Transmateriale Katalysatoren

von Marco Bischof erschienen in Hagia Chora 14/2002

Wissenschaftliche Experimente der letzten Jahre deuten auf eine Erinnerungsfähigkeit von Materialien hin, die es möglich macht, ihnen Information aufzuprägen. Als Trägermaterialien können sie diese Information eine Zeit lang speichern und schließlich auf andere Materialien oder Lebewesen übertragen. Marco Bischof stellt Beispiele für praktische Anwendungen vor, deren Technologie sich auf dieses Phänomen beruft.

Das "biomagnetische Induktionsverfahren" von Walter Gorenflos

Ein früher Pionier der Erforschung feinstofflicher Felder in Deutschland war der 1987 verstorbene Dr. med. Walter Gorenflos, Arzt in Ludwigswinkel (Pfalz). Seine Arbeit regte unter anderem die im Folgenden beschriebenen Verfahren an, die mit transmaterialen Katalysatoren arbeiten. Mit Hilfe des von ihm in den 60er-Jahren entwickelten bioelektrischen Funktionstests (Gorenflos-Test), einer Weiterentwicklung der "Bioelektrischen Funktions-Diagnostik" (BFD), entwickelte Walter Gorenflos in den 70er-Jahren ein System "biomagnetischer Informatik", als dessen Grundlage er die Orgonphysik Wilhelm Reichs, die Implosionslehre Viktor Schaubergers und das "Welttongesetz" von dessen Sohn Walter Schauberger bezeichnete. Er begann bereits 1972, homöopathische Arzneimittel mit Hilfe selbstauslöschender Magnetfelder zu behandeln. In einem Feld zwischen zwei entgegengesetzten Magneten konnte nach seiner Auffassung die Information des Arzneimittels oder eines anderen Stoffs auf ein Metallplättchen aus eisenhaltigem Material übertragen und in diesem gespeichert werden. Anschließend konnte sie durch das "Informationsplättchen" auf ein anderes Trägermaterial übertragen oder direkt am Patienten angewendet werden. Auf der Basis dieser Technologie entwickelte Gorenflos auch so genannte Bioenergiespeicher (BESp) nach dem Prinzip des Reichschen "Orgon-Akkumulators", die aus 1500 bis 3000 solcher Informationsplättchen bestanden, zwischen denen jeweils Isolierplättchen aus organischem Material eingefügt waren. Diese BESp sollten als Bioenergie-Spender eine "orgonotisch aufgeladene Biosphäre" in einem Raum erzeugen, die außerdem mit bestimmten Informationen imprägniert werden konnte. Sie sollten auch zur Abschirmung gegen "toxische Strahlungspotenziale" wie radioaktive Verseuchung, "terrestrische Strahlungen", sowie chemische Stoffe und Abgase verwendet werden können. Nach Gorenflos’ Auffassung konnte seine Technologie auch zur Konservierung und Keimfreihaltung von festen und flüssigen Lebensmitteln, zur Gewässer- und Abwasseraufbereitung und zur Behandlung von Treib- und Heizstoffen eingesetzt werden, um eine effizientere Verbrennung möglich zu machen. Die Wirkung seines Verfahrens und der Informationsplättchen testete Gorenflos mit seinem bioenergetischen Funktionstest. Er stellte dabei fest, dass magnetbehandelte Ampullen aus einem gleichnamigen Feld eine andere Wirkung besaßen als solche aus einem Feld mit entgegengesetzten Polen. Gorenflos brachte dieses Phänomen mit einer Polarität des Organismus in Zusammenhang, die er in zehnjähriger Praxis mit seinem Testsystem beobachtet hatte. Eine magnetbehandelte Ampulle aus dem Feld mit gleichnamigen Polen ergab eine optimale einregulierende Reaktion des Organismus, wenn sie auf den rechten Handrücken gelegt wurde; eine solche aus dem Feld mit entgegengesetzten Polen wirkte hingegen auf dem linken Handrücken. Nach Gorenflos war dies ein Ausdruck der, wie er sie