Yin und Yang im Gleichgewicht

Der Einsatz von Feng Shui bei der Planung eines Siedlungsgebiets in Schleswig.

von Gyda Anders erschienen in Hagia Chora 29/2008

In der Stadt Schleswig soll ein neues Siedlungsgebiet entstehen, bei dem das Zusammenleben mehrerer Generationen im Vordergrund steht. Dazu wurde eine Feng-Shui-Analyse in Auftrag gegeben. Die Architektin Gyda Anders beschreibt diese anspruchsvolle Aufgabe.

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Im September 2005 hat die Entwicklungsgesellschaft „team vivendi“ das an der Peripherie Schleswigs gelegene ehemalige Kasernengelände mit dem vielversprechenden Namen „Auf der Freiheit“ erworben.
Nach den Vorstellungen der Initiatoren und den Wünschen der Stadt Schleswig soll dort in Zukunft ein hochwertiges Wohngebiet mit einem ausgewählten Freizeit-, Kultur-, Gesundheits- und Pflegeangebot und dem Schwerpunkt „genera­tions­übergreifendes Wohnen“ entstehen, ein Wohngebiet, das für Jung und Alt gleichermaßen hohe Lebensqualität bietet. Mit dem anspruchsvollen Ziel, einen Ort zu gestalten, der Raum bietet für „me[h]er-erleben“, hat der Auftraggeber das renommierte Berliner Stadtplanungsbüro Machleidt + Partner mit der Erstellung eines städtebaulichen Masterplans beauftragt. Im Februar 2007 wurde ich als Feng-Shui-Architektin und Beraterin hinzugezogen.

Feng Shui als Planungswerkzeug
Im klassischen China wurde Feng Shui von fast allen Herrschern zur Anlage ihrer Palastanlagen und Siedlungen verwandt. Der Sinologieprofessor Florian C. Reiter sieht Feng Shui als „Umwelt- und Lebenswissenschaft, die zusammen mit Astronomie, Kalenderwesen und Ökologie im staatlichen Handeln verankert war“.1 Als solche diente Feng Shui als soziales Ordnungsprinzip und Planungsinstrument gleichermaßen. Folgen wir der Auffassung von Francois Jullien, so ist „das Prinzip des regulierenden Alternierens, aus dem sich der Prozess der Welt ergibt“, die Grundlage der klassischen chinesischen Weltsicht. „Die Chinesen haben die Realität nicht über das Verhältnis von Stoff und Form aufgefasst, sondern als Energie-Hauch, als Qi. Vom Buch der Wandlungen bis zum Eindringen europäischer Ideen nach China war das die grundlegende Lehre der Gebildeten:
Alles im Universum hat seinen Ursprung in (demselben) Qi mit seinen konstituierenden Faktoren Yin und Yang. Dank dieser beiden Faktoren (Yin und Yang 陰而陽) und dem Prinzip der Regulierung (das ist das Li 理) gehen sämtliche Manifestatio­nen der Existenz aus ihm hervor.“2 Feng Shui bietet ein umfassendes System von Prinzipien und Methoden, die darauf ausgerichtet sind, die jeweilige Konfiguration von Qi in einer Situation zu erkennen und im Sinn der jeweils angemessenen Nutzung zu modifizieren.
In unserer Praxis zeichnen wir auf Basis einer eingehenden Untersuchung zunächst das Bild der Situation, des ursprünglichen Charakters des Orts. Anschließend widmen wir uns der Spezifik und dem Charakter der geplanten Nutzung eines Gebiets. Solche Untersuchungen sollten in einer möglichst frühen Phase eines Bauprojekts stattfinden, damit die Ergebnisse von Anfang an Eingang in die Planung finden können. Dann können wir die Vorteile und Stärken der Feng-Shui-Sichtweise zur Geltung bringen: Wir betrachten einen Ort nicht so sehr als ein Objekt oder bloß einen Platz, sondern vielmehr als eine Situation, eingebettet in einen vielschichtigen Kontext, die es zu entwickeln gilt.
Unser Hauptaugenmerk richtet sich auf die Nutzung – das alltägliche Sein, auf die Bewohner und Besucher mit ihren Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen. Auch diese haben ihren ganz spezifischen Charakter, ihre spezifische Qi-Struktur 本 性 (ben xing), ihre ganz eigene Schwingung. Gelingt es uns, die Schwingung der Nutzer mit derjenigen des Orts in Resonanz zu bringen, dann berührt uns der Ort, er bringt uns zum Schwingen, und wir können uns mit ihm identifizieren.

