Auf feinen Spuren

Das Orientierungsvermögen von ­Lebenwesen:
Lücken im Weltbild der Physik?

von Friedrich H. Balck erschienen in Hagia Chora 36/2011

Friedrich H. Balck ist einer der wenigen Physiker, die sich akademisch mit Radiästhesie befassen. Er beobachtet nicht nur sensitive Menschen, sondern führt auch eigene Experimente durch. Für ihn besitzen Mensch und Tier eine natürliche Sensitivität für Standorteinflüsse. Die Ruten- oder Pendeltechnik sei sekundär und nur eine von vielen möglichen Brücken, um die Reaktionen des Unbewussten zu erschließen. Womit das Unterbewusstsein jedoch durch den Standort in Resonanz gerät und wie das geschieht, muss weiter erforscht werden.

Der Umgang mit Wünschelruten oder Pendeln ist ein Phänomen, das uns Menschen schon seit sehr langer Zeit beschäftigt. Neurowissenschaft und Physik hätten längst die Herausforderung annehmen können, zu erklären, was beispielsweise bei einer erfolgreichen Suche nach einem Wasservorkommen abläuft, doch solche Forschung wurde bisher kaum durchgeführt. Stattdessen stürzt sich ein Heer von Skeptikern auf die Funktionsweise von Rute oder Pendel und findet dort Schwachstellen, so dass Radiästhesie insgesamt als unwissenschaftlich gilt.
Mir scheint es zielführend, sich in der Forschung auf die natürliche Sensibilität gegenüber Standortunterschieden zu konzentrieren. Es wäre zu wünschen, dass die Wissenschaft sich wieder auf eine Art des Forschens einließe, bei der die Experimentatoren selbst Sinneseindrücke sammeln. So haben es schließlich Kepler oder Gali­leo getan, um unser Bild von der Erde zu erweitern.
Bei den Tieren können wir Fähigkeiten beobachten, für die uns die nötige Erklärung fehlt. Wie finden wandernde Säugetiere ihren Weg in unbekanntem Gelände? Wie finden Zugvögel nach einer langen Reise den Brutplatz vom letzten Jahr und ihren Partner wieder? Und: Wie orientieren sich blinde Menschen? Der blinde Autor Jaques Lusseyran, bekannt für sein wunderbares Buch „Das wiedergefundene Licht“, schreibt, dass er als Blinder gelernt hat, Objekte zu beschreiben, die hinter einem Berg liegen. Dies sind zweifelsfrei existente Phänomene, bei denen sich die klassische Wissenschaft auf der Suche nach einer Erklärung äußerst schwer tut.

