Geheimnisse von Vindonissa

Radiästhetische Funde an der Klosterkirche Königsfelden

von Peter Hieronymi erschienen in Hagia Chora 31/2008

Ein keltisches Oppidum, von den Römern in ein Amphitheater verwandelt, ein einstmals mächtiges Legionärslager und eine Klosterkirche, in der sich im 14. Jahrhundert das Familiengrab der Habsburger befand – was hat es mit der Geomantie eines solchen Orts auf sich? Peter Hieronymi machte sich auf die Suche nach radiästhetischen Phänomenen rund um die Klosterkirche Königsfelden im Kanton Aargau.

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Aus vielen Beispielen wissen wir, dass christliche Sakralbauten häufig an Stätten antiker Kultplätze errichtet worden sind. Weltweite radiästhetische und geomantische Untersuchungen an kultischen Erdwerken, Steinkreisen und Bauten prähistorischer Epochen, aber auch an frühchristlichen Sakralbauten legen nahe, dass sich die Baumeister des Altertums bei ihren Entwürfen auch an der natürlichen Struktur und Ästethik der Erdkräfte orientierten. Sie verliehen ihren Schöpfungen durch den Standort, die Ausrichtung und harmonikale Maßverhältnisse einen kraftvollen Ausdruck und steigerten ihre spirituellen Qualitäten. Noch heute üben diese Orte auf uns große Anziehungskraft aus.

Wie ich zur Geomantie kam
Wie viele Radiästheten begann ich meine Experimente mit dem Pendel und las das Buch des ehrwürdigen Benediktinerpaters Cunibert Mohlberg, der in „Briefe an Tschü“ schreibt: „In der Radiästhesie begegnen sich Geist und Materie“. Auch das Lehrbuch „Pendeln“ von Anton Stangl, in dem er meint: „Jeder Gedanke ist eine Kraft“, war für mich sehr hilfreich. Dann kamen auch die Schriften der Mathematiklehrerin Käthe Bachler hinzu, beispielsweise „Der gute Platz,“ in dem sie empfiehlt: „Bitte zuerst um die Kraft von oben …“. Diese drei bedeutenden Radiästheten haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Pendeln für das Wohl der Menschen gesellschaftsfähiger wurde.
Ich probierte verschiedene radiästhetische Werkzeuge aus und befand schließlich als das für mich geeignetste Instrument die Nachfolgerin der Lecherantenne nach Reinhard Schneider, die sogenannte H3-Antenne nach Eike Hensch, Hartmut und Ingeborg Lüdeling und Ewald Kalteiß.
Einen wichtigen Unterschied zwischen Pendel und Antenne sehe ich darin, dass das Pendel mental befragt wird, während man sich bei der Antenne auf Wellenlängen bezieht, so dass die persönliche Beeinflussung und die Wunschgedanken weniger im Vordergrund stehen. Die Bedeutungen der gefundenen Wellenlängen werden anschließend in Tabellen nachgeschlagen. Freilich können nicht alle Phänomene, die ein Radiästhet bei seinen Forschungen findet, bereits in den Tabellen enthalten sein, und so sehe ich mich manchmal gezwungen, selbst eine Wellenlänge zu bestimmen, z. B. mittels einer dünnen Wünschelrute, auf der sich bei einer bestimmten Grifflänge eine Reak­tion bei dem betreffenden Phänomen zeigt. Diesen in Zentimeter abgelesenen Wert verifiziere ich anschließend mit der H3-Antenne. Da jeder Gegenstand schwingt, können sich viele Wellenlängen manifestieren, man muss deshalb jeweils die intensivste Schwingung herausgreifen.

