Drehwuchs in Pillwitz

Geopathisch belastete Bäume in Infrarotaufnahmen

von Wolfgang Burk erschienen in Hagia Chora 30/2008

Was hat das zu bedeuten? Bäume, die Wuchsanomalien aufweisen, zeigen an den entsprechenden Stellen ihrer Stämme eine höhere Temperatur als Bereiche, die nicht gestresst wirken. Das zeigen
Infrarotaufnahmen des Zahnmediziners Wolfgang Burk, der diese Bildtechnik normalerweise bei der ganzheitlichen Herddiagnostik anwendet.

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Als ein „ganzheitlich“ orientierter Zahn­arzt versteht es sich für mich von selbst, dass ich nur dann eine sinnvolle Zahnheilkunde betreiben kann, wenn ich den feinstofflichen Bereich meiner Patienten und auch jenen ihres Umfelds berücksichtige. Dazu habe ich im Lauf der Zeit als langjähriger Referent der Deutschen Gesellschaft für Hypnose auch die Fähigkeit ausgebildet, geo­pathogene Zonen in Trance (mit offenen Augen) optisch wahrzunehmen. Die Radiästhesie ist ebenfalls Bestandteil meiner Arbeit.
Freilich wird man aufgrund einer derart unkonventionellen Arbeitsweise von den Kollegen als Exot gehandelt. Als eine Möglichkeit zur Rehabilitation lernte ich eine Methode kennen, Teile der unsichtbaren Umwelt dem radiästhetisch Ungeschulten sichtbar zu machen: die Infrarotthermographie, jene eigentlich aus der militärischen Aufklärung stammende Möglichkeit, eine verschollene Person mittels ihrer Wärmeabstrahlung selbst in stockdunkler Nacht noch in einer Felsschlucht ausfindig machen zu können.
Nach den Erfahrungen mit 25 000 Infrarotaufnahmen im Bereich der zahnärztlichen Herd- und Wirbelsäulendiagnostik, die ich hier nicht näher erläutere (weitere Informationen siehe www.oldenburk.de), soll hier an Beispielen der Geopathologie der Einsatz der Infrarot-Diagnostik in der Geomantie aufgezeigt werden.

Der Schlosspark Pillnitz
Wer Dresden besucht, macht gerne auch eine Raddampfertour die Elbe hinauf zum Schloss Pillnitz. Vom Landungssteg folgt der Spazierweg unweigerlich zu einem Nebentrakt des Schlossgeländes, wo zunächst fast alle vorauseilenden Kinder wieder von einem Baumstamm – nicht ohne das obligatorische Foto – „eingesammelt“ werden müssen, bevor der Bummel weitergehen kann.
Kaum ein Vater oder eine Mutter fragen sich allerdings, warum ihre auf den Stämmen balancierenden Kinder nach der Kletterpartie so ausgeglichen und ruhig sind. Offenbar hat dieser Platz eine „abladende“ Wirkung. Längere Zeit sollte man dort allerdings besser nicht verbringen.
Anschließend führt die Besucher der Weg durch die „Schlossküche“, ein Seitentrakt aus der zweiten Bauphase (1778–1791) des Schlosses, das seit 1765 von Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen als Sommerresidenz genutzt wurde.
Auch im Durchgang zur Schlossküche und auf dem nachfolgenden Gang in den eigentlichen Schlosspark wird und sollte man sich nur kurz aufhalten. Bei einem kinesiologischen Muskeltest würde an diesem Ort kaum ein Muskel stark bleiben. Es handelt sich um eine energetisch stark abladende Kraft, für deren „Abfluss“ hier sogar die schützende Ufermauer mit einem Geländer durchbrochen wurde. Zuviel von dieser Energie wollte man im Schloss offenbar nicht haben.
An dieser Stelle der Ufermauer zeigt ein Baum, der etliche Hochwasser überlebt hat, die Zeichen extremer Geotaxie und hier den Schwerpunkt einer wasserführenden Verwerfung an. Der Begriff „Geotaxie“ ist in der Biologie geläufig und bezeichnet Bewegungen von Tieren und Pflanzen, die sich an der Schwerkraft orientieren. In der Radiästhesie beschreibt der Begriff das Phänomen, dass Bäume aufgrund der Auswirkung einer wasserführenden Verwerfung ihre Äste stark zur Erde hin absenken.
Auf dem weiteren Spaziergang durch die Anlagen, der den Besucher schließlich in den 1866 angelegten Fliederhof führt, wird das Staunen über die seltsam gewachsenen Bäume größer und größer. Kein Besucher kann diese auffälligsten Wuchsanomalien übersehen. Während die Erwachsenen noch die Bäume bestaunen, streben die letzten noch hyperaktiven Kinder sogleich eine „rettende“ Bank hinter extrem schräg gewachsenen Fliederbäumen an: Sie werden hier umgehend „abgeladen“ und sind dann im Lauf des weiteren Parkbesuchs ruhig und friedlich.
Auf diesen Seiten präsentiere ich einige Infrarotbilder von Bäumen aus Schloss Pillnitz. Sie wurden bei bedecktem Himmel aufgenommen und bedürfen wohl keiner näheren Erklärung. Durchwegs zeigt sich das gleiche Phänomen: Die gedrehten Stämme sind teils deutlich wärmer, teils stehen sie in Bereichen wärmerer Temperaturzonen. Sollte doch Infrarotlicht die Wolken durchdrungen haben, hätte ich in diesen von den Baumkronen abgeschatteten Zonen eigentlich kältere Temperaturen erwartet. Für die beobachteten höheren Temperaturen habe ich keine Erklärung.

