Das Wesen erkennen

Kann die Radiästhesie physikalisch und die Physik radiäthetisch sein?

von Hartmut Lüdeling erschienen in Hagia Chora 18/2004

Der bekannte Radiästhesie-Autor Hartmut Lüdeling hat mit der H3-Antenne, eine Weiterentwicklung der bekannten Lecher-Antenne von Reinhard Schneider, ein neues Werkzeug der "physikalischen" Radiästhesie geschaffen. Er fragt nun, wie weit die Radiästhesie in den transmateriellen Raum hinein reicht. Neben Feldern, die sich auf natürliche oder technische Strahlung zurück führen lassen,finden Rutengänger oft "Gedankenfelder", in denen sich psychische Phänomene manifestieren - sie spüren der Beziehung von Geist und Materie nach.

Das Wesen erkennen
Das muss eine Aufregung gewesen sein, Anno Domini 1528, am 21. Oktober zu Frankfurt - zumindest für den Gerichtsschreiber Johann Fichart, als er für zwei Richter ein gewiss nicht alltägliches Protokoll schreiben musste. Mit zittrigen Händen, vielen Streichungen und nachträglichen Ergänzungen hatten die drei Herren etwas der Nachwelt erhalten, was direkten und tiefen Einblick in das Alltagsleben eines Menschen gibt, dessen Werke auf seine Zeitgenossen einen fast magischen Reiz ausübten. "Wir haben als Zeugen die Habe von Meister Mathis Nithart oder Gothart in Augenschein genommen und davon eine Bestandsaufnahme gemacht .", beginnt das Dokument, in dem überliefert wird, welche Utensilien der Maler, Baumeister und Wasserkunstbauer Matthias Grünewald zu Lebzeiten sein eigen nannte. Wer heute das Musée d’Unterlinden in Colmar besucht, den wird der Isenheimer Altar mit den strahlenden Visionen von Meister Mathis in seinen Bann ziehen. Aber bei Grünewalds Meisterwerk strahlen nicht nur die Farben. Auch wenn sich vieles im Nachlassverzeichnis der drei Frankfurter Herren um alltägliche Gebrauchsgegenstände dreht, hat er doch auch seltene Farbpigmente und andere Zeichenund Malutensilien hinterlassen. Zwischen Reibsteinen, Zirkeln, "alchymischem Grün" und "unbekanntem Blau" findet sich auch ein Futteral mit vier "winnsel Ruden". Was "winnsel Ruden" sind, ist zwar offiziell noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Aber Grünewald beschäftigte sich mit Brunnenbau, Wasserversorgung und wahrscheinlich auch mit Bergbau. So ist es naheliegend, dass er sich der damals üblichen Hilfsmittel bei der Wassersuche bediente, den Wünschelruten, nicht zuletzt, um Stellen zu finden, wo sich Farbpigmente besonderer Qualität gewinnen ließen. Aus den gemalten Zeugnissen wissen wir, dass Meister Mathis ein äußerst sensibler Beobachter war, der mit Leib und Seele das Wesen der Natur erfasste und darstellen konnte. So könnte es durchaus möglich sein, dass die am sich damals seuchenartig ausbreitenden Antoniusfeuer erkrankten Pilger am Isenheimer Altar allein durch die "strahlenden" Botschaften Genesung fanden.
Nur 100 Jahre später schrieb der englische Philosoph und Lordkanzler
von James I., Sir Francis Bacon (1581-1626): "Wir müssen
die Natur auf die Folter spannen, damit wir genügend von ihr
erfahren." Francis Bacon, Viscount von St. Albans und Baron von Verulam, gilt als Rosenkreuzer, der als Begründer der Aufklärung
und Wegbereiter der modernen Wissenschaften angesehen wird.
Was ist eigentlich das Wesen der Natur, die Meister Mathis so
kunstvoll abbildet und die Sir Francis dagegen auf die Folter spannen
will? Natur wurde im antiken Griechenland als physis bezeichnet
(?????? = Natur, natürliche Beschaffenheit). Aristoteles verstand
unter dem Begriff physika die gesamte Naturlehre. Für ihn
war Natur somit gleichbedeutend mit der Physik. Wenn wir dagegen
an unsere heutigen Naturwissenschaften denken, fällt uns
wohl nicht sofort ein duftender Wald mit singenden Vögeln ein,
oder auch nicht der Rabe, der mit einem doppelten Brotlaib im
Schnabel die beiden Eremiten auf dem Seitenflügel des Isenheimer
Altars versorgt. Wir denken eher an mathematische Formeln,
Berechnungen und technisch und finanziell aufwendige Versuche,
an Labore, Messgeräte, Reagenzgläser. Vielleicht denken wir sogar
an Tierversuche und verbinden dies mit den Ausführungen von Sir
Francis und seiner Folter.
Erst mit Beginn des 17. Jahrhunderts hatten mathematische Berechnungen
zur Beschreibung der physikalischen Wirklichkeit und deren Gesetzmäßigkeiten die naturphilosophischen Betrachtungen
abgelöst. Der große Isaac Newton (1643-1727) zählt zu den Begründern
der modernen Physik, die sich heute rein auf die unbelebte
Materie konzentriert. Doch von ebendiesem Newton ist bekannt,
dass er sich in seinen letzten Lebensjahrzehnten intensiv
mit der Alchemie, der Hermetik und der Naturmagie befasste. Er
grenzte die Alchemie, die er als vornehme Disziplin betrachtete,
klar von der "vulgären Chemie" ab. Vielleicht hatte Newton noch
den Blick für das wahre Wesen der Natur bewahrt, vielleicht war
ihm noch die wahre Bedeutung der Physik vertraut. Formeln und
Zahlen hatten für Newton zumindest eine doppelte Bedeutung, er
beschäftigte sich ja schließlich auch mit der Kabbala. Würde er die
heutige Physik der Chemie gleichsetzen und sie als "vulgäre Physik"
bezeichnen?

