Der Radiästhesie auf der Spur

Weltweit wird über die Standortempfindlichkeit des Menschen geforscht

von Alexander P. Dubrov erschienen in Hagia Chora 18/2004

Der Radiästhesie auf der Spur
Der russische Biophysiker Alexander P. Dubrov trägt Informationen über radiästhetische Fors chungen aus aller Welt zusammen. Für uns bes onders interessant ist sein Zugang zur Praxis und zur Forschung in Russland und anderen östl ichen Ländern, wo die Radiästhesie auf viel breiterer Ebene Akzeptanz gefunden hat als im deutschen Sprachraum. Die Vielzahl der Quell en, die Dubrov heranzieht, macht einerseits eine differenzierte Würdigung ihrer Stichhalt igkeit kaum möglich, zumal es sich meist um russische Veröffentlichungen handelt. Anderers eits bietet sein Beitrag wertvolle Anregungen, sich mit den internationalen Arbeiten zum Themenkreis der Radiästhesie auseinander zu setzen. Die Forschung ergibt tatsächlich alles andere als ein homogenes Bild - wie dies auch die übrigen Beiträge in diesem Focus-Teil von Hagia Chora zeigen. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb sich derzeit in Deutschland, anders als in Russland, Polen, England, Österreich und Schweden, kaum jemand an die komplexe Thematik heranwagen will?

Eingangs möchte ich betonen, dass ich mich in diesem Aufsatz ausschließlich auf die Arbeit von sorgfältig ausgewählten und begabten Rutengängern beziehe, die in ihrem Bereich auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Leider haben Kurzlehrgänge für Radiästhesie, zweifelhafte populärwissenschaftliche Veröffentlichungen und inkompetente "Experten" in den letzten Jahren dazu beigetragen, diesen wichtigen Forschungsbereich in Misskredit zu bringen. Dabei zeigen alle seriösen Untersuchungen des Wünschelrutenphänomens, dass professionell ausgebildete Rutengänger in ihrer Arbeit tatsächlich ernstzunehmende Erfolge erzielen.1 Die menschliche Fähigkeit zum Wünschelrutengehen bleibt ein rätselhaftes Phänomen der Biophysik. Qualifizierte Forscher aus Physik, Geologie, Geophysik, Biophysik und Medizin haben jedoch substanzielle Ansätze zur Enschlüsselung dieses Phänomens entwickelt.2-9 Ihre Auswertungen deuten darauf hin, dass der Wünschelruteneffekt auf der extremen Empfindlichkeit des menschlichen Organismus beruht Er reagiert auf geophysikalische und kosmische Felder, auf Strahlungen und auf deren Gradienten, ungeachtet des Spannungsfeldniveaus und der Art der ankommenden Signale. Die extreme Empfindlichkeit des Menschen gegenüber schwachen und ultraschwachen Feldern und Strahlungen wurde von Hans Berckhemer, Professor am Institut für Meteorologie und Geophysik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universtität in Frankfurt, treffend beschrieben: "Vieles spricht dafür, dass der Mensch als komplexes biologisches System im sensibilisierten Zustand kleinste Veränderungen von Feldgrößen bekannter und noch nicht näher identifizierter Art simultan nach einem vielleicht noch latent und rudimentär aus frühen Evolutionsphasen erhaltenen Verhaltensmuster zu verarbeiten vermag. Wie sonst wären die unglaublichen Orientierungsleistungen der Zugvögel zu verstehen oder das kaum abstreitbare anormale Tierverhalten bei Erdbeben?"10 Im Hinblick auf die Radiästhesie beschreibt dies einen wichtigen biophysikalischen Aspekt des Menschen.
