Chinesische Medizin
Energetische Konzepte der TCM
Wer sich mit Feng Shui beschäftigt, kann auch die anderen traditionellen chinesischen Wissenschaften nicht außer Acht lassen. Wie stehen sie zueinander in Beziehung? Wie drückt sich die chinesische Kosmologie im Bereich der Heilkunde aus? Der folgende Beitrag stellt einige grundlegende Konzepte vor.

Zwischen der chinesischen Medizin und der alten Kunst des Feng Shui besteht ein direkter Bezug. Während Feng Shui die Umwelt und das Lebensumfeld energetisch so strukturiert, dass der Mensch sich optimal entfalten kann, schafft die Medizin einen energetischen Ausgleich im Körper. Erst wenn ein ausgeglichener Körper auf ein harmonisches Umfeld trifft, kann ein Höchstmaß an Übereinstimmung und damit an Lebensqualität erreicht werden. Beide Disziplinen arbeiten sich gegenseitig in die Hand. Gutes Feng Shui kann durchaus Bestandteil eines therapeutischen Konzeptes sein. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) blickt auf eine über dreitausendjährige Geschichte zurück. In der Sage geht sie auf die beiden Kaiser Shen nong und Huang di zurück. Ersterer soll die Heilpflanzen den Menschen zugänglich gemacht, der andere die Nadeln in die Medizin eingeführt haben. Zwei der ältesten medizinischen Werke tragen ihre Namen: Das "Shen nong ben cao jing" (der "Arzneiklassiker des Shen nong") und das "Huang di nei jing" (der "Innere Klassiker des gelben Kaisers"). Beide Werke stammen aus den letzten Jahrhunderten vor Christus. Noch heute studieren alle traditionell ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte beide Werke, da sie das Grundgerüst der Chinesischen Medizin enthalten. Beide stammen aus dem daoistischen Umfeld, was mehr oder weniger für die gesamte TCM gilt.
Grundlagen der TCM
Die wichtigsten Grundlagen der Chinesischen Medizin, die im "Nei jing" ausführlich behandelt werden, sind die Lehre von Yin und Yang und den fünf Wandlungsphasen, die Lehre vom Qi, der Lebenskraft oder Energie, für die sich nur schwer ein passender Ausdruck in europäischen Sprachen finden lässt. Die Begriffe Yin und Yang sind scheinbar klar und unmissverständlich. Bei näherem Hinsehen merkt man jedoch, dass ein Großteil der westlichen Autoren und Autorinnen bei diesem Konzept von Gegensatzpaaren ausgeht.
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