Was blüht denn da?

Geomantie in der Bauleitplanung
Die geplante Ökosiedlung Sonnenleite-Sonnenhöhe bei Creußen

von Wolfgang Körner erschienen in Hagia Chora 16/2003

Die Erkenntnis, dass zu einer ganzheitlichen ökologischen Planung auch die Berücksichtigung der Geomantie des Ortes gehört, setzt sich in einzelnen Fällen bereits in der Mitarbeit von Geomanten bei Siedlungsprojekten um, wie Wolfgang Körners Beispiel zeigt. Ihm gelang es, den Auftraggebern auch die inneren Qualitäten des Ortes über die als "physikalisch" geltenden Phänomene wie Wasseradern oder Gitternetze hinaus zu vermitteln, indem er sie einlud, die Atmosphäre der Plätze zu spüren.

Geomantisches Bauen ist heute in Deutschland meist die Sache hochmotivierter Bauherren, die sich aus verschiedenen Gründen der Geomantie gewidmet haben. Für die Verwirklichung des geomantischen Impulses wird dann die Zusammenarbeit eines Geomanten mit einem Architekten gefordert, sofern der Architekt nicht selbst Geomant ist. Solche Bauvorhaben sind heute noch relativ selten, könnten aber vermehrt stattfinden, wenn Geomantie bereits in die Bauleitplanung integriert wäre. Hierfür gibt es schon einzelne Beispiele. Ein interessanter geomantischer Bebauungsplan, über den ich hier berichten möchte, wurde gerade abgeschlossen. Die Stadt Creußen (südlich von Bayreuth) beabsichtigt eine ökologische Siedlung zu bauen. Das Baugebiet ist rund 11 Hektar groß und wird mit 95 Einfamilienhäusern bebaut. Für die Erstellung des Bebauungsplanes wurde der Nürnberger Architekt Jobst Engl beauftragt.

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