nannte, "Blau-Rot-Polarität" im biologischen System; die linke Körperhälfte werde von einer "Rot-Phase", die rechte von einer "Blau-Phase" der "biologischen Pulsation" der Orgonenergie dominiert, die nach Wilhelm Reich das Hauptcharakteristikum der lebenden Substanz sei. Reich führte alle biologischen Vorgänge auf die rhythmische Abwechslung dieser zwei Funktionen des Orgons zurück: die Kontraktion, die mit Aufladung verbunden ist, und die Expansion, bei der sich biologische Energie entlädt und abgestrahlt wird. In der Kontraktionsphase wird atmosphärisches Orgon aufgesaugt, während das Orgon in der Expansionsphase in Form einer druckartigen Gegenströmung in die Umwelt zurückgestrahlt wird. Gorenflos brachte die erste Phase mit dem Schaubergerschen Saugprozess und seiner Blauphase, die zweite mit dem Druckprinzip und der Rotphase in Verbindung. Um Gorenflos bildete sich eine Forschungsgruppe, zu der auch Hermann Becker, damals an der Philipps-Universität in Marburg tätig, sowie der Kasseler Arzt Dr. med. Joachim Prinz, ein ehemaliger Medizinalrat und Chefarzt eines Sanatoriums in Hessen, gehörten. Dieser führte seit Gorenflos’ Tod im Jahre 1987 dessen Forschungen weiter und entwickelte auf ihrer Grundlage den "informierten" Quarzsand "Symbo", der ursprünglich für den therapeutischen Einsatz beim Menschen gedacht war. Später wurde er auch für kranke Böden und notleidende Gewässer sowie für kümmernde Pflanzen und Wälder eingesetzt. Wie das "Solitaire Lab Network" angibt, sollen Großversuche in Thüringen und Sachsen sowie Versuche im Institut für Pflanzenbau der Universität Gießen die Wirksamkeit dieses "Biotransmitters" gezeigt haben. Nach Hermann Becker soll auch Roland Plocher an den Forschungen der Gorenflos-Gruppe beteiligt gewesen sein, der später ebenfalls mit einem solchen informierten Gesteinsmehl an die Öffentlichkeit getreten ist.

Das Plocher-Energie-System

In den 80er-Jahren entwickelte Roland Plocher in Meersburg am Bodensee das "Plocher-Energie-System", ein Verfahren zur Aktivierung der natürlichen Selbstregeneration und Unterstützung von Lebensprozessen in Gewässern und Böden sowie zur Stärkung der Vitalität von Pflanzen und zur Aufbereitung von organischem Dünger. Als Trägermaterial verwendet Plocher Kaolin- und Kristall-Quarzsand, auf den in einer speziellen Anlage eine "Information" von einem Ausgangsmaterial, in der Regel Sauerstoff, übertragen wird. Das Herzstück der Anlage ist eine trichterförmige Kollektorvorrichtung nach dem Prinzip des Reichschen Orgonakkumulators, deren Wände durch ihre abwechselnd organische und anorganische Beschaffenheit die den gesamten Raum erfüllende "Orgon"-Energie einfangen, anreichern und fokussieren soll. Die aus dem Trichter nach unten austretende Energie durchquert dann zwei Glasplatten, zwischen denen Sauerstoff durchgeleitet wird, und nimmt dessen Information auf. Der Energiestrahl wird dann auf das darunter befindliche Trägermaterial gerichtet, auf das er die aufgenommene Information überträgt. Auf diese Weise können nach Plocher beliebige Trägermaterialien gezielt mit Informationen versehen werden. Im Produktionsprozess der Plocher-Produkte geschieht dies durch eine 20-minütige Bestrahlung der Trägermaterialien. Die so behandelte Folie bzw. der Quarzsand sollen dann die Sauerstoff-Information nahezu unbegrenzt abgeben können. Nach Plocher besitzt jede Substanz (und jedes Lebewesen) eine "energetische Matrix" mit einer sie kennzeichnenden, einzigartigen Schwingungssignatur, die von dem