Voruntersuchungen
Die Klosteranlage Vindonissa war einer der Orte, an denen ich viel Neues entdecken konnte. Zu meinen radiästhetischen Voruntersuchungen erhielt ich von der Historikerin Andrea Fischbacher die wichtigsten Schriften und Prospekte zur Klosterkirche Königsfelden und den angrenzenden interessanten Orten wie dem römischen Legionärs­lager Vindonissa mit seinem Amphi­theater. Ein erster „Scan“ der Unterlagen mit der H3-Antenne legte nahe, dass hier ein reicher Fundus an Informationen und Energien zu erfahren sei. Ich traf mich mit Frau Fischbacher an den Kraftorten, um meine ersten Daten zu verifizieren. Da ich meine Resultate gerne von Kollegen prüfen lasse, zog ich auch den Geomanten Louis Keller aus Seewen im Kanton Schwyz zu Rate, der meine Ergebniss mit Hilfe seiner Einhandrute bestätigte.
Der Ort des Klosters hat eine interessante Geschichte. Verschiedene Völker haben in der Region zwischen Brugg und Baden im Kanton Aargau ihre Spuren hinterlassen, vor allem Kelten, Römer und Christen. Beim Zusammenfluss von Aare und Reuss, von Steilhängen und Halsgraben geschützt, lebten Kelten seit 50 v. Chr. im Schutz eines Oppidums, einer befes­tigten Siedlung der späten La-Tène-Zeit. Dort bauten dann im ersten Jahrhundert die Römer ein ausgedehntes Militärlager für 6000 Legionäre zum Schutz der Rheingrenze zwischen Kaiserstuhl und Kaiseraugst. Das aus dieser Zeit stammende, gut erhaltene Amphitheater für 10 000 Zuschauer zeigt, dass sich die Legionäre für einen dauerhaften Aufenthalt eingerichtet hatten. Später schloss sich im Westen eine zivile Siedlung an, die heute Windisch heißt, abgeleitet von „Vicus“, lateinisch für „Siedlung“. Nach der Errichtung des Limes wurden etappenweise Truppen abgezogen, die letzten verließen das Lager um das Jahr 400. Neunhundert Jahre später wurde auf den Ruinen das stattliche Doppelkloster mit der Kirche Königsfelden von den Habsburgern errichtet.

Klosterkirche Königsfelden
Die Gründung des klarissisch-franziskanischen Doppelklosters unter dem Patrozinium „Maria und Alle Heiligen“ erfolgte im Jahr 1311, es gehörte zur Diözese Konstanz. Zum Gedenken an die Ermordung des Königs Albrecht I. gründete seine Witwe Elisabeth am Tatort ein Klarissen­kloster. In den Jahren 1317 bis 1364 betreute Elisabeths Tochter Agnes (die früh verwitwete Gattin von König Andreas III. von Ungarn), das vornehme, vielfach privilegierte Nonnenstift und brachte es dank wirtschaftlichem, politischem und sozia­lem Geschick zu hohem Ansehen.
Mit der Säkularisation im Jahr 1528 fielen die Klostergüter an Bern. In den Jahren 1868 bis 1872 wurden beim Errichten einer Heilanstalt die nördlichen und westlichen Teile des ehemaligen Klosters abgetragen. Eine umfassende Restaurierung der Kirche mit dem prächtigen Glasgemäldezyklus erfolgte von 1987 bis 2002, seitdem ist die Kirche ein Museum und wird als Konzertsaal genutzt.
Das dreischiffige Langhaus der Kirche ist durch einen Lettner vom Chor getrennt. Unter dem Mittelschiff liegt die im 14. Jahrhundert als Grabstätte bevorzugte Gruft des Habsburgischen Erbbegräbnisses, über dieser steht ein beeindruckender Marmorkenotaph (14. Jahrhundert).
Der weitgehend erhaltene Glasmalereizyklus im Chor gehört zu den erstrangigen Leistungen der europäischen Kunst des 14. Jahrhunderts. Etwa ein Viertel der Gläser ist neu. Die Fenster zeigen die Lebensgeschichte Christi im Chorscheitel, flankiert vom Vorläufer Johannes dem Täufer und vom Nachfolger Paulus, von der Kirchenpatronin Maria und der heiligen Katharina. Das Apostelkollegium repräsentiert die Ekklesia. Im westlichen Fensterquartett treten die beiden Ordensgründer Klara und Franziskus auf, ferner St. Nikolaus, Landespatron Lothringens, im Anna-Fenster die heilige Mutter Anna und Maria.
Bei meiner geomantischen Untersuchung stellte ich fest, dass mich beim Eingang der Kirche eine leichte Schwere befiel, meine Mutung ergab nur 5000 Boviseinheiten (BE, gemutet auf der 10 000er-Skala). Ein eher niedriges Kraftniveau am Eingang war wohl zur spirituellen Reinigung erwünscht. Auf dem Weg zum Zentrum des Chors stieg das Niveau aber allmählich an, bis ich am Ort, wo der Priester vor dem Altar gestanden haben dürfte, den Boviswert 22 000 muten konnte. Links daneben fand ich einen intensiven Punkt der „Beredtsamkeit“ ebenso wie auf der Mitte des Lettners, der das Volk vom Klerus trennen sollte.
Im Längsschiff fand ich allgemein ein gemäßigtes Energieniveau vor, wie man es sich für einen positiv wirkenden Aufenthaltsraum wünscht, nämlich 6500 BE, außer bei einem nahe der Apsis gelegenen Pfeiler, wo ich 13 000 BE mutete. Ich nehme an, dass dort einmal ein Marien­altar gestanden haben könnte. Aus der Kirche wurden leider alle Altäre und liturgischen Gegenstände entfernt. Den vermuteten „Marienaltar“ nahm ich als sehr angenehmen Ort mit einer intensiven geis­tigen Schwingung wahr.

