Wassermusik

Die energetische Wirkung von Chorgesang auf Quellen und Flüsse

von Alexa Vierling , Peter Hadorn erschienen in Hagia Chora 23/2006

Gemeinsames Singen versetzt die Menschen in besondere Bewusstseinszustände, die als heilendend und transformierend erlebt werden. Der Gedanke liegt nahe, dieses Potenzial auch für geomantische Zusammenhänge zu erschließen. Ein Chor aus Basel hat über einen langen Zeitraum hinweg für die Flüsse der Region und ihre Quellen gesungen. Alexa Vierling und Peter Hadorn haben diesen Prozess geomantisch begleitet.

Seit einigen Jahren singen wir im Fontesonante-Chor von Basel. Dieser Laienchor, geleitet von Béatrice Mathez, singt auch gelegentlich Kompositionen der Chorleiterin, die oft einen spirituellen Hintergrund haben, so auch das künstlerisch-geomantische Projekt „Besingen von Quellen“. Béatrice Mathez hatte schon länger den Gedanken an eine Komposition für Quellen und Flüsse bewegt und war begeistert von unserem Angebot, eine solche Arbeit geomantisch zu begleiten. Uns interessierte diese Aufgabe besonders, weil wir beide zu der Zeit eine Geomantie-Ausbildung bei Johanna Markl (Alexa Vierling) und Hagia Chora (Peter Hadorn) absolvierten.

Die Gewässer am Rheinknie
Die Region, die wir in dieses Projekt einbezogen, umfasst das Einzugsgebiet aller Gewässer, die im Großraum Basel in den Rhein münden. Es reicht vom Südschwarzwald (Wiese) bis zum Nordhang des Jura (Birsig, Birs, Lützel, Lüssel, hintere Frenke, vordere Frenke, Ergolz). Der Rhein, von Osten kommend, beschreibt in der Stadt Basel eine scharfe Biegung nach Norden - das sogenannte Rheinknie. Wir haben den Rhein mythologisch als weiße Göttin Ana entdeckt, die ihren Namen im Verlauf der Zeit zu Belena, Rena, Rhenus und schließlich in Rhein gewandelt hat. Basel, früher Arialbinnum genannt, bedeutet dem Mythologie-Forscher Kurt Derungs zufolge „der geweihte Platz der weißen Muttergöttin Ana mit ihrer heiligen Schlange“ („Geheimnisvolles Basel“, edition amalia).
Im ersten Schritt besuchten wir zu zweit alle Quellen und Mündungsorte der Zuflüsse des Rheins in unserer Gegend. Von jeder Quelle nahmen wir einen Stein und ein wenig Wasser mit - über diese Medien wollten wir später mit dem Chor wieder Verbindung mit den Quellen aufnehmen.
Die Quellen erschienen uns deutlich als Zentren der Landschaft - wie energetische Kugeln, in der sich die Qualitäten der Quelle ausbreiten. Sie zeigten sich uns auf unterschiedliche Weise, sei es in Farben, in Resonanzen bestimmter Chakren oder im Bild einer -Quellgeistin“. Die Bilder, die wir von solchen Wesen entwickeln, sind letztlich Bestandteile von uns selbst, doch die Quelle ist auch ein reales Gegenüber, mit dem sich ein Dialog beginnen lässt. -Wie geht es dir?“ war eine unsere Fragen. Ein Medium, über das wir diesen Dialog führten, waren die Schwingungszeichnungen von Alexa. Sie bilden ein an den Quellen wahrgenommenes Muster oder eine Bewegung ab, in der sich die Qualität des Orts deutlich ausdrückt.
Als Beispiel mag die Birs mit ihrem Lauf von Tavannes bis zur Mündung in Basel dienen, ein durch die engen Juratäler mäandrierender Bachlauf. Das Schwingungsbild der Birs-Quelle, das nach unserem ersten Besuch im September 2004 entstand (siehe Schwingungszeichnungen auf der folgenden Seite), erstaunte uns: Es schien bereits die gesamte Dynamik des Flusses zu zeigen, sein Mäandrieren, das Zusammenwirken der vielen Quer-täler, das Öffnen und Schließen war als Information offenbar bereits am Quellort enthalten.
Während unserer Wanderung am Fluss Wiese fanden wir die Erklärungen Victor Schaubergers zum Pulsieren des Wassers beim natürlichen Mäandrieren eindrucksvoll bestätigt. Es war deutlich spürbar, wie der Fluss bei jedem Schwung im Wechsel feinstoffliche Energie und Information aus der Umgebung aufnahm und wieder abgab. Nach einem durch ein Wasserkraftwerk bedingten Staubereich lag das Energieniveau des Flusses fast bei Null, doch nach wenigen Kilometern hatte sich die Wiese wieder erholt und zu ihrem natürlichen energetischen Austausch mit der Umgebung zurückgefunden.
Nicht nur die Flüsse selbst interessierten uns, sondern auch ihre Beziehungen zu den Anwohnern. In Resonanz zu dieser Ebene entstanden ebenfalls aufschlussreiche Schwingungszeichnungen. Als Essenz unserer Wahrnehmungen bezüglich der Gewässer und der in ihrer Nähe lebenden Menschen sind drei Aussagen immer wieder aufgetaucht:
!Der Mensch soll sich mit den Bächen und Flüssen abgeben, ihre Funktionen studieren und verstehen, ihr Befinden spüren.
!Bei einer Kanalisierung leidet der Fluss weniger als die Menschen in seiner Umgebung, die von einem wesentlichen Energieaustausch abgeschnitten sind.
!Die Gewässer brauchen Kommunikation, Aufmerksamkeit, Pflege und Achtsamkeit.

