Sesam öffne dich!

Begegnung mit heiligen Steinen

von Ingeborg M. Lüdeling erschienen in Hagia Chora 26/2007

Geomanten versuchen, die Zeichen der Erde zu lesen und zu deuten. Dazu bedarf es einer Öffnung für die vielen Ebenen der Wahrnehmung, was letztlich bedeutet, sich auf eine tiefe -Verbindung mit allem einzulassen. Ingeborg Lüdeling zeigt, wie dann selbst stumme Steine zu sprechen beginnen.

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Sesam öffne dich!“ Mit diesen magischen Worten öffnete der Räuberhauptmann aus dem Märchen „Ali Baba und die 40 Räuber“ die Felsentür zum sagenhaften Schatz in der Höhle des Berges. War er ein Eingeweihter oder ein Geomant seiner Zeit? Zu allen Zeiten bemühen sich Menschen um Berührung mit anderen Seinswelten. Auf einer unserer Reisen begegneten wir in einer kleinen nordspanischen Gemeinde Menschen, die ein altes Wissen hüten und weitervererben, wie man durch einige besondere Steine den Weg in Anderswelten und Kontakt zu ihren Wesen findet. Für die Einheimischen sind es heilige Steine – Pedre sacrifici, Opferstein, nennt man einen auffälligen Schalenstein unter ihnen auf Katalanisch. Für meine Weise, Orten in der Natur zu begegnen, verwende ich zunehmend den Begriff „Hieromantie“, die noch einen Schritt weiter führt als die Geomantie. Mit ihr gelingt es, das Charisma des Besonderen und des Heiligen zu finden und es vom Profanen zu unterscheiden. Trancereisen sind dabei oft ein Tor, um feinstoffliche Schätze und die Seele, die auch in Steinen wohnt, zu finden. Dabei wird oftmals ein „gewöhnlicher“ Stein zum Edel-Stein, übermittelt Bilder oder spricht mit uns.

Stumm wie ein Stein?
Steine sind nur scheinbar stumme Geschöpfe. Wenn wir die richtigen Zauberwörter kennen und einsetzen, kann die Verschwiegenheit eines Steins überwunden werden. Ein Zauberwort bringt Mensch und Stein in Ein(en)-Klang. Es löst behutsam die Verdichtung und Schweigsamkeit des Steins, und der Zugang zum Seelenschatz, zum „Geist im Stein“ ist frei. Ein Stein kann uns zu spirituellen Erkenntnissen führen, mit dem Göttlichen verbinden und heilen. Seit der Altsteinzeit sind Höhlen bekannt, die höchstwahrscheinlich für Einweihungen oder andere kultische Zwecke verwendet wurden – Zeugnisse eines uralten Steinwissens, das wir in den jungsteinzeitlichen Steinkreisen wiederfinden und schließlich auch in besonderen Kirchen und Kathedralen. Dass dieses alte Wissen heute noch angewendet wird, habe ich schon in England bei einigen Steinkreisen erlebt und besonders deutlich im letzten Jahr in Spanien. Wir verbrachten ein paar Urlaubstage bei Freunden in Nordspanien, und sie erzählten, dass die Einheimischen dieser Gegend einige Steine für bestimmte Rituale hüten. Sie wüssten noch, wie man Steine zum „Reden“ brächte. Einer der Steine, so bekamen wir zu hören, habe die Aufgabe, einem Menschen, der dringend einen Wegweiser braucht, zu helfen, in Kontakt zu seinem inneren Führer zu kommen – wobei zunächst unklar blieb, wie das vonstatten gehen sollte. Welche Zauberworte würden hier gebraucht werden? Leider gibt es als Antwort auf solche Fragen keine allgemeingültige Gebrauchsanweisung, kein Magiebuch, sondern jeder Mensch muss sich auf den inneren Weg begeben und den eigenen Zugang suchen.