An den Ufern der Schlei
Für das Projekt des generationenübergreifenden Wohnens „Auf der Freiheit“ haben wir unterschiedliche Facetten der geplanten Siedlung wie Lage, Geschichte, Infrastruktur, soziale Struktur, Naturraum etc., untersucht. Anhand dessen konnten Wirkkräfte und Stärken wie auch Defizite des Projekts verdeutlicht werden. Wir haben darauf aufbauend Vorschläge unterbreitet, wie das vorhandene Gebiet so entwickelt und modifiziert werden kann, dass die Bewohner in ihrem täglichen Leben unterstützt und motiviert werden. Die Aussagen und Erkenntnisse unserer Feng-Shui-Untersuchung wurden mit dem Büro für Städtebau Machleidt + Partner abgestimmt und sind in die städtebauliche Planung eingeflossen.
Die Stadt Schleswig liegt im äußersten Norden Deutschlands, und das zukünftige Wohngebiet befindet sich am südwestlichen Rand der Stadt. Es liegt unmittelbar an der Schlei und grenzt sowohl an landwirtschaftlich genutzten Naturraum wie auch an Wohngebiete. Aus dieser Lage resultiert eine ruhige, zurückgezogene Atmosphäre – aus Sicht von Feng Shui eine überwiegende Yin–Qualität (ruhig, passiv, aufnehmend). Schleswig verfügt über eine ausgesprochen gut ausgebaute Struktur von Gesundheitseinrichtungen, Dienstleistungs- und Handelsunternehmungen und Gastronomie und kann mit einer Vielzahl von Museen aufwarten. Allerdings kämpft die Stadt mit einer rückläufigen Bevölkerungszahl aufgrund einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, was für den Yin-Charakter des Orts spricht.
Im Hinterland von Nord- und Ostsee entfaltet sich der abwechslungsreiche Naturraum der Schleiregion mit vielen Buchten und Nooren (von dän. nor = Haff), einer gegliederten Uferlinie und dem Wechsel von see­artigen „Breiten“ und flussartigen „Engen“ – eine ruhige Landschaft, geprägt vom Flachwasser der Schlei.
Die ungewöhnliche Dichte von Dorfmuseen und heimatkundlichen Sammlungen, historischen Gebäuden und alten Bräuchen deutet auf eine reiche und abwechslungsreiche Geschichte hin. Als wichtigster Handelsweg zwischen dem Mittelmeer und Skandinavien, bedeutendster Handelsplatz der Wikinger sowie administratives und Kirchenzentrum schrieb Schleswig Geschichte. Heute finden wir hier eine verschlafene Kleinstadt, deren erlebnisreiche Vergangenheit nur hier und da zu erahnen ist.
An ihrer südöstlichen Peripherie, unmittelbar am Ufer der Schlei, liegt das Gebiet „Auf der Freiheit", das seit 1933 als Kasernengelände genutzt und 2005 von der Bundeswehr verkauft wurde. Die Anbindung an die Stadt erfolgt über die noch vorhandenen Ost- und Westtore. Die langgestreckte Form des Geländes bedingt bereits eine Dynamik, die durch die vorhandene Straßenführung parallel zum Ufer unterstrichen wird. Zugleich entsteht eine Teilung in Süd- und Nordbereich bzw. Uferzone und „Binnenland“.
Auf dem Gebiet zeichnen sich entsprechend Lage, Form und Erschließung folgende Bereiche mit spürbar unterschiedlicher Atmosphäre ab:
! Das Naturschutzgebiet am Westtor mit dem Holmer Noor in seiner Mitte ist mit seiner ruhigen, ausgewogenen, fast meditativen Atmosphäre ein angemessener Übergang zu dem am Stadtrand gelegenen Grünzug.
! Das in der Nachbarschaft des Naturschutzgebiets geplante Wohngebiet am Westtor nahe der Altstadt und unmittelbar an der Schlei gelegen, hat einen attraktiven Standort. Dieser Bereich ist verhältnismäßig breit und bildet so mit seiner ausgewogenen Form einen angenehmen Aufenthaltsraum.
! Der zentrale Bereich, mittig zwischen beiden Eingängen gelegen, ist durch die Lage und die Nähe zu dem vorhandenen Kulturzentrum prädestiniert, zum urbanen Zentrum des neuen Wohngebiets entwickelt zu werden.