Die menschliche Begabung zum Rutengehen wird zugleich aber auch den paranormalen Eigenschaften zugeordnet, der Fähigkeit zur übersinnlichen Wahrnehmung, für die es bis heute keine Erklärung nach den Gesetzen der klassischen Physik gibt. Das Fehlen einer solchen Erklärung hält die meisten orthodoxen Wissenschaftler davon ab, Radiästhesie als wissenschaftliche Disziplin zu verstehen. Es wurden bereits ernsthafte Versuche unternommen, diese seltenen menschlichen Fähigkeiten wissenschaftlich auszulegen und sie basierend auf den Grundlagen und Gesetzen der Quantenphysik zu erklären.11 Die bekannten "übersinnlichen" Fähigkeiten des Menschen deuten auf neue, das bestehende Wissen übersteigende Aspekte hin, besonders im Bereich der Psychologie in Bezug auf die Rolle des Geistes, des Unterbewussten, der Intuition und unserer Beziehung zur Außenwelt.12

Fernmutungen
Die paranormalen Aspekte der Radiästhesie werden beim Fernmuten besonders anschaulich. Dabei leitet der Rutengänger Informationen über den Ort eines entfernten Objekts (Wasseradern, Öl- oder Mineralvorkommen etc.) aus einer geographischen Karte ab. Dies wird ausführlich von Professor Alexander I. Pluzhnikov (Forschungsleiter der Moskauer Firma "Geoleptoniker") beschrieben, einem bekannten russischen Radiästhesie-Spezialisten, der seine eigene Schule entwickelt und viele Anhänger hat.13 Joe McMoneagle, der bekannte Remote-Viewing- Fachmann, beschreibt ähnliche Techniken in seiner Monographie.14 Ein Beispiel für die Anwendung von Fernmutungen sind die Forschungsarbeiten des Meeres-Hydrographen Kapitän Rostislav A. Dubovik. Er ist derzeit als Hydrograph am Institut für Nautik und Ozeanographie in Moskau tätig. Kapitän Dubovik setzte verschiedene radiästhetische Methoden ein (Fernwahrnehmung und Simulation), um Strömungskarten des Oberflächenwassers für den Nord-Atlantik, Teile des Pazifiks und das Ochotskische Meer zu konstruieren. Er zeichnete die Strudel und ihre Tiefen, die vertikalen Temperaturgradienten und andere Indizes in die Karten ein. Die Daten, die dabei durch radiästhetische Methoden erfasst wurden, entsprachen ziemlich genau den Daten von offiziellen hydrologischen Quellen, Satellitenbildern und direkten ozeanographischen Messungen.15 Das Phänomen der Fernwahrnehmung deutet darauf hin, dass der Mensch in der Lage ist, allein aufgrund seiner paranormalen Fähigkeiten Informationen über die Außenwelt zu ermitteln. In diesem Sinn sollte Radiästhesie als eine vielfältig einsetzbare Methode, mit der verschiedenste Informationen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge ermittelt werden können, verstanden werden. Alexander G. Parkhomov, ein bedeutender russischer Physiker und Spezialist für den Bereich übersinnlicher Fähigkeiten am Moskauer Institut für Physik und Technologie, sagt dazu: "Durch Radiästhesie ist es möglich, die Lücke zwischen Verstand und Unterbewusstsein zu überwinden, wodurch sich für den Menschen das Tor in die Welt der übersinnlichen Wahrnehmung öffnet."16

Physikalische Theorien
Auf der Suche nach den physikalischen Grundlagen der Radiästhesie sollten die Arbeiten von Vincent Reddish, Professor Emeritus für Astronomie an der Universität Edinburgh, aufgeführt werden. Reddish untersuchte mit seinem Team über Jahre das Wünschelrutenphänomen in Bezug auf Interferenzerscheinungen.17 Er hatte beobachtet, dass sich radiästhetisch feststellbare Interferenzlinien ergeben, wenn man ein Rohr z. B. unter einer Hochspannungsleitung platziert. Die Forscher kamen zu den folgenden Feststellungen:
- Ein radiästhetisches Feld hat Wellencharakter, es ist jedoch kein elektromagnetisches Feld.
- Die räumliche Verteilung der Interferenzlinien ändert sich im Lauf eines Jahres - der Abstand zwischen den Linien steigt im April stark an und nimmt Ende November rapide ab, und im März kommt es zu einem isolierten Maximum. Dies weist darauf hin, dass dieses Phänomen mit kosmischen Faktoren und der Bewegung der Erde im Weltraum zusammenhängt.