Der Stein der Reinigung
Äußerst gespannt fahren wir an einem sonnigen Tag gemeinsam los. Unserer spanischer Freund führt uns über abenteuerliche Wege zu einem kleinen Wäldchen. Auf den ersten Blick sieht es hier aus, als hätte ein Riese mit Findlingen Murmeln gespielt. Langsam gehen wir da-rauf zu, und vor unseren Augen ordnet sich das Bild. Ein Menhir versperrt fast drohend den Weg. Trotzdem gehe ich zu ihm und lege meine Hand an seine Seite. Es wird warm und kalt, mehrmals im Wechsel. Wir lassen unsere Energien fließen – wir lernen uns kennen. Der Menhir ist an diesem Kultort wohl der Wächterstein, und das aufsteigende, angenehme Gefühl vermittelt mir, dass ich willkommen bin. Sehr bewusst gehe ich weiter, und in mein Blickfeld schiebt sich ein Felsbrocken mit einem dominanten Gesicht. Die großen Augen schauen direkt in meine Augen und scheinen zu sagen: Komm näher. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Beim Näherkommen entpuppen sich Auge und Mund des Gesichts als Stufen. Ich verspüre den starken Wunsch, auf diesen Fels zu klettern, wie sicher schon Generationen vor mir. Der Stein macht an einigen Stellen einen viel benutzten Eindruck, die Stufen sind glatt und rund. Es fällt mir erstaunlich leicht, hinaufzugelangen, als würde ich geschoben und gezogen. Oben angekommen, kann ich mehrere unterschiedlich große und kleine, glatte Schälchen erkennen. Bloß eine Laune der Natur? Dagegen spricht, dass inzwischen Schälchensteine in vielen Ländern als bearbeitete Steine erkannt wurden. An weiblichen Kultplätzen haben wir oft solche Schalensteine entdeckt. Allerdings niemals so einen beeindruckenden. Er schaut neugierig ins Land und gibt sich erst zu erkennen, wenn man ihn bestiegen hat. Ein kleiner, abgerundeter Steinsteg in einer eigenartig geformten Vertiefung lädt mich zum Sitzen ein und übt dann einen spürbaren Druck auf das untere Ende der Wirbelsäule bis zum Schambein aus. Die Füße ruhen bequem im Felsenloch. Ist der Stein etwas Besonderes? Hat er eine Botschaft, eine Aufgabe?
Mit einer Geste der Achtung, indem ich einmal liebevoll über den Stein streichele, schließe ich nun die Augen, entspanne mich, gehe in die Gedankenstille und lausche. Das ist mein „Sesam öffne dich.“ Alle unteren Chakren, der ganze Unterleib und sogar die Beine werden warm und pulsieren sanft. Dann wirbelt ein Wind herbei, pustet ins Wurzelchakra und weht den Rücken hoch durch alle anderen Chak-ren. Nun geschieht etwas Eigenartiges: Wie durch eine milchig-durchsichtige Nabelschnur strömt luftige Energie aus mir heraus, stömt durch das seltsam geformte Loch im Fels und von dort in eine Rinne, die den Stein hinabläuft. Es ist eine Art Reinigungsenergie, sie fließt durch die Rinne in die Erde. Ich lasse alles los und werde leicht und frei. Als ich kurz meine Augen öffne, sehe ich mich den Sternen entgegenfliegen. Eine dehnbare Schnur wie aus grauem Nebel verbindet mich weiterhin mit dem Stein.
