Der Beginenhof Bremen
Ein erfolgreiches geomantisches Werkschulprojekt
Fortgeschrittene TeilnehmerInnen der Fachausbildung "Haus" der Schule Hagia Chora waren im Herbst des Jahres 2000 aufgefordert, ihr Wissen in einem zukunftsweisenden Wohnmodell einzubringen - dem Expo-Projekt des Bremer Beginenhofs.

Die Beginen-Bewegung entstand im Hochmittelalter aus der Suche nach spirituellen Formen des Lebens außerhalb von Klostermauern. Jede Frau konnte Begine werden, ohne ein lebenslanges Gelübde ablegen zu müssen. Sie konnte alleine, in ihrer Familie, zu zweit, in Kleinst- oder Großkonventen leben. In den Konventen lebten die Frauen nach ordensähnlichen festen Regeln (siehe www.beginen.de). Heute entstehen erneut Wohnmodelle, die sich an der Beginen-Bewegung orientieren. Doch das Expo-Projekt Beginenhof - inzwischen ein international renommiertes Lebensprojekt von Frauen für Frauen - basiert auf völlig anderen Grundlagen als den historischen. Frauen von heute wollten einen Lebensraum schaffen, der Arbeit, Leben, Wirtschaften und Spiritualität vereint und sich dabei an den sozialen wie persönlichen Bedürfnissen der Frauen von heute - und morgen - orientiert. Das trifft sich mit den modernen Zielen der Geomantie, Anliegen und Lebensziele der BewohnerInnen durch die Verbindung mit den Energien des Ortes zu unterstützen und für ein Höchstmaß an atmosphärischer und struktureller Stimmigkeit zu sorgen.
Aufgabe der Werkschul-Gruppe
Aufgaben des Teams waren die Optimierung der einzelnen Wohneinheiten, die Anbindung des Gebäudekomplexes an die Energiestruktur der Stadt Bremen durch Außenraumgestaltung sowie punktuelle Verbesserungen der bestehenden Pläne. Das 23-köpfige Team unter Leitung des Geomanten Hans-Jörg Müller und der Supervisorin Elvira Recke untersuchte in einer ersten Werkschul-Woche das Grundstück, die stadträumliche Umgebung und den architektonischen Entwurf hinsichtlich Geomantie, Raumenergetik, Feng Shui, Elektrobiologie und Radiästhesie. Während einer zweiten Woche boten sie interessierten Frauen individuelle Wohnungsberatungen an. Dabei standen zum Zeitpunkt des Beginns der Zusammenarbeit sowohl Standort als auch grundlegendes Architekturkonzept bereits fest. In einer dritten Woche wurden im Juli 2000 großräumige geomantische Installationen im Außenraum durchgeführt. Ziel des Projekts war, die Ausbildungs-Teilnehmer an die Realität moderner geomantischer Arbeit heranzuführen. Nach einer einführenden Präsentation des geomantischen Ansatzes meldeten sich 30 Frauen für eine Einzelberatung an, die ohne festes Honorar auf Spendenbasis durchgeführt wurde.
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