Spiel mit dem Unsichtbaren

Die Kunst der Radiästhesie als Quelle der Kunst

von Peter F. Strauss erschienen in Hagia Chora 17/2003

Energieskulpturen nennt Peter F. Strauss seine Kunstwerke, die unsichtbare Felder in der Natur sichtbar und damit für den Betrachter bewusst und möglicherweise auch fühlbar werden lassen. Seine Arbeiten begannen mit einfachen Markierungen der gefundenen Phänomene und führten ihn zu Experimenten mit Polarisierung und Resonanz - moderne Kunst in der Tradition der steinzeitlichen Megalith-Architekten.

Im Jahr 1986 erhielt ich die Einladung zur ersten Veranstaltung von "Arte Sella" in Borgo-Val Sugana/Italien. Zu den Teilnehmern dieser heute international renommierten Biennale für Kunst in der Natur gehörte auch Rafael Montanez Ortiz aus den USA. Er lud mich 1987 zu Vorlesungen und Workshops über meine Arbeit an die Rutgers-University in New Jersey ein. Während meines Aufenthalts in den USA entstand in zahlreichen gemeinsamen Gesprächen die Idee zu einem internationalen Symposium zum Thema "Art and the Invisible Reality". In seiner umfangreichen Dissertation "Towards an Authenticating Art" von 1982 an der Columbia University New York stellte er die These auf, dass sich Künstlerinnen und Künstler aller Kulturen und Epochen nicht nur mit der Wiedergabe der sinnlich wahrnehmbaren Umwelt beschäftigten, sondern auch aus innerpsychischen und visionären Prozessen, aus Träumen und hellseherischen Wahrnehmungen, Trance-Erfahrungen und "Seelenreisen", aus der Beschäftigung mit Alchemie, Okkultismus, Spiritismus, Zen-Buddhismus, Yoga etc. ihre Inspiration bezogen. Ortiz schreibt in seiner Abschlussbemerkung: "Eine Überzeugung haben sie gemeinsam: dass es Wege gibt, die Menschen in ihrer spirituellen Entwicklung fördern, und dass diese Entwicklung für uns alle wichtig ist.

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