Klassisches Feng Shui
Einführung in Originaltexte zur chinesischen Raumpsychologie
Wer die Philosophie des Feng Shui gründlich verstehen will, kommt um die chinesische Original-Literatur nicht herum – doch ist diese im Westen kaum zugänglich. Mit dem „Qingnang Jing“, dem „Leitfaden aus dem grünen Beutel“, eröffnet Manfred Kubny eine Folge von Beiträgen über klassische Schriften zur chinesischen Geomantie und Raumpsychologie, in denen er die wichtigsten Ideen und Entwicklungen vorstellt.
Das chinesische Feng Shui ist sehr gut in einer ihm eigenen Literatur dokumentiert, doch deren Einzelwerke sind vom Westen bisher nicht inhaltlich erfasst worden. Bestensfalls wurden einzelne Konzepte in einer mehr oder weniger zusammenhanglosen Streuung vorgestellt. Nachdem bereits 2005 und 2006 eine von mir verfasste vierteilige Artikel serie zur Geschichte des Feng Shui im „Feng Shui Journal“, Ausgabe 8 bis 11, publiziert wurde, folgen nun inhaltliche Beschreibungen bedeutender klassischer Werke zum Feng Shui. Wir beginnen mit dem „Qingnang Jing“ 青囊經 („Der Leitfaden aus dem grünen Beutel“). Die Überlieferung berichtet, dass der berühmte Exorzist und Divinationsmeister Guo Pu 郭璞 aus dem 2. Jahrhundert, der auch das „Zang Shu“ 葬書 („Buch der Gräber“) geschrieben haben soll, seine schriftlichen Notizen und wichtige Bücher, insgesamt neun Schriftrollen, immer in einem grünen Beutel aufbewahrt habe. Dieser grüne Beutel wurde daher als ein einmaliger Schatz geheimen Wissens angesehen, so dass diese Bezeichnung bis heute gleichbedeutend mit den Techniken des Feng Shui ist.
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