Qualität der Zeit
in Feng Shui
am 15.10.2003 schrieb Hedwig Seipel:
Wenn plötzliche und unerklärbare Vorkommnisse auf der Welt geschehen, dann suchen wir nach Erklärungen, die zu unserem Weltbild passen. Genauso geht es mir, wenn ich an diverse Ereignisse der letzten Zeit denke. Da war zuerst die große Hitze des Sommers bei der die Erde austrocknete und die Flüsse fast zum Stillstand brachte. Mehrere Länder erfuhren plötzliche Stromausfälle. Keine Energie ist mehr geflossen. An den Weltbörsen tut sich nicht viel. Die Talfahrten sind gestoppt doch der Richtungswechsel lässt auf sich warten. Das selbe gilt für unsere Wirtschaftspolitik im Lande. Große Kriege der Welt und auch der Kampf gegen Terrorismus verharren auf einem konstantem Niveau. Kein Durchbruch zeichnet sich ab. Die Unterhaltungsbranche lebt vom Trend der Beschäftigung mit sich selbst. Ob Superstar, Promi-Biographien oder unzählige Talk-Shows, alles dreht sich nur um das eigene Ego und die daraus resultierenden Erkenntnisse bringen keinen Menschen weiter. Auch hier herrscht Stillstand und Drehung um die eigene Achse. Worauf will ich hinaus? Wenn Sie etwas von der chinesischen Zeiterfassung, die im Feng Shui Anwendung findet, gehört haben, dann ist Ihnen nicht entgangen, dass wir an der Schwelle zur 8.Periode stehen, die "offiziellâ am 4.02.2004 beginnt. Die neue Zeit steht im Zeichen der Wandlungsphase Erde. Erde ist das Element, das nach der Lehre der "5 Wandlungsphasenâ, Wasser unter Kontrolle bringt und nichts mehr fließen lässt. Außerdem bedeutet Erde auch die Drehung um die eigene Achse, die Besinnung auf eigene Wurzel und Konzentration auf sich selbst. Kann es sein, dass die neue Zeitqualität sich mit großer Macht bereits bemerkbar macht und die alte 7. Periode verdrängen will? Die gehende 7. Periode, als die Zeit des Metalls verliert deutlich an Kraft und kann kaum noch Wasser (=Energie) erzeugen (im Stärkungszyklus der 5 Wandlungsphasen bringt Metall Wasser hervor). Das schwache Wasser kann sich der mächtigen Erde nicht widersetzen und fließt nicht mehr. Was kann getan werden, um den Zyklus der Wandlungsphasen wieder in Gang zu setzen? Wir brauchen mehr Holz! Die Wandlungsphase des Holzes bringt Erde unter Kontrolle und schwächt ihre Struktur. Die Erde wird schwächer und lässt das Wasser wieder fließen. Doch wie kann Holz-Energie erzeugt werden? Die Wandlungsphase Holz ist Inbegriff von Wachstum, Fortschritt, neuen Ideen, aufstrebendem Denken, Forschung, Ambitionen und Pioniergeist. Wenn wir selbst aufhören würden, ständig zu jammern, nach Schuldigen für Misserfolge zu suchen und dem, was wir nicht haben nachzutrauern, dann wäre der erste Schritt getan. Wenn dazu noch etwas mehr Achtung vor der Natur, den wachsenden Pflanzen und grünen Wälder (alles Holz) käme, dann könnten wir vielleicht viel mehr als jedes Weltgipfeltreffen bewirken. Die Erde ist unsere Mutter, die wir brauchen und achten. Eine übermächtige Mutter verhindert aber jede Eigenentwicklung ihrer Kinder. Die Energie der Zeit macht uns sehr deutlich, dass wir endlich die Selbstverantwortung in die Hand nehmen sollen, um unsere Wirklichkeit zu gestalten. Mit "wirâ ist jeder von uns gemeint und nicht nur "die, dort obenâ. Die Energie der Welt muss wieder ungehindert fließen und die Erde darf nicht zum undurchlässigen Fels werden. Mit mutigem Geist auf neuen Wegen können wir es schaffen.
Wie ist Eure Erfahrung mit der "neuen Zeit"?
Viele Grüße von der Bergstrasse
Hetti Seipel
am 15.10.2003 schrieb Peter H. Burger:
Hallo!
Es gibt viele Blickrichtungen und in jeder steckt Wissen und Wahrheit. Diese Blickrichtung aus dem Feng Shui fand ich sehr interessant.
Ich bin Geomant und ein Zahlenmystiker und habe dazu auch ein Buch "Numerologie im Tarot" geschrieben.
http://www.burger-verlag.de/Numerologie/numerologie.html
Daraus sehe ich und sage schon seit Jahren, dass 2004 "das" Wendejahr sein wird, wo neues entschieden und auf den Weg gebracht wird. Ich vergleiche es ein wenig mit 1968, nur dass die Entwicklung nun eine Andere sein wird.
