Herbstfarben
Geomantische Wohnkonzepte
für die Generation 50+
Wo über die Zukunft nachgedacht wird, fällt heute stets das Stichwort demografische Entwicklung. Lange genug hat es gedauert doch kommen nun auch aus dem Fachgebiet der Geomantie erste Zeichen, dass über diese große Herausforderung kreativ nachgedacht wird. Ein Beispiel gibt Gabriele Müller mit ihren Wohnideen für ältere Menschen.

Das Alter entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Thema, das alle Lebensbereiche berührt: die Politik, die Gesellschaft, die Wissenschaft und den ganz persönlichen Alltag des Einzelnen. Kaum ein Tag, an dem nicht über Fragen der Rente, der Pflege und der Alterskrankheiten in den Medien berichtet wird. Die Statistiken prognostizieren für Deutschland, dass im Jahr 2050 die Zahl der -60Jährigen- mit gut einer Mil-lion doppelt so hoch sein wird wie die Zahl der Neugeborenen. Der Bevölkerungsanteil der 80-Jährigen und Älteren wird sich von heute fast vier Millionen auf zehn Millionen nahezu verdreifachen.
Dieser soziale Wandel bedeutet neben wirtschaftlichen Veränderungen wie dem Zusammenbruch des Rentensystems vor allem einen gesellschaftlichen Umbruch. Sowohl die sprunghafte Erhöhung des Lebensalters und der Anstieg des vitalen und aktiven Erlebens dieser geschenkten Jahre als auch Tendenzen der Individualisierung, der Auflösung traditioneller Familienstrukturen und klassischer Lebensläufe werden neue Konzepte für Arbeitsmarkt, soziales Miteinander und Wohn- und Lebensformen fordern. Angesichts solchen Wachstums an Alter wird jene Gesellschaft am erfolgreichsten sein, deren religiöse oder kulturelle Überzeugungen das Alter schöpferisch machen können, schreibt Frank Schirrmacher in Das Methusalem-Komplott. Und weiter: Wir müssen in den nächsten 30 Jahren ganz neu lernen zu altern, oder jeder Einzelne der Gesellschaft wird finanziell, sozial und seelisch gestraft. Darin schwingt die Aufforderung mit, sich von den bisher meist negativ geprägten Diskussionen über die demografische Entwicklung zu verabschieden. Es geht darum, einen realistischen und gleichzeitig kreativen Prozess einzuleiten, der sich auf die Potenziale und Chancen dieser Veränderungen fokussiert und um die Neuschaffung einer Kultur des Alterns bemüht, wie sie der renommierte Entwicklungspsychologe und Altersforscher Paul Baltes fordert. Immerhin handelt es sich um einen Lebensabschnitt, der an die 30 oder mehr Jahre umspannen kann, Tendenz steigend!
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