Kraftorte in der Kirche
Die Kirche ist geostet. Ich mutete eine Kreuzung zweier linearer radiästhetischer Phänomene, die ich als Leylinien bezeichne. Sie bilden ein intensives „Kraft-Zentrum“ in der Mitte des Chors. Beim Versuch, die Qualitäten dieses Zentrums zu erfassen, fanden sich unter anderen weitere Linien. Eine ordnete ich der Erzengel-Qualität des Anael zu, der für die Kraft des Herzens, für Liebe und Trost steht, eine andere zeigte sich als Planetenlinie des Pluto, sie steht für Auferstehung und geistige Energie, aber auch Unterdrückung. Ein weiteres Phänomen, das dieses Zentrum prägt, ist eine „blinde Quelle“, deren energetisches Muster den konzentrischen Wellen gleicht, die entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Es finden sich in diesem Muster mit der H3-Antenne auch die typischen Resonanzlängen des Wassers, obwohl es sich hier nicht um Wasser handelt.
In der Nähe von Zentrum und Marienaltar bildet sich eine parabelförmige, aufsteigende radiästhetische Linie, die sich zum Kirchausgang hin öffnet. Ich deute sie als „Spiritline“.
Es lohnt sich, an einem sonnigen Vormittag im Kraftzentrum des Chors zu stehen und die leuchtenden Motive der Kirchenfenster mit den starken Bildern der „Menschwerdung“, „Passion“ und „Erscheinung Christi“ energetisch, farblich und geistig auf sich wirken zu lassen.
Weitere geomantische Aspekte stützen die besondere Atmosphäre des Chor-Bereichs: Der Dachreiter über dem Chor strahlt durch seine spezielle Form die Informationen „Gefühlswärme und Aufrichtigkeit“ in dessen Mitte ab, und die Fußbodenkacheln im Chor sind mit einem Schutzmotiv ausgestattet (siehe folgende Seite). Es ist das Palmettenmotiv, an dem sich die Werte LA/H3 9,9 IR „Wärmegefühl“, 6,9 KR „Lebenskraft“ und 5,3 KR „Seelenkraft“ finden lassen. Solche Kacheln wurden im 13. Jahrhundert hauptsächlich an sakralen Orten verlegt.
An dem Kraftort neben dem besonderen Pfeiler im vorderen Längsschiff, den ich „Marienaltar“ nenne, fand ich ganz andere Qualitäten als im Zentrum des Chors. Hier verläuft eine „Erzengel-Gabriel-Linie“ und eine Planetenlinie „Mond“ – letztere findet man häufig an Kirchen mit einem Marien-Patrozinium. Eine ellipsenförmige Marienlinie mit dem LA/H3-Wert 11,2 KR umfasst zudem alle einstigen Altäre.
Eine interessante Beobachtung ist, dass das rechte Langschiff eine Yang-Qualität aufweist, das linke hingegen eine Yin-Qualität. Im Chor spiegelt sich dies genau seitenverkehrt. In der Mitte des Lettners, wo ich 18 000 BE vorfand, treffen sich die vier Yin-Yang-Felder. Offenbar ist der Ausgleich polarer Kräfte ein wichtiges Thema dieser Kirche.