Wissenschaft und Sensitivität
Eine engere Definition von Naturwissenschaft wurde erst in den letzten beiden Jahrhunderten geprägt, auch durch die folgende Aussage von Max Planck:
– Jede Theorie ist durch das Experiment zu verifizieren. Tritt auch nur eine winzige Abweichung auf, so ist sie unvollständig oder falsch. Die Natur ist der einzig zulässige Prüfstein.
– Das Experiment muss – vom beliebigen Fachmann ordnungsgemäß und kritisch ausgeführt – zu jeder Zeit und an jedem Ort zu den gleichen Ergebnissen führen.
Die geforderte Wiederholbarkeit von Ergebnissen setzt zwingend voraus, dass alle Nebenbedingungen, die den Ausgang eines Versuchs beeinflussen können, auch schon bei der Fragestellung bekannt sein müssen. Nur wenn alle diese Bedingungen bei sonst gleichen Experimenten identisch sind, ist es wahrscheinlich, dass man zu gleichen Ergebnissen kommt.
Bei der Erforschung komplexer Wahrnehmungsvorgänge muss man sich also bewusst sein, dass vermutlich eine un­überschaubare Anzahl Faktoren wirken, was eine Reproduzierbarkeit von Versuchen erschwert.
Grundsätzlich reicht aber für die positive Aussage, dass ein Phänomen beobachtet wurde, bereits ein erfolgreicher Versuch aus. Damit kann prinzipiell der Nachweis der Existenz des Phänomens geführt werden. Jede auch nur einmalige Beobachtung ist wichtig und darf nicht von vornherein verworfen werden.
Die Behauptung, der Mensch habe nur fünf Sinne, stammt noch aus früheren Zeiten. Mittlerweile sind weitere Einflüsse bekannt: Sensitivität für Magnetfelder, für elektromagnetische Wellen, Beschleunigung, Neigung, Infrarotstrahlung, Ultraschall. Wir müssen unsere Sicht auf den Menschen erweitern. Beschäftigte sich am Ende des Mittelalters Leonardo da Vinci mit den mechanischen Eigenschaften des menschlichen Körpers und entdeckten spätere Forscher dessen chemische Eigenschaften, ist es nun an der Zeit, sich mit dem Informationssystem des Körpers zu beschäftigen (Zhang, 2003; Laszlo, 2005).
Im Bereich der Neurowissenschaft, Energiemedizin, Biophysik und auch der Forschung über das Orientierungsvermögen von Zugvögeln wurden in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Fakten herausgearbeitet, die bisher noch nicht in den Lehrbüchern der klassischen Fächer und daher auch nicht in den Köpfen der Wissenschaftler zu finden sind.

Sensitivität sichtbar machen
In vielen Experimenten hat man versucht, das Phänomen Wünschelrute oder Pendel im Sinn von Erfahrungswissenschaft zu deuten. Der verständliche und immer wieder gehörte Wunsch – nicht nur von den Skeptikern, sondern auch von den Anwendern – „Kann man Standortqualitäten nicht auch elektronisch messen?“ ist bisher nicht in Erfüllung gegangen, obwohl es ohne Zweifel sehr viele Versuche zur Klärung gegeben hat. Offensichtlich besitzt der Mensch sehr empfindliche Sensoren, die entweder mit einer technisch noch unbekannten oder äußerst schwachen, aber bekannten Wellen- oder Teilchenart kommunizieren. Und offenbar nimmt er dies in erster Linie unterbewusst wahr.
Wir können die Sensoren unseres Unterbewusstseins nun leider nicht bewusst abfragen. Wie bei einem Computer darf das Anwenderprogramm nicht direkt auf die Tastatur oder Druckerschnittstelle zugreifen. Dies erledigt das „allwissende“ Betriebssystem. Es gibt nur die an der Tastatur eingegebenen Zeichen nach oben weiter, nicht aber deren zeitlichen Ablauf.
Sollte sich ein Virus im System aufhalten, bemerkt dies der Benutzer zunächst nicht direkt. Möglicherweise bekommt er ihn nie zu Gesicht. Aber aus einer verringerten Rechengeschwindigkeit kann er ableiten, dass „irgendetwas“ anders ist.
Ersetzt man nun die Begriffe Anwenderprogramm und Betriebssystem durch Bewusstsein und Unterbewusstsein, wird deutlich, wie Sensorinformationen zum Anwender gelangen können. Entweder man versucht, durch Training eine direkte Verbindung zur unterbewussten Wahrnehmung zu aktivieren, oder man trainiert, die Reaktion des Unterbewusstseins indirekt sichtbar zu machen. Vorgänge, die mit dem Gleichgewicht zu tun haben, wie das Halten einer Rute in einem labilen Gleichgewichtszustand, scheinen dafür besonders geeignet. Wenn im Unterbewusstsein etwas von der „Regel“ abweicht, soll das Gleichgewicht kippen. Meiner Beobachtung zufolge hängt beim Balancieren einer L-Rute die Stärke der Regelabweichung von der Stärke der Störung ab.

