Radiästhesie und Musik
Wenn Musik unter die Haut geht
Musik war immer ein magisches Medium. Großartig geschöpfte Musik kann in einen Menschen hineingreifen und tief Verborgenes hervorholen, wie keine andere Kraft. Der Radiästhesie-Exeperte Eike Hensch lauscht als Mitglied eines Ensembles für Alte Musik dem Geheimnis jener Kräfte auch mit seinen radiästhetischen Instrumenten mit großer Virtuosität nach.

Radiästhesie und Musik
Mancher denkt beim Thema Radiästhesie und Musik an die schlechte Hörsamkeit von Räumen und Konzertsälen durch linkszirkular abstrahlende Wasseradern. Dieses Phänomen lässt sich tatsächlich beobachten, doch im Folgenden möchte ich bemerkenswerte, auf geistiger Ebene wirkende Themen ansprechen. Wer den Umgang mit der H3-Antenne oder der Lecherantenne beherrscht, wird bald bemerken, dass viele Dinge in unserem Umfeld eine geistige Handschrift haben. Das kann ein bedeutsames Gebäude sein, wenn dem Architekten ein entsprechendes geistiges Potenzial gegeben war. So ist es auch in der Musik, wenn hinter einer Komposition ein großer Mensch stand, der aufgrund seines Gedankenpotenzials mit seiner Musik noch lange nach seinem Tod Konzertsäle und Kirchen füllt. Meine radiästhetischen Untersuchungen an Werken der Komponisten Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Gustav Mahler haben ergeben, dass bestimmte Teile von Partituren radiästhetisch erfassbare Schwingungen im biokybernetischen Bereich erzeugen, d. h. sie wirken unmittelbar sowohl auf die körperliche wie auf die seelisch- geistige Ebene des Menschen ein. Mit der Lecher- oder der H3-Antenne sind entsprechende Reaktionen feststellbar, sowohl wenn man die Rute über eine bestimmte Partiturstelle bewegt als auch beim Hören der Musik im Konzert oder als Aufnahme.
Heinrich Schütz
Erstes Beispiel ist das vierstimmige Magnifi- cat von Heinrich Schütz (1585-1672). Hier beginn der Diskant (die höchste bzw. Sopranstimme) um eine Viertelnote verspätet. Der Musikdozent Peter Thalmeier verglich diese Geste mit der Situation, in der ein Ehepaar einer Kleinstadt wenige Sekunden vor Beginn der Veranstaltung in den Konzertsaal tritt, um für einen kurzen Moment alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Untersuchen wir dieses Werk radiästhetisch, finden wir genau erfassbare kapazitive Schwingungen, die mehr als nur phonetische Ausdruckskraft oder Klangsprache im Sinne Nikolaus Harnoncourts sind. Der Begriff "kapazitiv" ist aus der Elektrotechnik entlehnt und bezeichnet dort ein durch Strom erzeugtes elektrisches Feld. Durch den Strom entsteht um die Leitung herum ein induktives Magnetfeld. In der psychodynamischen Radiästhesie (nach Lüdeling), die über die Untersuchung elektromagnetischer Phänomene hinausgeht, verwendet man die Begriffe induktiv und kapazitiv im übertragenen Sinn. Auch bei den Menschen gibt es "Kapazitäten" und "Hinterherläufer". Etwas Kapazitives ist in diesem Verständnis ein geistig erzeugtes Feld, das konstant bleibt, d. h. nicht mit der Zeit schwächer zu werden scheint, während induktive Felder Folgeerscheinungen darstellen. Zur Beurteilung der Qualität solcher kapazitiver, also geistiger Wirkungen, eignet sich die Skala der Lecher- und der H3- Antenne, deren Werte nicht nur natürlichen Phänomenen, sondern auch verschiedenen geistigen Zuständen zugeordnet sind. Der Theologe und Radiästhet Candi sagt: "In der Radiästhesie begegnen sich Geist und Materie." Genau um diese Begegnung geht es mir, wenn ich über die Wirkung von Musik spreche. Ich meine weder rein ästhetische oder akustische Wirkungen, sondern ich meine die Ebene der Musik, die unter die Haut geht, die einem bei einem kühnen Klang eine Gänsehaut über den Rücken jagt oder unwillkürlich Gefühle von Glück oder Traurigkeit hervorrufen kann. Solche Wirkungen erfassen den Menschen als Ganzes, und etwas Ganzheitliches ist eben nicht mit den reduktionistischen Methoden der Wissenschaft messbar oder einzuordnen. Wir können mit radiästhetischen Werkzeugen eine Meta-Ebene betreten, die uns differenzierte Aussagen über die jeweilige Qualität dieser ganzheitlichen Wirkung der Musik erlaubt. Wenn durch höhere Gewalt die Mächtigen vom Stuhl purzeln, wie es im Magnificat in den Takten 87 bis 91 heißt, reagiert auch die H3-Antenne in der Partitur entsprechend (LA/H3 7,4 cm, "Risse, Zerstörung"). Die biokybernetische Wirkung der Passage "und erhöhet die Niedrigen" (Takt 92 ff.) ist der geomantischen Wirkung von Höhenzügen und Bergen vergleichbar. Diese sind Entstehungszonen rechtszirkular geomantischer Zonen, die die Landschaftsregion gut und göttlich beeinflussen (LA/ H3 5,35 cm). An anderer Stelle finden wir im Magnificat eine leere Quinte, also einen Schlussakkord ohne füllende Terz, wie auch alle Schlussakkorde des Requiems von Mozart diese leere Quinte aufweisen. Bei Heinrich Schütz ist dieser leere Schlussakkord bezeichnenderweise auf die Silbe "leer" komponiert. Wenn dann gegen Ende der Vater Abraham in homophoner Klangsprache in Erscheinung tritt, wirkt dies wie ein Leuchtturm im Meer und strahlt zugleich Lebenskraft ab (LA/H3 6,9 cm).
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