Ein See atmet auf
Über den Einsatz von Radionik in der Gewässersanierung
Ebenso wie in der Medizin stößt der Mensch beim Versuch, seine Umwelt zu heilen, trotz Einsatz modernster Technik an Grenzen, die jenseits des Machbaren oder Bezahlbaren liegen. Neue Wege und neue Lösungsansätze sind also gefragt. Im Jahr 2000 hat die auf Umwelt- und Gewässersanierung spezialisierte Firma Mundus GmbH aus Berlin zusammen mit der Radionik-Herstellerfirma m-tec aus München ein Gemeinschaftsprojekt initiiert, dessen Ergebnisse auf neue Wege hoffen lassen.

Ein kleiner See, der Dreipfuhl-Teich in Berlin, sollte saniert werden. Die Lage war bereits seit längerem mehr als besorgniserregend: Der etwa einen Hektar große Teich besitzt keinen Ablauf und ist Endstation eines mehrere Quadratkilometer großen Straßenentwässerungsgebietes, zu dem auch zwei Haupteinfallstraßen von Berlin gehören. Über viele Jahre hatten sich in dem kleinen Gewässer Schwermetalle angereichert, und der ständige Sauerstoffmangel hatte Fäulnisprozesse in Gang gesetzt, die zur Ablagerung einer meterdicken Schlammschicht auf dem Seeboden geführt hatten. Dies zerstörte die Lebensvoraussetzungen für die Flora und vor allem für diejenigen Algenarten, die für das biologische Gleichgewicht eines Gewässers unabdingbar sind. Der Teich kollabierte infolgedessen zwei- bis dreimal jährlich, besonders nach starken Regenfällen mit entsprechendem Straßenschmutzeintrag. Danach nahm der Geruch des Sees klärgrubenartige Ausmaße an, die Fische erstickten und trieben tot mit dem Bauch nach oben auf dem Wasser. Anton Stucki, einer der beteiligten Umweltsanierer, fasste die Situation treffend zusammen: "Der Dreipfuhl-Teich war in vielfacher Hinsicht ein schwerer Brocken." Die Berliner Stadtverwaltung erteilte schließlich den Auftrag zu einem Gemeinschaftsprojekt der Berliner Mundus GmbH, die mich und meine auf Radionik spezialisierte Firma m-tec AG hinzuzog. Bereits im Vorfeld waren durch Wasserentnahmen umfangreiche Analysen erstellt worden. Mehrere Verfahren zur Lösung der Probleme wurden erwogen, die sich aber entweder als kaum durchführbar oder als zu kostspielig herausstellten und zudem keine dauerhafte Sanierung garantieren konnten.
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