Teufelslöcher udn Sonnenphänomene im Alpenraum

in Allgemeines

am 30.09.2004 schrieb Rainer Limpöck:

Eigentlich wars mir klar, dass das Teufelsloch bei uns kein Einzelfall im Alpenraum ist. Es gibt also viele andere. Zum Beispiel das Martinsloch in der Schweiz.

Ich kopiere mal, was ich dazu gefunden habe:

Die Elmer Bevölkerung hatte die Lichterscheinung aus dem Martinsloch zur Grundlage ihres Kalenders gemacht. Die beiden Termine des Sonnenphänomens markierten Sommerbeginn und Winteranfang. Nach dem bis 1800 benutzten Julianischen Kalender fiel das Ereignis ziemlich nahe mit dem alten römischen Jahresanfang, dem 1. März, zusammen. Das war der Tag, an dem das "Neue Feuer" angezündet wurde, und mit dem "Scheibenschlagen" verbunden war, einem Brauch den man heute noch dort pflegt. Als 1798 auch in Elm der neue "Gregorianische Kalender" eingeführt werden sollte, weigerte sich die Bevölkerung mit der Begründung "dadurch würde die Sonne nicht mehr an den richtigen Tagen durchs Martinsloch scheinen" .

In diesem Zusammenhang fand ich jetzt seltsame Übereinstimmungen von 2 (!!!) Teufelslöcher in unserer Region - eben "meins" im Lattengebirge und dann das beim MOndsee, das auch Drachenloch genannt wird.

Beide Teufelslöcher haben Sonnendurchgangszeiten die sich bis auf 5 (!) Tage annähern.
Beide liegen vermutlich auf demselben Breitengrad, was das Phänomen natürlich (*g*) entsprechend unterstützt.
Beide liegen in einer Entfernung von ca. 5-10 km zum keltischen Sonnenheiligtum-Komplex der beiden Falkensteine.
Beide haben beim Sonnendurchgang einen Kontakt mit einem Kultplatz:
keltischer Grabhügel in Bayer. Gmain, St. Andreas-Kirche am Mondsee.
Und die anderen alpinen Teufelslöcher, die ja durchaus auch andere Namen haben können und auch haben, haben alle fast zeitgleiche Sonnendurchgangszeiten.

So richtig hat sich da wohl noch keiner Gedanken gemacht, was das zu bedeuten hat, obwohl ich auf der www.lochstein.de website schon einige gute Ansätze dazu finden konnte.
Das Internet bietet eben jetzt technische Möglichkeiten um Naturvorgänge zu entdecken und zu erklären, die bisher im Verborgenen lagen bzw. unseren Ahnen bekannt waren.
Hat jemand die Dechriffierung der Himmelscheibe von Nebra mitbekommen? Bei uns in der Zeitung war die Überschrift:
das Urteil über den ungebildeten Urzeitmenschen muß revidiert werden!

Vor 3600 Jahren hatten die Bronzezeitmenschen kosmische Kenntnisse, die erst viel viel später wiedergefunden wurden bzw erst allmählich wieder zugänglich werden. Erstaunlich oder? Und warum gerade jetzt?
Und damit gehört die Diskussion eigentlich in den Bereich "Transformation"...

Aber wer dazu Gedanken hat - vielleicht speziell zu den Teufelsloch-Phänomenen möge sie bitte weitergeben. Übrigens - alle Orte mit einer "Teufelsbezeichnung" bekamen diese meist erst im Laufe der Christianisierung, aber das ist wohl klar warum!

staunende Grüße

Rainer

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