Unsichtbare Schwelle

Gibt es einen radiästhetischen Schutz vor alten Bauernhöfen?

von Helmuth Seidl erschienen in Hagia Chora 22/2005

Bei einem mehrere hundert Jahre alten Bauernhof hat man oft den Eindruck, er sei hier von selbst aus dem Boden gewachsen. Der Architekt Helmuth Seidl ging in Österreich den Geheimnissen der ländlichen Baumeister nach.

Zufällig bin ich bei meiner Arbeit auf Bauernhöfen auf ein Phänomen gestoßen: Vor den Hauseingängen befanden sich immer sogenannte Wasseradern in einer ähnlichen Lage. Da ich nicht an Zufälle glaube, begann ich, diesem Phänomen zielgerichtet nachzugehen. In diesem Beitrag stelle ich meine Untersuchungen darüber zur Diskussion. In der Literatur konnte ich zu einem solchen Phänomen noch keine Hinweise finden. Umso größer ist meine Neugier und mein Wunsch, mich mit meiner Wahrnehmung einer Diskussion mit Radiästheten und Geomanten zu stellen.
Im Bereich von Sakralbauten sind Reaktionszonen ausreichend untersucht und dokumentiert (z.B. bei Jörg Purner). Doch fanden womöglich die an sakralen Bauwerken verwendeten Methoden auch im Profanbau, insbesondere auf Bauernhöfen Anwendung? Ich denke, die Bearbeitung dieses Themas ist einer genaueren Betrachtung würdig und kann zu einem besseren Verständnis des traditionellen bäuerlichen Lebens beitragen.

Wussten die Alten mehr?
In den bäuerlichen Traditionen hat sich das Wissen um die Auswirkung von Wasseradern wohl am längsten gehalten. Die Alten wussten, dass eine Kuh auf einem gestörten Platz weniger Milch gab. Leider ist die praktische Anwendung dieses alten Erfahrungswissens weitgehend in Vergessenheit geraten. In letzter Zeit scheint es aber zu einer Art Renaissance zu kommen. Ich bemerke dies an zunehmenden Anfragen für Schlafplatzuntersuchungen.
Bei vielen Gesprächen musste ich leider feststellen, dass die jüngeren bäuerlichen Generationen über den Verlauf und die Wirkungsweise von Reaktionszonen auf dem eigenen Hof kaum etwas wissen. Die -Jungen“ beherrschen das Handwerk des Rutengehens nicht mehr, und auch das Wissen über Mythen rund um das Thema -Schutzpflanzen“ wie Buchsbaum, Mistel und Holunder ist kaum mehr vorhanden.
Mittlerweile wird das Thema der -Reizzonen“ auch von den Naturwissenschaften aufgegriffen. Sogenannte geopathogene Zonen finden als nicht zu vernachlässigende Stressfaktoren in der Medizin zunehmend Anerkennung. Neuere Studien, wie beispielsweise die 2002/03 nach strengen wissenschaftlichen Standards vom Europäischen Zentrum für Umweltmedizin EZU und von der Universität Salzburg, Institut für Grund- und Grenzfragen der Medizin, durchgeführten Untersuchungen (siehe Hagia Chora Ausgabe 18, Seite 51) legen nahe, dass das Immunsystem des Menschen auf Störzonen mit Stresssymptomen reagiert.

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