Helles Licht umgibt mich schützend, und ich fühle eine unbeschreibliche Geborgenheit. So muss es sich wohl im Mutterleib anfühlen. Nach einer Weile werde ich sanft wieder auf den Stein gesetzt. Mir gegenüber sitzt jetzt eine Frau in einem weißen, transparenten Kleid. Um sie herum flirrt die Luft. Aus ihren Händen strömt goldener Schleiernebel, der das Loch im Fels mit goldgelbem Licht füllt. Eine Schale mit klarem, frischem Wasser wird nun in der Vertiefung sichtbar. Im Zeitraffer sehe ich, wie manchmal der Mond mit blauem Licht ins Wasser scheint, ein anderes Mal die Sonne mit goldenen Strahlen die Flüssigkeit berührt und gelegentlich der eine oder andere Planet oder ein funkelnder Stern seine Energie ins Wasser fließen lässt. Auch der silberne Regen ist willkommen, und der transparente, flinke Wind bringt mit seiner Wirbelkraft die richtige Dynamik ins Wasser. „Dieses so aufgeladene Wasser kann jetzt zur Heilung genutzt werden,“ durchfährt mich ein Geistesblitz. Auch die kleinen Schälchen sind Gefäße, in denen energetisiertes Heilwasser entsteht – alles ohne die Einmischung eines Menschen! Tief dankbar, dass der Stein sein Wissen mit mir geteilt hat, tauche ich wie neugeboren wieder auf ins Jetztleben. Spontan lege ich meine rechte Hand in eines der kleinen Schälchen, lächle in mich hinein und klettere den Stein hinunter. Ich fühle mich mit guter Energie aufgeladen und auf neue Art sehr weiblich. Fazit: Hier ist eine alte, heilige Stätte. Der große Lochstein scheint ein Mutterstein und ein Platz der weißen Göttin zu sein. Er hütet das Geheimnis der Reinigung, der Geburt und der energetischen Naturmedizin. Die Überprüfung mit der H3-Antenne zeigte uns ein starkes Reak-tionsfeld, überwiegend mit kapazitiven Einflüssen (geistig-seelische Komponenten) im Yin-Bereich, die Bestätigung für die meditativen Eindrücke eines ausgesprochen weiblichen Heiligtumes. Unser Freund erzählte, die Bauern wüssten, dass man bei diesem Stein die Hand in ein Schälchen legt und etwas loslässt. Sie verbinden das mit dem Wunsch, etwas opfern zu wollen. Danach gehen sie zum Nachbarstein, um den inneren Führer zu finden. Das Gefühl, etwas geben zu wollen an einem Ort, der mir Wissen, Heilung oder Erkenntnis gebracht hat, kenne ich gut. Für mich ist das allerdings kein Opfer, sondern ein Austausch von Geschenken.

Yin- und Yang-Steine
Als ich weiter zum Führerstein gehen möchte, „höre“ ich aus einer anderen Richtung einen Ruf. Durch einen engen Durchgang zwischen Lochstein und Dornengestrüpp schlängle ich mich zu einem schräg liegenden Menhir. Er war der Rufer, und er erinnert mich auffallend an den Mittelstein des Steinkreises Boscawen-Un in Cornwall. Hier wie dort ragt der Stein wie ein Phallus in den Himmel. Mit dem Rücken lehne ich mich an den sehr warmen Stein und fühle ein Pulsieren. Der Stein atmet! Langsam passe ich mich seinem Rhythmus an, und als Stein und ich im Einklang sind, katapultiert mich eine unsichtbare Kraft hinaus in den Himmel. Alle Erdenschwere ist verschwunden, Ich lasse mich gedankenlos treiben. Als ich mich am Stein wiederfinde, bin ich sehr in meiner Mitte, meiner selbst bewusst und ungewöhnlich stark. Mit so einer Stärke könnten mit Hilfe dieses Steins vielleicht Botschaften, Energien, Licht, Klänge und Farben gesendet werden. Wohin? In den Kosmos, zu den Göttern, zu anderen Kraftorten, anderen Menschen? Unser Fazit: Das ist ein Yang-Stein, ein Sendestein. Mit der H3-Antenne bekommen wir unter anderem eine Resonanz zur geistigen Regsamkeit. Jetzt möchte ich zum Führerstein gehen, doch nach ein paar Schritten werde ich wieder sanft zum Sendestein zurückgezogen, er zieht mich bis nach oben, wo ich mich auf der höchsten Stelle niedersetze. Es ist ein äußerst erotisches Gefühl! Ein Stein und erotisch? Gibt es das? Energisch schiebe ich die Gedanken zur Seite und gehe in die Stille. Die Energie des Steins flirrt vor meinen Augen wie helles Sonnenlicht am Ende einer Straße an einem heißen Sommertag. In mir breitet sich ein sicheres Gefühl aus, Erkenntnisse aus der Bilderwelt sofort in Gedanken fassen und in Sprache ausdrücken zu können. Als ich schließlich übermütig vom Stein springe, sehe ich, was mir bisher entgangen war: eine feine Zeichnung. Es sieht aus wie ein Gesicht mit einem liegenden S auf dem Kopf. Was bedeutet das? Soll das S eine Art Antenne sein? Da bleibt noch viel Forschungsarbeit. Wir haben es also eindeutig mit einem männlichen Stein zu tun! Zur Erotik eines Steins lasse ich mich jetzt nicht näher aus, dass sollte jeder einmal selbst erleben.
