Sesam öffne dich!
Begegnung mit heiligen Steinen
Geomanten versuchen, die Zeichen der Erde zu lesen und zu deuten. Dazu bedarf es einer Öffnung für die vielen Ebenen der Wahrnehmung, was letztlich bedeutet, sich auf eine tiefe -Verbindung mit allem einzulassen. Ingeborg Lüdeling zeigt, wie dann selbst stumme Steine zu sprechen beginnen.
Sesam öffne dich!“ Mit diesen magischen Worten öffnete der Räuberhauptmann aus dem Märchen „Ali Baba und die 40 Räuber“ die Felsentür zum sagenhaften Schatz in der Höhle des Berges. War er ein Eingeweihter oder ein Geomant seiner Zeit? Zu allen Zeiten bemühen sich Menschen um Berührung mit anderen Seinswelten. Auf einer unserer Reisen begegneten wir in einer kleinen nordspanischen Gemeinde Menschen, die ein altes Wissen hüten und weitervererben, wie man durch einige besondere Steine den Weg in Anderswelten und Kontakt zu ihren Wesen findet. Für die Einheimischen sind es heilige Steine – Pedre sacrifici, Opferstein, nennt man einen auffälligen Schalenstein unter ihnen auf Katalanisch. Für meine Weise, Orten in der Natur zu begegnen, verwende ich zunehmend den Begriff „Hieromantie“, die noch einen Schritt weiter führt als die Geomantie. Mit ihr gelingt es, das Charisma des Besonderen und des Heiligen zu finden und es vom Profanen zu unterscheiden. Trancereisen sind dabei oft ein Tor, um feinstoffliche Schätze und die Seele, die auch in Steinen wohnt, zu finden. Dabei wird oftmals ein „gewöhnlicher“ Stein zum Edel-Stein, übermittelt Bilder oder spricht mit uns.
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