Die gemuteten Linien
An dieser Stelle möchte ich kurz auf die von mir verwendeten geomantischen Fachausdrücke eingehen. Von Leylinien (Sammelwert 7,1) spricht man, wenn man bestimmte heilige Orte in geraden Linien verbinden kann. Viele Radiästheten beschreiben sie als anregende Feldstrukturen, die je nach ihrem Informationsgehalt auf die Bauten, die sie durchziehen, einwirken. Es wird auch behauptet, dass Leylines pulsieren können, womöglich, weil ihre Intensität schwanken kann.
Planetenlinien (Sammelwert 8,2 K) sollen sich hingegen mäanderförmig durch die Landschaft winden und mitbestimmend sein für Orte der Kraft. Diesen Begriff prägten Hartmut und Ingeborg Lüdeling aufgrund der Entdeckungen des englischen Rutengängers Hamish Miller (Miller & Broadhurst 1990). Ausführliche Informationen zu Planetenlinien finden sich auf www.argo2012.de unter dem entsprechenden Link auf der Startseite.
Die Erzengellinien (Sammelwert 7,9 KR) konnte eine Gruppe von Teilnehmern einer radiästhetischen Exkursion im Sommer 2007 mit Ewald Kalteiß in den Ruinen des Klosters Disibodenberg muten. Vor jenen Klostermauern lebte vorübergehend die heilige Hildegard mit ihrer Tante Jutta. Wir hatten den Ort gesucht, an dem Hildegard geschlafen hat, und nahmen Erdproben als Testobjekte zur Untersuchung ihres Strahlungsspektrums. Für eine auffallende Qualität in diesem Spektrum, die bisher noch nicht bezeichnet war, fanden wir den Begriff der „Erzengel-Linie“. Über dieses Phänomen gibt es erst wenig Erfahrungsaustausch, weshalb weitere Forschung erwünscht ist.
Die Bezeichnung „Spiritline“ (1,3 KR) ist angelehnt an die aus der Ethnologie bekannten „Geisterpfade“, auf denen die Schamanen traditioneller Kulturen mit den Ahnengeistern kommunizieren. Der polnische Radiästhet Leszek Matela hat Spiritlines erstmals mit aufsteigenden radiästhetischen Phänomenen in Sakralbauten in Verbindung gebracht (Matela 2005). Nach Matela entstehen diese Linien im Altarbereich von Kirchen, unter anderem auch in Chartres, Amiens oder Einsiedeln.
Die sogenannte Blind Spring (blinde Quelle 9,2 KR/Yin) wird von vielen Geomanten festgestellt. Sie lässt sich wie eine Wasserader muten, ist aber keine. Sie entsteht beispielsweise, wenn man einen resonanzfähigen Stein in der Erde vergräbt. Dies erzeugt an der Oberfläche ringförmige Reaktionslinien, was bei Kirchen oft im Altarbereich aber auch bei Brunnen­anlagen festgestellt werden kann.