Chor-Holon und Landschafts-Holon
Das Chorsingen für die Quellen sahen wir im Kontext des holografischen Prinzips, einem Modell für die umfassende Verbundenheit aller Aspekte der Wirklichkeit, das zunehmend als ein neues, ganzheitliches Weltbild allgemeine Verbreitung findet. Den Begriff des holografischen Universums prägte der Quantenphysiker David Bohm, der von der -expliziten“ (ausgefalteten) und -impliziten“ (eingefalteten) Ordnung sprach. In dieser Vorstellung entsteht die wahrnehmbare Welt aus einer beständigen Bewegung von Entfaltungen aus einem allem zugrundeliegenden Urgrund, in dem die gesamte Wirklichkeit als nicht-manifestiertes Potenzial implizit vorhanden ist. Die Welt der Objekte, so wie sie uns erscheint, ist nur eine der möglichen Perspektiven auf das allumfassende Hologramm. Wenn die Ganzheit potenziell überall, auch in jedem Detail, vorhanden ist, dann ist auch im Quellstein und im Quellwasser das gesamte Wesen der Quelle eingefaltet. Je nach Blickwinkel rückt ein anderes Holon in den Fokus unserer Aufmerksamkeit, beispielsweise das Holon der einzelnen Quelle oder das Landschafts-Holon des gesamten Fluss-Systems, mit dem wir uns befassten.
Auch unseren Chor verstanden wir als Holon, das, wenn die Chormitglieder einen entsprechenden inneren Fokus setzten, unmittelbar mit dem Landschafts-Holon in Verbindung treten konnte - auch wenn wir nicht direkt an der Quelle, sondern z.B. auf einem Hügel in der Stadt Basel gesungen haben. Um diese Resonanz zu stärken, wählten wir für den Chor eine spezielle Aufstellung, die die Anordnung der Quellen um den Rhein nachbildete: einen Kreis von etwa 30 Metern Radius, aus dessen Zentrum heraus wir die Kompassrichtungen der Gewässerquellen einmaßen. In der entsprechenden Richtung stellten wir für jede Quelle eine Glasschale auf den Kreis, in die wir in einem rituellen Akt das Quellgestein und das Quellwasser gaben.
Der Chor bestand zu diesem Zeitpunkt aus gut 30 Mitgliedern und sechs Solistinnen, die alle noch keine geomantischen Erfahrungen gesammelt hatten. Alle waren offen, sich auf das Quellen-Projekt einzulassen. Wir trafen uns alle vierzehn Tage, später wöchentlich, um unter der Leitung von Béatrice Mathez die von ihr komponierte -Chor-Aera-Graphie“ für die Quellen zu proben. Das Erarbeiten des Programms war für alle eine Herausforderung, denn es ging dabei um eine Verbindung von Singen und Bewegung im Raum. Die Probenarbeit, das Üben zu Hause, die Freude, der Frust, kurz, die intensive Auseinandersetzung mit der Musik hat aus unserer Sicht ebenso zum energetischen Geschehen beigetragen wie das Singen vor Ort selbst.