Interpretation von Mutungen
Beim Muten werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Alle haben das Ziel, aus einer Vielzahl vorhandener Sig­nale diejenigen des gesuchten Objekts auszuwählen.
– Muten ohne besonderes Ziel: Aufmerksames Gehen, man achtet auf Auffälligkeiten, die später interpretiert werden.
– Mentales Muten: Man stellt sich das gesuchte Objekt vor und bemüht sich, damit alle anderen Signale mental auszufiltern.
– Ausnutzen von Resonanzeffekten: Man verwendet eine Referenzprobe an der Rute (Nosode). Für die Einstellung auf das Objekt reicht es meistens, eine Referenzprobe in der Hand oder am Körper zu tragen.
– Lecherantenne oder H3-Antenne mit abstimmbarer Resonanzlänge: Man stellt eine Wellenlänge ein, die der charakteris­tischen Eigenschaft des gesuchten Objekts entspricht.
– Natürliche Methode ohne Hilfsmittel: Hier werden unterschiedliche Wahrnehmungen des Körpers interpretiert. Mit fortschreitender Übung kristallisiert sich ein individuelles Set von Deutungen körperlicher Reaktionen heraus, so dass man z. B. weiß, dass ein quarzhaltiger Erzgang einen anderen spürbaren Eindruck als ein Stromkabel oder unterirdisch fließendes Wasser erzeugt.
– Von vielen Autoren und Praktikern wird das Fernmuten beschrieben. Man nutzt dabei Fotos, Landkarten, Grundrisse, auch Bilder auf einem Computerbildschirm, um den Auswahlbereich der vermuteten Position eines Objekts sozusagen dem Gehirn als Frage „vorzuschlagen“ und auf eine Antwort zu warten.
Für eine Reihe dieser Verfahren scheint es eine sinnvolle Arbeitshypothese zu sein, dass bei einer Mutung Wellen wahrgenommen werden, indem beispielsweise die gesuchten Objekte breitbandig von Wellen angeregt werden und dabei wie bei der Fluoreszenz in ihren charakteristischen Wellenlängen „zurückleuchten“. Aber gerade das Fernmuten lässt sich mit diesem Modell nicht erklären.
Wo sind nun die fehlenden Bausteine für die Erklärung der physikalischen Phänomene?

Orientierungsvermögen
Wie bereits angeführt, gibt es bei den Tieren ähnliche unerklärliche Reaktionen auf Ortsqualitäten. Bienen beispielsweise werden als Strahlensucher bezeichnet, und Rutengänger haben bereits eine Sys­tematik darin erkannt, welche radiästhetischen Phänomene ein Platz aufweist, an dem ein Bienenstock die optimale Menge Honig erzeugt. Nistplätze, Schwarmplätze und Drohnensammelplätze befinden sich an Orten mit besonders spürbaren Eigenschaften (Mauthe, 1998).
Rudolf Mauthe beschreibt einen Versuch mit einer eingesperrten Bienenkönigin an einem Fesselballon:
„Es ist schon verblüffend zu sehen, wie die anfliegenden Drohnen die am Ballon hängende, eingesperrte Königin ansteuern, sie aber sofort verlassen, sobald man sich mit dem Ballon aus dem Einflussbereich der hochwirksamen Kreuzung entfernt. […] Einen weiteren Beweis, dass es sich nicht um Pheromone, also Botenstoffe, als chemische Substanz handeln dürfte, die die Drohnen an den Drohnensammelplatz locken, liefert die Tatsache, dass die Drohnen auch ein Fläschchen, am Ballon hängend, ansteuern, in dem sich in Alkohol eingelagerte tote Königinnen-Köpfe befinden. Es ist die spezifische Königinnen-Information mit ihrer Abstrahlungscharakteristik, die der Drohn zu empfangen in der Lage ist.“
Viele Wissenschaftler haben die Verfahren von Zugvögeln zur Orientierung untersucht (Wiltschko, 2003).
Man vermutet, dass die Vögel magnetische Informationen nutzen, wie etwa Ausrichtung und Größe des Erdfelds, aber auch den Sonnenstand sowie Landmarken. Eine besondere Stellung bei den Vögeln nimmt die Brieftaube ein, die man so gezüchtet hat, dass sie von ungekannten Orten starten und selbständig den Weg nach Hause finden kann.
Ein Reporter der finnischen Zeitschrift „Helsingin Sannomat“ schrieb einen Report über die Lappen und ihr Leben nördlich des Polarkreises. Nach einigen Tagen in der Wildnis fragte er verwundert: „Es gibt hier keine Wege und keine wesentlichen Orientierungspunkte, was machen Sie, wenn Sie sich verlaufen?“ Die Antwort des Lappen war „lapidar“: „Dann gehe ich nach Hause!“ (Becker, 1991).
Machen es die Lappen etwa wie die Tauben? Diese kennen ihren Heimatort, anders als der verlorengegangene Kater Bojan aus Sibirien, der seine Heimatfamilie nach deren Umzug an einem völlig neuen Ort wiederfand:
„Moskau – In Sibirien hat ein Kater 70 Kilometer zurückgelegt, um seine umgezogenen Besitzer wiederzufinden. Kater Bojan sei während des Umzugs entwischt, erzählte sein Besitzer Sergej Minskich. Wir haben ihn lange gesucht, konnten ihn aber nicht finden. Die Kinder seien sehr traurig gewesen, die Familie zog ohne Bojan um. Drei Monate später stand der Kater vor der Tür der neuen, 70 Kilometer entfernten Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses.“ (www.zeit-fuer-tiere.info/Downloads/200902_0500.pdf)
Insbesondere die Beobachtungen mit der simulierten Bienenkönigin und den Drohnen und Geschichten wir diejenige über den Kater Bojan zeigen, dass es über die Wirkung von lokalen Feldern hinaus weitere Mechanismen zur Orientierung, vielleicht einen „Informationskanal“, geben muss.

