Frieden finden

Der Park der Ruhe und der Kraft auf dem Wiener Zentralfriedhof

von Christof Riccabona erschienen in Hagia Chora 22/2005

Schon seit 1999 existiert in Wien ein besonderer geomantisch gestalteter Ort: Der Park der Ruhe und der Kraft im Zentralfriedhof. Viele Menschen kommen täglich hierher, um sich zu besinnen.

Als Architekt hatte ich mich bereits seit längerer Zeit im privaten Kreis mit Radiästhesie beschäftigt. Auch bei meiner Lehrtätigkeit an der Abendschule für Hochbau für Berufstätige an der Camillo-Sitte-Lehranstalt in Wien wurde ich häufig von Schülern mit Fragen konfrontiert, die von ihren Auftraggebern auf eine geomantische Planung angesprochen wurden. So veranstaltete ich im Rahmen der Abendschule Radiästhesiekurse, die auch großen Anklang fanden.
Als mich der damalige Leiter der Magistratsabteilung für Städtische -Friedhöfe, Helmut Johannides, im Jahr 1997 auf die Gestaltung eines Sektors des Wiener Zentralfriedhofs als Park und Erholungsplatz ansprach und auch anregte, dort Werke der Städtischen -Steinmetzwerkstätte auszustellen, war für mich klar, dass ich diesen Platz nach seinen radiästhetischen Qualitäten aussuchen und gestalten würde. Bei den Mutungen unterstützten mich mein Sohn Markus und Frau Gerlinde Stich, eine Geomantin, Künstlerin und Magistratsbeamtin, die bereits einschlägige Erfahrungen aufweisen konnte.

Fünf Baumplätze
Für den Park standen vier Flächen auf dem Wiener Zentralfriedhof zur Disposition, bei denen nur an den Rändern Grabstätten lagen. Ansonsten waren es baumbestandene Wiesen, wo alte Gräber aufgelassen worden waren. Eine der Flächen eignete sich hervorragend für den geplanten Zweck, denn hier fanden wir fünf Baumgruppen: je eine mit einem, zwei, drei, vier und fünf Bäumen. Vielleicht sind sie von einer früher wohl dichteren Bepflanzung übrig geblieben oder sogar wild aufgegangen. Die Mutungen ergaben, dass diese Bäume nicht von ungefähr dort stehen, sondern -Kraftlinien“ markieren, die das ganze Friedhofsareal durchziehen. Unsere Aufgabe schien es nun zu sein, diese Strukturen sichtbar zu machen und durch Steinsetzungen und Bepflanzung zu verstärken oder zu unterstreichen.

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