Spiegelung des Lebens

Das Haus als Symbol der Seele, Teil 2

von Dipl. Ing. Stefan Brönnle erschienen in Hagia Chora 26/2007

Im zweiten Teil zu Stefan Brönnles Serie über das Analogiedenken geht es um astrologische Deutungsebenen und die Möglichkeit, radiästhetische Funde symbolisch zu verstehen.

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Im System der Standortastrologie werden vom aktuellen Wohnort aus die Planeten in die Richtungen des Geburtshoroskops projiziert.

Im letzten Artikel dieser Reihe wurde das Feng Shui als Analogiesystem betrachtet. Es wurde gezeigt, welche Zusammenhänge zwischen Grundrissform und Weltsichten, ja Krankheitssymptomen der Bewohner bestehen können. Auch der Westen kennt derartige Analogiesysteme, die beispielsweise über Richtungsqualitäten Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Hausform, zwischen Weltanschauung und Grundriss, zwischen Inhalt und Form sichtbar werden lassen können und so verstehbar machen. Ein solches System ist das sogenannte Raumhoroskop.

Das Raumhoroskop
Die Astrologie beschäftigt sich im allgemeinen mit Zeitqualitäten. In der Geo-mantie dagegen wird eine solche Zeitqualität sozusagen verräumlicht: Der Jahreskreis hat seine analogen Entsprechungen in Richtungsqualitäten. Der Winter entspricht dem Norden, der Osten dem Frühling, der Süden dem Sommer und der Westen dem Herbst. Die Kardinalpunkte werden von den beiden Sonnenwenden und den beiden Tagundnachtgleichen bestimmt. Die Wintersonnenwende am 22. Dezember mit dem tiefsten Sonnenstand korrespondiert mit dem Norden, die Frühlings-Tagundnachtgleiche am 21. März mit dem Osten, die Sommersonnenwende am 21. Juni mit dem Süden und die Herbst-Tagundnachtgleiche am 22. September mit dem Westen. Diese Daten sind zugleich astrologisch die Anfangstage der Sternzeichen Steinbock, Widder, Krebs und Waage. So entfächert sich nun der Zodiak räumlich anders herum drehend als im Horoskop gewohnt, daher nenne ich das Schema auch gerne das „Raumhoro-skop“. Im Osten liegen Widder und Fische. Lamm und Fisch sind beides Christusattribute, die im christlichen Sakralbau symbolisch im Osten, am Hauptaltar zu finden sind. Im Westen stehen die Jungfrau und die Waage, so wie in manchen Kirchen – z.B. im Augsburger Dom mit einem Westchor – im Westen Marienaltäre zu finden sind. Oder aber auch Michaelskapellen, die wir bevorzugt im Westwerk antreffen: -Michael, der Engel mit der Seelenwaage. Im Profanbau gibt uns ein solches Raumhoroskop ähnlich dem Feng Shui Aufschlüsse über die bewussten und unbewussten Wünsche der Hausbewohner, ihre Stärken und ihre Schwächen. Ja sogar Krankheitsbilder können sich über die astrologisch-symbolischen Zuordnungen