Kristallkompositionen
Chor-Aera-Graphie nach Béatrice Mathez ist ein ganzheitliches Kunstmodell, das über Form, Farbe, Musik und Bewegung erfahren und erlebt werden kann. Einerseits geht es dabei um die Grundformen des menschlichen Zusammenlebens, andererseits vertiefen sie auf liebevolle Weise die Beziehung des Menschen zur Natur.
In diesen Kompositionen überträgt Béatrice Mathez Gesetzmäßigkeiten wie Zahlen- und Schwingungsverhältnisse, archetypische Symbole, Polaritätsgesetze, architektonische- und Tanzformen etc. auf die sich bewegende, singende Klangskulptur des Chors. Die Ton- und Schrittfolgen sind einfach gehalten, die Motive und Rhythmen wiederholen sich. Das Element Farbe kommt durch das in einer Konzertsituation projizierte Licht und die Kleidung bzw. beim Singen in der Natur durch die Farben der Umgebung hinzu. Der Chor wird von Naturinstrumenten begleitet. Im Zentrum des Aufbaus steht eine Quarzklangschale als Resonator für die Quarzanteile im menschlichen Blut wie für die Quarze des Erdbodens.
Bei der Zuordnung von Farben oder Tönen etc. zu bestimmten Qualitäten bezieht sich Béatrice Mathez auf die Untersuchungen von Hans Cousto (-Die Oktave, das Urgesetz der Harmonie“) und die biologischen Grundlagen in der Cosmotherapie nach Dr. Dietrich Gümbel (-Heilen durch die Sinne“).
Die Chor-Aera-Graphie für die Quellen bestand aus fünf Stücken, die sich an die Interpretation von Eiskristallformen nach Masaru Emoto anlehnten. Für jedes der Stücke stellte sich der Chor nach einer bestimmten Kristall-Grundform auf:
1. Danke -Sechsstern,
2. Engel - Kreis,
3. Heilen - Rota (Rad), Pyramide (Dreieck),
4. Mater Terra - Lemniskate,
5. Liebe - Sechsstern.
Die Abfolge der fünf Kristallkomposi-tionen entspricht der inneren Entwicklung von der Bewusstwerdung (1) über die Anrufung (2), Heilung (3) bis hin zu Freude (4) und Liebe (5) und soll diesen Prozess beispielhaft erlebbar machen. Die Zahl 5 wird vom Pentagramm repräsentiert; sie steht für den Menschen.

Von den Bergen zu den Quellen
Für das Ritual des Besingens hatten wir drei Hügel in Basel ausgesucht: den Margarethenhügel, wo wir uns im November 2004 trafen, den Tüllingerhügel auf deutscher Seite, den wir im März 2005 besuchten, und die St. Chrischona, wo wir Ende Mai 2005 mit dem Chor sangen. Die drei Hügel sind mit der Legende der Heiligen Ursula verbunden, die mit ihren elftausend Jungfrauen in Basel landete. Drei davon blieben, Margarethe auf dem Margarethenhügel, Odilie oder Barbara auf dem Tüllingerhügel und Christina oder Katharina auf St. Chrischona. Auf jedem Hügel steht eine kleine Kirche mit Sichtverbindung zu den beiden anderen Hügeln, und die Legende sagt, dass die drei Frauen abends eine Kerze ins Fenster gestellt haben, um einander zu signalisieren, dass sie noch lebten. Die drei heiligen Frauen entsprechen den drei Aspekten der Göttin, der weißen Jungfraugöttin, der roten Göttin in ihrem Seinszustand und der schwarzen Göttin der Wandlung.
Unser Ritual verlief jedes Mal gleich: Wir legten fest, welche Stücke wir nun singen würden, maßen den Kreis des Chor-Holons und die Resonanzpunkte für die Quellen aus, legten die Quellsteine jeweils in eine Schale und gossen das Quellwasser hinzu. -Ich bringe das Wasser zu seinem Quellstein“ war ein Satz, der dabei laut gesprochen wurde, um die Verbindung mit dem Feld der Quellen einzugehen. Das Ausgießen des Wassers war immer ein sehr ergreifender Moment, auch die anderen Chormitglieder spürten, wie damit ein neuer Raum eröffnet wurde.
Nachdem auch die Klangschalen und Rhythmusinstrumente in der Mitte des Kreises platziert waren, begannen wir mit den Einstimmungsübungen. Dazu gehörte das Einsingen ebenso wie meditative Übungen für die Resonanz mit dem Landschaftsholon und seinen Gewässern, beispielsweise die Übung, vom Kosmos zur Erde hin einzuatmen und sich beim Ausatmen von der eigenen Mitte her über den Chor, den Ort bis zur gesamten Landschaft, die in das Besingen einbezogen war, auszudehnen. Auch während des Singens der Chor-Aera-Graphien blieben wir mental mit der Landschaft und den Gewässern verbunden.
Am Schluss stand nach einem meditativen Dank an den Ort und die Landschaft das Sich-Lösen aus dem Chor-Holon und Zurückkehren zur eigenen Mitte. Bevor wir das Quellwasser in den Schalen an den Ort übergaben, entnahmen wir noch jeweils eine Probe, die wir beim nächsten Mal wieder dem Wasser der jeweiligen Quelle zufügten. Die Proben aus dem Wasser des letzten Besingens wurden dann der Quelle selbst rituell zurückgegbeben.

