Globalisierung - eine neue Etappe der Evolution?
Ich möchte Sie gern zu einem Schnellkurs einladen, bei dem ich Ihnen zeige, wie sich ein spirituelles Universum selbst verkörpert - nicht nur in Ihnen oder in mir, sondern im ganzen Planeten Erde und allen seinen Einwohnern. Dabei streifen wir drei wichtige Punkte: Erstens, wir sind Teil eines lebendigen Planeten in einem lebendigen Universum; zweitens, die Muster der planetaren Evolution helfen uns, den gegenwärtigen Menschheitsprozess der Globalisierung zu verstehen; und drittens, wir befinden uns mitten in einer Reifephase unserer Spezies. Wir bewegen uns vom Konkurrenzprinzip hin zur Kooperation, von einer auf Angst basierenden Wirtschaftsform hin zu einer Ökonomie, die auf Liebe gründet.

Leben - einmal anders betrachtet
Fortschritte in Physik, Biologie und Komplexitätstheorie (ein Zweig der Informatik) in den letzten Jahrzehnten haben die Wissenschaft zu einer Weltsicht gedrängt, in der die Natur als Ergebnis selbstorganisierter Energie oder Information begriffen wird. Biologen sagen dazu Autopoiesis (griechisch), was wörtlich "Selbst-Erschaffung" bedeutet und eine neue Definition von Leben darstellt: Alles, was sich fortwährend selbst erhält, ist eine lebende Entität. Maschinen tun dies bekanntlich nicht. Vielen Aspekte der Wissenschaft machen sichtbar, dass das Universum kein gigantisches Uhrwerk darstellt. Autopoiesis sagt auch nichts über Reproduktion oder Größenverhältnisse aus; wenn Sie also keine Kinder haben, ist das o.k., Sie leben dennoch! Man hat uns zwar im Biologieunterricht beigebracht, alle lebenden Systeme müssten sich fortpflanzen; mit dieser neuen Definition von Leben können wir nun beim Anblick des ganzen Universums sagen: "Es lebt!" Wir wissen, das Leben ist kein Ding, sondern ein Prozess. Der Prozess des sich ständig selbst Erschaffens und Erhaltens ist in der Physiologie als Metabolismus (Stoffwechsel) bekannt - ein zweiphasiger Zyklus, der zwischen Anabolismus (Aufbau) und Katabolismus, (Abbau) schwingt. Ähnliches geschieht auf kosmischer Ebene, wenn auch von der Wissenschaft kaum wahrgenommen. Immerhin in der Biologie ist der zweiphasige Prozess des Auf- und Abbaus anerkannt; die Physik allerdings beharrt darauf, das Universum folge einer Einbahnstraße des Zerfalls in Richtung immer größerer Unordnung. Dieser Vorgang ist als Entropie bekannt, oft vereinfachend als "Hitzetod des Universums" umschrieben. Demnach versinkt alles, was existiert, schließlich und endlich in thermodynamischem Mus. Womöglich ist aber Entropie eben nichts anderes als die katabolische Seite eines universalen Kreislaufs. Die andere Seite der Entropie heißt Syntropie: der Aufbau von Ordnung und Leben, eine Art kosmischer Anabolismus. Neuere kosmologische Theorien zeigen, dass es neben den Schwarzen Löchern, welche die Materie in ihrer Umgebung verschlingen, auch noch Weiße Löcher im All gibt, die neu erschaffene Materie und Energie ausspeien.
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