Gitternetze als Energiespender
Kommen wir zurück zu lokal wahrnehmbaren radiästhetischen Phänomenen. Es gibt viele Untersuchungen zu sogenannten Gitternetzen, einem in unterschiedlichen Varianten dokumentierten Phänomen in der Radiästhesie. Einige Gitter erscheinen für eine gewisse Zeit ortsfest, andere verschieben sich periodisch mit dem Verlauf der Erddrehung oder der Gezeiten (Hartmann, 1986; John, 1998). Die Gitternetze erinnern in ihrer Struktur an die Netz­ebenen in der Kristallographie. Das sind gedachte Gruppen von parallelen Ebenen, die im komplexen Kristallgitter aus ähnlich angeordneten Atomstrukturen bestehen. Es gibt hochsymmetrische Ebenen, beispielsweise sind dies bei einer Würfelstruktur die parallel zur Würfelkante oder Flächendiagonale stehenden Ebenen. ­Diese weisen einen Differenzwinkel von 45 Grad zueinander auf.
Einige der spürbaren radiästhetischen Gitter haben ähnlich schmale, „scharfkantige“ Linien. Ist das ein Hinweis darauf, dass die Gitter aus (unsichtbaren) Teilchen bestehen? Oder sind es magnetische Monopole? (Tiller, 1999)
In der Akustik kennt man den Begriff „stehende Wellen“. In einer liegenden gläsernen Orgelpfeife mit Korkmehlteilchen kann man sie sichtbar machen. In den breiten Schwingungsbäuchen der Pfeife, wo es laut ist, kommt das Mehl nicht zur Ruhe und lagert sich stattdessen nur an den schmalen Knoten ab, an denen fast keine Schwingungsenergie mehr vorhanden ist.
Wie sich bei Abschirm- oder Entstörexperimenten beobachten lässt, sucht der Fachmann hier zunächst die Richtung, aus der die „Strahlung“ kommt. Er bringt dann einen metallischen Körper, etwa aus Kupfer oder Eisen, an einen nahegelegenen Knotenpunkt des Gitters und schlägt ihn mit kräftigen Schlägen in den Boden.
In einem akustischen Rohr würde ein solches Hindernis die Schwingungsamplitude dämpfen, wie etwa Zusatzmassen, die man jeweils am Ende von Hochspannungsleitungen zwischen den Masten anbringt.
Aus dieser Beobachtung folgt die Vermutung, dass die Energie für spürbare Effekte aus den Gitternetzen stammt. Vermutlich geben viele Körper diese Energie über die Geometrie ihrer Oberflächen wieder ab, weil sie reflektieren, streuen oder, wie beim Fluoreszieren in der Optik, aufgrund der energetisch höheren Anregung wie ein Leuchtstoff in ihrem eigenen charakteristischen Frequenzbereich zurückstrahlen. Auch Strukturen wie geologische Spalten könnten auf solche Weise Wellen aussenden. Eine Analogie dazu wären Sprünge in einer Fensterscheibe, die das Licht reflektieren, so dass es gebündelt aus einer sonst „unsichtbaren“ Glasscheibe austritt und sichtbar wird.