Oft ist die Reihenfolge, in der man Steine aufsucht, von Bedeutung. Ein Yin-Stein kann zunächst unsere weibliche Seite anregen und ein Yang-Stein anschließend die richtige Ergänzung herstellen. Das Zusammentreffen der beiden Kräfte ist transzendente Erotik. Und das zeigen uns Steine. Jeder Mensch kann das selbst erfahren. Dazu brauchen wir keine Steine in -Spanien, es kann überall auf der Welt geschehen. Sogar vor unserer eigenen Haustür. Wir haben erstaunliche Erlebnis-Steine auch in Deutschland, beispielsweise die Externsteine, aber auch schon ein Feldstein vor der Haustür kann viele Geschichten erzählen. Wenn wir uns so unkonditio-niert wie möglich in sie hineinfühlen, können wir viel von ihnen lernen. Steine lehren uns, nicht gleich alles einzuteilen und zu beurteilen, denn Beurteilen verdichtet, und eine verdichtete Welt spricht nicht mehr zu uns, wie auch der feste Stein auf den ersten Blick stumm ist. Je mehr wir verdichten, desto mehr verschwindet die Freiheit, die Welt mit ganz anderen, den inneren Augen zu sehen, und die Bereitschaft, sich wirklich zu öffnen.

Der innere Führer
Jetzt bin ich bereit für den Stein, der mich mit meinem inneren Führer in Verbindung bringen kann. Ein großer, glatter Findling wird auf einer Seite von zwei dicken, schlauchförmigen Unebenheiten betont. Wie eine Kugelbahn laufen sie mit leichtem Gefälle vom oberen Rand des Felsbrockens bis nach unten zur Erde. Mit einigem Mut balanciere ich in der Rinne vorsichtig bis hinauf auf den Stein. Oben ist er relativ breit mit einer muldenartigen, sanften Vertiefung. Dort suche ich meinen Platz und gehe in die Meditation. Mich packt der bekannte Spiralwirbel einer Zeitnische und führt mich durch die Vergangenheit bis zur Steinzeit. Ich nehme unvermittelt an einem Ritual teil: Frauen, Männer und Kinder versammeln sich in einem lichten Wäldchen mit mehreren Findlingen. Es werden Tiergeweihe, Knochen, getrocknetes Fleisch, Felle vor einen der Steine gelegt. Oben steht ein Schamane und lässt Wasser, vermischt mit ein paar Tropfen Tierblut die Steinrinne hinunterfließen. Dadurch soll sich das Blut (Tierseele) mit Wasser (Intui-tion) und dem Stein (Materie) vermischen. Eine junge Frau sitzt in der Mulde im Stein. Ihre Arme hält sie ausgebreitet und singt dabei ein Lied in mir unbekannter Sprache. Trotzdem weiß ich, was es bedeutet. Die junge Frau singt die Bitten an die Götter für gute Beute und auch um Schutz vor Verletzungen während der Jagd. Ihre Arme bilden einen Kelch, in dem symbolisch Blut, Wasser und Stein zum Kosmos emporgehoben werden. Langsam verblasst das Bild tanzender, singender und ausgelassen feiernder Leute um den Stein. Kurz taucht das Bild eines später hier abgehaltenen Dianakults auf. Ich führe mir vor Augen, dass der jagende Mensch das Symbol für das Prinzip „sich auf sich selbst verlassen können“ ist, bis erkannt wird, dass der innere Führer die eigene innere Stimme aktiviert, die vor Gefahren schützt und den Weg zu den Schätzen der Erfahrung weist. Nach diesem Erlebnis bin ich ganz froh, wieder normalen Erdboden unter den Füßen zu haben. Von diesem Ort nahm ich die Gewissheit mit, dass, wenn das „Sesam öffne dich“, der Schlüssel zum Stein und zur eigenen Wahrnehmung gefunden ist, jeder Mensch Kontakt zu seinem inneren Lehrer bekommen kann. In diesem Fall ist es Offenheit, die aufschließt, es ist das Vertrauen, sich der Wirbelstrahlung hinzugeben und zu lauschen, was der Stein erzählt. Es