Energiestrahl aufgenommen und übertragen werden kann. Am Ort ihrer Anwendung (z.B. See, Gülle) sollen sie, "ähnlich wie ein Sender, durch feine energetische Schwingungen" katalytisch gezielte, der Wirkungsweise der ursprünglichen Substanz entsprechende Effekte auslösen. Die Wirkungen, wie z.B. die Anreicherung von Sauerstoff im Wasser, breiten sich nach Plocher von der unmittelbaren Umgebung der Präparate durch einen unbekannten Mechanismus weiter aus. Für die Behandlung von eutrophierten und "toten" Gewässern werden mit der informierten Trägerfolie ausgekleidete "Energieröhren" aus Kunststoff verwendet. Die Zylinder werden dann mit Baumwolle gefüllt und verschweißt, so dass durch die wechselnden Schichten von Metall und dielektrischer Baumwolle zwei Orgon-Akkumulatoren entstehen. Diese Behälter werden in den notleidenden Gewässern versenkt. Bei Gülle wird in wöchentlicher Gabe informiertes, in Wasser gelöstes Quarzmehl im Verhältnis von 1 kg Quarzmehl auf 100 m3 Gülle verwendet. Die Palette der Penac-Produkte ("Plocher-Energie-Accumulatoren") umfasst ein Präparat für Gülle und Jauche, eine flüssige Version für Pflanzen sowie spezielle Präparate zur Wasservitalisierung für Teiche und als Waschzusatz, für Süßwasser-Aquarien, für Kompost und Mist und als mineralischer Futterzusatz für Tiere. Über die Wirkungen der Penac-Produkte liegen eine Reihe von wissenschaftlich begleiteten Erprobungsversuchen vor. So stellte in den frühen 90er-Jahren Prof. K.E. Lotz (Fachhochschule Biberach an der Riss) eine auffallende Veränderung der Luftionisierung über Wiesenarealen fest, die mit Penac-behandelter Gülle gedüngt waren. 1993 an der Fachhochschule Nordostniedersachsen (Prof. Dr. Ing. Mayer) im Rahmen einer Diplomarbeit durchgeführte Versuche an drei biologischen Teichkläranlagen ergaben bei zwei der Anlagen eine positive Wirkung des Präparates; es wurde eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts bzw. Reduktion der Belüftung um zwei Drittel und ein deutliches Absinken des Stickstoffgehalts festgestellt. Reihenversuche mit Getreide in Dänemark zeigten, dass das Präparat sich als Ersatz für Kunstdünger und Fungizide eignet, und führten zur Freigabe der Penac-Produkte durch das dänische Landwirtschaftsministerium. Ein 1994-95 durchgeführter Praxistest mit 16 Plocher-"Energieröhren" durch die baden-württembergische Wasserwirtschaftsverwaltung ergab hingegen ein negatives Resultat. Das mit den Versuchen beauftragte Institut für Seenforschung in Langeanargen (Bodensee) stellte in seinem Abschlussbericht fest, dass eine Verbesserung der Parameter Sichttiefe, Chlorophyllgehalt, Sauerstoffgehalt sowie Schlamm-Mächtigkeit und -dichte durch den Einsatz der Röhren nicht beobachtet werden konnte. Positive Resultate erbrachte wiederum ein dreijähriges Gülle-Versuchsprojekt mit Penac-G, das im Rahmen des EU-Programms "5B" 1997-99 in Belgien durchgeführt wurde. Ergebnisse der beauftragten Landwirtschaftlichen Hochschule Wageningen waren nach dem EU-Bericht "Het effect van het Plocher-Energie-Systeem op de homogeniteit/de geur hinder van varkensmengmest" von Veerie Ryckaert vom November 1999 (nach Plocher-Vertriebs GmbH, 2000) eine Hygienisierung der Gülle durch deutliche Reduktion der Gesamtkeimzahl, eine Reduktion anaerober und anoxischer Prozesse durch Förderung des aeroben Milieus sowie eine Verbesserung der Düngeleistung durch Erhöhung des Gesamtstickstoffs (als Folge der Verschiebung ins aerobe Milieu) und eine Homogenisierung und verbesserte Fließfähigkeit