der Körperregionen und -organe zu den Tierkreiszeichen im Hausgrundriss zeigen: Fenster öffnen das Haus in eine bestimmte Himmelsrichtung, Mauern – sie könnte man als Ausdruck des Saturnprinzips bezeichnen – dämpfen oder verschließen die hereinkommende Qualität einer Himmelsrichtung. Die Eingangstüre ist ein besonders starker Bote einer bestimmten Richtungsqualität. Die Himmelsrichtung, in der die Eingangstüre, von der Mitte des Hauses aus betrachtet, liegt, und welche Richtung sie weist, zeigen grundlegende psychische Themen der Bewohner an. Oft ist es verblüffend, wie stark sich sogar aktuelle Themen in der Wohnung spiegeln. Eine Klientin wünschte sich beispielsweise, stärker ihren neuen Heilberuf leben zu können, doch wie sie selbst es formulierte: „Irgendetwas klemmt noch!“ Als ich sie bat, die Wohnung besichtigen zu dürfen, zeigte sie mir alle Räume bis auf einen. In diesem, so die Klientin, hätte eine befreundete Mitbewohnerin gewohnt. Diese wäre aber gerade dabei, auszuziehen. Die Klientin hätte mir das Zimmer gerne gezeigt, doch sie konnte den Schlüssel nicht finden, es blieb einstweilen verschlossen. Das Zimmer lag von der Wohnungsmitte aus im Stier, einer Himmelsrichtung, die mit Körperlichkeit, Genuss, aber auch Heilungsprozessen assoziiert wird. So bildet der Stier auch die polare Richtung zum Skorpion – einem starken Symbol des „Stirb und Werde“. Irgendetwas „klemmte“ noch in dem Bedürfnis, ihren Heilberuf leben zu können: Die Tür war verschlossen! Eine andere Klientin klagte seit einer Fußoperation über Schlafstörungen. Heftige Träume, bei denen sie sich stets in Konfrontation mit ihrem Berufsleben sah, rissen sie aus dem Schlaf und verhinderten so eine erholsame Nachtruhe. Uns begegnet hier das Fische-Prinzip auf zweifache Weise: Zum einen überwindet das Fische-Zeichen das Stoffliche, es ist als Erfahrung des Nichtbegrenztseins der Gegenpol zum Jungfrau-Prinzip, das mit Arbeit und materiell-beruflicher Verwirklichung zu tun hat. Die Fische stehen für das Unbewusste, wie es uns in Träumen begegnet. Körperlich werden den Fischen unter anderem die Füße zugeordnet. Wir erkennen also ein Spannungsfeld zwischen dem als allmächtig empfundenen materiellen Berufsleben (Jungfrau) und dem nach mystischer Erfahrung und Entgrenzung strebenden Zuständen des Träumens (Fische). Im Raumhoroskop der Wohnung zeichnete sich diese Spannung als Fehlbereich im Ost-Nordosten, in den Fischen, ab. Eine symbolisch-gestalterische Ergänzung des Grundrisses im Bereich der Fische ermöglichte es der Klientin, diesem seelischen Schattenaspekt in ihrem Leben mehr Gewicht zu geben, dadurch besser zu schlafen und so die Fußoperation auch regenerativ zu überwinden.