ist kein Geheimnis, dass solche Erfahrungen sogar während einer Bildmeditation anhand vom Foto eines Steins gemacht werden können. Glückssteine Ohne Absicht erkunde ich anschließend die anderen Steine. Es ist Mittagszeit, bleierne Stille und brütende Hitze liegt über dem Land, und so schlendere ich zögernd durch das Wäldchen. Ein Stein, der aussieht wie eine dicke, bewegungsfaule Schildkröte, weckt mein Interesse. Träge starrt sie vor sich hin, ich gehe langsam näher und schaue sie versunken und unfokussiert an. Plötzlich nehme ich eine leichte Bewegung wahr. Auf dem Schildkrötenstein sitzt die größte und dickste Eidechse, die ich je in meinem Leben gesehen habe! Smaragdgrün schimmert sie in der hellen Sonne. Gibt es hier vielleicht Leguane? Die schuppige Rieseneidechse krabbelt auf einen anderen Stein und schaut sich zu mir um, als wolle sie sagen: Komm doch mit. Ich folge ihr, allerdings mit mulmigem Gefühl im Magen. Ein Ast knackt unter meinen Schuhen, und husch, da ist sie verschwunden. Aber ich schaue mir den Stein, zu dem sie mich führen wollte, genauer an, kämpfe mich durchs Gestrüpp, und nur mit einiger Anstrengung kann ich ihn erklimmen. Von hier aus zieht mich ein noch höherer Stein magisch an. Dort oben angekommen, finde ich mich in einer übergroßen Steinschale, sie erinnert mich an eine gigantische, ovale Satellitenschüssel. Natürlich lege ich mich sofort hinein und kann mich augenblicklich entspannen. Eine Baumkrone spendet kühlenden Schatten. In aller Zufriedenheit schaue ich in den unendlich weiten Himmel. Der Geist blüht auf, die Seele tanzt, das Herz lacht. Ich nenne den Stein für mich den „Glücksstein“. Der Frau unseres Freundes erzählte ich später von der Rieseneidechse, und sie sagte: „Die vermeintliche Eidechse ist ein dragón. Die Bevölkerung weiß um diese Drachen, sie sind smaragdgrün und sehr, sehr scheu. Nur ganz wenige Menschen haben sie je gesehen. Sie sind ein Glückssymbol. Ich denke, dass Steine, die einer Satellitenschüssel ähneln, Energien sammeln und bündeln können. Dieser spezielle Stein hier hat das Potenzial, die eigene Vorstellung von Glück zu aktiveren und zu verstärken. Jeder, der das Bedürfnis nach eigenem Glück hat, kann es hier bekommen. Glück ist für jeden Menschen anders. Oft ist gleichbleibende Zufriedenheit wünschenswerter als der kurze Augenblick des rauschhaften Glücks. Zuweilen brauchen wir das rauschhafte, kurze Glücksgefühl als beflügelnden Impuls. Wir können abwägen und das richtige Maß suchen und finden. Glück ist auch, einen Führer wie den kleinen Drachen geschickt zu bekommen. Man kann ihm folgen und sich für eine Erfahrung bereitmachen. Er sagt uns die Zauberworte zum Öffnen des Steins, und wir finden den Schatz der eigenen Erkenntnis.
Die Einheimischen haben mich gebeten, den Ort der Steine, die ich hier beschrieben habe, nicht zu veröffentlichen, da er von ihnen noch für Rituale genutzt wird. Sie haben Sorge, dass geomantische Touristen die Ruhe des Platzes stören könnten. Gönnen wir ihnen also ihren heiligen Platz. Ich berichte aber von diesen Erlebnis-Steinen, damit jeder, der mag, den Mut aufbringt, sich mit Steinen auszutauschen und die magische Öffnungsformel zu suchen. Jeder Stein, Felsen, Findling kann zum Berater, Helfer und Führer werden. Ein Geheimnis verrate ich noch: Das „Sesam öffne dich“ wirkt in beide Richtungen, es öffnet den Stein und öffnet gleichzeitig unsere Wahrnehmung und erweitert unser Bewusstsein.