Natürliche Verbindung
Plädoyer für eine geomantisch-ökologische Landwirtschaft
Der Geomant und ehemalige Landwirt Axel Caspary zeigt die Gemeinsamkeiten zwischen ökologischem Landbau und der Geomantie auf und denkt über Möglichkeiten der Zusammenarbeit nach.

Der Geomant und ehemalige Landwirt Axel Caspary zeigt die Gemeinsamkeiten zwischen ökologischem Landbau und der Geomantie auf und denkt über Möglichkeiten der Zusammenarbeit nach. Als ich vom Schwerpunktthema "Geomantie und Landwirtschaft" dieser Ausgabe der Zeitschrift Hagia Chora erfuhr, war ich berührt und betroffen, denn in umgekehrter Reihenfolge beschreibt dieses Thema meine eigene berufliche und biographische Entwicklung. Nach meiner Ausbildung und 5-jährigen Betriebsleitererfahrung innerhalb der biologisch-dynamischen Landwirtschaft fand ich 1997 in der Geomantieausbildung der Hagia-Chora-Schule das, was ich schon lange gesucht hatte: den Zugang zu den "unsichtbaren" Ebenen der Landschaft. Seit einigen Jahren betreibe ich nun mein eigenes geomantisches Beratungsbüro. Meine Liebe zur Landwirtschaft ist dabei zwangsläufig in den Hintergrund getreten. Um so mehr freut es mich, dass dieses Heft zwei Strömungen zur Begegnung verhilft. Mit meinem Beitrag will ich als Bürger beider Welten den Versuch unternehmen, konkrete Gemeinsamkeiten zwischen Geomantie und ökologischem Landbau aufzuzeigen und zur Zusammenarbeit anregen.
Der Betriebsorganismus als Holon
Die nachhaltige Wirtschaftsweise der ökologischen Landwirtschaft arbeitet mit möglichst geschlossenen Stoffkreisläufen. Das bedeutet, dass Stroh und Futter für das Vieh im eigenen Betrieb angebaut werden. Der Mist der Tiere gelangt als Dünger zurück auf die Felder. Durch die so genannte Fruchtfolge werden Viehfutter, Getreide und andere Feldfrüchte jedes Jahr auf einem anderen Acker angebaut, und auch der Mist wird auf jährlich wechselnden Flächen ausgebracht, je nachdem, welche Kultur ihn am besten in Ertrag und Humusbildung umsetzen kann.
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