- Angesichts der Veränderungen im Interferenzmuster kann angenommen werden, dass der Rutengänger verschiedenen Arten von Feldern gleichzeitig ausgesetzt ist. Des weiteren beobachteten die Forscher ein eigenartiges Hysterese-Phänomen (Hysterese = griech. "Nachbleiben"), nämlich dass die Interferenzlinien nach Entfernen des Rohrs erst nach einigen Minuten verschwanden. Dieses Phänomen könnte durch die Theorie von Yuri V. Volkov erklärt werden, einem russischen Physiker, der Grundlagenforschung am Informatik-Zentrum der Universität Moskau betreibt. Seine Theorie behandelt die Existenz von "Phasen- und Kraftwellen in einem pulsierenden Raum".18, 19 Eine Erklärung kann man auch in der Theorie des deutschen Wissenschaftlers Hartmut Müller aus Erfurt finden, die die Rolle der stehenden Gravitationswellen im Weltraum als Basis aller physikalischen Prozesse der lebendigen und toten Materie betrachtet.20 Alexander Parkhomov stellt die Hypothese auf, dass das Rutengehen bei der Erkundung von Erzablagerungen, unterirdischen Wasseradern und verschiedenen technischen Leitungen auf einem physikalischen Mechanismus beruht.16 Er glaubt, dass Rutengänger durch die ultraschwache Energiestrahlung von Neutrinos mit einer Wellenlänge von 0,8 bis 1,1 mm beeinflusst werden. Dieser Energiefluss wird von Medien anderer Beschaffenheit an deren Grenzen gebrochen, reflektiert und gestreut. Weil der Neutrino-Energiefluss von den Gravitationsfeldern beeinflusst wird, unterliegt der Rhythmus seiner Schwingungen der Achsendrehung der Erde und den Positionen von Erde, Mond und Sonne. Parkhomov gründet seine Berechnungen auf der Annahme, dass das radiästhetische Feld durch die Wirbelsäule des Menschen wahrgenommen wird, die mit den Abständen zwischen den einzelnen Wirbeln (3 bis 4 cm) eine Art Linearantenne bildet. Der Einfluss kosmischer und geophysikalischer Faktoren auf die außerordentlich hohe Empfindlichkeit von Menschen, Tieren und Pflanzen wird auch in der ausführlichen Veröffentlichung des kubanischen Geologen Leodigario Lufriu erwähnt.21

Geologie und Geophysik
Techniken der Radiästhesie werden schon seit langem in verschiedenen Bereichen der Geologie und Geophysik eingesetzt, zum Beispiel bei der Erkundung von Mineralvorkommen und Wasserquellen, bei der Untersuchung geologischer Strukturen und bei der Bestimmung anomaler Zonen. Von Igor A. Nepomnyaschiy, Nicolai N. Sochevanov und Olga A. Isayeva vom Wirtschaftsinstitut für Mineralvorkommen und Bodenschatzsuche in Moskau liegt eine ausführliche Übersicht über die angewandten radiästhetischen Methoden und Techniken des letzten Jahrzehnts vor. Diese Geologen haben zahlreiche radiästhetische Methoden getestet, und zwar für die Suche nach Öl-, Erz- oder Gasvorkommen.22 Ich möchte insbesondere solche Methoden hervorheben, die neben geochemischen, geophysikalischen, geologischen und biophysikalischen Suchmethoden nach Mineralvorkommen auch radiästhetische Techniken einbeziehen. Als Beispiel dient uns die Forschungsarbeit von Victor A. Tischenko, Leonid S. Kravchenko und anderen Geologen der Saratov-Universität in Russland. Eingebunden in die seismischen, geochemischen und mineralogischen Untersuchungen für Bohrungen zur Erkundung von Gas- und Ölvorkommen wurde hier Fernradiästhesie auf Grundlage einer topographischen Karte im Maßstab 1 : 25 000 eingesetzt. 23 Diese Untersuchungen zeigten, dass innerhalb anomaler radiästhetischer Zonen eine hohe Konzentration von schweren Kohlenwasserstoffen herrschte (von Butan bis Hexan), die mehr als doppelt so hoch war, wie die Konzentration dieser Gase außerhalb der anomalen Zonen. Die Forscher empfahlen den integrierten Einsatz radiästhetischer Methoden bei der Suche nach Bodenschätzen, weil so erhebliche Kosten für die traditionellen geochemischen und geophysikalischen Methoden der Tiefbohrtechnik eingespart werden können. Die Erforschung von Goldvorkommen durch die Wissenschaftler Alexander L. Kovalevsky, Doktor der Geologie und Mineralogie und Forschungsleiter des sibirischen Buryat Research Center