! Der sich aus den bestehenden Gebäuden ergebende Kasernenhof am Osttor ist durch die Nähe zum östlichen Eingang, der als Qi-Mund fungiert, gut aktiviert. ­Darüber hinaus bietet der U-förmige, nach Süden zur Schlei hin ausgerichtete Hof eine gute Grundlage, hier einen Ort mit einladender Atmosphäre und hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen.
! Eine besondere Stellung nimmt die dänische Schule mit Gymnasiumsbetrieb ein, die, wie auch die dazugehörigen Freiflächen, im Besitz eines dänischen Investors ist. Damit ist die Schule nur mittelbar mit der Gebietsentwicklung verbunden. Dennoch sollte sie mit ihren Aktivitäten zur Belebung des Zentrumsbereichs einbezogen werden, zum Beispiel durch eine geeignete Weg- und Sichtverbindung zwischen Schule und Gebietszentrum.
! Die Uferzonen sind verhältnismäßig schmal und langgezogen, was schon von der Form her eine gewisse Dynamik bedingt, indem das Qi eher bewegt als gesammelt wird. Die Lage „mit Seeblick“ gibt diesem Streifen einen exklusiven, repräsentativen Charakter, so dass sie sich eher für öffentliche Bereiche und weniger für Wohnzwecke anbietet. Aus Feng-Shui-Sicht sind geschützte, zurückgezogene Bereiche, an denen Qi sich sammeln kann, besser zum Wohnen geeignet.
! Der östliche Randstreifen bildet den Übergang zum anschließenden Landschaftsraum. Obwohl seine langgezogene Form das Fließen von Qi begünstigt, erfährt man hier am Übergang zu einem offenen, teilweise landwirtschaftlich genutzten Landschaftsraum eine ruhige Atmosphäre. Kleinere Plätze oder Höfe steigern die Aufenthaltsqualität weiter.
Auch die benachbarten Stadtgebiete beeinflussen maßgeblich die Struktur des Gebiets: die Altstadt im Osten, locker bebaute, grüne Wohngebiete im Norden, der offene Landschaftsraum im Osten und die Schlei im Süden heben die noch vage, aber schon erkennbare Struktur auf dem Grundstück hervor; sie prägt den ursprünglichen Charakter des Gebiets mit.
Als Ganzes betrachtet, öffnet sich das Grundstück „Auf der Freiheit“ nach Süden zur Schlei hin, bedingt durch den Wall im Norden, den flachen Uferbereich und die Erschließung über die Uferstraße mit dem einhergehenden Qi-Fluss. Insgesamt ist die Atmosphäre ruhig, fast ein wenig zurückgezogen. Die Yin-Yang-Unterschiede sind überwiegend gering (im Bereich der Altstadt und der Uferzone allerdings etwas größer). So ist es ein spannungsarmes Gebiet, das zum Ausruhen einlädt, aber kaum Aktivität und Bewegung initiiert. Nur in den Bereichen zur Altstadt, wo der urbane, lebendige Charakter des Altstadtzentrums und die anregende Ruhe des Wassers zusammentreffen, sowie entlang der Ufer­zonen ist das Qi bewegt und aktiv.
Insbesondere in Wohngebieten ist es wichtig, Orte zu schaffen, an denen wir uns geborgen fühlen, Kraft sammeln können, und die uns zugleich anregen und motivieren; Orte, an denen sich Qi sammeln und fließen kann. Im Schutz solcher Räume können sich unsere Sinne frei entfalten, können wir die Umgebung erkunden und wahrnehmen, ohne abgelenkt und gestört zu werden. Pensionäre wie Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Kommunikation, Kultur und Wellness und ausreichend Zeit dafür, deshalb sind geeignete Freizeitangebote für die Siedlung wichtig.
Lebensqualität entsteht durch Ruhe und Bewegung, die ausgewogene, dynamische Balance von Yin und Yang, auf die alle Feng-Shui-Methoden letztlich zielen. Natur- und Stadtnähe, Ruhe – ein Muster, in dem Yin und Yang in Balance sind. Die Yang-Aspekte werden besonders durch Licht und Wäme gebildet, die Yin-Aspekte durch Ruhe, Ankommen, Sammeln von Qi. Unsere Gestaltungs-Empfehlungen basieren ebenfalls auf dem Ausbalancieren von Yin und Yang in all ihren unterschiedlichen Facetten entsprechend der vorhergegangenen Analyse: Das Gelände am Ufer der Schlei am Stadtrand ist von seiner Anlage her für die geplante Nutzung geeignet. Die Atmosphäre, die Schwingung des Gebiets könnte für ein Wohngebiet etwas anregender und stimulierender sein.

