Das Erdmagnetfeld und die Leylines...
in Allgemeines
am 04.05.2004 schrieb Michael Hahl :
Guten Tag allerseits,
von "Leylinesâ, "Erdmeridianenâ oder einem geomantischen "Erdmagnetfeldâ habe ich bislang noch ziemlich wenig verstanden und mich auch noch nicht allzu sehr mit befasst. Eigentlich komme ich mehr aus der geowissenschaftlichen Richtung, bin aber für allerlei "neueâ Fragestellungen offen, weil ich eben diese sachliche Offenheit für eine strikt wissenschaftliche Herangehensweise halte.
Jetzt zu meiner "Anfängerâ-Frage, mit der ich mich heute mal in diesem Forum einführen möchte:
Auch in der Geophysik gibt es ja ein Erdmagnetfeld. Diese magnetische Aktivität entsteht durch geschmolzenes, also zähflüssiges Eisen im äußeren Erdkern, das durch Konvektion und Erdrotation bewegt wird. Erste Untersuchungen dazu gab es bereits im 16. Jahrhundert; freilich wurde die Forschung mit den heutigen Messmethoden weit vorangetrieben. - Meine Frage: Hat denn jene Vorstellung eines "Erdmagnetfeldesâ, wie sie in der Geomantie verbreitet ist, einen Bezug zu diesem geophysikalischen Erdmagnetfeld? Ist damit vielleicht sogar das gleiche Phänomen gemeint? Oder handelt es sich um völlig verschiedene Phänomene, die zufällig von zwei völlig verschiedenen Disziplinen den gleichen Namen bekommen haben?
Oder anders gefragt: Haben die Leylines denn etwas mit dem geophysikalischen Erdmagnetfeld zu tun?
Im Übrigen wurde mir erst jetzt bekannt, dass Biologen offenbar längst davon ausgehen, dass sich wandernde Delfine und Wale, aber auch das Orientierungssystem der Zugvögel nach diesem geophysikalischen Erdmagnetfeld richten. Dies könnte ja meines Ereachtens ein Indiz sein, dass es sich bei den geomantischen Leylines und dem geophysikalischen Erdmagnetfeld letzten Endes um ein und dieselbe Sache handelt.
Ich bitte um geomantische Aufklärung - Danke !
Michael Hahl
www.geotouren.de
am 09.05.2004 schrieb Josef Volsa:
Sehr geehrter Hr. Hahl!
Ich habe mich mit diesem Thema bisher nur peripher beschäftigt. Allerdings gibt es einige Untersuchungen, welche auch auf Anomalien im Erdmagnetfeld bei alten Kultstätten und dergleichen hinweisen. Ich möchte hier insbesondere auf das sogenannte Drachenprojekt verweisen. Es wurde zu Beginn der 80er Jahre durchgeführt und es wurden Steinkreise untersucht. Hier wurde mit einem Geomagnetometer festgestellt, dass sich rund um solch einen Steinkreis eine 7-fach gewundene elektromagn. Spirale gebildet hat. Diese Untersuchungen wurden 1985 im Buch "stones of silence" veröffentlicht.
Auch die Dissertation von Dipl.Ing. Max Götz, Universität für Bodenkultur, über die sogenannten Hartmannlinien ist hier für Sie sicher interessant. Er hat diese Hartmannlinien, welche vorher im Blindversuch von Radiästheten festgestellt wurden mittels Geomagnetometer verifiziert.
Ich konnte bei den von mir initialisierten Kraftorten ebenfalls leichte Abweichungen mit einem Kompas feststellen. Wobei ich das nur einmal so nebenbei probiert habe und diese Aussage daher ohne wissenschaftlichen Gehalt ist.
Meiner Meinung aber ist ein sogenannter "Kraftort" oder eine soganannte "Kraftlinie" weit mehr als nur eine Abweichung im Erdmagnetfeld. Da spielen noch viele andere Faktoren mit, die auf physikalischem Weg noch nicht untersucht wurden bzw. noch nicht untersuchbar sind. Die derzeitigen Messungen, also auch die wissenschaftlichen Untersuchungen, welche bereits bei meinen Projekten messtechnisch durchgeführt wurden, brauchen alle menschliche Probanden, über deren Organfunktionen die Wirkungen verifiziert wurden. Meine Kunden würden wohl nichts dafür ausgeben lediglich eine "Abweichung des Erdmagnetfeldes" für ihren Garten zu kaufen. ;-)
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Josef Volsa
http://www.volsa.com
am 09.05.2004 schrieb Michael Hahl :
Sehr geehrter Herr Volsa,
ich danke Ihnen für Ihre Antwort und verstehe Sie also wie folgt:
1. Bei sogenannten "Kraftortenâ werden - auch mit technischen Geräten (Geomagnetometer) - Abweichungen im geophysikalischen Erdmagnetfeld wahrgenommen und gemessen. "Kraftorteâ definieren Sie - zwar darüber hinausgehend, aber auch - als Orte, an denen solche erdmagnetischen Abweichungen vorgefunden werden können.