Der heilige Gral
Ingeborg Lüdeling schreibt in Hagia Chora, Ausgabe 28, in ihrem Artikel über die Burgen der Katharer in Südfrankreich, dass der LA/HR-Wert 27,3 KR auf eine Anbindung des Orts an das kosmische Bewusstsein hindeutet, wie es beispielsweise bei Labyrinthen als Einweihungsstätte der Fall ist, aber nur der Wert 11,0 SR verweise auf einen Zusammenhang mit den Themen des heiligen Grals. Diesem Wert ordnet sie Qualitäten wie Ursprung, Neubeginn, Herzchakra, Mutterschoß und Unendlichkeit zu. Interessanterweise treten in der Klosterkirche Königsfelden diese beiden Werte ebenfalls auf. Ob auch hier der heilige Gral verborgen liegt und sich geo­mantisch manifestiert? Könnte das Geheimnis im „Zentrum“ liegen?
In der Radiästhesie geht man davon aus, dass sich an Kreuzungspunkten zweier oder mehrerer Zonen gleichartiger Wellenlänge und Polarität ein stehendes Feld bildet. Entspricht nicht das Bild der im Zentrum vertikal aufsteigenden Kräfte mit ihren Schwingungsbäuchen und -knoten dem Bild eines Kelchs?
In den Gralslegenden, der Artussage oder der Parzival-Erzählung ist die Rede von einem heiligen Gefäß, einer heiligen Lanze und einem von oben herabkommenden Lichtstrahl, und das Symbol des Kelchs, der Schale, des Füllhorns, das einen Trank bewahrt, der ewige Jugend erhält, Unfruchtbarkeit heilt und das Leben erneuert, ist ein in allen Kulturen weltweit verbreitetes Symbol. Auch in der Eucha­ristie wird dieses Symbol lebendig.
Vor kurzem habe ich die bekannte Motette von Anton Bruckner im Kirchenchor gesungen, die für mich auch das Geheimnis des Grals umschreibt: „Locus iste a Deo factum est …“ auf Deutsch: „Dieser Ort ist ein von Gott geschaffener, ein unschätzbares Geheimnis ist er – und kein Fehler ist an ihm.“
Das „Zentrum“ ist ein starker Ort, den nicht jeder erträgt, vor allem nicht für lange Zeit. Aber in homöopathischen Dosen können solche Kräfte womöglich heilend wirken. Ich informierte neutrale Globuli an diesem Ort und testete sie an verschiedenen Personen. So lange meine Testpersonen das Glasröhrchen mit informierten Globuli (oder Wasser) in der Hand hielten, konnte ich an ihnen mit der H3-Antenne alle Informationen des „Zentrums“ ablesen. Wenn wir eine Menschenkette bildeten, und nur die erste Person die Globuli in der Hand hielt, waren die Informationen für mich auch an der letzten Person der Kette radiästhetisch erkennbar.
Ich finde es traurig, dass in unserer Zeit das Verständnis fehlt, starke Kraftorte als spirituelle Räume zur Verfügung zu stellen, und wir sie nur als Museen, für Schauspiele und Konzerte nutzen. Ich frage mich auch, ob die gegenüberliegende große psychiatrische Klinik „Königsfelden“, deren Boviswerte zu wünschen übrig lassen, durch einen Reflektor neben dem Dachreiter des Chors oder auch über dem „Zentrum“ nicht eine deutliche Zustandsverbesserung der Patienten und des Personals erfahren könnte? Den Effekt einer solchen Maßnahme könnte man vorher anhand informierter Globuli ausprobieren.