der Gülle. Ausführliche Labor- und Feldversuche mit Penac-Präparaten hat schließlich Prof. Dr. Arnim Bechmann vom Institut für ökologische Zukunftsperspektiven/Zukunftsinstitut Barsinghausen (ehemals TU Berlin) in den 80er- und 90er-Jahren im Rahmen von vergleichenden Untersuchungen zur biologischen Wirkung verschiedener "Transmaterialer Katalysatoren" durchgeführt. Freilandversuche zur Revitalisierung von Waldbäumen, bei denen 1987-1996 insgesamt 120 Bäume im Deistergebirge bei Hannover mit 12 verschiedenen Mitteln bzw. Verfahren, u.a. mit transmaterialen Katalysatoren, behandelt wurden, ergaben laut vorläufiger Auswertung (1999) kein ganz klares Bild. In den Experimenten zur Revitalisierung stark anoxisch gefährdeter Bereiche ("schwarze Flecken") im Nordseewatt, durchgeführt im Zeitraum von 1996-97 mit drei Typen von transmaterialen Katalysatoren, zeigten, dass der Wattboden tatsächlich durch solche Methoden beeinflusst werden kann. Laborexperimente in gut definierten und kontrollierten Versuchssituationen wurden an Grünalgen, Gülle und der Gärung von Äpfeln und Karotten durchgeführt. Die Experimente mit Grünalgen im Zeitraum von 1995-1996, in denen diese durch zunehmenden Lichtentzug gestresst wurden, zeigten durch den Anstieg des Sauerstoffgehaltes im Beckenwasser eine unmittelbare Wirkung der Zugabe eines transmaterialen Katalysators (TK). Ein klares Fazit aus diesen Versuchen wurde allerdings durch das Phänomen erschwert, dass sich die Wirkung mit Verzögerung auch auf das unbehandelte Becken zu übertragen schien. Die Gülleexperimente umfassten Keimungsversuche mit Weizen- und Bohnenkeimlingen unter Stressbedingungen, die mit TK-behandelter bzw. -unbehandelter Gülle gedüngt wurden. Hier stellte Bechmann deutliche Unterschiede in der Wirkung verschiedener Katalysatoren fest, was vor allem an den Indikatoren Trieblänge und Wurzellänge und am Vitalzustand der Pflanzen gut sichtbar war. Die Gärungsversuche mit Äpfeln und Karotten zeigten, dass die Gärung durch Zugabe von TK positiv beeinflusst wird, z.B. in Bezug auf Verpilzung und Vitalität. Bechmann kommt aufgrund dieser Versuche zu dem Schluss, dass verschiedene Lebensprozesse sich durch TK naturgemäß unterstützen und fördern lassen, dass durch TK stoffliche, d.h. chemische und elektromagnetische Eingriffe ersetzt werden können und dass das Wirken von TK besser auf den Bedarf von lebenden Systemen abstimmbar sei als dasjenige stofflicher Mittel.

Die Primärenergie-Generatoren (PRIGE) der Firma Mundus

In den frühen 90er-Jahren entwickelte der Physiker Elmar Wolf zusammen mit Brigitta Müller und Horst Schillert so genannte Primärenergie-Generatoren (PRIGE), die später von Ralf Emrich und Günter Grimlitza weiterentwickelt wurden und heute von der 1998 gegründeten Firma Mundus GmbH in Reetz produziert und vertrieben werden. Die PRIGE-Technologie besteht aus drei Elementen, (1) den Primärenergie-Generatoren, (2) den "Türmen der Kraft", und (3) aktiviertem "Bio-Aktiv"-Quarzmehl. Grundlage der PRIGE-Systems ist der Primärenergie-Generator, ein Stahlrohrpfeiler, an dessen einem Ende zwei runde Steinscheiben angebracht sind, zwischen denen ein konisches Zwischenstück liegt. Im Zylinder des Generators sollen sich nach Angaben der Firma "Naturstoffe mit ausgeprägten elektrischen und magnetischen Feldeigenschaften" befinden, die ein "Gravitationsfeld" erzeugen sollen. Die "Türme der Kraft" sind eine größere Version des Primärenergie-Generators, die für die Behandlung von großen Flächen auf