Alles was sich "innerlich" neu gebildet hat und nun in den "Startlöchern" wartet, wird nun seinen Durchbruch und in die richtige Form finden.
Ob dies schon im Februar ist, oder erst im April ? Ich denke, dies ist nicht so wichtig. Auch der Juli trägt bedeutungsvolles in sich und noch mehr der September 2004.
Besten Gruss
Peter Burger
am 16.10.2003 schrieb Rainer Limpöck:
Hallo,
ich beobachte und archiviere im Alpenraum Entwicklungen, die bevorstehende oder laufende Transformationsprozesse belegen. Da ich dem Schamanismus verbunden sind, war es für mich sehr aufschlussreich viele Kontakte zu finden, die dies bestätigen.
So kam es auch bald dazu, dem großen Bedürfnis nach Vernetzung und Bündelung dieser Entwicklung und dieser Fähigkeiten Raum zu geben.
http://www.alpenschamanismus.de/Netzwerk/netzwerk.html
Mein Fühlen deutete auch schon auf viel positive Entwicklung im nächsten Jahr hin.
liebe Grüße
Rainer Limpöck
am 16.10.2003 schrieb Peter H. Burger:
Hallo!
Der Begriff Transformation ist genau richtig für 2004, nur dass diese Transformation unter der Oberfläche jetzt schon läuft, aber ab nächstem Jahr in der gelebten Realität aufbrechen wird.
Wie und in welcher Form ist schwer vorauszusagen.
Aus meiner Beobachtung hat es viel mit neuen Wegen zu tun, mit Menschen und Beziehungen, mit Spiritualität, mit neuen Chancen im Beruf und Wirtschaftsleben, mit einer Aufbruchstimmung insgesamt.
Wer aber krampfhaft am Alten festhält mir nun eine schwierige Zeit erleben, bis man wirklich weitergeht und Neues zulässt.
Beste Grüsse
Peter Burger
http://www.peterburger.de/
am 17.10.2003 schrieb Hedwig Seipel:
Hallo,
ich danke sehr herzlich für die sehr interessanten Beiträge zum Thema "Qualität der Zeit". Es ist schon sehr spannend zu beobachten, wie verschiedene Sichtweisen, die ihre Wurzeln in unterschiedlichen Kulturen haben, doch zum selben Punkt führen. Für mich sind es "archaische Gesetze der Welt", die vor keiner Kultur oder Region der Welt halt machen und damit universell gültig sind.
Wenn ich noch meinen Beitrag aus der asiatischen Feng Shui Sicht ergänzen darf, dann fällt mir auf, daß die 8.Periode (2004-2024) in der Mitte der sogenannten "Unteren Ära" (1984-2024) liegt. Die Mitte ist im Aufbau der 8 Trigramme des I Ging dem Menschen vorbehalten. Demnach treten wir in eine Zeit ein, in der wir Menschen im Mittelpunkt stehen. Begleitet von der "erdigen" Art der 8.Periode, könnte es die Besinnung auf eigene Wurzeln, die Wahrnehmung der Erde als unsere Mutter und die Wertschätzung des Lebens bedeuten. Die Qualität der Zeit ist da, um diese Sichtweisen zu unterstützen. Was wir daraus machen, liegt nur an uns selbst. Ich freue mich, daß immer mehr Menschen diese Qualität spüren und zum Umdenken bereit sind.
In gespannter Erwartung auf weitere Beiträge mit lieben Grüßen
Hetti Seipel
am 17.10.2003 schrieb Peter H. Burger:
Hallo Hedwig,
das I GING entspringt der asiatischen Welt, die einer anderen Zeitrechnung entspringt, als die christliche Zeitrechnung. Insofern ist dies nicht direkt kompatibel. Zwar haben wir durch die Wirtschaftswelt dem asiatischen Kontinent nun auch unsere Zeitrechnung aufgedrückt, aber nur äusserlich. Spirituell leben die Menschen in anderen Rhythmen. Die islamische Zeitrechnung beginnt 620 nach Christus, die buddhistische Zeit dagegen ist viel älter als unsere christliche Zeitrechnung.
Daher müssen wir differenzieren zwischen äußerer Zeit und innerer Zeit, je nachdem wohin eine Seele sich wendet.
Du denkst und fühlst aus dem I GING und damit vermutlich aus buddhistischer Zeit. Aber Du lebst in der christlichen Zeitrechnung. Dazwischen liegen Welten, die zum Zerreissprozess führen können.
Bei allen diesen Wahrnehmungen ist es daher wichtig, nie die tatsächliche Realität aus den Augen zu verlieren. Hinschauen was ist, jetzt hier !
Das was Du und ich mit derartigen Methoden und Sichtweisen tun, ist eine "Geomantie der Seele", ein Erspüren der Ströme unter der Oberfläche gelebter Zeit, ein Erkennen von Kraftplätzen auf denen sich Leben entfaltet.
Herzliche Grüsse
Peter Burger
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