Die Erde wandelt sich

von Marko Pogačnik erschienen in Hagia Chora 11/2001

In dieser Kolumne beschreibt der Geomant, Bildhauer und Erd-
heiler Marko Pogacnik seine Wahrnehmung der gegenwärtigen
Erdwandlung. Die Auswirkungen des Attentats vom 11. Sep-
tember reflektiert er in seinen Traumbildern, die er als Wand-
lungsprozesse deutet. Jenseits des entsetzlichen Schreckens, der erst langsam verarbeitet werden kann, sieht er in dem globalen Schock, den die Welt erfahren hat, zugleich einen starken Impuls hin zu einer geistigen Integration des neuen Erdenraumes.

Die epochale Erdwandlung kann man nur begreifen, wenn man die Erde als eine gewaltige Intelligenz versteht. Die tragischen Ereignisse des 11. September 2001 begleiten eine Fülle von Zeichen, die darauf hinweisen, dass dieser Prozess bis auf die Ebene der heutigen Zivilisation Auswirkungen zeigt. In diesem Sinne könnte man die Periode vor dem 11. September als eine Vorbereitungsphase zur Entwicklung eines neuen Erdraumes bezeichnen, wie ich ihn in dieser Kolumne regelmäßig beschrieben habe. Genau einen Monat vor der Katastrophe erlebte ich im Traum ein Klagegeschrei, das kein Ende fand. In einem weiteren Traum, zwölf Tage zuvor, zeigt sich mir die kritische Lage in folgendem Bild: Ich sah, wie sich Vorbereitungen zu einer "heiligen Hochzeit" erfolgreich vollzogen. Übersetzt würde dieses Bild bedeuten, dass in den letzten vier Jahren seitens der Erdintelligenz und der geistigen Welt ein ätherisch-emotionales und geistiges Feld entstanden ist, in dem bereits die sich entwickelnden Erdraumstrukturen erspürt und im täglichen Leben verankert werden konnten. Die Bedingungen für eine neue, kooperative "Ehe" zwischen den Erdsystemen und dem Menschen sind schon vorhanden. Dann wurde mir im Traum bewusst gemacht, wie die globale Zivilisation, ohne die neue Qualität des Erdraumes überhaupt wahrzunehmen, weiter ihre Bahnen entlang rollt - allem Wissen über die drohende ökologische Katastrophe zum Trotz. Im nächsten Moment erlebte ich einen Augenkontakt mit der Erdintelligenz selbst. Der Platz auf dieser Seite würde nicht ausreichen, um ihre Präsenz zu beschreiben. Was sich beschreiben lässt, ist der Einblick in die reale Gefahr für die Menschheit, der mir in dieser Sekunde gewährt wurde. Am besten könnte man die Gefahr mit dem Ausdruck "der zweite Tod" aus der Offenbarung des Johannes bezeichnen, womit die Auslöschung der Identität oder ein Absterben der Seele gemeint ist - ein Zusammenbruch des Universums. In der folgenden Nacht wurde mir gezeigt, wie der Gefahr durch ein katastrophales Ereignis vorgebeugt wird.