Der Kristallplanet, Teil 17

Ideengeschichte der globalen Gitternetze

von Marco Bischof erschienen in Hagia Chora 25/2007

Mit diesem Beitrag endet die umfangreiche Artikelserie von Marco Bischof zur Diskussion über eine mögliche geologische oder auch feinstoffliche Kristallstruktur unseres Planeten. Sein Fazit macht noch einmal deutlich, wie weit sich der Bogen des Themas spannt: von wissenschaftlichen Vorstellungen über die Struktur des Universums bis hin zu archaischen mythischen Bildern von alles verbindenden Netzen im Raum.

Nachdem in den vorangegangenen Beiträgen bereits eine Reihe von wissenschaftlichen Hinweisen auf Gitternetze und die Kristallstruktur der Erde angesprochen wurde, führe ich nun dieses Thema fort anhand der Frage, ob und inwiefern geologische Bruchzonen die Zeitwahrnehmung, Psi-Fähigkeiten und paranormale Phänomene beeinflussen.
Forschungen über den Einfluss geologischer Bodenstrukturen auf das menschliche Bewusstsein sind ein weiterer Hinweis auf die mögliche Realität einer Gitternetzstruktur der Erde. Erste solche Hinweise stammen aus Untersuchungen des (heute emeritierten) Leipziger Geophysikers -Robert Lauterbach (Lauterbach 1975). Er erforschte in den 1970er-Jahren zusammen mit der Medizinerin A. Reincke den Zusammenhang zwischen Zeitwahrnehmung und geophysikalischen Eigenschaften des Untergrunds. Sie fanden bei Personen, die während des Überquerens von geologischen Bruch- und Verwerfungszonen in regelmäßigen Abständen zählen sollten, dass „die Zeitwahrnehmung durch geophysikalische Felder beeinflusst“ wird. „Über tektonischen Störungszonen, die sich auch durch erhöhte geoelektrische Leitfähigkeit auszeichnen, stellte sich stets eine signifikante Erhöhung der gestoppten Zeitwerte heraus. (…) Die Annahme scheint plausibel, dass die Leitfähigkeitsverhältnisse im Untergrund Anlass zu einer Feldbeeinflussung an der Erdoberfläche sind“. Eine Beeinflussung des menschlichen Bewusstseins durch den Untergrund nimmt auch der kanadische Psychophysiologe Michael A. Persinger von der -Laurentian University in Sudbury, Ontario, aufgrund seiner Forschungen über paranormale Phänomene an (Persinger 1975, Persinger & Cameron 1986). Phänomene wie Telepathie und Hellsehen entstehen nach Persinger als Wechselwirkungen zwischen Menschen und Umweltfeldern, wobei die unzähligen Umweltfelder so vom „Sender“ moduliert werden, dass der „Empfänger“ ein Signal wahrnehmen kann. Zu den dabei genutzten Feldern gehören ELF-Felder (extrem niederfrequente elektromag-netische Felder), extrem niederfrequenter Schall (Infraschall) sowie elektrostatische und Hochspannungsfelder. Solche Felder entstehen in der Natur durch Wetterstrahlung (Sferics, Schumann-Resonanzen) und andere Wettererscheinungen (Wind, Blitze, Wirbelstürme etc.), Erdbeben, Geoelektrizität und magnetische Stürme (Sonnenwind). Besonderes Augenmerk legt Persinger auf elektrische und elektromagnetische Phänomene, die über geologischen Bruch- und Verwerfungszonen, über unterirdischen Wasserführungen etc. auftreten. Der Kanadier vermutet, dass diese Felder zu veränderten Bewusstseinszuständen führen, die paranormale Fähigkeiten und Ereignisse begünstigen oder auslösen. Auch der kalifornische Wissenschaftler Stanley Krippner fand mit seinen Mitarbeitern bei der Untersuchung eines brasilianischen Mediums einen Zusammenhang zwischen geomagnetischer Aktivität und verschiedenen paranormalen Aktivitäten (Spuk-ereignisse, Materialisationen) (Krippner et al. 1996). Ähnliche Hinweise wurden auch von Dean Radin (1994) gefunden.

Hier können Sie einen neuen Kommentar zu diesem Artikel verfassen





Bitte lösen Sie die untenstehende Rechenaufgabe und tragen Sie das richtige Ergebnis ein. Sie helfen damit, den Missbrauch dieses Online-Formulars und Spam zu verhindern. Herzlichen Dank.

sieben minus vier =