Das Amphitheater Vindonissa
Das Amphitheater wurde vor etwa 80 Jahren durch Zufall von einem Archäologiestudenten entdeckt und anschließend ausgegraben. Es befindet sich etwa 400 Meter von der Klosterkirche entfernt. Es ist das größte und besterhaltene römische Amphitheater nördlich der Alpen und hat einen Durchmesser von etwa 100 Metern. Vermutlich haben die Römer hier eine frühere Keltenschanze abgetragen und darin ihre Arena errichtet. Keltenschanzen wurden – in unserer Region – in der La-Tène-Zeit (500–15 v. Chr.) vorwiegend als Kultorte genutzt.
In der Keltenschanze fand ich eine Wasserader mit rechtsdrehender, d. h. positiver Polarität, während sie in der Arena linksdrehend und auf der Tribüne wieder positiv wird. Vom Zentrum der Keltenschanze ausgehend, mutete ich sternartig 32 „Adernlinien“, die dem österreichischen Radiästheten Gerhard Pirchl zufolge von den Kelten wie ein GPS-System zur Orientierung genutzt worden sein soll. Ich vermute, dass dort ein Multiwellenstein liegt, der durch geomantische Linien angeregt wird und rundum Strahlen mit verschiedenen Wellenlängen aussendet. Diese „Adernsternlinien“ verbinden Kraftorte. Jakob Örtli aus Windisch hat diese Linien und deren Verlauf sehr detailliert aufgezeichnet (siehe Kraftortsystem Windisch www.jakoboertli.populus.ch.).
Es ist anzunehmen, dass die Römer wie vielerorts einen keltischen Kultplatz okkupiert haben, um seine Kraft zu nutzen und den Willen der Kelten zu brechen und ihre Mythologie zu schwächen. Durch den Keltenplatz verlaufend, fand ich eine Sternzeichen-Linie „Widder“, die meiner Wahrnehmung nach mit den Eigenschaften, die man den Kelten zuordnet, gut harmoniert und ihre Kultur gestärkt haben dürfte.
Das Amphithetater hat eine sehr gute Akustik, was meines Erachtens auf folgende Einflüsse zurückzuführen ist: Meiner Wahrnehmung nach kreuzen sich hier eine Leyline mit der Planetenlinie Mars, zudem fließt eine geomantische Zone mit der Eigenschaft „gute Akustik“ über die Tribüne ins Auditorium hinüber. Außerdem ist in der Mauer der Tribüne offenbar ein Resonanzstein für „Beredtsamkeit und geistige Beweglichkeit“ eingebaut. Durch diese Konstellation scheint sich eine stehende Welle aufzubauen, durch die der Ort ein Kraftniveau von 12 000 BE erhält.

Geomantisches Geschichtsbuch
Im Umkreis von Klosterkirche und Amphitheater gibt es noch viele weitere spannende geomantische Orte zu entdecken, beispielsweise das zum Schutz der Rheingrenze errichtete Westtor, das die Aufgabe hatte, sich von Westen nähernde Personen energetisch zu schwächen, oder ein Näpfchenstein mit einer wohltuenden, heilenden Ausstrahlung, der wohl ein „Kindlistein“ gewesen ist und Schwangeren und Gebärenden mit seiner Kraft geholfen hat. So kann man an diesem Ort wie in einem geomantischen Geschichtsbuch lesen, wie Kulturen unterschiedlichster Zeiten mit den Kräften der Erde umgegangen sind.
Mich fasziniert an der modernen Geo­mantie, wie viele feinenergetische Phänomene es gibt, denen man mit der LA/H3-Antenne auf die Spur kommen kann, jedoch nicht durch Messungen im klassisch-physikalischen Sinn, sondern durch Mutungen, bei denen der Mensch als empfindlichstes biologisches Reaktionsinstrument den Ausschlag gibt. Die Handhabung der Antenne muss man daher wie ein Musikinstrument einüben. Vieles lässt sich „messen“, aber doch nicht alles, deshalb sollten wir Orte der Kraft besuchen und den Geist des Orts durch Stimmungsbilder erspüren z. B. mit den Gedanken nach Mathäus 7,7: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ +

Eine Langfassung dieses Artikels mit einer Tabelle der radiästhetischen Daten ist beim Online-Eintrag des Beitrags auf www.geomantie.net abrufbar.

Weitere Informationen: www.kraftorte.ch; www.ag.ch/klosterkk/; www.vindonissa.ch; www.ag.ch/archeologie.

Literatur: Käthe Bachler: Der gute Platz, Landesverlag Druckereiservice, Linz, 2001 • Lüdeling, Hartmut: Handbuch der Radiästhesie, Drachen Verlag, Klein Jasedow 2007 • Matela, Leszek: Die Kraft der Steine, AT-Verlag, Baden 2006 • Miller/Broadhurst: The Sun and the Serpent, Pendragon Press 1990 • Cunibert Mohlberg: Briefe an Tschü, Arkana-Verlag 1959 • Anton Stangl: Pendeln, Econ, München, 2000.