Kleines Deltaland am Meer

Die Niederlande aus energetischer Sicht

von Dick van den Dool erschienen in Hagia Chora 8/2001

Kreativ, lebendig, offen für Neues und unverkrampft im Umgang mit unsichtbaren Phänomenen - diesen Eindruck hinterlassen Holländer oft im ernsten Deutschland. Dick van den Dool, Geomant der ersten Stunde, erinnert sich an die Biografie seiner jungen Wissenschaft.

Die Bevölkerungsdichte der Niederlande ist eine der höchsten der Welt - auf jedem Quadratkilometer leben 380 Menschen. Zum Vergleich: In Japan und Belgien beträgt die Bevölkerungsdichte 333 Menschen/km2. Insgesamt 13 Prozent der Landesfläche werden für Wohnung, Arbeit und Transport verbraucht (1998). Die ländlichen Gebiete besiedeln vor allem mehr als 123 Millionen Nutztiere (2000), die Boden und Grundwasser stark belasten. Die Niederlande sind voll und werden immer voller, und Qualitäten wie Stille, Dunkelheit und ein freier Horizont werden immer seltener. Die Niederlande können auch stolz auf die höchstmögliche Elektrosmog-Belastung der Welt sein. Hier gibt es fünf Telekommunikationsunternehmen, die jeweils eigene Netze betreiben - das übertrifft selbst die USA mit vier Netzbetreibern. Laut einem bekannten niederländischen Radiästheten hat die Elektrosmog-Belastung nach dem zweiten Weltkrieg um den Faktor 300000 bis 500000 zugenommen. Die hochfrequente Strahlung verursacht bei sensiblen Tieren und Menschen viel Leid. Auch ist die Radarbelastung durch militärische Anlagen durch die flache Landschaft besonders hoch. Ich lebe schon seit 43 Jahren in meinem Geburtsort, wo meine Familie seit zwei Jahrhunderten wohnt und arbeitet. Während der letzten zehn Jahre nahm ich wahr, dass die energetische Qualität meiner Umgebung mehr und mehr abnimmt. Wenn ich von meinen geomantischen Reisen aus Irland oder England zurückkomme, ist hier die augenscheinlich geringe Lebenskraft des Landes besonders stark spürbar. Die Niederlande, das kleine Deltaland an der See, das von drei großen Flüssen durchströmt wird - Rhein, Maas und Schelde -, verfügen aber andererseits auch über genügend Selbstreinigungskräfte in Form des vielen Wassers, des Seeklimas und - nicht zu vergessen - in der Person der Bewohner selbst. Diese bleiben nie im stillen Kämmerlein sitzen, sondern entdecken gern Neues und haben eine erfrischende Art, die Dinge anzugehen ... Aber selbst wenn wir die Natur im Stich lassen, sie gebrauchen und missbrauchen, lässt sie uns nicht allein. Noch immer gibt es sehr vitale Plätze, selbst in großen Städten.

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