Sich mit dem Beobachteten verbinden
Wollen Radiästheten und Geomanten mit ihren Wünschelruten die
Natur erkunden, müssen sie sich auf die Physik der Natur einlassen.
Dazu brauchen sie nicht die mathematischen Modelle der heutigen
Naturwissenschaften anzuwenden, aber sie müssen das Wesen
der Natur, der physikalischen Wirklichkeit, erkennen. Dieses Wesen
hat körperliche, aber auch geistig-seelische Ebenen. Zumindest
wussten es unsere Vorfahren noch: Ohne Seele keinen Körper, aber
auch ohne Körper keine Manifestation des Geistes, und ohne Seele
keinen Geist.
Der Erkenntnisweg des Schamanen ist, sich mit dem Ziel seiner
Forschungen zu verbinden. Er beurteilt die Natur nicht als Objekt,
sondern er gibt sein Wesen auf, verbindet sich und erforscht dann,
wie das Wesen ist, und fühlt - sozusagen aus dessen Inneren heraus.
Diese Sichtweise ist der Schulphysik fremd. Sie wird sich aber
dieser Sichtweise wieder öffnen müssen, wenn sie künftig dem Anspruch
gerecht werden will, die Natur ganzheitlich zu beurteilen.
Die Radiästhesie ist ein Weg, den Horizont der Wissenschaft zu
erweitern. Der Maler und Baumeister Matthias Grünewald steht dafür,
die Strahlenfühligkeit erfolgreich in Forschung und Kunst eingesetzt
zu haben. In seinem Werk ist meiner Ansicht nach erkennbar,
dass die Radiästhesie seine präzise Beobachtungsgabe ergänzt,
nicht aber ersetzt hat. Das bedeutet, dass er ein umfangreiches Wissen
über beide Aspekte der Natur besaß, er sowohl ihre Formen als
auch ihre Seele kannte. Diese Gesamtschau begründete nachhaltig
die noch heute fortwirkende Kraft seines Werks.
Die derzeitige Schulphysik muss sich dringend von Bacons Erkenntnisweg
befreien, dass die Geheimnisse der Natur nur unter
Folter zu entlocken seien. Aber auch die Radiästhesie täte gut daran,
sich von dem Standpunkt zu lösen, die Erkenntnisse und Methoden
der Schulphysik ignorieren zu können. Nur die Gesamtschau
kommt der Wahrheit näher.
Eine Schwachstelle der Radiästhesie ist, dass sie (Denk-)Muster
einsetzt, um zu Erkenntnissen zu kommen. Häufig werden Ja-
Nein-Abfragen durchgeführt, deren Antwort dann scheinbar Rute,
Pendel oder andere kinesiologische Reflexe liefern. So wird die
Welt leicht aufgeteilt in Schwarz und Weiß (Gut und Schlecht), in
zweidimensionale Vektoren (Boviseinheiten), links- oder rechtsdrehende
Wellenlängen. Eine zweite Schwachstelle ist, dass wiederum
diese Methoden dazu eingesetzt werden, um Langzeiterfolge von
Eingriffen, Feldveränderungen und Entstörungen zu beweisen, sei
es bei Haussanierungen oder bei geomantischen Installationen.
Der Zugang zur Wirklichkeit über die Radiästhesie ist immer ein
persönlicher. Die Ergebnisse spiegeln nicht nur die physikalische
Umgebung, sondern auch die geistige Verfassung des Untersuchers
wieder. Je konditionierter der Rutengänger, desto weniger kann er
die Wirklichkeit ganzheitlich erfassen. Der Weg zu Erkenntnissen
sollte daher so weit wie möglich außerhalb vorhandener Muster
verlaufen. Dazu wäre eine Vorbedingung, sich wie ein Schamane
ganz auf das Zielobjekt einzulassen, sich mit ihm "auf eine Wellenlänge"
zu begeben, genauso wie bei einer Funkverbindung, wenn
Sender und Empfänger aufeinander abgestimmt sind. Der Vergleich mit der Funktechnik ist nicht rein zufällig gewählt.
"Jedes Lebewesen sendet Radiationen aus", wusste schon einer der
Pioniere der Bioelektrizitätsforschung, Georges Lakhovsky (1869-
1942). Er sah den Kern organischer Zellen als Ursprung der Strahlung
an und errechnete, dass diese im Wellenlängenbereich etwa
des ultravioletten Lichts anzusiedeln seien. Indem Lakhovsky 1924
in der Pariser Salpetrière elektrische Schwingkreise einsetzte, um
Krebswucherungen bei Pflanzen zu beeinflussen, bewies er, dass
Lebewesen auch Radiationen empfangen und verarbeiten können.
Somit sind die Voraussetzungen gegeben, dass ein Austausch zwischen
lebenden Zellen und Organismen über eine Strahlung aus
harmonischen Wellen stattfinden kann.
Dieser Austausch der Strahlung zwischen den Zellen und Organismen
kann - wie die beschriebene Funkverbindung - zum Übermittler
wichtiger Informationen werden. Sender und Empfänger
sind gekoppelt und tauschen Botschaften aus.
In der Radiästhesie koppelt sich der Rutengänger an sein Zielobjekt
(an seinen Klienten) an. Wenn diese Ankoppelung stabil
funktioniert, werden die wesentlichen Erkenntnisse mit Macht zum
Empfänger - dem Rutengänger - gespült. Er muss sie nur noch verarbeiten
und auswerten. Die Flut der Erkenntnisse sollte nicht zu
früh gebremst werden. Denkmuster wirken dabei wie Staudämme,
die den Bodensatz zurückhalten und nur klares Wasser ohne Inhalt
überlaufen lassen. Erst der Bodensatz ermöglicht das Wachstum.
Vielleicht sehen deshalb selbst Skeptiker im Kaffeesatz das bessere
Orakelmaterial als im gebrühten Kaffee selbst.

