Stadt am strudelnden Fluss
Geomantische Anregungen zur energetischen Belebung von Pankow
Ein Team von drei Geomanten beschäftigte sich mit der Stadtlandschaft von Berlin Pankow, einem Stadteil der Großstadt, der früher für seine großartigen alten Bäume im Schlosspark berühmt war. Noch heute kann man einige von ihnen finden. An ihre Qualität könne man zur Stärkung des Orts mit einfachen Gestaltungsmitteln wieder anknüpfen, meinen Annette Brandes, Roland Buch und Carsten Müller.
Im Oktober 2006 sowie im Juli dieses Jahres habe ich mich gemeinsam mit meinen Kollegen Annette Brandes und Roland Buch mit dem Ortscharakter des Zentrums des Berliner Stadtteils Pankow befasst. Unsere Absicht war, mit Hilfe von Beobachtung und Erfahrung der qualitativen Ortsstrukturen Gestaltungsvorschläge für einige Plätze zu erarbeiten, welche die Ausstrahlungs- bzw. Anziehungskraft des Stadtteils erhöhen und stärken könnten.
Zunächst beschäftigten wir uns mit der Geschichte des Orts. Die Besiedelungs-ursprünge von Pankow gehen weit in die Vorzeit zurück, bis etliche Jahrtausende vor der christlichen Zeitrechnung. Überreste von Lagerplätzen sowie Siedlungsspuren fanden sich aus der Steinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit.
Anfang des 13. Jahrhunderts errichteten Zisterziensermönche aus Feldsteinen eine Kapelle nahe des ehemaligen Gletscherabflusses Panke. Die Mönche drangen in dieser Zeit als „Kultivatoren des Germanischen Waldes“ bis zur Ostsee vor, gründeten Niederlassungen in Sumpfgebieten und verwandelten diese in fruchtbares Acker- und Weideland.
Das Dorf Pankow wurde etwa im Jahr 1220 von einem sogenannten Lokator im Auftrag des Landesherrn als „wilde Wurzel“, also wahrscheinlich ohne slawische Vorgängersiedlung, gegründet. Ein Lokator musste sich vor der beginnenden Besiedelung, die im Auftrag eines adligen oder geistlichen Grundherrn erfolgte, um die Anwerbung von Siedlern kümmern, das Land vermessen und zuweisen und war verpflichtet, den Siedlern während der Rodungszeit den Lebensunterhalt zu gewährleisten. So dürfte er wohl daran interessiert gewesen sein, ihnen einen „guten Ort“ zuzuweisen, denn diese Verantwortung war ein nicht unbeträchtliches Risiko. Für seine Leistungen erhielt er daher in sogenannten Handfesten (Urkunden) verbriefte Vergünstigungen vom Eigentümer des Landes.
Pankow wurde ein typisches Angerdorf mit Dorfplatz und Kirche zwischen den Häuserzeilen. Die damals angelegte Grundstruktur und Wegführung ist heute noch deutlich erkennbar.
Ende des 15. Jahrhunderts war Pankow Jagd- und Erholungsgebiet der Brandenburgischen Kurfürsten. Eine Legende erzählt, dass an dem Platz an der Panke, an dem der Vogelherd des Kurfürsten Johann Ciecero (1455–1499) stand, sich ein slawischer Tempel befunden haben soll und dieser namensgebend für Pankow war, nämlich Pan = Herr und Kow= Hain, also Hain des Herrn.
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