Vier Fragen an die Geomantie

Fragenkatalog und Vorwort zum Focus-Thema "Was ist Geomantie?"

von Johannes Heimrath , Lara Mallien erschienen in Hagia Chora 10/2001

Zur gleichen Zeit, während wir den Fragenkatalog für unser Focusthema "Was ist Geomantie?" formulierten, fand ein paar hundert Meter vom Redaktionsbüro entfernt ein Sommercamp von drei Dutzend jungen Leuten statt, die sich Gedanken über neue Formen des Zusammenlebens in ökologischen Lebensgemeinschaften machten, in denen authentische Beziehungen zu sich selbst, zu den anderen und zur Natur realisiert werden. Vieles von dem, was in den 70er-Jahren erfunden und in die Tat umgesetzt wurde, war immer noch Thema - konkreter, auf inzwischen solider Erfahrung gegründet. Eine schöne Synchronizität, schließlich ging auch die moderne Geomantie aus der Hippie-Bewegung hervor. Das erste deutsche Geomantie-Buch jener Zeit stammt von dem Psychedeliker Werner Pieper, und auch John Michell war kein Sonntagsgeomant. Heute sind die damaligen "Verrückten" Impulsgeber der Kulturell Kreativen und schreiben mit ungebrochenem Engagement unter anderem auch für Hagia Chora. Es zeigt sich: Die Frage nach einer tiefen Beziehung zur Erde und der Welt jenseits der Dinge ist nach wie vor gemeinsames Lebensthema.

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