Der Radiästhesie auf der Spur
Weltweit wird über die Standortempfindlichkeit des Menschen geforscht

Der Radiästhesie auf der Spur
Der russische Biophysiker Alexander P. Dubrov trägt Informationen über radiästhetische Fors chungen aus aller Welt zusammen. Für uns bes onders interessant ist sein Zugang zur Praxis und zur Forschung in Russland und anderen östl ichen Ländern, wo die Radiästhesie auf viel breiterer Ebene Akzeptanz gefunden hat als im deutschen Sprachraum. Die Vielzahl der Quell en, die Dubrov heranzieht, macht einerseits eine differenzierte Würdigung ihrer Stichhalt igkeit kaum möglich, zumal es sich meist um russische Veröffentlichungen handelt. Anderers eits bietet sein Beitrag wertvolle Anregungen, sich mit den internationalen Arbeiten zum Themenkreis der Radiästhesie auseinander zu setzen. Die Forschung ergibt tatsächlich alles andere als ein homogenes Bild - wie dies auch die übrigen Beiträge in diesem Focus-Teil von Hagia Chora zeigen. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb sich derzeit in Deutschland, anders als in Russland, Polen, England, Österreich und Schweden, kaum jemand an die komplexe Thematik heranwagen will?
Eingangs möchte ich betonen, dass ich mich in diesem Aufsatz ausschließlich auf die Arbeit von sorgfältig ausgewählten und begabten Rutengängern beziehe, die in ihrem Bereich auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Leider haben Kurzlehrgänge für Radiästhesie, zweifelhafte populärwissenschaftliche Veröffentlichungen und inkompetente "Experten" in den letzten Jahren dazu beigetragen, diesen wichtigen Forschungsbereich in Misskredit zu bringen. Dabei zeigen alle seriösen Untersuchungen des Wünschelrutenphänomens, dass professionell ausgebildete Rutengänger in ihrer Arbeit tatsächlich ernstzunehmende Erfolge erzielen.1 Die menschliche Fähigkeit zum Wünschelrutengehen bleibt ein rätselhaftes Phänomen der Biophysik. Qualifizierte Forscher aus Physik, Geologie, Geophysik, Biophysik und Medizin haben jedoch substanzielle Ansätze zur Enschlüsselung dieses Phänomens entwickelt.2-9 Ihre Auswertungen deuten darauf hin, dass der Wünschelruteneffekt auf der extremen Empfindlichkeit des menschlichen Organismus beruht Er reagiert auf geophysikalische und kosmische Felder, auf Strahlungen und auf deren Gradienten, ungeachtet des Spannungsfeldniveaus und der Art der ankommenden Signale. Die extreme Empfindlichkeit des Menschen gegenüber schwachen und ultraschwachen Feldern und Strahlungen wurde von Hans Berckhemer, Professor am Institut für Meteorologie und Geophysik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universtität in Frankfurt, treffend beschrieben: "Vieles spricht dafür, dass der Mensch als komplexes biologisches System im sensibilisierten Zustand kleinste Veränderungen von Feldgrößen bekannter und noch nicht näher identifizierter Art simultan nach einem vielleicht noch latent und rudimentär aus frühen Evolutionsphasen erhaltenen Verhaltensmuster zu verarbeiten vermag. Wie sonst wären die unglaublichen Orientierungsleistungen der Zugvögel zu verstehen oder das kaum abstreitbare anormale Tierverhalten bei Erdbeben?"10 Im Hinblick auf die Radiästhesie beschreibt dies einen wichtigen biophysikalischen Aspekt des Menschen.
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