Ein spannender Prozess
Das erste Besingen auf dem Margarethenhügel beeindruckte den Chor ganz außerordentlich. Fast jedes Chormitglied verabschiedete sich von uns mit einer Umarmung, einige mit Tränen. Ein paar Tage später landete in unserem Briefkasten eine Karte mit der Maria im Strahlenkranz, von allen unterschrieben, und einem kleinen Fläschchen, gefüllt mit Blattgold in -Wasser.
Das zweite Ritual auf dem Tüllingerhügel war weitaus schwieriger. Das lag zum Teil im Ort selbst begründet, der etwas zerstreuend wirkt. Es ist ein eher luftiger und feuriger Berg wie ein Drachenrücken. Einige Chormitglieder empfanden manche Übungen als -zu esoterisch“ oder manche Rituale als -zu stark“. Besonders für Menschen, die im kirchlichen Rahmen Rituale als schwierig oder gar manipulativ erlebt haben, können solche geomantisch-künstlerischen Herangehensweisen, die auch einen rituellen Charakter haben, problematisch sein. Die Auseinandersetzung über diese Themen und die aufkommenden persönlichen Ängste war aber sehr fruchtbar, und alle entschlossen sich dazu, noch ein drittes Mal auf diese Art im Freien zu singen. Bei dem folgenden Singen auf dem St.-Chrischona-Hügel hielten wir die Rituale etwas lockerer, so dass eine gelöstere Atmosphäre entstand.
Von Anfang an war klar, dass die Kristallkompositionen in einem Konzert vorgestellt werden sollten. Aus dieser Idee entstand eine Konzert-Trilogie zu Mariae Geburt am 8. September, deren mittlerer Teil aus unserem Chorkonzert bestand. Wir sangen in der Leonhardskirche, Basel, die eine beckenartige, mütterliche Architektur hat. Sie liegt geografisch etwa im Zentrum unserer drei Hügel, so dass unser Konzert als krönenden Abschluss einen stimmigen Ort hatte, in dem sich alle Aspekte der bisherigen Erfahrungen vereinten.
Auch vor dem Konzert stimmten wir uns auf den Ort ein, doch der Chor wollte sich ganz auf das Singen des anspruchsvollen Programms konzentrieren dürfen, ohne die Gewässer im Bewusstsein zu halten, und so übernahmen nur wir beide diesen Part. Es gab auch keine geomantische Installation in der Kirche, denn eine der Sängerinnen hätte sich dadurch in ihrem religiösen Empfinden verletzt gefühlt. Stattdessen bauten wir ganz im Stillen auf dem Kirchplatz zwischen drei Bäumen mit den Quellsteinen ein -Steinmännchen“, ein archaisches Symbol für die große Göttin, begossen es mit dem besungenen Quellwasser und verbanden es energetisch mit der Kirche. Damit gaben wir die Steine und das Wasser mit großem Dank der Natur zurück.
Das Konzert war für alle eine äußerst eindrucksvolle Erfahrung. Die Intensität der Vorbereitungen, die geomantischen Aktionen und das Konzert selbst empfanden manche Chormitglieder als beinahe -zu dicht“, so dass sich manche zunächst eine Pause vom Singen wünschten und einige wenige auch nicht mehr teilnehmen wollten. Es blieb jedoch ein großer Kern, der sich sehr miteinander und mit dieser Art zu singen verbunden fühlt.