Standortastrologie
Eine Variante und Verfeinerung des Raumhoroskops ist die Standortastrologie. Das Raumhoroskop betrachtet sozusagen die kollektive Wirksamkeit der Richtungen, also Richtungsqualitäten, die für jeden Menschen ähnlich sind. In der Standort-astrologie gehen wir nun tiefer in die Individualität der Richtung hinein. Die Standortastrologie ist eigentlich gar kein astrologisches System, sondern vielmehr ein sideromantisches (von lat. -sidera = Sterne). Die Standortastrologie beruht nicht, wie die allgemein übliche Astrologie, auf der Deutung der Ekliptik (scheinbare Bahn der Sonne entlang der zwölf Tierkreiszeichen), sondern auf dem „Horizontsystem“. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dieser scheinbaren, vom Horizont begrenzten Erdscheibe und sehen die Planeten in den verschiedenen Himmelsrichtungen. Dies ist das sogenannte Horizontsystem – heute astrologisch seltener genutzt, doch ein sehr altes System. Viele kultische Orte und geomantische Bauten sind nach ihm ausgerichtet. Kirchen wurden üblicherweise auf die aufgehende Sonne am Tage ihres Patroziniums ausgerichtet, also auf den Punkt am Horizont, an dem am Tage des Heiligen die Sonne über den Horizont tritt. Geomantisch kann man erleben, dass an diesen Tagen oftmals die Kraft des Sakralbaus besonders stark ist. Darum sind Kirchen selten exakt geostet, meist gibt es Abweichungen nach Nordosten oder Südosten. Auch die berühmten Pyramiden von Gizeh weisen mit ihren steilen Gängen und Öffnungen auf Sterne, die zu wichtigen Zeitpunkten unmittelbar in sie hineinstrahlen. Man könnte viele weitere Beispiele aufzählen, doch bleiben wir bei unserem Haus. Stellen Sie sich vor, die Stellung der Planeten zu Ihrem Geburtszeitpunkt wäre „eingefroren“, und dünne Gummibänder würden von Ihnen zu den Planeten reichen. Was würde geschehen, wenn Sie von Ihrem Geburtsort wegziehen würden? Richtig: Die Richtungen, in der die Planeten von Ihnen aus stehen, würden sich verändern! Genau dies nutzt die Standort-astrologie zur „sideromantischen“ Deu-tung. Sie zeigt, in welcher Himmelsrichtung die einzelnen Planeten ihres Horoskops stehen. Grundlage ist Ihr gegenwärtiger Wohnort, nicht Ihr Geburtsort, und Ihre Geburtszeit. Die Winkelabstände der Planeten zueinander bleiben gleich, aber Ihre Richtung verändert sich. Das Standorthoroskop zeigt nun planetare Linien, die von der Wohnungsmitte ausstrahlen. Sie bezeichnen individuelle Richtungsqualitäten. Als ich 1994 von München nach Dorfen umzog, vollzog ich den Umzug (wie ich erst später bemerkte) exakt auf meiner Merkurlinie. Ich ging sozusagen in der Qualität des Merkurischen in einen neuen Lebensabschnitt. Nur wenige Monate später veröffentlichte ich mein erstes Buch und begann meine Lehrer- und Dozententätigkeit. Merkur steht für Kommunikation und Wissensvermittlung in schriftlicher und mündlicher Form. Ein Klient klagte darüber, dass es seit seinem Büroumzug finanziell eher bergab gehen würde. Alte Kunden würden abspringen und kaum neue dazustoßen. Eine standortastrologische Analyse seiner Büroräume zeigte, dass sein Schreibtisch auf seiner Saturnlinie stand, die Jupiterlinie dagegen die Toilette querte. Er aktivierte das hemmende Prinzip Saturn, indem er sich dort beständig bewegte und arbeitete, während der „Erfolgsplanet“ Jupiter die Toilette hinabgespült wurde. Auch wenn die letzten Sätze wieder einmal danach klingen, sind meines Erachtens nicht das Büro und die Lage der Toi-lette schuld am finanziellen Niedergang. Der Spiegel der Räume ist vielmehr ein Helfer, innere (unbewusste) Absichten und Beweggründe zu erkennen. Die Venuslinie (Partnerschaft, Liebe) des Klienten führte nämlich über die Eingangstüre und verdiente dadurch besondere Aufmerksamkeit. Darüber befragt, bestätigte der Klient, dass seine starke berufliche Aktivität ihm in der Vergangenheit schon Probleme in der Partnerschaft eingehandelt habe und er sich dringend gewünscht hatte, dies in den Griff zu bekommen. Das gewählte neue Büro „erfüllte“ diesen Wunsch und zeigte auf, dass Venus ab jetzt stärker wöge als Jupiter.