Wahrnehmen, zuordnen und die Ursachen finden
In der Radiästhesie beginnen sich deshalb zunehmend Erstaufnahmeverfahren durchzusetzen, die in Anlehnung an die Funktechnik als "Scannen" bezeichnet werden. Reinhard Schneider, der die Grifflängentechnik begründete, nannte das Scannen auch "Grifflängenziehen". Dabei wird die Ausstrahlung eines Platzes, eines Stoffs oder auch eines Menschen möglichst vollständig auf verschiedene Einzel-Wellenlängen untersucht, ähnlich einem Funkmesstechniker, der mit seinem Empfänger langsam Frequenzbereich für Frequenzbereich abtastet und akribisch sämtliche Ergebnisse notiert. Schneider siedelte die radiästhetisch wahrnehmbaren Strahlungen im Mikrowellenbereich an, das sind Wellenlängen im Millimeter- bis Dezimeterbereich. Ob radiästhetische Wahrnehmungen tatsächlich und ausschließlich auf solche Strahlungen zurückzuführen sind, lässt sich schon deshalb nicht beweisen, da der Akt der Wahrnehmung im Menschen selbst stattfindet und sich physikalischer Überprüfung weitgehend entzieht. Besonders wenn Informationen über psychische und atmosphärische Qualitäten gewonnen werden, bewegen wir uns auf physikalischem Neuland. Trotzdem scheint das System der von Schneider aus dem elektromagnetischen Wellenspektrum abgeleiteten Werte, das ich auch bei der von mir entwickelten H3-Antenne verwende, für nicht-materielle Phänomene ebenfalls ein sinnvolles Bezugssystem zu bieten. "Grifflängenziehen" bedeutet nun, alle diese möglichen Werte mit der Rute abzufragen und zu beobachten, bei welchen sich Reaktionen zeigen. Dieses Scannen hat gegenüber den schematischen Frage-und-Antwort-Verfahren den Vorteil, dass auch Erkenntnisse zu erreichen sind, die außerhalb der bisherigen Möglichkeiten liegen. Und: Das Ziel unserer Untersuchung bleibt frei und wird nicht in ein vorgegebenes Denkschema gepresst. Das Beispiel einer Haus- und Schlafplatzuntersuchung soll die Möglichkeiten dieser Methode zeigen:

