch von den Linien her ableiten lassen. Eben rein geometrisch. Und wie man sieht funktioniert es.
4) Seit Anfang des Jahres ist ein Abriss über das magnetische Feld der Erde bzw. ein Modell zu den Gitterstrukturen der Erde heraus. Die Studie lässt sich hier einsehen:
http://www.pimath.de/magnetfeld/index.htm
Die Richtungen zu den Extremas des Gesamtfeldes stimmen in etwa mit den Richtungen der globalen Gitter überein. Heisst also die Möllerschen Linien sind letztlich am Erdmagnetfeld (nicht das Dipolfeld) orientiert.
Aus den bis jetzt genannten Gründen sollte wohl klar geworden sein, das ich hier keine Luftblase aufgestellt habe. Ich sehe es inzwischen genau umgekehrt. Alle diejenigen die diese Linien kritisieren (mit Feng-Shui, ihren Ansichten oder ihrem Gefühl) kann ich nur noch mitleidig belächeln. Es ist immer wieder dasselbe. Keine Infos zu besitzen, aber die Schnauze erst mal gross aufreissen.
Ich wäre da eher auf einige sachliche Gegenargumente gespannt.
MfG Klaus Piontzik
am 08.07.2002 schrieb Holger Ellingen:
Hallo Marianne,
das Unverständnis klärt sich vielleicht auf, wenn Du einfach den Beitrag nochmal liest.
Darüber hinaus noch eine kleine Episode die mir Herr Möller mal vor einigen Jahren erzählte. Er wollte in einer Karlsruher Tageszeitung einen Bericht veröffentlichen der die geomantische Struktur der Gegend in und um Karlsruhe zum Thema haben sollte. Dies wurde aber von der Redaktion abgelehnt, da man solches Zeug den Lesern nicht zumuten wollte. 2 Wochen später fand sich dann allerdings ein Beitrag über Feng-Shui in der Zeitung...
Wie gesagt, das war vor einigen Jahren, und es erscheint mir heute logisch, daß die Redaktion damals darauf verzichtet hat über seltsame Dinge zu berichten, die zuletzt im Dritten Reich "aktuell" waren. Dann schon lieber etwas von weit her - Feng Shui, obwohl es da fast keinen großen Unterschied gibt.
Ob und was für einen gesellschaftlich-politischen Hintergrund Herr Möller hatte ist nebensächlich, auch wenn er sich in seinem zweiten Buch damit manchmal nicht zurückhält.
Auf die Gefahr hin Dein Unverständnis noch zu steigern: Du hast vollkommen recht, es ist megamäßig angesagt und treibt kuriose Blüten.
Die "kollegialen" Grüße nehme ich mal
als ironischen Klaps und grüße zurück.
Unverständnis aufgeklärt ?
am 08.07.2002 schrieb marianne@mondtor.de:
Das mit dem Kollegen war durchaus wirklich so gemeint, ich betrachte mich als Geomantin im wahrsten Sinne des Wortes, als Wahrsagerin aus der Erde, auch Feng Shui betreibe ich so und habe mich allerdings davor lange mit "unserer " Geomantie beschäftigt. Und wer die Zeitung feng Shui Spezial (jetzt Journal) kennt, weiß, daß ich bemüht bin die Hintergründe und Verbindungen zu ergründen und mit Texten zu belegen. Der Hinweis mit den Themen, die so zuletzt im 3. Reich an der Tagesordnung waren, zeigt mir allerdings,daß ich den Finger auf eine Wunde gelegt habe, über die nur eine dünne Kruste gewachsen ist. Es ist längst überfällig,daß wir uns damit beschäftigen,was uns aus dieser Ecke an Literatur überkommen ist, die nicht mehr zeitgemäß ist. Heute noch hat mir ein anderer Kollege mir gesagt wie gut einerseits die Kulturrevolution für die Chinesen (alles hat zwei Seiten), denn es hat sie von einigem fatalistischen und abergläubischen Ballast befreit. Daß an die Stelle eine andere Idiologie getreten ist,steht auf einem anderen Blatt.
am 08.07.2002 schrieb Hedwig Seipel:
Hallo Klaus, Marianne und alle anderen beteiligten,
ich finde es super, endlich eine etwas lebhaftere Diskussion verfolgen zu können. Manchmal habe ich das Gefühl, daß im Forum echt "Friede, Freude, Eierkuchen" herrscht.
Aus meiner Sicht spiegelt die Diskussion genau unseren Zeitgeist. Die Erde wandelt sich und jeder sucht seinen neuen Platz. Manchen fällt es etwas schwer die alten Muster loszulassen und sich nicht mehr im Mittelpunkt zu finden. Doch bereits Galileo (oder war es jemand anders) hat gesagt: "Neue Entdeckungen gehen über drei Phasen. Zuerst werden sie belächelt, dann bekämpft bis sie schließlich als selbstverständlich angenommen werden". Ich denke, wie sind auf der Schwelle zu der dritten Stufe, doch der "Kampf" dauert an. Ich wünsche uns allen, daß wir bald die neue Richtung erkennen und, als wenn nie etwas anderes gegeben hätte, annehmen.
Mit lieben und nicht nur kollegialen Grüßen,
Hetti
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