der Russischen Wissenschaftsakademie in Ulan-Ude, und Vil E. Landa, Doktor der Geologie und Mineralogie und leitender Forscher des Transbaikal- Forschungszentrums in Chita, sind ebenfalls von der Nützlichkeit des kombinierten Einsatzes von Radiästhesie, biochemischer Pflanzenanalyse und elektrischen Methoden bei der Suche nach Bodenschätzen überzeugt. Die Anwendung der Radiästhesie in Kombination mit anderen Methoden halten sie besonders in schwierigem Gelände für vorteilhaft, wo es sehr aufwendig ist, Vorkommen, Lagerungen und geologische Strukturen mit konventioneller Technik genau zu untersuchen. Mittels Wünschelrutengehen sollten gewisse Anomalien ermittelt werden, um für die Suche nach Öl, Gas und Wasser die chancenreichsten Regionen auswählen zu können.24 Eine der bemerkenswertesten Arbeiten im Bereich der Radiästhesie und der angewandten Geophysik waren die Felderprobungen der Rutengänger-Methodik in den Trockenzonen der Welt, die der Physiker Hans-Dieter Betz von der Universität München dokumentierte. Er begleitete über drei Jahre hinweg ein Projekt der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die in Sri Lanka, im Kongo, in Nigeria, Kenia, im Jemen, in Namibia und in der Dominikanischen Republik Wünschelrutengänger bei der Suche nach geeigneten Bohrpunkten für Brunnen einsetzte.25 Als Radiästhet war dabei in erster Linie der hochbegabte Rutengänger Hans Schröter beteiligt. In Sri Lanka beispielsweise erreichte er eine Erfolgsquote von 96 Prozent bei insgesamt 691 Brunnenbohrungen. Ein Vortrag von Hans-Dieter Betz über dieses Projekt auf der 52. Tagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft in Leipzig stieß auf großes Interesse und überraschend positive Resonanz. Betz forderte, dass die etablierten Wissenschaften und Institutionen gegenüber der vermeintlich unwissenschaftlichen Rutengänger-Methodik ihre Berührungsängste abbauen müssten und die Kooperation mit Rutengängern durch geologisch fachkundige Teams definiert, organisiert und kontrolliert werden sollten. Die Eignung von Rutengängern müsse durch neu zu entwickelnde Tests sichergestellt sein, die von wissenschaftlicher Seite durchzuführen sind.

Hilfsmittel zur Verifikation der Mutungsergebnisse
Zum Rutengehen verwendet man heute wie gestern Wünschelruten und Pendel. Heute erfreuen sich diese intuitiven Methoden instrumenteller Unterstützung durch geophysikalische Messgeräte, mit denen diverse physikalische Parameter der untersuchten Orte sowie Reaktionen des Menschen auf Standorteinflüsse überprüft werden können. Diese Thematik wurde von den Professoren Yuri V. Gotovsky und Yuri F. Perov vom Institut "IMEDIS", dem Moskauer Zentrum für Intellektuelle Medizinische Systeme in ihrer Monographie eingehend untersucht: Sie prüften über hundert Erfindungen von Geräten und Verfahren zur Strahlenmessung in geopathogenen Zonen und zum Schutz des Menschen.26 Die Zahl der schwebenden und anerkannten Patentanmeldungen in diesem Bereich ist bis heute enorm gestiegen und geht über die 300 hinaus (O. A. Isayeva nach eigener Auskunft). Eines dieser Instrumente ist ein Indikator für geophysikalische Anomalien (IGA-1), der von dem russischen Ingenieur Yuri P. Kravchenko an der Ufa Universität für Luftfahrttechnik erfunden und entwickelt wurde. 27 Dieser Indikator wird zur Schnelldiagnose geologischer und geophysikalischer Anomalien eingesetzt: zur Bestimmung von geologischen Falten, Wasserströmen bzw. Wasseradern und deren Kreuzungen, Karsthöhlen, Linien und Knotenpunkten des Hartmann- und des Curry-Gitters, Grenzen von geopathogenen und technopathogenen Zonen etc.31-33 Das Instrument ist ein überempfindliches Resonanzmessgerät für elektromagnetische Frequenzen im Bereich 1-100 Picovolt (10-12 V), das auf eine feste Frequenz eingestellt wird, die der natürlichen elektromagnetischen Strahlung des Erdfelds im Bereich der Super-Langwellen (1-15 kHz) entspricht. Als Ausgangsparameter wird die integrale Phasenverschiebung der Empfangsfrequenz angenommen, deren Wert sich an den Grenzen der Energieausstrahlung