Resonanzmaße

Das Raumhoroskop mit den Richtungen der Tierkreiszeichen (Norden oben)

Verlassen wir nun die eindeutigen Analogiesysteme und wenden uns Disziplinen der Geomantie zu, die sich selbst gerne kausal geben. Die Radiästhesie bemüht sich seit mindestens 100 Jahren darum, naturwissenschaftlich zu denken und ihre Theorien durch den Einsatz physikalischer Messinstrumente wie Szintillationszähler zu untermauern. Am stärksten beschreitet die sogenannte physikalische Radiästhesie nach Reinhard Schneider diesen Weg. Hier wird die Wünschelrute als eine Antenne aufgefasst, die historische Gabelrute wird zur „V-Dipol-Antenne“. Physikalisch kann jeder Gegenstand aufgrund seiner Länge, Form und seines Materials als Resonator oder „Antenne“ für bestimmte Wellenlängen dienen. Wir kennen diesen Effekt, wenn eine Sängerin einen bestimmten Ton solange rein und laut singen kann, dass ein zur Wellenlänge dieses Tons resonanzfähiges Glas zu vibrieren anfängt und schließlich zerspringt. Das Glas fungierte als Resonanzkörper oder „Antenne“ für die Wellenlänge des gesungenen Tons. Nun besitzen auch wir Menschen unzählige „gestaltete Wellenlängen“, beispielsweise in Form der Länge unserer Knochen. Einen interessanten Versuch gestaltete der Architekturprofessor Eike Hensch: Man nehme zwei stabförmige Objekte, wie z.B. Stifte, und halte sie senkrecht in beiden Händen etwa einen Meter auseinander. Eine zweite Person hält nun mit geschlossenen Augen ihre Hand dazwischen. Die Person A bewegt daraufhin langsam die beiden Stäbe aufeinander zu und verändert dadurch die schwingende Wellenlänge zwischen ihnen. Person B ist achtsam, ob sich ein Gefühl in der Hand einstellt (Wärme, Druck, Kribbeln). Tritt dies ein, gibt sie Person A das Signal, die Bewegung zu stoppen. Wir haben nun eine Wellenlänge gefunden, zu der Person B offenbar resonanzfähig ist: den Abstand zwischen den beiden Stäben. Interessanterweise zeigt sich bei Wiederholung des Versuchs, dass die gefundenen Maße überproportional häufig Körperlängen der Person B entsprechen, die wir aus alten Maßsystemen kennen: Klafter (ausgebreitete Arme), Elle (Ellbogen bis Fingersptze, Faust oder Handwurzel), Spanne (ausgestreckter Zeigefinger bis Daumenspitze), Fuß (Fußlänge) usw. Meine Erfahrungen zeigen, dass Personen, die beispielsweise an einer Wasserader unter ihrem Schlafplatz körperlich litten, sehr häufig Körpermaße hatten, die auf die Wellenlänge 11 Zentimeter (oder ein Vielfaches davon) resonanzfähig sind. Insbesondere die Elle tritt hier in den Vordergrund, wobei es verschiedene Methoden gibt, ihre Länge zu definieren: Vom Ellbogen zur Handwurzel oder bis zum Ende einer zur Faust geschlossenen Hand oder bis zu den Fingerspitzen. Andererseits zeigten Klienten, die Probleme mit geologischen Verwerfungen hatten, oft Körpermaße (meist Elle), die einem Vielfachen der kennzeichnenden Wellenlänge einer Verwerfung von 31 Zentimeter entsprachen. Auch meine Elle liegt im Resonanzspektrum einer geologischen Verwerfung. Als Kind schlief ich über 15 Jahre (zwischen den Altersstufen 5 und 20 Jahre) auf einer solchen Reizzone und betrieb regelmäßig des Nachts Bettflucht, wachte gar morgens vier Meter vom Bett entfernt am Fußboden auf. Was bedingt nun was? Fühlte ich mich deshalb durch die Verwerfung gestört, weil ich „zufällig“ resonanzfähige Knochen-maße besaß – und wenn ja, ab welchem Zeitpunkt des kindlichen Wachstums? Oder hat sich die „Strahlung“ der Verwerfung auf das Wachstum ausgewirkt, so dass die Elle im Resonanzmaß „hängenblieb“? Wie der kausale Sachverhalt auch sein mag, verblüffend ist der symbolische Zusammenhang, die Synchronizität von Körperform und Umwelterfahrung. Möglicherweise ist dies eine Erklärung dafür, warum manche an einer Wasserader leiden und andere nicht?

