Feldveränderung mit traditionellen Methoden

Teil2: Die schützende Wirkung von Holz

von Hartmut Lüdeling erschienen in Hagia Chora 22/2005

"Abschirmung" oder "Entstörung" sind Reizwörter in der Radiästhesie. Konventionelle Wissenschaftler halten die Wirkung geologischer Gegebenheiten für zu schwach, als dass sie einem Organismus etwas anhaben könnten. Andere aber meinen, gerade niedrig dosierte Strahlung sei biologisch wirksam, man solle -Störzonen“ konsequent ausweichen, und wer behaupte, er könne sie entstören, gefährde die Gesundheit anderer.

-Abschirmung“ oder -Entstörung“ sind Reizwörter in der Radiästhesie. Konventionelle Wissenschaftler halten die Wirkung geologischer Gegebenheiten für zu schwach, als dass sie einem Organismus etwas anhaben könnten. Andere aber meinen, gerade niedrig dosierte Strahlung sei biologisch wirksam, man solle -Störzonen“ konsequent ausweichen, und wer behaupte, er könne sie entstören, gefährde die Gesundheit anderer. Beobachtungen an alten Bauwerken und intuitive wie messtechnische Vorgehensweisen heutiger Radiästheten deuten allerdings darauf hin, dass es doch gewisse Formen der -Feldveränderung“ - wie wir anstelle von -Entstörung“ besser sagen sollten - zu geben scheint. Hartmut Lüdeling stellt in seiner Beitragsfolge traditionelle Methoden der Feldveränderung vor, hier den Umgang mit Holz.

Die Zeiten, als Freiherr von Pohl überzeugend die Zusammenhänge zwischen -Erdstrahlung und Krebsgeschehen“ darlegte (1929), sind lange vergangen. Die Siedlungen waren damals überwiegend von einem Restbestand traditionell errichteter Gebäude geprägt. Die -dritte Haut“ der Menschen wurde aus Naturstein, Lehm und Holz gebildet. Glas, Stahlbeton und Metalle standen erst am Beginn ihrer Materialkarrieren; Produkte aus hochpolymeren Kunststoffen waren unbekannt, und der Elektrosmog spielte noch keine Rolle. Die -Pohlschen Erdstrahlen“ beeinflussten die Siedlungsqualität in früheren Zeiten wohl wesentlich mehr als heute.
Wenn man davon ausgeht, dass die alten Baumeister um das Geheimnis des guten Platzes wussten, scheint es nahezuliegen, dass sich an oder in den alten Gebäuden Hinweise befinden, die auf diese Erdstrahlen hindeuten.

Das Rathaus in Schwalenberg
Zwischen Weser und Teutoburger Wald in Ostwestfalen liegt das ehemalige Fürstentum Lippe, bis 1947 ein selbständiger Staat innerhalb Deutschlands. In diesem Landstrich sind zahlreiche Fachwerkbauten aus der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg erhalten. Besonders eindrucksvoll ist das historische Rathaus von Schwalenberg, dessen Kern aus dem Jahr 1579 stammt. Wie in der Region üblich, weisen die Querriegel zwischen Balkenköpfen der Geschoßdecken diagonale Schnitzmuster auf, die an unseren Buchsbaumzweig (siehe vorige Ausgabe) erinnern. Die Ursprünge dieses Musters reichen zurück bis in prähistorische Zeiten. Gemeinhin werden ihm unheilabwehrende (apotrophäische) Bedeutungen zugeschrieben. Wir vermuten, dass erdgebundene Strahlungszonen durch diese Muster harmonisiert werden können. Nähere Aufschlüsse erwarten wir von einer Exkursion nach Schwalenberg.
Während der ersten Begehung vor dem Rathaus entdeckten wir auf der mit Kopfsteinen gepflasterten Straße das Feld eines unterirdischen Wasserlaufs, der vom Burgberg kommend das Gebäude unterströmt. Mit der H3-Antenne ließen sich gut die Feldverteilung, die für geologische Anomalien typische Schrägstrahlung, Intensität, Einfallsrichtung und Polarisation detektieren. Als wir die Mittelachse der Ader näher zum Haus hin verfolgten, mussten wir dicht vor der Außenwand feststellen, dass die Strahlungszone dort abrupt zu enden scheint. Die Kontrolle zeigte, dass das Strahlungsfeld nicht das Innere des Gebäudes erreicht.
Als wir die Fassade an der fraglichen Stelle näher untersuchten, fiel uns eine viereckige Brüstungstafel auf. Sie zeigt einen veredelten Baum mit roten Äpfeln, der von einem feuerspeienden Drachen auf seiner linken Seite angegriffen und von einem doppelschwänzigem Löwen mit Krone zu seiner Rechten verteidigt wird. Die Allegorie dieser Darstellung ist auf den ersten Blick klar. Die ordnende Staatsmacht verteidigt die Früchte des Gemeinwesens gegen die üblen Mächte. Es handelt sich ja schließlich hier um ein Rathaus, und die Darstellung wird ergänzt mit mehreren Inschriften ähnlicher Intention. Auf einer weiteren Brüstungstafel erinnert Justitia als Engel an die alles ordnende Gerechtigkeit. Doch als wir feststellten, dass die Mittelachse unserer Ader fast genau auf die Baumdarstellung trifft, sahen wir diese Tafel mit anderen Augen. Was Kunsthistoriker und Archäologen mit -apotrophäisch“ beschreiben, verändert offenbar auch radiästhetisch erkennbare Felder. Vielleicht sind sie wesensgleich: das von unseren Vorfahren gefürchtete Einfallstor unheilbringender Mächte und radiästhetische Strahlungszonen?
Hat nun das Holzrelief mit seiner Symbolik auf der Brüstung die Wasserader entstört? Unsere Prüfung ergab -nein“ und ließ uns eher an einen Warnhinweis der Zimmerleute des 16. Jahrhunderts denken. Im Lauf der weiteren Untersuchung entdeckten wir vor der südlichen Gebäude-ecke auf der Straße eine ovale Feldstruktur mit den klassischen H3-Werten für Wasseradern (jedoch kapazitiv in inverser Anordnung). Sie entpuppte sich bei dreidimensionaler Untersuchung als trichterförmige Abstrahlung aus dem speienden Maul eines fratzenhaften Gesichts am Kopfende des Gehrungsbalkens. Erneut deckte sich das sichtbare Symbol mit dem radiästhetischen Phänomen.