dem freien Feld eingesetzt werden. Nach Angaben der Firma basieren diese felderzeugenden Geräte auf dem Prinzip einer "Gravitationsfeldenergie" (GFE), die als ein Feld longitudinaler stehender Wellen erklärt wird, das elektromagnetisch erzeugt werden könne. Es habe eine energie- und informationsspeichernde Wirkung, die sich auf beliebige Materie übertragen lasse, wobei die Eigenschaften der eingestrahlten Welle in der so "aufgeladenen" Materie weitgehendst erhalten bleiben sollen. Dieses longitudinale Feld nennt Wolf Gravitationsfeldenergie. Sie sei die Ur- oder Primärenergie, die den Kosmos erfülle und das Funktionieren und Wirken atomarer und molekularer Strukturen ermögliche. Alle unbelebten und belebten Systeme seien Erzeuger und Empfänger dieser Feldenergie, die möglicherweise mit dem Orgon, dem Qi, dem Prana und dem Od identisch sei. Sie könne tief in lebende Organismen eindringen und besitze eine starke Wirkung auf sie, beschleunige chemische Prozesse und stärke das Immunsystem. Dieses longitudinale "Gravitationsfeld" entstehe als resultierender Vektor aus einer bestimmten Konfiguration elektrischer und magnetischer Felder, die in den Primärenergie-Generatoren durch die Eigenschaften bestimmter Stoffe entstehen. Mit den von diesen Geräten erzeugten Feldern werden Trägersubstanzen wie Quarzmehl, Tonmineralien oder Wasser "aufgeladen" und zu Feldspeichern dieser Gravitationsfeldenergie gemacht, wobei angeblich die atomaren Strukturen verändert, d.h. ihre Elektronenhüllen vergrößert werden sollen. Bei der Abgabe der Energie in die Umgebung werden nach Auffassung der Firma Mundus die Umlaufbahnen der Elektronen wieder auf ihre ursprüngliche Größe reduziert, wobei die in den Drehmomenten gespeicherte Energie wieder frei wird. Dabei werden gleichzeitig bestimmte Informationen in Form von "Erregerfrequenzen" von einem Ursprungsmaterial, z.B. Sauerstoff, auf das Trägermaterial übertragen, so dass dieses die Schwingungsmuster annimmt und damit auf die Umwelt energetisch einwirkt. Bei der Entstehung der Idee der Primärenergie-Generatoren und "Türme der Kraft" haben auch die Spekulationen des amerikanischen Entomologen (Insektenforschers) und Biophysikers Philip S. Callahan über die geheimnisvollen irischen Rundtürme ein Rolle gespielt. Callahan behauptete in seinen drei Büchern "Ancient Mysteries, Modern Visions" (1984), "Nature’s Silent Music" (1992) und "Paramagnetism - Rediscovering Nature’s Secret Force of Growth" (1995), die irischen Rundtürme seien eine Art Antennen für ein magnetisches Feld, welches das Pflanzenwachstum stimuliere. Dies geschehe durch den Wechselwirkung zwischen dem Paramagnetismus des Granitsteins der Türme und den paramagnetischen und diamagnetischen Eigenschaften des Erdbodens. Nach Callahan ist das Zusammenspiel dieser beiden magnetischen Eigenschaften als Yin und Yang der Bodenfruchtbarkeit die Grundlage von Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, von Wurzelbildung und Fruchtbarkeit der Pflanzen. Callahan, über dessen Arbeit Peter Tompkins und Christopher Bird in ihrem Buch "Die Geheimnisse der guten Erde" (deutsch 1989) berichteten, empfahl die Aufstellung von 1,5 Meter großen Miniaturmodellen der irischen Rundtürme im heimischen Garten; sie seien ebenso wirksam wie die Originale. Die PRIGE-Technologie wird in der Landwirtschaft, im Obst- und Gartenbau und in der Gewässersanierung eingesetzt, wo sie weniger Schädlingsbefall an den Pflanzen, eine verbesserte Lagerfähigkeit der Früchte, eine