Früchte im Lebensfluss
Kraftplätze im Obstgarten
Die geomantische Gestaltung des eigenen Lebens- und Arbeitsorts ist ein langsamer Prozess, der seinem eigenen Rhythmus folgt. Die Geomantin Margit Holland beschreibt, wie sie die Qualitäten ihres Familien-Anwesens, das Obstgut Bonhausen am Bodensee, mit einfülsamen Maßnahmen über die Jahre hinweg unterstützt.

Die geomantische Gestaltung des eigenen Lebens- und Arbeitsorts ist ein langsamer Prozess, der seinem eigenen Rhythmus folgt. Die Geomantin Margit Holland beschreibt, wie sie die Qualitäten ihres Familien-Anwesens, das Obstgut Bonhausen am Bodensee, mit einfülsamen Maßnahmen über die Jahre hinweg unterstützt. Anfang dieses Jahres lud mich der Beratungsring für biologischen Obstbau ein, im Rahmen der jährlichen europäischen Obstbautagung einen Vortrag über das Thema "Geomantie im Obstbau" zu halten. Gleich zu Beginn des Vortrags stellte ich klar, dass ich nicht aussschließlich über das genannte Thema sprechen könne, da sich die Geomantie nicht auf einen einzigen Bereich eingrenzen lässt. Die gesamte Erde, jeder Teil, ob gartenbaulich bzw. landwirtschaftlich genutzt oder nicht, muss bei der geomantischen Betrachtung einbezogen werden. Die Wirkung hört nicht an den eigenen Grundstücksgrenzen auf, sondern geht weit darüber hinaus. Für viele Bauern, vor allem aber für viele Menschen, die im landwirtschaftlichen Versuchswesen arbeiten, erfordert dies ein Umdenken. Herkömmliche Anbauversuche sind nicht in allen Bereichen durchführbar. Eine Nullparzelle im wissenschaftlichen Sinne kann es nicht geben, da es keine starren Wirkungsgrenzen gibt. Seit einigen Jahren beziehe ich in die Arbeit auf unserem biologischen Obstgut geomantische Gegebenheiten ein. Unser Betrieb liegt auf einer kleinen Anhöhe am Rande des Schussentals, rund 15 Kilometer vom Bodensee entfernt. Sowohl der Bodensee als auch das erdige "Hinterland" haben Einfluss auf die Ortsqualität unseres Hofes und dessen komplexes Energiegefüge. Zeitweise ist es schwer, an die tiefliegenden atmosphärischen Schichten dieses Grundstücks zu gelangen. Mit vielen Plätzen bin ich emotional durch Kindheitserinnerungen sehr verbunden, so dass es mir oft nicht leicht fällt, neutral zu bleiben. Im Laufe der Jahre habe ich mit den Wesen und Plätzen Kontakt aufgenommen und eine Art Zusammenarbeit mit ihnen entwickelt.
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