Geheimnissvolle Siebensterne
Interessant ist, dass bei diesem Gebäude die sonst übliche Eckabstrahlung des Wasser-adereinflusses fehlt. Es scheint möglich, dass die Holzkonstruktion die Strahlung so leitet, dass sie nur gebündelt durch das Maul der Konsolfratze austritt.
Jetzt hatten wir einen Ansatz für die Wirkweise dieser Feldveränderung. Die fratzenhafte Groteske ist das Zopfende eines Stichbalkens der Erdgeschoßdecke. Dieser Stichbalken ist mit den Querriegeln und den Tragbalken der Decke verzapft. Da Holz über seine Kapillaren in Wuchsrichtung sehr gute informationsleitende Eigenschaften aufweist, kann eine an anderer Stelle eingespeiste Strahlung dorthin übertragen werden. Die Frage lautete nun, wie gelangt die Strahlung in die Holzbalken?
Zurück an der gemuteten Wasserader rechts neben dem Eingang suchten wir mit der H3-Antenne, aufgesetzter Peilspitze und dem Yin-Yang-Schalter, wo sich ein sogenannter Aufnahmepunkt für die Wasseraderstrahlung befindet. Für die Detektierung hat sich dafür der H3-Wert 7,70 kapazitiv links in Stellung -Yin“ bewährt (Absaugung negativer Energien). Durch Peilung konnten wir den Auftrittsbereich der Wasserader auf der Fassade Meter für Meter sorgfältig abtasten. Unterhalb der verzierten Querriegel erwarteten uns deutliche Reaktionen an zwei roten Sternen und in der Mitte der linken Fächerrosette. Jetzt erst beschäftigten wir uns mit diesen Sternen genauer. Es sind Siebensterne! Sogar die sternenartige Ritzung in der Mitte der Fächerrosette weist sieben Strahlen auf. Mancher Leser mag nun unangenehme Assoziationen mit dem als magisch geltenden Siebenstern verbinden, aber in der radiästhetischen Praxis sind metaphysische Verkoppelungen nicht ungewöhnlich. Der tiefliegende Symbolgehalt der Sieben manifestiert sich offenbar im Siebenstern und gleichzeitig in dem H3-Wert 7,70. Zur Sicherheit haben wir bei Gelegenheit diese Wirkweise an einem verkleinerten Modell laborhaft nachgeprüft und ein eindrucksvolles Abstrahlungsmuster des Siebensterns festgestellt.
Dass an dieser Stelle des Rathauses die Siebensterne angebracht sind, gibt übrigens auch den Kunsthistorikern Rätsel auf. Erklärlicher wäre allemal die Verwendung des achteckigen Sterns aus dem Schwalenberger Stadtwappen.