Bindungsnetze
Jeder Gegenstand kann Antenne sein. Die Kaffeetasse, der Stuhl, das Andenken aus dem letzen Urlaub, das Weihnachtsgeschenk von Tante Erna in der Ecke etc. Machen Sie eine kleine Übung: Blicken Sie in Ihrem Zimmer umher. Die Objekte, die Sie dort sehen, bedeuten Ihnen mehr oder minder viel – positiv oder negativ. Wie stark diese Objektverbindung ist, zeigt sich, wenn sie sich bei jedem Objekt, das Sie sehen, fragen: „Kann ich es wegwerfen? Jetzt?“ Sie werden feststellen, wie oft in Ihnen bei dieser Vorstellung etwas zusammenzuckt. Die Stärke ihrer inneren Ablehnung zeigt das Maß ihrer psychischen Bindung an das Objekt. Mit der Rute lassen sich zu jedem dieser Objekte von Ihnen aus feine Linien finden. Sie sind eingewoben in einem Spinnennetz aus Bindungen. Die Inder nennen dies Karma. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin nicht der Meinung, all diese Bindungen müssten gelöst werden! Viele dieser psycho-materiellen Bindungen geben uns Kraft, wir sollten nur anerkennen, dass es sie gibt. Im Grunde praktizieren wir unbewusst mit den uns umgebenden Objekten Hellingersche Aufstellungen. Auch hier kann man den Abstand einer Stellvertreterperson zu mir als eine Wellenlänge definieren und die Veränderung des Stellortes als eine Veränderung der Wellenlänge oder Frequenz, die mit einer veränderten emotionalen Situation einhergeht.
Ermittelt man nun von einer Wasser-ader, auf der ein Klient liegt, die emittierten Wellenlängen (sogenanntes Grifflängenziehen) und sodann die Wellenlängen, die der Klient (z.B. gemessen an der Medulla oblongata am Hinterkopf) emittiert, ergeben sich gewöhnlich einige gemeinsame Grifflängen. „Natürlich“, kann man kausal denkend sagen, „der Klient hat seine Zellen sozusagen mit den Wasserfrequenzen im Schlaf auf der Wasserader informiert“. Seltsam nur, dass von den gemeinsamen Grifflängen der Wasser-ader und der Eigenresonanzen des Klienten einige jene dünnen Beziehungsfäden zu Objekten bilden, die oben beschrieben wurden. Geht man im Gespräch tiefer, was dieses Objekt dem Klienten bedeutet, oder arbeitet in einem Focusing-Prozess mit der Körpersprache, die das Objekt beim Klienten auslöst, erkennt man oft symbolische Sinnzusammenhänge zwischen der Bedeutung des Objektes und körperlichen Problemen, die, kausal betrachtet, scheinbar von der Wasserader (oder einer anderen Reizzone) erzeugt worden sein könnten. In einer solchen Betrachtung ist die Wasserader viel mehr ein hilfreicher lehrender Engel als eine teuflische Störzone. In der Wohnung eines Klienten fiel mir ein vertrockneter Bonsai auf, der auch radiästhetisch in spürbarer Resonanz zum Klienten stand. Er war ein Erbstück seiner verstorbenen Mutter. Kurz nach der Übernahme war die Pflanze ihrerseits verstorben. Dieses Ereignis lag zwei Jahre zurück, seitdem zierte eine vertrocknete, tote Pflanze das Fensterbrett. Der Klient hatte sein Bett auf eine Wasserader gestellt, die dieselben Wellenlängen emittierte, die ihn auch mit dem Bonsai verband. Der Klient litt seit einiger Zeit an Asthma. Nehmen wir nun erneut die Analogieebene des Feng Shui zur Hilfe, so ist von Bedeutung, dass die Wasserader im Nordwesten in den Wohnungsgrundriss eintrat. Der Nordwesten ist analog verbunden mit dem Element Metall, mit der Lunge (sekundär Dickdarm, Metathema „Loslassen“) und dem Gefühl der Trauer. Auf der Analogieebene zeigte sich, dass die Wasser-ader ihrerseits das Nordwestthema Lunge/Trauer thematisierte: Ihre Grifflängen fanden sich in der Beziehungslinie zum toten Bonsai wieder. Die Radiästhesie zeigt hier ihre nicht kausale, symbolische Seite. Ein anderes Beispiel: Ein Klient litt an einer chronischen Autoimmunerkrankung. Sein Schlafplatz stand auf einer wasserführenden Verwerfung. Dies hatte ihm bereits ein Radiästhesie-Kollege vier Jahre zuvor als mögliche Ursache seines Leidens genannt. Trotzdem wartete er vier Jahre, um mich als einen weiteren Geomanten zu befragen. Meine Ergebnisse waren zu 90 Prozent in Übereinstimmung mit denen des Kollegen. Den besseren Schlafplatz im Wohnzimmer lehnte der Klient jedoch kategorisch ab. Immerhin konnte er sich dazu durchringen, sein Bett wenigstens im Schlafzimmer etwas zu verschieben. Selbst diese vier weiteren Jahre Leidensweg hatten den Lösungsweg offenbar immer noch nicht genügend bereitet. Das Raumhoroskop zeigte, dass die Wasser-ader im Skorpion in die Wohnung „eintrat“. Ein starker Aufruf dazu, sich mit seinem Unbewussten auseinanderzusetzen, etwas Altes „sterben zu lassen“ und den Leidensweg zu beenden.

Elektrobiologie und Analogiedenken

Klafter, Elle, Fuß und Spanne – menschliche -Resonanzmaße.