2. Auch an sog. "Kraftlinienâ können solche erdmagnetischen Abweichungen gemessen werden.
Frage dazu: Handelt es sich bei den sog. "Kraftlinienâ um das gleiche Phänomen, das als "Leylinesâ bezeichnet wird? Ist dies wiederum das gleiche Phänomen, das als "Hartmannlinieâ beschrieben wurde? Was sind die geomantisch oft erwähnten "Erdmeridianeâ - auch das gleiche Phänomen? - Nur zur begrifflichen Klarheit und zum Verständnis: Alles verschiedene Begriffe für ein und dasselbe Phänomen?
3. Wie stellt sich die Geomantie diese Kraftlinien resp. Leylines resp. Hartmannlinien resp. Erdmeridiane vor? Geht man davon aus dass der Erd-Geoid (um nicht "Kugelâ zu sagen, was unser Planet ja genau genommen nicht ist) mit erdmagnetischen "Kraftlinienâ sozusagen "überzogenâ ist? Ich habe auch schon des Öfteren von einer Art "Gitternetzâ gehört. Gibt es in der Geomantie denn auch die Überlegung, dass solche "Kraftlinienâ von West-Ost-verlaufenden Linien gekreuzt werden? Auf dieser Annahme beruht ja meines Wissens auch das Ausschlagen einer Wünschelrute an bestimmten "Knotenpunktenâ - korrekt?
Zur Arbeit von Dipl.-Ing. Max Gölz, die Sie erwähnen. Im Internet kann ich außer einem Eintrag unter http://www.radiaesthesieverband.at/archiv_4.htm (mit dem Titel eines Aufsatzes von ihm: "Magnetfeldmessungen an Reizzonenâ) leider nichts Näheres zu der angesprochenen Forschungstätigkeit von DI Max Götz finden. Gibt es eine Textveröffentlichung zu seiner Arbeit im Netz? Wenn Sie dazu noch einen Hinweis hätten, würde ich gerne einmal lesen, was er in seiner Arbeit herausgefunden hat.
4. Gibt es in der Geomantie (resp. Geobiologie) einen Forschungsansatz, der versucht - auch im Diskurs mit den akademischen Geowissenschaften -, solcherart lokale Abweichungen des Erdmagnetfeldes mit den gängigen geophysikalischen Modellen zu korrelieren? Wenn solche Anomalien von DI Max Götz gemessen und verifiziert werden können, dann sollte dies doch eigentlich auch auf geophysikalischer / geologischer Ebene diskutiert werden.
Diese Trennung, die es offenbar nach wie vor zwischen nicht-akademischen Forschungen (in der Geomantie usw.) und dem akademischen Forschungsbetrieb gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Natürlich können sich die strikt wissenschaftlichen Institute nicht auf Organfunktionen zur Verifizierung bestimmter Phänomene verlassen, aber gerade wenn es Messungen dazu gibt, wäre dies doch ein gemeinsamer Ansatz.
Mit freundlichem Gruß,
Michael Hahl
am 11.05.2004 schrieb AWohofsky:
s.g. herr hahl,
ich habe die beantwortung ihrer frage von volsa gelesen- geomant, bei dem ich selbst einmal ein seminar besucht habe.
volsa spricht messungen mit dem geomagnetometer an. hier eine info, die für sie vielleicht interessant ist, zumal auch ich aus dem geowissenschaftlichen bereich komme (diplomgeografin).
also, hartmannlinien lassen sich mit geomagnetometern verifizieren, gleichzeitig auch abweichung des erdmagnetfeldes infolge technisch gepulster wellen (=handystrahlen, elektrosmog). damit ist seit mai 2004 die physikalisch und auch medizinisch messbare beeinflussung von techn. gepulsten wellen nachweisbar. siehe dazu: www.gabriel-tech.de oder www.gabriel-tech.at (forschungsinstitut sitzt in graz/österreich mit dr. medinger). das produkt, das dagegen wirkt ist wissenschaftlich nachweisbar getestet. ich gebe ihnen dazu auch gerne auskunft, wenn sie den wissenschaftlichen nachweis beziehen wollen. mail to me: office@flur.at
weiters hat das institut für landschaftsplanung und freiraumgestaltung der boku in wien mit prof. erwin frohmann einen wissenschaftlichen vertreter zu den sogenannten feinstofflichen auswirkung von raum und raumbezug/raumwahrnehmung. diese thematik passt also durchaus zum geowissenschafter und nennt sich im esoterisch wissenschaftlichen "geomantie" oder "landschaftsfengshui".
mit freundlichen grüßen
mag. a. wohofsky
am 14.05.2004 schrieb Michael Hahl :
Hall Frau Wohofsky,
Danke für die interessanten Infos! Der Nachweis bzw. die Verifizierung der Hartmannlinien scheint mir ein ziemlich bedeutendes Forschungsergebnis zu sein. Gelegentlich werde ich unter der von Ihnen empfohlenen Homepage www.gabriel-tech.de recherchieren.