Klare Strukturen
Unsere Empfehlung an die Planer lautete, klare und erkennbare Strukturen mit ausgeprägten Qualitäten zu schaffen. Momentan sind diese nur schwach erfahrbar und verschwommen, was das Gebiet verschlafen, nicht sehr aktiv erscheinen lässt.
Wenn der Charakter der Wohngebiete deutlich hervortritt, können sich die Bereiche durch ihre Besonderheiten wechselseitig stärken. Für die Identifikation der Bewohner mit ihrem Gebiet bedarf es sowohl dieser Vielfalt wie auch einer Struktur durch klare einfache Gebäudeformen und Ensembles sowie Funktionen, die räumlich nachvollziehbar sind und ein ausgewogenes Miteinander und Wechselspiel von Yin und Yang vermitteln.
Eine besondere Bedeutung kommt der Verdichtung des Zentrums zu, um dieses als Motor und Mittelpunkt zu aktivieren. Ein starkes Yang-Zentrum könnte einen Kontrast zu dem dort geplanten Binnengewässer bilden, so dass ein ausgewogenes Yin-Yang-Spannungsfeld entsteht. Die spezielle Atmosphäre eines sorgfältig gestalteten Zentrums, seine Kraft und Identität könnten eine Schwingung erzeugen, die seine Bewohner berührt und es ihnen so ermöglicht, sich mit ihrem Wohnort zu identifizieren – wie eine Melodie, nicht zu leise, nicht zu laut, nicht chaotisch, aber auch nicht einschläfernd.
Im Detail können die Herausforderungen an die Planung des Geländes wie folgt bewältigt werden:
! Eine Gestaltung des Zentrums, die einen klar ausgeprägten städtischen Charakter realisiert, eine urbane Dichte erfahrbar macht, eine Synergie zwischen den Bauten und Anlagen des Zentrums und einen hohen Erlebniswert erzeugt.
! Hafen und Stadtplatz sollten als klar definierte „Plätze“ gestaltet werden, die in ihren sehr verschieden geprägten Qualitäten als Identifikations- und Bezugspunkte einen starken Eindruck hinterlassen.
! Das Gebietszentrum sollte auf funktio­naler, gestalterischer und emotionaler ­Ebene mit der Altstadt und dem Stadtzentrum verbunden werden, zum Beispiel durch visuelle Bezüge, Wegeverbindungen, entsprechende Dienstleistungs-, Handels- und Kulturangebote.
! Das Kulturzentrum sollte in das Wohngebietszentrum integriert werden und mit einem permanenten, vielfältigen Angebot Menschen von nah und fern anlocken.
! Die Schule sollte möglichst unmittelbar mit dem Zentrum verbunden werden (Wegebeziehungen, Gestaltung).
! Das geplante Gesundheitszentrum im „Kasernenhof“ nahe dem Osttor stellt ebenfalls einen aktiven Faktor – einen Qi-Sammelpunkt – für das Gebiet dar und sollte daher entsprechend in die Gesamtgestaltung einbezogen werden.
Insgesamt lässt sich die Aufenthaltsqualität der Wohnbereiche durch eine kluge Anordnung von Unterzentren, Plätzen, Freiräumen und Freiflächen unterstützen. Eine klare Orientierung und Zonierung (Privatbereiche/öffentliche Bereiche, geschlossen/offen, ruhig/aktiv) wird den Charakter der einzelnen Elemente der Siedlung stärken, und, wie gesagt, den Bewohnern und Besuchern die Identifikation mit dem Ort erleichtern. Die Uferzonen im Süden sollten entsprechend ihrer besonderen Qualität offen und für die Bewohner erlebbar und zugänglich gestaltet werden. Das Naturschutzgebiet sollte als Ruhepol für die Bewohner erfahrbar werden. Ein wichtiger nächster Schritt wird die Planung der einzelnen Wohnbereiche sein, wo neben ästhetisch ansprechenden Baukörpern insbesondere das Augenmerk auf der Schaffung von Geborgenheit und Ruhe für die Bewohner liegen wird.