Kunst und Geomantie
Kunst kann die Qualität eines Orts verbessern, unterstützen und festigen, sie wirkt auf den Menschen und auf den Ort. Musik ist Kunst in der Zeit, Bilder sind Kunst im Raum. Die Kunst in der Geomantie bestand in unserem Prozess darin, eine mental-räumliche Verbindung zwischen der Musik bzw. den Schwingungsbildern und den Menschen und der sie umgebenden Landschaft zu schaffen und damit die Intensität der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur noch zu potenzieren.
Die Schwingungszeichnungen, bekannt auch als -automatisches Zeichnen“ (nach Johanna Markl), stellten sich als ein äußerst wertvolles Werkzeug heraus, energetische Zustände schnell und unkompliziert darzustellen, auch in der Fernwahrnehmung. Als Erweiterung ergaben sich die Schwingungsbilder auf Seide. Eine Interpretation solcher Bilder ist immer persönlich. Für uns ist in den Bilderserien gut erkennbar, wie der energetische Prozess der Quellen von einem eher dumpfen Zustand über Bewegung, sogar Chaos, zu einer neuen Ruhe findet.
Während des Quellen-Besingens ließen wir uns jeweils von einem Geomanten bzw. einer Geomantin begleiten, die den Part der Supervision übernahmen - Dieter Bay und Sibylle Krähenbühl waren hier unsere Partner. Zur geomantischen Supervision gehörte auch die radiästhetische Untersuchung des Wassers vor und nach dem Besingen. Außerdem dokumentierten wir unsere Wahrnehmung von Veränderungen der Orts- und Raumqualität während des Besingens. Die unterschiedlichen Intensitäten, die an den verschiedenen Orten gemessen wurden, können freilich nicht ausschließlich mit dem Effekt des Besingens in Verbindung gebracht werden, sondern gehen auch auf die Ortseinflüsse zurück. Gerenell schien aber das Besingen einen Anstieg der Intensitäten zu bewirken, und das Wasser zeigte sich jedesmal als rechtsdrehend umpolarisiert.
Was hat die Chorarbeit nun insgesamt bewirkt? Es war nicht unsere Absicht, in einem kausalen Sinn eine bestimmte Wirkung zu erzielen; eine solche Haltung bedeutet Manipulation. Allein schon die Resonanz zwischen Menschen, Orten, der Landschaft und den Wesen, die wir wahrnehmen können, gibt einer solchen Arbeit ihren Wert. In dieser Resonanz liegt das Quentchen mehr, das über das rein Persönliche hinausgeht. Wenn Wasser tatsächlich ein Informationsträger ist, der sensibel für Bewusstseinsprozesse ist, wird es zumindest in der feinstofflichen Sphäre nicht ohne Wirkung bleiben, wenn ein Chor über einen Zeitraum von 18 Monaten die Gewässer einer Region auf unterschiedlichste Art mit der Information -Dank, Liebe, Heilen“ besingt. Doch bei der Bewertung dieser Wirkung sind wir sehr vorsichtig. Die Schwingungsbilder dokumentieren, dass etwas in Bewegung gekommen ist. Aber ist diese Bewegung im Sinn des Ganzen gut oder schlecht? Wir wissen es nicht. Mehr, als uns mit vollem Herzen auf das Experiment einzulassen, konnten wir nicht tun.
Eine weise, hellsichtige Frau aus Lissabon, der wir die Seidenbilder nach dem krönenden Abschlusskonzert schickten, sagte: -Es ist alles energetisch auf den Punkt gebracht, im Sinne von ‚zum Ursprung bringen‘. Ich erlebe dieses Bild wie ein Ur-Atom, aus dem alles Leben entstehen kann. Das Bild enthält alles an Struktur, was sich an Lebensformen ereignen kann. Ihr seid also den Dingen auf den Grund gegangen, in die Urform zurück.“ So hoffen wir, dass unsere Arbeit fruchtbar war. +

Das Chor-Konzert wurde life aufgenommen. Die CD kann bei den Autoren für 15,00 Euro zuzüglich Versandspesen bestellt werden. Kontakt: p.hadorn@datacomm.ch, Tel. +41 (061) 4112972.