In der Verknüpfung von Radiästhesie mit Analogiemethoden wie dem Feng Shui oder dem Raumhoroskop entdecken wir Synchronizitäten großer psychischer Tragweite. Selbst elektrobiologische Messergebnisse können so in die ganzheitliche Analyse einbezogen werden.
Ein Klient, der in seinem Leben der Disziplin starkes Gewicht gab, beschrieb sich im Vorgespräch als unter Befangenheit und Unsicherheit leidend. Er versuchte, dies durch ausgeprägte Willenskraft zu kompensieren. Die innere Spannung zwischen innerer Unsicherheit und Härte sich selbst gegenüber äußerte sich körperlich in immer wiederkehrenden Knieproblemen – typische Anzeichen einer Steinbock-Thematik (Unsicherheit – Übermaß an Demut – Knie beugen – das Knie wird mit dem Steinbock assoziiert). Geomantisch spiegelten sich diese Themen nicht nur in einer Überbetonung des Nord-Nordosten im Wohnungsgrundriss wider, sondern außerdem durch eine starke Elektrosmogbelastung des Schlafzimmers eben in diesem Bereich. Der Steinbock war sozusagen „in Spannung“. Nach einer elektrobiologischen Grundsanierung wurde symbolisch der Bereich des Krebses gestärkt. Als Wasserzeichen gibt das Gegenüber des Steinbocks der Emotionalität mehr Gewicht. Im Schlafzimmer selbst wurde ein symbolisches Bild aufgehängt, um das Selbstbewusstsein des Klienten zu stärken und die Steinbock-Thematik zu harmonisieren. Das Problem der Hochfrequenz, wie es von Mobilfunkbasisstationen ausgeht, hat dagegen eine starke geistige Komponente. Mobilfunk trägt auf der Analogie-ebene das Metathema „Kommunikation“ mit sich. Eine in der medizinischen Forschung stark aktive Klientin schilderte, wie sie auf wissenschaftlicher Ebene von Kollegen des öfteren angegriffen werde. Dabei wurde ihren Forschungsergebnissen einerseits Unsachlichkeit vorgeworfen, andererseits diese teilweise durch Konkurrenten ohne Quellenangabe verwendet. Gegenüber dem Labor stand ein Handymast, der durch die großen Fenster im Inneren Immissionswerte von 1500 Mikrowatt pro Quadratmeter hervorrief. Von der Mitte der Laborräume aus stand der Turm im Zeichen der Zwillinge, die ebenfalls mit Wissenschaft und Intellekt assoziiert sind. Eine Spiegelung für einen Angriff auf geistiger Ebene. Unser Haus, unsere Wohnung zeigen sich als ein perfektes Spiegelbild unseres Lebens. Wie unser Grundriss gestaltet ist, in welche Richtung die Eingangstüre weist, wo wir unseren Schreibtisch oder unser Bett aufstellen, wo im Haus starke elektrische Felder auftreten und von wo aus Hochfrequenz „dazwischenfunkt“, wie Wasseradern verlaufen und noch vieles mehr – all dies steht in analoger Beziehung zu unserem Leben. Geomantische Gestaltungen können Bewusstseinstore öffnen, sie können auf der Analogieebene vorbereiten, was sich schließlich auf der materiellen Ebene auswirken kann. Nicht unbedingt in der Hinsicht, dass ein aufgehängtes Symbol die Krankheit unmittelbar besiegt oder zu einer glücklicheren Beziehung führt, aber dergestalt, dass die geomantische Installation den Klienten wachsam macht für das, was in sein Leben treten möchte – und er diese Gelegenheit beim Schopf packen kann. Wir sollten lernen, unsere Umwelt als ein Geschenk zu begreifen, einen Schatz, durch den wir bewusster werden können, anstatt auf der Ebene von Abschirm- und Entstörmaßnahmen oder der Harmonisierung von Qi-Flüssen steckenzubleiben und die Umwelt als böse, feindlich und krankmachend (geopathogen) zu sehen. Krank machen uns nicht die Erde, die „falsche“ Bauform oder der Elektrosmog. Der Mensch krankt immer nur an einem: an sich selbst.

Der Artikel basiert stellenweise auf dem Buch „Das Haus als Spiegel der Seele“ von Stefan Brönnle, das soeben im Neue Erde Verlag erschienen ist.