Qualitätsverbesserung der Böden, höhere Erträge und eine Reduktion von Fungiziden, Pestiziden und Kunstdünger bewirken soll. Dies soll durch eine "energetische Aufladung" geschehen, die bei den Organismen eine Rückkehr zu den autonomen Regulationsprozessen anregt. Als Beispiel für eine solche Anwendung soll ein Pilotprojekt beschrieben werden, das in Berlin durchgeführt wurde (siehe Hagia Chora Nr. 11, "Ein See atmet auf"). Nach einjähriger Erprobung des von der Mundus GmbH entwickelten Verfahrens zur Gewässer-Regeneration im Berliner Hubertus-See erteilte die Berliner Senatsverwaltung im Januar 2000 der Mundus GmbH den Auftrag zur Sanierung des 1 Hektar großen, abflusslosen Dreipfuhl-Teichs in Berlin-Zehlendorf, der sich in besorgniserregendem Zustand befand. Dieser Teich ist Endstation eines mit mehreren Quadratkilometer viel zu großen Stadtentwässerungsgebiets, ist stark schwermetallbelastet und durch Sauerstoffmangel völlig verschlammt. Er pflegte mehrmals im Jahr zu kollabieren, besonders nach starken Regenfällen mit entsprechendem Straßenschmutzeintrag. Um die durch die Primärenergie-Generatoren erzeugten Energiefelder gezielter informieren zu können, wurde bei diesem Projekt die PRIGE-Technologie zusammen mit dem von Peter von Buengner von der Firma M-Tec GmbH in München entwickelten Quantec-Radionik-Gerät angewendet. Die radionische Analyse, die Buengner mit einem für die medizinische Diagnose am Menschen entwickelten Programm durchführte, das sowohl Diagnose wie auch therapeutische Vorschläge ausgibt, ergab in erster Linie "Atemstillstand" "Verdauungsbeschwerden, Verstopfung und Ausscheidungsschwierigkeiten", "Stoffwechselstillstand" sowie "infektiöser und parasitärer Befall und Mykosen". Nach sechsmonatiger Behandlung durch drei Primärenergie-Generatoren mit begleitender Behandlung des Ufers und des Kanalsystems im Einzugsgebiet mit aktiviertem "Bio-Aktiv"-Quarzsand konnte die Senatsverwaltung eine weitgehende Stabilisierung des Sauerstoffgehalts feststellen. Ein Fischsterben ist nicht mehr aufgetreten, und am Grund und im Uferbereich haben sich wieder höhere Wasserpflanzen angesiedelt. Ein unabhängiges Gutachten ergab, dass die Schwermetall- und Schadstoffkonzentration deutlich zurückgegangen sind, vor allem bei Chrom und Blei. Der Abschlussbericht befindet sich im Internet unter www.hoege-radionik.de/mundus/mundus.htm.

Die Graviton-Technologien

Die von der 1999 gegründeten Firma Graviton GmbH in Berlin entwickelten "Graviton Bioenergie-Technologien" sind teilweise Weiterentwicklungen der Plocher- und der PRIGE-Technologien und stellen ein auf dem Resonanzprinzip beruhendes biophysikalisches Verfahren mit elektromagnetischen und nichtelektromagnetischen felderzeugenden Geräten sowie "aktivierten Mineralien" dar. Vom Plocher-Energie-System unterscheidet es sich hauptsächlich durch die zusätzliche Verwendung des elektromagnetischen "GeFES-Gerätesystems" zur Wasserbehandlung und durch so genannte Djeds zur Aktivierung der Selbstregenerationsprozesse. Die Graviton-Technologien werden zur Sanierung von belasteten Gewässern, zur Stimulierung aerober Mikroorganismen und der Verbesserung von CSB-Werten (einem Maß für den Schlammgehalt bzw. oxidierbare Verbindungen) in Abwasseraufbereitungsanlagen, zur Lösung von Gülleproblemen sowie in Gartenbau und Landwirtschaft eingesetzt, wo sie eine Stimulierung des Pflanzenwachstums und einen verringerten Bedarf an chemischen Insektiziden, Fungiziden und Pestiziden bewirken sollen. Das Verfahren verwendet