Psi-Track, Resonanzortung
Nach den Untersuchungen des Physikers Jens A. Tellefsen und dem Psychiater Nils O. Jacobson, beide aus Schweden, soll es möglich sein, Spuren mental zu erzeugen, die von Rutengängern aufgespürt werden können (Jacobsen, 1994).
In verschiedenen Tests haben die Forscher gezeigt, dass man versteckte Gegenstände wiederfinden kann, wenn eine Person als „Sender“ von einem „Sende-Standort“ eine Spur auslegt, indem sie von dort aus intensiv an den zu suchenden Gegenstand denkt. Nach ausreichender „Denkzeit“ von einigen Minuten soll sich zwischen dem „Sendestandort“ und der Position des Gegenstands eine Spur aufgebaut haben, die von sensitiven Personen in üblicher Weise radiästhetisch verfolgt werden kann. Selbst, wenn der „Sender“ seinen Standort verlassen hat, soll die Spur für einige Zeit erhalten bleiben.
In mehreren modifizierten Versuchen habe ich das Experiment von Jacobson und Tellefsen nachgestellt. Anstatt eines versteckten Gegenstands war mein Ziel, die Spur zu einem bekannten Objekt in der näheren oder weiteren Umgebung, beispielsweise zum eigenen Auto, zu einem Leuchtturm auf Gran Canaria oder zum Capitol in Washington zu finden: Auf freiem Gelände mutete ich eine Linie, die zum jeweiligen Ziel zeigen sollte. Mit Hilfe eines GPS-Empfängers konnte der Versuchsablauf mit Datum und Uhrzeit protokolliert werden. Die anschließende Überprüfung auf dem Rechner im Büro brachte sehr häufig gute Übereinstimmung zwischen der Position der „gefundenen“ Spur und der rechnerischen Luftlinie zum Objekt.
Versuche mit Zielobjekten in kürzerer Entfernung förderten beim Herumgehen um das Ziel nicht nur eine einzige Verbindungslinie zutage. Das Bild der Spuren entsprach vielmehr dem einer stehenden Welle ähnlich wie bei den Knotenlinien einer zweidimensionalen Membranschwingung, beispielsweise von einer Orchesterpauke. Diese „Schwingung“ fand sich in konzentrischen Kreisen um das Ziel.
Für die Abstände der Ringe zum Ziel scheint es eine Reihe mit quadratischer Abhängigkeit (also etwa 1, 4, 9, 16, 25, 36 usw. ) zu geben. Das ist für Physiker sicherlich ein Schlüssel, um der Art von Feld, mit der wir es zu tun haben, auf die Spur zu kommen. Geht es hier um Beugungsbilder, stehende Wellen oder Auswirkungen von gequantelten Effekten?
Hatte ich dieses regelmäßige Muster bei der Annäherung an das Ziel bemerkt, ließ sich daraus die ungefähre Entfernung zum Ziel abschätzen. Je dichter man zum Ziel kommt, um so häufiger finden sich Kreisringe.