Gute Zusammenarbeit
Für Professor Machleidt und seinen Mitarbeiter, Herrn März, war Feng Shui als Planungs- und Entwurfsmethode neu und unbekannt. Die Initiative der Beauftragung ging von team vivendi aus. Mit umso mehr Erstaunen konnten wir bereits nach einem ersten Treffen feststellen, dass unsere Denkansätze nicht weit voneinander entfernt sind und sich optimal ergänzen. Beide legen wir das Hauptaugenmerk auf Raum- und Aufenthaltsqualitäten, die stimmige und sinnvolle Gestaltung eines Wohngebiets als Gesamtheit in seinem Kontext. In der Zusammenarbeit ist auch die Stärke des Feng Shui klar zutage getreten: Durch den im Qi-Konzept und der Polarität von Yin und Yang begründeten Ansatz steht selbstredend das „Sein“ eines Orts vor seiner Erscheinung, so dass man sich zuerst der Aufenthaltsqualität, der Atmosphäre, widmet und erst im Folgenden seinem Erscheinungsbild.
„You qi, you qing, you fu 有氣,有情,有福。“ heißt ein Grundsatz des Feng Shui: „Nur da, wo sich vitale Energie sammeln kann, kann sich eine emotionale Zuneigung, ein Berührt-Sein (von einem Ort oder Gebäude) als Voraussetzung für Wohlstand entwickeln.“
Die Feng-Shui-Methoden, wie den Feng-Shui-Punkt, das Herz eines Orts zu finden, Yin und Yang auszubalancieren, das Verhältnis von Gast und Gastgeber zu klären und subtil kaum wahrnehmbar und doch klar das Qi durch den Raum zu leiten, ihn mal kleiner, mal größer erscheinen zu lassen, haben neue Ansätze für die Planung eröffnet. Feng Shui ermöglicht, einen Standard, eine Art flexible Richtlinie für die nicht fassbaren Begriffe wie Raumqualität oder Atmosphäre zu schaffen. +


Anmerkungen: (1) Florian C. Reiter: Beitrag zum Feng-Shui-Symposium in der Humboldt-Universität Berlin, Mai 2007 (2) Jullien, Francois: Das große Bild hat keine Form, München 2005, S.164.