1) Scannen der H3-Werte Hier wird über eine Vielzahl von ermittelten Einzelwellen versucht, das individuelle Wellenbild der Gesamtstrahlung zu erfassen. Das Scannen erfolgt direkt am Körper der zu untersuchenden Person, aber nicht am Ganzkörper, sondern an dem traditionell am besten geeigneten Ankoppelungspunkt, der Medulla oblongata, dem verlängerten Mark zwischen Wirbelsäule und Schädel. Die Werte werden in einem zweiten Schritt auf ihre Strahlungsqualität, Polarisation und Intensität hin überprüft. Allerdings fallen manchmal auch zunächst schwach erscheinenden Einflüssen wichtige Schlüsselrollen zu. Und "linksdrehende" Einflüsse machen nicht immer krank, "rechtsdrehende" nicht zwangsläufig gesund.

2) Zuordnung der H3-Werte zu einzelnen Symptomen Erst nachdem alle Werte vorliegen, wird mit Hilfe von Zuordnungslisten abgeglichen, ob sich gewisse Zusammenhänge zwischen den ermittelten Werten und eventuellen Beschwerdesymptomen ergeben. Dieser Abgleich soll Sicherheit geben, inwieweit es gelungen ist, mit dem Probanden in einen wellenlängengleichen Austausch einzutreten. Hierbei geht es nur um Hinweise und Tendenzen, nicht aber um sklavisch versteifende Zwangsaussagen. So wird es einem verantwortungsbewussten Hausuntersucher, der einen H3-Wert mit der Zuordnung "Krebs" entdeckt, nicht in den Sinn kommen, dass schon ein Verdacht auf diese Krankheit besteht. Allerdings wird er umgekehrt von sich aus behutsam das Thema medizinische Vorsorge ansprechen, wenn eine Vielzahl der Zuordnungen immer in die Richtung dieses Krankheitsbildes weist.