Das Kühlwasser-Experiment
Unterirdisch fließendes Wasser aufzuspüren, gehört zu den Herausforderungen jedes Rutengängers. Doch was ist eigentlich eine „Wasserader“, und was empfindet man beim Spüren?
Vor einigen Jahren wurde ein in der Nähe meines Schreibtischs verlegtes Kühlwassersystem unbeabsichtigt zum Forschungsobjekt. Die spürbaren Auswirkungen von zwei senkrechten 50-Millimeter-Kunststoffrohren in einem Installationsschacht waren ein Grund für meinen um rund 20 Punkte erhöhten Blutdruck, wie sich nach dem Umzug in ein anderes Gebäude herausgestellt hat.
Die durch drei Geschoße des Gebäudes reichende Doppelleitung erzeugte meinen Mutungen zufolge auf den Fluren und in den Zimmern ein „Strahlungsmuster“ etwa in der Form wie die Seiten eines weit aufgeschlagenen Buchs, wenn der Buch­rücken senkrecht steht.
Das Muster ist vergleichbar mit dem einer im Erdboden verlegten Leitung, bei deren radiästhetischer Identifikation man von An- und Abkündigungszonen spricht. Allerdings war in diesem Fall die Ausrichtung des Musters um 90 Grad zur Horizontalen gedreht. Bei guten Wetterbedingungen reichten die spürbaren Ausläufer des Musters mehr als 20 Meter durch das Gebäude hindurch bis zum Parkplatz.
Zunächst wollte ich testen, ob das Strahlungsmuster manipulierbar sei. Dazu ließ ich zwei Kupferleitungen parallel auf der Außenseite der Rohre befestigen und oben elektrisch miteinander verbinden, so dass sie eine Leiterschleife bildeten.
Tatsächlich ließ sich die Lage der spürbaren Linien des Musters durch elektrischen Strom in dieser Leiterschleife verändern. Bei Gleichstrom rückten die Linien mit zunehmendem Strom bei der einen Polarität weiter auseinander und bei der anderen näher zusammen. Das rechnerische Magnetfeld der Leiterschleife im Bereich der Rohre beträgt etwa ein Tausendstel des Erdmagnetfelds. In etwa fünf Metern Abstand sind es rund 10 Millionstel des Erdfelds, von der Stärke her vergleichbar mit dem Magnetfeld im Gehirn.
Lässt man nun einen Wechselstrom im Bereich der EEG-Gehirnfrequenzen fließen, entstehen je nach Frequenz unterschiedliche spürbare Eindrücke. Bei permanentem Wechsel der Frequenz scheinen sich die Effekte auch auf den Gleichgewichtssinn auszuwirken.
Welchen Einfluss nun die Fließgeschwindigkeit des Wassers, Größe und Vorzeichen des elektrischen Stroms zueinander haben, müsste in weiteren Versuchen geklärt werden. Es handelt sich um ein Laborexperiment, das ohne den schlecht definierbaren Begriff „Wasserader“ auskommt. Da der Sensor Mensch hier nur als ortsabhängiger Detektor wirkt, wobei die von ihm gefundenen geometrischen Positionen exakt mit dem Maßband bestimmt und protokolliert werden können, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um eingebildete Effekte handelt. Der elektrische Strom als von außen verstellbarer physikalischer Parameter bereichert das Experiment um einen weiteren objektiven Faktor.