Könnten Sie mir vielleicht zu der Arbeit von Prof. Erwin Frohmann über "feinstoffliche Auswirkung von Raum und Raumbezug/Raumwahrnehmung" noch etwas mitteilen? (institut für landschaftsplanung und freiraumgestaltung der boku in wien)
Für heute mit besten Grüßen, Michael Hahl
am 14.05.2004 schrieb Gabriele Sporer:
Hallo Frau Wohofsky,
......Könnten Sie mir vielleicht zu der Arbeit von Prof. Erwin Frohmann über "feinstoffliche Auswirkung von Raum und Raumbezug/Raumwahrnehmung" noch etwas mitteilen?......
Auch ich waere an weiterer Information interessiert. Ich arbeite mit "flying star Feng Shui" und stosse auf die unterschiedlichen Energien. Feng Shui Berechnungen ergeben zum Beispiel eine sehr negative Energie, der gleiche Ort gemessen an Hand der Bovis Skala kann jedoch in einem hohen Bereich liegen. Weiss jemand darueber Bescheid?
Danke. Schoene Gruesse,
Gabriele
am 14.05.2004 schrieb Hedwig Seipel:
Hallo Gabriele,
ich bin zwar nicht Frau Wohofsky, aber ich hoffe, Sie sind mit meiner Meldung einverstanden :-).
Auch ich arbeite mit Flying Stars und Geomantie bzw. Radiästhesie. Meine Erfahrung hat gezeigt, daß Werte der Bovis-Skala und der Flying Stars, wie Sie das auch beobachtet haben, zuerst nichts Gemeinsames haben. Ich denke, das liegt daran, daß Flying Stars die Energie "über der Erde", d.h. geographische (Himmelsrichtungen) und zeitliche (Perioden) Qualitäten untersucht. Die geomantische oder radiästhetische Qualität eines Platzes geht aber weiter und tiefer. Ich nenne es "unter die Erde". Diese zusätzliche Einflüsse sind sehr wichtig und oft entscheidend. Genauer gesagt, habe ich beobachtet, daß eine sehr schlechte Flying Stars Kombination auf kraftvollen Plätzen weniger zur Geltung kommt. Ihre Auswirkungen, bei gleichen äußeren Bedingungen, können sich "nicht entfalten". Die Schreibweise in " " soll verdeutlichen, daß ich hier lediglich auf meine eigene Erfahrung zurückgreife. Es sind keine gesicherte Ableitungen. Umgekehrt habe ich aber andere Beobachtung gemacht. Eine super Kombination der Sterne hilft kaum, wenn der Platz äußerst ungünstig ist. Ich denke, hier spielen so viele Einfluss- und Wahrnehmungsfaktoren eine Rolle, daß wir sie nicht so leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen können. Doch den Nenner, den gibt es bestimmt...
Viele Grüße
Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de
am 17.05.2004 schrieb Gabriele Sporer:
Hallo Hedwig,
danke fuer Ihre Beantwortung. Ich bin sehr interessiert, all diese Komponenten mehr und mehr zusammenzubringen. Zum Beispiel habe ich mehrere Naechte lang alte indische Mantras spielen lassen und die Energie vorher und nachher gemessen. Kaum zu glauben, wie das einen Raum positiv beeinflusst. Die gemessene Energie war danach wesentich hoeher.
Ich bin nach wie vor fasziniert von der Xuan Kong Methode, moechte aber Moeglichkeiten finden darueber hinaus positiven Einfluss auf die Energien im Haus zu nehmen. Ich denke, wir haben oftmals nicht mehr die Moeglichkeit das "perfekte" Haus zu bauen oder zu finden und mein Wunsch ist es, dem Kunden zu helfen die gegebenen Umstaende zu optimieren mit allen zur Verfuegung stehenden Mittel.
Ich moechte gerne mehr auf diesem Gebiet lernen, vor allem Radiaesthesie. Ich lebe im Sueden von Portugal und kann leider keine 2 1/2 jaehrige Ausbildung bei Hagia Chora machen, waere aber dankbar fuer Hinweise bezueglich Ausbildungen in kuerzerer Form.
Uebrigens finde ich das Forum wunderbar. Ich freue mich auf mehr Beitraege!
Schoene Gruesse,
Gabriele
am 17.05.2004 schrieb Wohofsky:
hallo herr hahl,
bitte gerne, zu frohmann folgendes:
er hat in diesem bereich 1997 habilitiert, ist westl. ausgebildeter feng shui berater und a.o. univ. prof am institut für landschaftsplanung und freiraumgestaltung.
link im internet unter www.boku.ac.at und weiter aufs institut. gehen.
interessante arbeiten dazu wie:geomantische raumanalyse für buriano, toscana
gleiches für nationalpark donauauen
geomantische raumberatung im rahmen neubau forum alpach.
vorlesung zur ästhetik und raumbewusstsein an boku wien
usw.
sehen sie sich einfach die publikationsliste (lange!) im auf der boku-site an.
ich stehe gerne bei fragen zur verfügung und wünsche eine schöne woche,
awo
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