und an den Grenzübergängen der Medien "Boden - Erde", "Boden - Rohrleitung" oder "fester Boden - Hohlraum" verändert. Das Gerät IGA-1 ermöglicht, die Grenzen aktiver Verwerfungen und anomaler Zonen präzise zu lokalisieren, Gitterstrukturen und Linien der radiästhetischen Netzgitter zu bestimmen, sowohl an der Erdoberfläche als auch im gesamten Raum eines Wohn- oder Industriegebäudes. Der Ingenieur Eugen G. Bondarenko aus St. Petersburg hat einen Biofeld-Sensor entwickelt, der auf nicht-elektromagnetische Felder reagiert. Bondarenko besteht auf der nicht-elektromagnetischen Natur des menschlichen Biofelds, das in Wechselwirkung mit dem Feld der Erde steht.28 Der Sensor ändert seine Leitfähigkeit unter dem Einfluss der Gehirntätigkeit des Rutengängers oder dessen wechselnder Gefühlslage. Der Rutengänger nimmt Informationen aus der Umwelt wahr, diese werden vom Gehirn umgewandelt, und der Sensor nimmt die Signale des menschlichen Gehirns auf. Bondarenko berichtet vom Gebrauch des Biofeld-Sensors u. a. bei geologischer Bodenschatzsuche, bei Notfall- und Lebensrettungsmaßnahmen, bei der Suche nach unterirdischen Wasservorkommen und nach anomalen Filtrationszonen in Talsperren und Deichen sowie bei der Ermittlung geopathogener Zonen. Der Biophysiker Ludger Mersmann hat ein hochwertiges geophysikalisches Gerät entwickelt, das so genannte Geo-Magnetometer, das von einem Stück Land oder einem Gebäude ein dreidimensionales Raumbild aufgrund von Inhomogenitäten des Erdmagnetfelds zeichnet.29 Die bereits erwähnte russische Radiophysikerin Olga A. Isayeva, die sich über viele Jahre hinweg mit Fragen der Radiästhesie befasst hat, schlägt vor, geopathogene Zonen mit Standard-Radiometern zu vermessen,30 denn diese Zonen wiesen sich verändernde Parameter der Hintergrundstrahlung, des Ionisierungsniveaus und der atmosphärischen Elektrizität auf.31 Medizinische Anwendung Während des letzten Jahrzehnts haben Rutengänger zahlreiche und wichtige Studien im Bereich der geologischen Ökologie und des Gesundheitsfürsorge gemacht. Spezialisten der ökologischen Geologie wie Eugen K. Melnikov vom Institut "Nevskgeologia" am Ministerium für Bodenschätze der Russischen Föderation in St. Petersburg, und Vladimir A. Rudnik vom Institut für Geologie und Präkambrische Geochronologie der Russischen Akademie der Wissenschaften, haben mit ihren Untersuchungen gezeigt, dass aktive Verwerfungen in der Erdkruste Auswirkungen auf den Menschen haben.32, 33 Sie begründen dies mit dem Zusammenwirkung von schwach schwingender elektromagnetischer Strahlung, bei der die H-Komponente bei 5-50 Mikrovolt/m liegt, während die Z-Komponente kleiner als 100 mcV/m ist, einer starken Abnahme der Konzentration negativ geladener Luft-Ionen (600/cm3 bei einem zulässigen Wert von 1500 und einem Optimalwert von 3 000 bis 5 000) sowie von den chemischen Anomalien der Atmosphäre in Verwerfungszonen, wo schwefelhaltige und flüchtige Verbindungen aus Rhenium, Helium und Methan in großen Mengen freigesetzt werden. Das Ergebnis der Forschungen ist, dass in Gebäuden, die sich über einer Zone mit aktiven Verwerfungen befinden, die Zahl der jährlich an Krebs erkrankenden Bevölkerung auf 20 bis 29 Promille steigt, wobei die durchschnittliche Erkrankungsrate bei 14 von 1000 Personen liegt. Zugleich steigt die Kindersterblichkeit und die Anzahl der Geburten mit erblich bedingten Entwicklungsstörungen und Herzkrankheiten um das Doppelte an. Dieses Phänomen wird besonders deutlich an Überschneidungspunkten mehrfacher geologischer Verwerfungen, wo die jährliche Erkrankungsrate auf 60 bis 100 Promille der Bevölkerung steigt. Im Gegensatz dazu trat in homogenen geologischen Zonen, die während fünf Jahren untersucht wurden, kein einziger Fall von Krebs oder Kindersterblichkeit auf.34 Auch die Studien von Professor Alisa A. Drozdovskaya in Kiew deuten in diese Richtung. Dort erzeugen starke kontinentale Faltungen eine komplexe Verteilung von schwachen und superschwachen geogenen Feldern, die die Ökologie der Stadt und die Gesundheit ihrer Bevölkerung beeinträchtigen. Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, liegt mitten auf jener großen Faltung, die meridional verläuft und zahlreiche Verwerfungen aufweist, die eine beständige Gesundheitsbedrohung für die Bevölkerung darstellen.35 Ein ähnliches Problem gibt es in Moskau, wo städtebauliche Eingriffe nur kleine Gebiete mit ungestörtem Untergrund übrig gelassen hatben, was die Gesundheit der Stadtbevölkerung ganz offensichtlich beeinträchtigt.36 In den Metropolen wird die ökologische Situation durch die kombinierte Auswirkung von industriellen elektromagnetischen Feldern mit der natürlichen Strahlung enorm verschärft. Der britische Forscher Alf Riggs hat über diese Tatsache schon vor langer Zeit publiziert. Während seiner 35-jährigen Arbeit untersuchte er zahlreiche Wohnstätten, Krankenhäuser und Bildungszentren in verschiedenen Teilen der Welt und sammelte reichhaltiges Material über die Gefahren der geopathogenen Zonen und deren Einfluss auf den Menschen, wenn sie mit künstlichen elektromagnetischen Feldern zusammentreffen. Seine Untersuchungen sind durch geophysikalische Messungen untermauert und sorgfältig dokumentiert. 37, 38 Eine neue Technik der Energiemedizin, der "vegetative Resonanztest" (Vegatest), eignet sich, um die Auswirkungen geopathogener Zonen auf den Menschen zu beobachten. 39 Sie basiert auf der Elektroakupunktur- und Bioresonanzdiagnose. Man misst dabei die elektrische Leitfähigkeit eines bestimmten biologisch aktiven Punkts am menschlichen Körper, während man ein homöopathisches Test-Präparat in den Messkreislauf einfließen lässt. Mit dieser Methode lässt sich das Vorhandensein von Störungen durch Umweltfaktoren, speziell geopathogene Strahlungen, erkennen. Ärzte, die mit dem Vegatest arbeiten, führen eine Vielzahl von Gesundheitsstörungen, wie Schwächung des Immunsystems, psycho-vegetative Leiden, Hormon- und Darmkrankheiten sowie Gelenkschmerzen und Polyarthritis, auf den Einfluss geopathogener Zonen zurück.40 Dass Standorteinflüsse tatsächlich einen Einfluss auf den Organismus haben, der als Risikofaktor für Krankheiten zu bewerten ist, zeigt die eindrucksvolle Untersuchung des Arztes Dr. Otto Bergsmann aus Österreich, der 24 biologische Parameter bzw. Phänomene an beinahe tausend Versuchspersonen auf geopathogenen Zonen im Vergleich zu neutralen Plätzen untersuchte. Bei 12 Parametern, die insbesondere mit dem Kreislauf und Blutwerten in Verbindung standen, zeigte sich ein signifikanter bis hoch- und höchstsignifikanter standortabhängiger Einfluss auf das regulatorische Verhalten des Körpers.41 Insbesondere in Südamerika werden intensive medizinisch-radiästhetische Forschungen betrieben. José B. Marcondes, Direktor des brasilianischen Zentrums zum Schutz vor schädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder und geopathogener Zonen in São Paulo hat mit seinen Kollegen ausgedehnte radiästhetische Untersuchungen in Tausenden von Wohnungen in São Paulo und Pato Branco durchgeführt, um "Zonen der Behaglichkeit" und "Zonen des Unbehagens" bzw. gesundheitsgefährdende Zonen zu definieren.42 Bekannt für seine Untersuchungen an Wohnungen und Kultplätzen in vielen lateinamerikanischen Ländern ist der im letzten Jahr verstorbene argentinische Ingenieur und Radiästhet Guido Bassler.2, 3 Abschließend kann man mit großer Zuversicht sagen, dass die Radiästhesie Beiträge zur Geologie, Geophysik, Ökologie und Medizin geleistet hat und weiterhin leistet - auch für die Wirtschaft der Länder, in denen Rutengänger ihre Untersuchungen durchführen. Die Forschung in verschiedenen Bereichen des Wünschelrutenphänomens trifft auf wachsende Unterstützung von Top-Managern von Staatsunternehmen, Forschungszentren und der wissenschaftlichen Welt ganz allgemein. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und insbesondere die internationale Zusammenarbeit auf diesem wichtigen Wissensgebiet weiter intensiviert wird.

Übersetzung aus dem Englischen: Thorsten Reul

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