Mehr wissenschaftliche Forschung!
Wie deuten wir nun solche Phänomene im Rahmen eines erweiterten wissenschaftlichen Weltbilds, wie es die Arbeiten von Pionieren wie Burkhard Heim, Rupert Sheldrake, William Tiller, Ervin Laszlo oder Klaus Volkamer andeuten? (Laszlo, 2005; Ludwiger, 2006; Sheldrake, 1993; Tiller, 1999; Volkamer 2004)
Wichtiger Baustein für eine Erklärung scheint mir die Einführung eines Informationsfelds. Viele bisher unerklärbare Phänomene bei Tieren lassen sich damit deuten. Um die Eigenschaften dieses Felds mit physikalischen Mitteln erforschen zu können, bedarf es ausgefeilter Ideen für neue Experimente und Theorien, bei denen auf natürliche Weise sensitive Rutengänger oder Tiere als primäre Beobachter gebraucht werden.
Meine Arbeiten zu den Themen Wasser- und Stromleitung, Resonanzortung oder Psi-Track bieten einige Möglichkeiten zu Laborexperimenten, bei denen physikalische Parameter als Steuergrößen für den Versuchsablauf zur Verfügung stehen.
Hierbei ist besonders die Tatsache wichtig, dass sich Resonanzeffekte durch Anregung mit elektrischer, magnetischer, elektromagnetischer oder akustischer Schwingungsenergie verstärken und damit in ihrer Reichweite vergrößern lassen. Hier ergeben sich mögliche Querverbindungen zu den Experimenten der Hirnforscher, da sich die Frequenz der elektromagnetischen Modulation bei der Kühlwasserleitung in den Bereich der Gehirnwellen legen lässt.
Aus den bisherigen Beobachtungen geht hervor, dass die radiästhetisch vermuteten Wellen eine Wechselwirkung mit den physikalisch gut untersuchten Wellen in unserer Umwelt eingehen. Demnach muss die Qualität eines Standorts in der Forschung stärker berücksichtigt werden, beispielsweise bei Nachweisen für eine nur eingebildete Elektrosensibilität. Doppelblindtests, die dies nicht beachten, sind nur bedingt brauchbar (Harthun, 2008).
Auf der Suche nach der Erklärung für radiästhetisch wahrgenommene Strahlung kursieren unter Physikern diverse Theorien. Handelt es sich etwa um Skalarwellen? (Meyl 2002; Oschman 2009)
Experimente von Friedrich Engel aus Hameln mit „störenden“ Objekten (linksdrehende Schwingung), die man durch mehrmaliges, lautes Beklopfen in einen weniger störenden Zustand (rechtsdrehende Schwingung) verwandeln kann, klingen zunächst unwahrscheinlich. Ich habe mich in einigen Fällen von der Wirksamkeit des Verfahrens überzeugt.
Die Ergebnisse lassen daher die äußerst gewagte Vermutung zu, dass es sich bei dieser Umpolarisierung um eine Anlagerung von (unsichtbaren?) Teilchen handeln könnte, die man auf diese Weise entfernen oder in ihrer (magnetischen?) Ordnung verändern kann.
Ebenso müssen die Ergebnisse der sehr ausgeklügelten Wiegeexperimente von Klaus Volkamer berücksichtigt werden, aus denen hervorgeht, dass bei manchen Umständen die Gewichte von speziellen Körpern nicht konstant sind, weil sich offensichtlich unsichtbare Teilchen darauf ablagern (Volkamer 2004).
Volkamer vermutet, dass es sich um die Dunkle Materie handelt, eine Materieform, deren Existenz zur Zeit aus astro-physikalischer Sicht postuliert wird.