3) Ursachenforschung und Darstellung der Beziehungen Gestützt auf diese Basiswerte wird im Anschluss die eigentliche Haus- oder Schlafplatzuntersuchung vorgenommen. Da sich normalerweise alle nächtlichen Störfaktoren in Form von eingespeicherten Wellenlängen zeigen, kann bequem nach jedem Wert der Liste direkt im Bettbereich gesucht werden. Auf diese Weise wird gleichzeitig herausgefiltert, was nicht längerfristig gewirkt hat. Ebenfalls sucht man nicht nach Strahlungen, die zwar im Schlafplatz (theoretisch) vorhanden sind, aber die die betroffene Person in keiner Weise stören. Die Wellenlängen der Liste bilden einzeln oder zum Teil auch gebündelt so genannte Zonen, deren Verlauf meist zu der Ursache führt. Wir stellen häufig fest, dass es sich bei den Störfaktoren neben natürlichen Einflüssen wie Verwerfungen usw. oft um Gegenstände handelt, zu denen der Proband eine irgendwie geartete problematische Beziehung hat. Von diesen Objekten scheinen sich mentale Felder aufzubauen, die am Schlafplatz verankert sind. Sie lassen sich auffinden, indem man diese Zonen in das Haus hinein weiterverfolgt. Dabei helfen radiästhetische Techniken, die ebenfalls Ähnlichkeit mit der Funktechnik haben: Richtungsbestimmung, Strahlungsdämpfung, Peilungen etc. Ist ein vermeintlicher Problem-Gegenstand ausgemacht, genügt es, ihn etwas aus seiner derzeitigen Position zu verschieben (1 bis 2 m rechtwinkelig zur detektierten Zone genügt). Nahezu zeitgleich wird sich dann im Erfolgsfall die festgestellte Belastungszone im Schlafplatz ebenfalls verändern. Bei der Suche nach den Ursachen wird der Hausuntersucher immer wieder auf Phänomene stoßen, die uns zum Ursprung unserer Fragestellung nach der Notwendigkeit der Verbindung zwischen belebter und unbelebter Physik führen. Leicht für klassisch naturwissenschaftlich orientierte Menschen nachvollziehbar ist, dass z.B. Mückenstecker schwache energetische Strahlen aussenden, auf die unser Proband reagiert. Aber ist es nicht abenteuerlich, dass ein im Bett gefundenes Störfeld zusammenbricht, wenn die Reproduktion eines Picassobildes aus dem Zimmer entfernt wird? Spätestens hier wird klar, dass eine radiästhetische Untersuchung, die möglichst ergebnisoffen durchgeführt wird, weit in den transmateriellen Raum hinein reicht. Der H3-Antennenwert, über den die Belastungs-Beziehung zu dem Picassobild ermittelt wurde, ist mit der Bedeutung 7,40 = Risse, Zerstörung, Verzweiflung besetzt. Dieses Thema finden wir häufig bei einer ganzen Reihe von abstrakten Kunstwerken. Spricht daraus die Stimmungslage des Künstlers? Oder wirkt das Bild subtil so auf den Probanden, dass er in diese Stimmung verfällt? Ein anderes Beispiel aus unserer Praxis war eine Videokassette namens "Manhattan-Massaker", gefunden über den H3-Wert 27,3 KL. Dieser Wert steht in den Zuordnungslisten für Leben, wenn er rechtsdrehend vorkommt, und linksdrehend für Tod. Nun muss man sich während des Körperscans bei diesem Wert keine Sorgen machen, aber der Informationsgehalt der Kassette spricht Bände.

4. Auflösung der Belastungs-Beziehungen Den Erfolg einer Untersuchung bereitet die Diagnose vor, aber erst die Therapie macht ihn sichtbar. So ist das Erkennen und Ansprechen der Störfaktoren, die häufig nur symbolhaft für viel tiefergehende Probleme stehen, die eine, die richtige Art der Sanierungsvorschläge die andere Seite. Der Hausuntersucher kann es sich leicht machen, die Probleme und deren Sanierung "hart" ansprechen und dann die Bewohner allein lassen. Je mehr er sich jedoch mit seinem Gegenüber "auf die gleiche Wellenlänge" begeben hat, desto mehr wird er erkennen, dass die Sanierung des häuslichen Umfelds auch zu einem geistig-seelischen Bewusstseinsprozess führt. In der Regel wirken Änderungen im Verhalten der Bewohner nachhaltiger als die einmalige Veränderung der Umgebung. Der Weg zu einem gesunden Schlafplatz führt aus der Aufbewahrungskammer für Gerümpel des Alltags hin zu einem Tempelraum, in dem sich die Seele nachts ohne Sorgen frei erholen, den Geist erfrischen und so den Körper regenerieren kann. Das hört sich ja alles gut an, wird jetzt der physikalisch orientierte Hausmesstechniker einwenden. Was ist aber mit den Hochfrequenzbelastungen, organischen Giften, Schimmelpilzen usw.? Darauf ist nur zu antworten: Es kommt darauf an . Grundsätzlich sind solche Belastungen nicht gerade gesundheitsfördernd, aber die Dosis macht die Wirksamkeit aus. Und die individuelle Dosis ist nicht durch staatliche Grenzwerte bestimmt, sondern allein über die persönliche Sensibilität, die eine enorme Spannweite hat. Manchmal werden Wohnumgebungen baubiologisch kostenaufwendig saniert, ohne dass sich ein nachhaltiger Erfolg zeigt. Manchmal verschlimmern sich die Leiden, weil sich zusätzlich zu den einwirkenden Belastungen noch die Angst vor diesen Störfeldern gesellt. Oft wird es nicht genügen, sich auf die durch natürliche oder technische Felder bedingten Belastungsfaktoren zu beschränken. Nur die Gesamtschau führt zur Gesundung, macht stark und wird die Menschen wieder heil werden lassen. Verbinden wir die Natur also wieder mit ihrer Physis und geben der Physik wieder etwas von ihrem verlorenen Seelenleben zurück - wir brauchen beides.