Geopunkturkreise
Ankerpunkte für eine neue Kulturbildung, Teil 7: Der Steinkreis für den Landschaftstempel des Atlantiks auf Fuerteventura
Unter dem Thema „Die Schichten der Zeit und das ewige Jetzt“ entstand im November 2008 im Zentrum für Kunst und Heilung „Artis Tirma“ auf Fuerteventura, der ältesten der kanarischen Inseln, ein neuer Steinkreis. Seine Erbauer würdigen damit die ewig-schöpferische, Kontinente verbindende Kraft des Atlantischen Ozeans.
Stolz und majestätisch steht er da, unser jüngster und kleinster der bereits bestehenden sieben Geopunkturkreise. Das Centro „Artis Tirma“ auf Fuerte ventura, mit dem stattlichen Berg El Caracol im Hintergrund, haben ihm ein würdiges Zuhause gegeben. Obwohl klein, ist er sich seiner transformatorischen Aufgabe und seiner Kraft bewusst, die er an die sechs Schwesterinseln der Kanaren und an den ganzen atlantischen Landschafts tempel aussendet.
Den Samen eines Geomantieprojekts für den Atlantik hatte Marko Pogaˇcnik bereits 1999 gelegt. Anlässlich der Sonnenfinsternis vom 11. August rief er Geo mantiegruppen in Europa und Übersee auf, gleichzeitig an einem „telepathischen Ritual“ teilzunehmen. Es sollte den Landschaftstempel Europas in ein größeres Ganzes einbinden, in den atlantischen Landschaftstempel, den Marko Pogaˇcnik in seinem Buch „Die Erde wandelt sich“ als Träger eines starken, synergetischen Potenzials, „das erst noch richtig verstanden und ins Gleichgewicht gebracht werden“ müsse, beschreibt. Bemerkenswert ist, dass die Kanarischen Inseln ziemlich genau in der Mitte des Atlantiks liegen.
Als langjährige Fuerteventurabesucherin hatte ich mich mit der spannenden Geschichte der Kanarischen Inseln befasst. Ich war zudem fasziniert von der Aussage Platons, dass das alte Atlantis in diesem Gebiet gelegen haben soll. Verschiedentlich hatte ich versucht, Marko Pogaˇcnik mit einer Geomantiereise nach Fuerteventura zu locken. Aber wie bei jeder Geburt bedurfte es wohl auch für dieses Projekt noch einiger Vorbereitungen.
Meine Freundin, die spanische Künstlerin Elvira Isasi, konnte im Jahr 2000 in Fuerteventura nahe dem Fischerdorf Tarajalejo ein großes Stück Land kaufen. Es entstand die Vision, dort ein Zentrum für Kunst und Heilung mit einem Skulpturenpark zu errichten. Ich unterstützte sie, wo es mir möglich war. Wir gaben dem Zentrum den Namen „Artis Tirma“, „Berg der Künste“, in Anlehnung an einen Ausruf der Guanchen, der Ureinwohner von Fuer teventura, mit dem sie einst die Inselgötter um Schutz und Beistand baten. Die Kraft des Namens „Artis Tirma“ offenbarte uns, was hier künftig stattfinden würde: „Transformación, Inspiración, Recreación, Meditación y Arte“. In den letzten Jahren entstand hier eine beeindruckende Anlage. Hinter dem Haupthaus mit großem Innenhof wurde als erster Sakralbau eine Meditationspyramide, ein in den Hügel hineingestaltetes „Erdheiligtum“ errichtet und daneben, als weiterer Rückzugsort, ein Zen-Garten. Angeregt von den Züricher Labyrinthfrauen entschieden wir uns im November 2006, ein großes Spiral-Labyrinth zu gestalten. Eine alte Höhlenzeichnung auf La Palma mit einer linksdrehenden Spirale und unser eindrucksvoller Hausberg, dessen Name El Caracol „die Schnecke“ bedeutet, hatten uns zu seiner Form inspiriert. Mit diesem Kraftplatz, der uns mit vielen anderen Labyrinthplätzen auf dem Erdball verbinden sollte, wollten wir unseren Ort ehren und die weiblichen Kräfte der Kanarischen Inseln wecken.
Kurz darauf las ich in der Zeitschrift Hagia Chora einige Artikel über Geopunkturprojekte. Sofort wusste ich, dass dies eine Chance war, Marko Pogaˇcnik zu bewegen, mit dem Steinkreis auf den Kanaren einen Ankerpunkt dieses weltumspannenden Projekts zu setzen.
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