Das Weltbild erweitern
Mit Experimenten und Theorien wie diesen steigen die Chancen, Radiästhesie und Wissenschaft zusammenbringen zu können. Der Mensch ist wieder als Sensor gefragt.
Die Komplexität der beschriebenen Möglichkeiten in der Radiästhesie lassen deutlich werden, warum es so schwierig ist, sich Unterstützung von anderen Wissenschaften bei der Klärung radiästhetischer Fragen zu holen.
Heutige Quantenphysik, Gehirnforschung und hochempfindliche computergestützte Messtechnik mit bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise der funktio­nellen Magnetresonanz-Tomographie des Gehirns, sind vielversprechende Werkzeuge, um im Sinn von Transdisziplinarität das Phänomen Radiästhesie entschlüsseln zu können.
Viele unerklärbare Fähigkeiten von Lebewesen zur Orientierung einerseits sowie die Ergebnisse einer großen Zahl von sorgfältig durchgeführten Experimenten im Bereich der Radiästhesie andererseits hinterlassen Fragen aus ähnlichen Zusammenhängen heraus, deren Beantwortung mit der allgemein verbreiteten Denkweise der Physik nicht zu vereinbaren ist.
Wirkt hier eine unsichtbare Materie? Welchen physikalischen Hintergrund haben morphische Felder? Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel. Die Naturwissenschaften müssen sich endlich für diese Randgebiete öffnen.
Man braucht zunächst keine riesigen Experimentalaufbauten, sondern nur gute Ideen, um mit dem Wissen und der Erfahrung aus Radiästhesie und Orientierungs-experimenten an der Erweiterung unseres Weltbilds zu arbeiten. 
 

Ausführliche Informationen zu den Forschungen von Professor Friedrich Balck finden sich auf seiner Internetseite: www2.pe.tu-clausthal.de/agbalck/

Literatur:
Becker, Robert O.: Der Funke des Lebens, Übersetzung von Cross Currents, Scherz Verlag Bern 1991
Harthun, Norbert; Garten, Dieter: Moderner Nachweis, Wiederholung des Dobler-Experiments mit Fotoplatten, www.baubiologie-sachsen.de/downloads/Wasseradernachweis.pdf
Hartmann, Ernst: Krankheit als Standortproblem, Band 1 und Band 2, Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1986
Jacobson, Nils O.; Tellefsen, Jens A.: Dowsing along the psi track, Journal of the Society for Psychical Research 59 (1994);
ww.newphys.se/fnysik/3_1/index.html
www.nilsolof.se/psitrack.htm; siehe auch Beitrag der Autoren in Hagia Chora Ausgabe 18
John, Erich: Erfahrungsbericht über viele Jahre Rutenarbeit, Tebbert, Münster 1998
Laszlo, Ervin: The Rediscovery of the Akashic Field, Network Review, Journal of the Scientific and Medical Network 89 (2005) 12-14
Ludwiger, Illobrand v.: Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim, Grünwald 2006
Lusseyran, Jaques: Das wiedergefundene Licht, die Lebensgeschichte eines Blinden im Französischen Widerstand, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1989
Mauthe, Rudolf: Radiästhetische Standortfaktoren bienenspezifischer Plätze, Wetter-Boden-Mensch, (1998); oder: Häuser, Heilen und H3-Antenne, Tagungsband zum Benefizsymposion 21.-22.Januar 2006; Verlag Eike Hensch, Nienburg
Meyl, Konstantin: Elektromagnetische Umweltverträglichkeit, Skalarwellen, informationstechnische Nutzung longitudinaler Wellen und Wirbel, Indel Verlagsabteilung, Villingen 2002
Oschman, James L.: Energiemedizin, Konzepte und ihre wissenschaftliche Basis, Elsevier, München 2009
Sheldrake, Rupert: Das Gedächtnis der Natur, Das Geheimnis der Entstehung der Formen in der Natur, Scherz Verlag, Bern, 4. Auflage 1993
Tiller, William A.: Subtle Energies, Science & Medicine May/June (1999a)
Tiller, William A.: Towards a Predictive Model of Subtle Domain Connections to the Physical Domain Aspect of Reality: The Origins of Wave-Particle Duality, Electric-Magnetic Monopoles and the Mirror Principle, Journal of Scientific Exploration Vol 13. No 1. (1999b)
Volkamer, Klaus: Feinstoffliche Erweiterung der Naturwissenschaften, Weißensee Verlag, Berlin 2004
Wiltschko, Roswitha; Wiltschko, Wolfgang: Avian navigation: from historical to modern concepts, Animal Behaviour 65 (2003)
Zhang, Charlie: Electromagnetic Body versus Chemical Body, Network 81, April (2003)