mehrere verschiedene Geräte und Technologien, die auf zwei verschiedenen Prinzipien beruhen. Die eine, auf nichtelektromagnetischen Prinzipien ähnlich der Plocher-Technologie beruhende Gruppe bilden die "Power Djed"- und "Tower Djed"-Geräte, die aufgrund ihrer spezifischen Struktur und der verwendeten Materialien in der Lage sind, "Bioenergie-Mineralien" (BEM) zu aktivieren. Eine zweite Kategorie bildet das "GeFES-Gerätesystem", das mit elektromagnetischen Feldern arbeitet und zur Beeinflussung der Wasserstruktur eingesetzt wird. Die Djeds bestehen aus einem etwa 1 m hohen Metallrohr mit einem Aufsatz aus zwei (gelegentlich vier) runden Scheiben aus Granit und zwei dazwischenliegenden konischen Zwischenstücken aus Magnetit. Wesentlich ist, dass in einem bestimmten geometrischen "Brennpunkt" dieser Antennenstruktur auswechselbare "informationstragende Naturstoffgemische" angebracht werden, von denen Resonanzeffekte ausgehen und die für die "Informierung" des abgestrahlten Mikropotenzialfeldes sorgen. Die Form dieser Struktur entspricht der des altägyptischen Djed-Hieroglyphensymbols; daher der Name. Die Djeds wirken als Energiegeneratoren, indem sie, je nach Größe, im Umkreis von etwa 3 bis 10 Hektar ein Feld unbekannter Natur erzeugen. Vielleicht müsste man hier jedoch besser davon sprechen, dass sie eine bestimmte "Raumveränderung" bewirken, da es sich nicht um ein elektromagnetisches Kraftfeld und damit auch nicht um Energie handelt. Sie arbeiten kontinuierlich, ohne elektrischen Anschluss oder andere zusätzliche Mittel, und müssen nur einmal jährlich durch die Herstellerfirma gewartet werden. Die zwei Größen von Djeds sind in Grundaufbau und Wirkungsprinzip gleich. Gemäß der Herstellerfirma sollen die Djeds "über elektromagnetisch erzeugte resonante biophysikalische Mikropotenzialfelder (Malter-Effekt, siehe v. Ardenne et al., 1997) gezielte Steuerungsfunktionen auf Mikroorganismen ausüben" - so auch eine selektive Stimulierung aerober Mikroorganismen. Die Djeds können auch zur "Aktivierung" der "Bio-Energie-Mineralien" (BEM) eingesetzt werden, was der Plocherschen Informierung entspricht. Die so aktivierten Mineralmischungen "wirken wie ein Akkumulator und speichern übertragene Feldeigenschaften" und üben dann vor Ort ihre Wirkungen aus. Sie werden je nach Anwendungsbereich auf unterschiedliche Weise aktiviert; es gibt deshalb spezielle "Bio-Energie-Mineralien"-Präparate für Pflanzenbehandlung, für die Abwasser und Fäkalienbehandlung, für Kompostherstellung, für die Behandlung von Oberflächengewässern - Seen, Teiche, Fischzuchtbecken -, für Gülle und schließlich als Fließhilfsstoffe für Massentierhaltung. Die Wirkungen der "Bio-Energie-Mineralien" entstehen nach Angaben der Firma durch Aktivierung von Mikroorganismen, vor allem durch die Verschiebung des Verhältnisses von anaeroben zu aeroben Mikroben, die Erhöhung des Sauerstoffgehalts durch Aktivierung von Sauerstoffbildung durch Bakterien und Wasserpflanzen, durch Verhinderung von Fäulnis, Förderung der Rotte und Stärkung des Organismus von Pflanzen und Tieren. Zusätzlich werden besondere "aktive Mikroorganismen" eingesetzt. Auf einem anderen Wirkungsprinzip beruht das "GeFES"-Gerätesystem, ein System mit zwei ringförmigen Magnetfeldspulen, die an Wasserleitungen angebracht werden, und einem Steuergerät, das an der Wand befestigt wird und mit dem Netz verbunden ist. Die Spulen besitzen drei Anschlüsse, da sie neben einem gepulsten Magnetfeld auch ein elektrostatisches Hochspannungsfeld