Drache und Schlange
Aus der ersten Bauperiode (1720–1730) stammt das Wasserpalais, das August der Starke im barocken Stil um- und ausbauen hat lassen. Die Dächer und Gesimse des Wasserpalais vermitteln einen chinesischen Eindruck. Die Verwendung solcher ostasiatischer und orientalischer Elemente, sogenannte Chinoiserien, war in der Barockzeit sehr beliebt. August der Starke wollte das Schloss „indianisch“ gestaltet wissen, womit orientalisch bzw. asiatisch gemeint war.
Die beiden Ausschnitte des Gesimses in der Bildleiste oben Mitte und rechts empfehle ich Ihrer Aufmerksamkeit: Hier wird der Erddrache „gepfählt“, was nichts anderes bedeutet, als dass die Erdenergie gebändigt wird. Die Durchführung der Energiebändigung gleicht einem Hochseilakt. Es gilt, die Balance zu halten zwischen Yin und Yang, zwischen einem Zuviel oder Zuwenig.
Die Grenze zwischen geistigen Höhenflügen, versinnbildlicht durch den Kranich, und dem Fall in die Schlangengrube galt es für den Geomanten gekonnt auszubalancieren!
Nicht weit vom Bergpalais entfernt, auf dem Wege zur berühmten Kamelie, findet der Besucher weitere eindrucksvolle Foto­motive zur Geotaxie: Bäume, deren Zweige als Folge energetischer Anomalien bis auf den Boden hinuntergezogen werden, aber ich möchte an dieser Stelle keine weiteren Fotos zeigen: Keinesfalls möchte ich Ihnen die Vorfreude für Ihre künftigen eigenen Untersuchungen verderben, bei denen ich Sie anlässlich meines nächsten Parkbesuchs zu beobachten hoffe! Finden Sie die Ursachen der Geotaxie selbst her­aus, und berichten Sie an dieser ­Stelle dar­über.
Wuchsanomalien
Solche Naturschauspiele wie dasjenige in Pillnitz beobachten aufmerksame Menschen an verschiedenen Orten. Irmtraut Rüdenauer hat in ihrer Diplomarbeit „Die Bedeutung der Radiästhesie für die Pflanzen“ aus dem Jahr 1981 verschiedene Beobachtungen zusammengefasst. Sie stellte fest, dass diverse Autoren von der These ausgehen, dass durch Bodenreizzonen an Bäumen Drehwuchs entstehen könne oder dass über Reizzonen häufig die Rindenfaserung der Bäume schraubenförmig nach oben gedreht ist. Manche Autoren schreiben von „links- und rechtsdrehenden“ Bäumen, andere sprechen nur bezüglich der Obstbäume von Drehung. Bereits in den 50er-Jahren schreibt A. J. Aegger, dass der Stamm eines Baums, an dem eine „Hauptreaktionslinie“ vorbeizieht, schraubenförmig verdreht sei. Irmtraud Rüdenauer zitiert den österreichischen Radiästheten Adolf Flachenegger (1901–1983): „Manche Pflanzen haben in sich schon eine Dreheigenschaft; so sagt Flachenegger, die Stangenbohne und die Ackerwinde seien Linksdreher, welche ­diese Eigenschaft durch den Linksdrall ihres Wuchses anzeigten. Ebenso wohne der Mistel die Kraft der Linksdrehung inne. Diese Pflanzen wirkten den Strahlungen des ‚rechtsdrehenden Kraftfeldes‘ entgegen.“