Wie man sich bettet, so liegt man.
In Detmold, der alten Residenzhauptstadt des Fürstentums Lippe, kann man ein eindrucksvoll gestaltetes Freilichtmuseum besichtigen. Hier findet das bäuerliche Siedeln vergangener Jahrhunderte ein letztes Refugium. Freilich haben die dort ausgestellten Fachwerkgebäude ursprünglich nicht dort gestanden, sondern sind aus dem ganzen westfälischen Siedlungsraum zusammengetragen worden.
Das Haupthaus des Osnabrücker Hofs ist so gestaltet, dass man auch ohne die sonst üblichen Glasabsperrungen das innere Mobiliar aus nächster Nähe bewundern und ausprobieren kann. Das Himmelbett der Bauernfamilie lädt direkt zum Testen ein. Wir wissen zwar nicht, ob es ursprünglich auf einem guten Platz gestanden hat, aber ein kurzer Schnelltest mit der H3-Antenne zeigte, dass man nun darin sehr erholsam schlafen könnte.
Am Kopfende befinden sich drei stilisierte swastikaänliche Verzierungen (linksrotierend, wirkt beruhigend). Wir konnten aber kaum glauben, welche Überraschung die Kassettendecke des Betthimmels bereithielt: einen zweifachen Siebenstern!
Auch an dieser Schnitzerei konnten wir die gleichen -absaugenden“ neutralisierenden Eigenschaften wie beim Schwalenberger Rathaus entdecken. Doch was sollte hier abgesaugt werden, das Strahlungsfeld einer Wasserader? Da sich der Stern mitten über der Schlafstelle befindet, würde so eine Strahlungszone vor ihrer Neutralisierung die Schlafenden belasten, und damit muss diese Theorie ausscheiden.
Wesentlich schlüssiger scheint uns, dass dieser Siebenstern ganz andere Strahlungsfelder absaugt, nämlich die in der nächtlichen Ruhephase ausgestrahlten Eigenfelder der Schlafenden. Da sich die reinigenden Qualitäten des Siebensterns auf Belastungsfaktoren beschränken, kann man beruhigt die Nacht dort verbringen. In diesem Bett wird man die Sorgen und Nöte los, die man geistig nachts dorthin einschleppt. Offenbar war unseren Vorfahren schon das Problem der -Störbeziehungen“ bekannt (vgl. dazu -Das Wesen erkennen“ in Hagia Chora 18), die wesentlich die nächtlichen Belastungen bilden.
Interessant ist, dass der Absaugungseffekt deutlich ausgeprägter ist, wenn die Siebensterne in das Holz geschnitzt werden. Hier spielt offenbar eine Rolle, dass das Muster des Sterns erhaben über den umgebenden Flächen steht. An den Kanten liegen somit die Fasern des Holzes frei und ermöglichen den Eintritt der Strahlungen. Der Funktechniker denkt jetzt wahrscheinlich schon an eine Planarantenne …
Die Eigenschaft des Holzes, wie ein Lichtleiter Strahlungen zu transportieren, machen sich auch in neuerer Zeit wieder aufmerksame Tischler zunutze. Werden beim Bettenbau die verwendeten Hölzer so eingesetzt, dass diese leitenden Eigenschaften ausgenutzt werden können, kann sogar ein Abschirmungseffekt erzielt werden. Versuche und längere Praxistests haben gezeigt, dass mit der einfachen Konstruktion eines Einlegerahmens der nächtlichen Neubildung von Störzonen vorgebeugt werden kann.

Polarisierte Hölzer
Bei dem umseitig abgebildeten Bettrahmen werden die Hölzer entsprechend ihrer Wuchsrichtung so verbaut, dass jeweils ein Kronenende des einen Holzes an das Wurzelende des nächsten anschließt. Wichtig dabei ist die sorgfältige Ausführung der Eckverbindungen, die zumindest eine Überplattung oder Verzapfung enthalten müssen und keinesfalls verleimt werden dürfen. Da die Wuchsrichtung der gehobelten Leisten meistens nur von Fachleuten zu erkennen ist, helfen sich die Radiästheten mit der H3-Antenne und aufgesetztem Yin-Yang-Schalter. Dieser wird an den Leisten Reaktionen in Stellung -Yin“ zeigen, wenn das zur Wurzel zeigende Ende untersucht wird, und umgekehrt mit -Yang“, wenn es sich um das Kronenende handelt.
Besser, allerdings auch wesentlich aufwendiger, ist die Herstellung von vollständig nach diesem Prinzip gestalteten Betten. Tischlereien, die sich dieser Aufgabe widmen, beachten auch das wohltuende Geheimnis des letzten Schliffs, mit dem hochwertige Naturharzöle dann, von innen aus gesehen, gegen den Uhrzeigersinn in das Holz eingerieben und einpoliert werden. In diesen Betten baut sich der gespeicherter Stress ab; Sorgen und Nöte lösen sich auf. So wird der meist deutliche Preisunterschied zu Produktionen von Möbeldiscountern schnell vergessen sein und durch ein deutliches Mehr an Lebensfreude und Leistungsfähigkeit ersetzt.