erzeugen. Diese Kombination "resonanter biophysikalische Felder" soll selektiv hemmend auf verschiedene Mikroorganismen wirken - wobei Fäulniserreger stärker gehemmt werden als die Mikroflora, die zur Selbstreinigung der Gewässer beiträgt - und außerdem die Struktur des Wassers beeinflussen. Außerdem soll sie Kalkablagerungen verhindern, indem der Kalk in eine Form umgewandelt wird, in der er nicht mehr an den Wänden haftet. Die GeFES-Technologie ist für einen Einsatz in Haushalten, in der Lebensmittelindustrie, in Großküchen, Hotels, medizinischen Einrichtungen und, in Kombination mit dem Power-Djed, für den Großeinsatz in Gartenbau, Landwirtschaft und Industrie zur Behandlung belasteter Wasser- und Abwasserkreisläufe gedacht. Die noch junge Entwicklerfirma, die von der brandenburgischen Landesregierung gefördert wird, hat verständlicherweise noch keine großangelegten systematischen Forschungen und Tests vorzuweisen, es liegen jedoch bereits eine Reihe von Testberichten von Unternehmen, Behörden und Privatpersonen vor. In der Zuckerfabrik Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) konnte in einer 5 Hektar großen, stark eutrophierten, mit Zuckerrübenabwasser belasteten Teichkläranlage ohne Selbstreinigungsfähigkeit durch eine 36-tägige Behandlung mit 4 Power-Djeds auf Schwimmpontons nach 2-jähriger Nutzung eine dauerhafte Reduktion der CSB-Werte von Werten zwischen 6000 und 12000 mg/l (1998-99) auf um bzw. unter 200 mg/l erreicht werden. Der Gartenbaubetrieb Gisela Busch in Lehnin, Brandenburg, setzte den "Power-Djed" in Kombination mit dem GeFES-Gerät in seinen Gewächshäusern ein, in denen auf einer Fläche von 2500 m2 Kulturen von Tomaten, Gurken, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren mit Tröpfchenbewässerung und zentraler Nährstoffversorgung gezogen werden. Die Behandlung hatte nach Angaben der Firma eine ausgezeichnete Wirkung auf Wachstum, Pflanzengesundheit, Fruchtstand und Fruchtqualität sowie die die Anzahl der Früchte der Tomaten- und Gurkenpflanzen (Busch, 2001). In Berlin wurde die Kombination von Power-Djed und "Bio-Energie-Mineralien" im Juni und Juli 2001 vom Bezirksamt Mitte im Einsatz auf dem 2500 m2 großen Teich "Engelbecken" am Michaelkirchplatz getestet (Graviton GmbH, 2001b). Dreieinhalb Wochen nach Einbringung von jeweils 41,5 kg BEM, dem Einsatz eines Power-Djed auf Schwimmponton und flächiger Ausbringung von Mikroorganismen war die Gesamtmenge der Algenbänke deutlich zurückgegegangen und wurde auf ein Zehntel des Ausgangsbestands geschätzt. Vorteile für die Fischzucht versprechen die Versuche mit sechs japanischen Koi-Karpfen, die von Februar bis März 2001 in einem 1500-Liter-Becken in der Rekonvaleszenzperiode nach Auftreten der "Lochkrankheit" mit dem "Aqua Zellaktivator" (GeFES) behandelt wurden, der dem Biofilter des Beckens vorgeschaltet war. Damit ließ sich eine Stabilisierung der Wasserwerte, eine Reduktion der Wasserwechselfrequenz um 50%, eine Reduktion und Stabilisierung der Nitritwerte von 0,3 mg/l auf weniger als 0,1 mg/l, eine Reduktion der Ammonium-Werte von 0,5 mg/l auf weniger als 0,1 mg/l sowie eine Erhöhung des gelösten Sauerstoffs von ca. 9 mg/l auf ca. 12 mg/l erreichen. Versuche mit GeFES-Geräten in verschiedenen öffentlichen Bädern haben gezeigt, dass durch den Einsatz der Graviton-Technologien eine Reduktion oder Stabilisierung des Chlorzusatzes ohne Erhöhung der Keimzahlen erreicht werden kann; zum Teil war es möglich, sogar völlig ohne Chlorzusatz auskommen.