Geheimnisse von Vindonissa
Radiästhetische Funde an der Klosterkirche Königsfelden
Ein keltisches Oppidum, von den Römern in ein Amphitheater verwandelt, ein einstmals mächtiges Legionärslager und eine Klosterkirche, in der sich im 14. Jahrhundert das Familiengrab der Habsburger befand – was hat es mit der Geomantie eines solchen Orts auf sich? Peter Hieronymi machte sich auf die Suche nach radiästhetischen Phänomenen rund um die Klosterkirche Königsfelden im Kanton Aargau.
Aus vielen Beispielen wissen wir, dass christliche Sakralbauten häufig an Stätten antiker Kultplätze errichtet worden sind. Weltweite radiästhetische und geomantische Untersuchungen an kultischen Erdwerken, Steinkreisen und Bauten prähistorischer Epochen, aber auch an frühchristlichen Sakralbauten legen nahe, dass sich die Baumeister des Altertums bei ihren Entwürfen auch an der natürlichen Struktur und Ästethik der Erdkräfte orientierten. Sie verliehen ihren Schöpfungen durch den Standort, die Ausrichtung und harmonikale Maßverhältnisse einen kraftvollen Ausdruck und steigerten ihre spirituellen Qualitäten. Noch heute üben diese Orte auf uns große Anziehungskraft aus.
Wie ich zur Geomantie kam
Wie viele Radiästheten begann ich meine Experimente mit dem Pendel und las das Buch des ehrwürdigen Benediktinerpaters Cunibert Mohlberg, der in „Briefe an Tschü“ schreibt: „In der Radiästhesie begegnen sich Geist und Materie“. Auch das Lehrbuch „Pendeln“ von Anton Stangl, in dem er meint: „Jeder Gedanke ist eine Kraft“, war für mich sehr hilfreich. Dann kamen auch die Schriften der Mathematiklehrerin Käthe Bachler hinzu, beispielsweise „Der gute Platz,“ in dem sie empfiehlt: „Bitte zuerst um die Kraft von oben …“. Diese drei bedeutenden Radiästheten haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Pendeln für das Wohl der Menschen gesellschaftsfähiger wurde.
Ich probierte verschiedene radiästhetische Werkzeuge aus und befand schließlich als das für mich geeignetste Instrument die Nachfolgerin der Lecherantenne nach Reinhard Schneider, die sogenannte H3-Antenne nach Eike Hensch, Hartmut und Ingeborg Lüdeling und Ewald Kalteiß.
Einen wichtigen Unterschied zwischen Pendel und Antenne sehe ich darin, dass das Pendel mental befragt wird, während man sich bei der Antenne auf Wellenlängen bezieht, so dass die persönliche Beeinflussung und die Wunschgedanken weniger im Vordergrund stehen. Die Bedeutungen der gefundenen Wellenlängen werden anschließend in Tabellen nachgeschlagen. Freilich können nicht alle Phänomene, die ein Radiästhet bei seinen Forschungen findet, bereits in den Tabellen enthalten sein, und so sehe ich mich manchmal gezwungen, selbst eine Wellenlänge zu bestimmen, z. B. mittels einer dünnen Wünschelrute, auf der sich bei einer bestimmten Grifflänge eine Reaktion bei dem betreffenden Phänomen zeigt. Diesen in Zentimeter abgelesenen Wert verifiziere ich anschließend mit der H3-Antenne. Da jeder Gegenstand schwingt, können sich viele Wellenlängen manifestieren, man muss deshalb jeweils die intensivste Schwingung herausgreifen.
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