Zum Thema „gebogene Stämme“ zitiert sie W. Kaufmann: „Wer in der Natur aufmerksam die Erscheinungen im Wald betrachtet, der findet z. B. über Wasseradern sehr häufig dünne Buchenstämme, die wieder zur Erde gebogen werden. Diese jungen Buchenstämme sind direkt in das erdmagnetische Kraftfeld um die Wasserführung einbezogen und biegen sich von rechts und von links fast wieder bis zum Boden, weil sie dem Kraftfeld des Wassers folgen. Die Chinesen haben für dieses Kraftfeld eine wunderschöne Bezeichnung: Sie nennen es Feng Shui, ‚der Wind, der das Wasser begleitet‘.“
Man könnte hier viele weitere Beobachtungen von Radiästheten anfügen. Kürzlich las ich im Internetforum www.onomantie.de die Definition für Drehwuchs des Radiästheten Uwe Graf: „Der Baumstamm sieht aus wie ein Korkenzieher, ist spiralig gewunden. Dieses Phänomen tritt auf, wenn ein Baum auf einer Kreuzung gleichpolarisierter Gitternetzlinien steht.“
In der Forstwirtschaft sieht man die Dinge allerdings anders. Die Fachbegriff-Datenbank auf der Webseite www.elkage.de definiert „Drehwuchs“ wie folgt: „Der Begriff ‚Drehwuchs‘ taucht in Verbindung mit dem Wachstum von Bäumen und bei der Verarbeitung des Holzes auf. Darunter versteht man die Abweichung des Faserverlaufs von der Parallelität zur Stammachse, d. h. die Holzfasern sind spiralförmig um die Stammachse gewachsen. Drehwuchs erkennt man am Rundholz lediglich an den äußeren Stammpartien und an der Rinde. In geringem Umfang weisen fast alle Bäume Drehwuchs auf, ausgeprägter bei Ahorn, Buche und Kiefer, weniger bei der Birke. Unterschieden werden dabei Linksdrehwuchs und Rechtsdrehwuchs. Bei Rechtsdrehwuchs verläuft die Faser am stehenden Stamm von links unten nach rechts oben, bei Linksdrehwuchs ist es genau umgekehrt, wobei Linksdrehwuchs meist im Jugendstadium der Bäume zu beobachten ist, der später in Rechtsdrehwuchs übergeht. Der Grad der Faserneigung entscheidet über den Gebrauchswert des drehwüchsigen Holzes. Die Ursache von Drehwuchs sind erbliche Veranlagung, eine dauerhaft wirkende einseitige Abkühlung oder eine Wuchsbehinderung.“
Da jeder Baum und jeder Ort einzigartig sind, wird sich wohl schwerlich die einzig richtige Definition finden lassen. Viel wichtiger erscheint die Frage, ob wir nicht die offensichtliche Anpassungs-Sensibilität der Bäume auf ihren Standort hin zum Anlass nehmen müssen, unseren eigenen Körperreaktionen an solchen Orten größere Beachtung zu schenken.