Das gantze Eyland ein paradis
"Das gantze Eyland mus ein paradis werden!" - das berühmte Zitat von Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-79), Stadtplaner und Geomant sowie Statthalter des Großen Kurfürsten in Kleve, Berlin und Potsdam, war für eine Potsdamer
Potsdam, die Landeshauptstadt Brandenburgs, ist umgeben von einer rund 300 Jahre alten Kulturlandschaft mit der größten Dichte an Schlössern und Parkanlagen in Deutschland. Zwischen Wannsee und Werder, Fahrland und Ferch erstreckt sich das größte Weltkulturerbe-gebiet der UNESCO. Jährlich kommen sechs Millionen Besucher nach Sanssouci oder Babelsberg, verzückt durch den einzigartigen harmonischen Zusammenklang von Natur und Kultur. Das Gehen und Schauen in der Landschaft wirkt erholsam und ausgleichend. Es scheint, ein Urmuster in unserer Seele wird hier berührt, das durch diese Landschaft in idealer Weise verkörpert wird. Es ist das "preußische Arkadien" als Abbild einer idealen Landschaft, inspiriert von Italien und Griechenland, aufleuchtend in einer durch die Eiszeit geformten Landschaft, Bild einer besseren und schöneren Welt. Zugleich ist Potsdam eine Stadt, in der Menschen tagtäglich leben und arbeiten, eine Stadt, die von derzeitigen Entwicklungsproblemen genauso betroffen ist wie andere Kommunen auch. Kann die Entwicklungsplanung der Stadt aus der anhaltenden Erfolgsgeschichte der Kulturlandschaft, in deren Herzen sie liegt, noch mehr lernen?
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