Wie wir wahrnehmen

Lehrgang in Fortsetzungen, Teil 2

von Stefan Brönnle erschienen in Hagia Chora 17/2003

In der Geomantie begegnen wir anderen Wirklichkeiten, die sich nicht oder nur sehr eingeschränkt messtechnisch fassen lassen. Wir sind hier auf uns selbst zurückgeworfen: Wir können unserer Wahrnehmung trauen oder sie beiseite schieben - und einer anderen trauen. Wahrnehmung und Weltbild hängen direkt zusammen; nur selten sind wir bereit, unsere Wahrnehmung anders zu interpretieren. Auch in der Geomantie buhlen die scheinbar unterschiedlichsten Wahrnehmungsmethoden um Akzeptanz: Radiästhesie, Imagination, Intuition, Hellsichtigkeit, Empathie, Anwendung biokybernetischer Apparaturen usw. Diese Zugänge zu anderen Realitätsebenen sind rückführbar auf wenige "Wahrnehmungsmechanismen" unseres Bewusstseins. In dieser Schulungsreihe wollen wir uns diesen Grundlagen annähern. In der ersten Folge zeigte Stefan Brönnle, wie unser Gehirn strukturiert ist und welche Wahrnehmungsfilter existieren. Hier stellt er die unterschiedlichen Wahrnehmungstypen vor und setzt mit einer Reihe von praktischen Übungen zur erweiterten Wahrnehmung fort.

Die Bewusstseinsvorgänge werden im "neurolinguistischen Programmieren" (NLP) von vier wichtigen Grundannahmen wiedergegeben:
1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Das bedeutet, dass wir auf unsere Vorstellungen reagieren, die wir uns von der Wirklichkeit machen - nicht auf die Wirklichkeit selbst! Oder anders: "Wirklichkeit" findet in unserem Kopf statt.
2. Menschen erhalten Informationen über die Welt durch ihre fünf Sinne und verarbeiten diese gemäß ihrem Weltbild. Wir können nur das wahrnehmen, was es in unserer Wirklichkeitsvorstellung gibt.
3. Kommunikation findet immer statt. Wir nehmen ständig wahr, wenn auch auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen. Mit anderen Bestandteilen der Realität, also anderen Menschen, Tieren, Pflanzen oder gar nichtphysischen Entitäten in Kontakt zu treten bedeutet, ihnen in ihrem Modell der Realität begegnen zu wollen.
4. Je flexibler wir in unserem Weltbild sind, umso eher gelingt es uns, mit Menschen (und auch mit anderen "Bewusstseinseinheiten" wie Pflanzen, Tieren oder anderen Kräften) zu kommunizieren.

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