Land der Kraft

Die Geomantie Polens reicht bis in die Frühgeschichte zurück

von Leszek Matela erschienen in Hagia Chora 8/2001

Die Radiästhesie hat in Polen eine lange Tradition - der Umgang mit der Wünschelrute ist hier so selbstverständlich wie kaum irgendwo sonst. Lezek Matela hat in Polen zahlreiche radiästhetische Bücher veröffentlicht und die Kraftorte Polens intensiv erforscht. Mit seinem Beitrag rückt er im Westen kaum bekannte Zentren der slawischen Kultur ins Bewusstsein, damit wir sie als gemeinsames europäisches Erbe verstehen lernen.

Orte der Kraft sind die besten Plätze für geistige Exerzitien. Seit den Anfängen der Menschheit wurden solche Plätze speziell gesucht. Man glaubte, die geistige Entwicklung der Menschen verliefe an den Orten der Kraft beschleunigt. Alte Baumeister waren meist auch Meister des Geistes, die dank ihrer Intuition und einer genauen Beobachtung der Natur wussten, wo und wie eine Kirche, oder früher eine megalithische Einweihungsstätte, errichtet werden sollte. Wenn wir heute alte Kirchen besuchen, spüren wir eine ganz andere Stimmung als in den modernen Gotteshäusern. Von den alten Baumeistern wurde nicht nur die geomantisch beste Verortung des Bauwerks gesucht. Sie schufen auch zusätzliche stimulierende Faktoren, z.B. durch entsprechende Formgebung von Häusern und Kirchen (darunter auch spezielle Fußbodenlabyrinthe), günstige Proportionen der ganzen Architektur (z.B. nach dem Prinzip des Goldenen Schnittes) und der einzelnen Elemente (Heilige Geometrie) sowie bioenergetisch günstige Ornamente (Symbolstrahlung). Dazu kam noch eine baubiologisch optimale Baustoffwahl. Gepolte Steine (Plus-Seite nach innen) bildeten eine natürliche Abschirmung, die schädliche Komponenten der Erd- und Kosmosstrahlung beseitigte und positive Emissionen der Natur durchließ. Diese fein- und grobstofflichen Techniken sind eindrucksvolle Zeugnisse der geomantischen Denkweise alter Baumeister. In Polen gibt es viele interessante Kraftorte, Anziehungspunkte für alle, die alte Kultplätze nicht nur sehen, sondern auch erleben wollen. Zu den wichtigsten geomantischen Sehenswürdigkeiten Polens gehört vor allem das Wawel-Schloss in Krakau, dem ehemaligen Sitz der polnischen Könige. Heute befindet sich dort ein Komplex historischer Bauten, der gotische Dom mit seinen Grabkapellen und die aus dem 13.-14. Jahrhundert stammende Kö-nigsresidenz. Auf dem Schlosshof und in Teilen auch unter dem heutigen dritten Dom befinden sich Fundamente zweier früherer romanischer Kirchen sowie Überreste vorromanischer Rotunden. Außerdem ist mit dem Krakauer Wawel-Hügel eine in Polen sehr verbreitete Drachenlegende verbunden, ein typisches Anzeichen eines starken Ortes der Kraft.

Das Wawel-Schloss als Erdchakra

Nach alter Überlieferung soll Wawel auch eines der sieben Erdchakras sein. Der berühmte Esoteriker Apollonius von Tyana (Y´2. Jhdt. v.Chr.) soll dort ein magisches Weltzentrum gegründet haben. Der Begriff "Erd-" bzw. "Weltchakra" stammt aus der theosophischen Literatur und meint ein energetisches Zentrum der Erde analog zu den energetischen Zentren am Körper des Menschen, die in den Akupunktur-Lehrbüchern beschrieben werden. Ausführliche radiästhetische Untersuchungen, die ich am Waweler Erdchakra seit über 17 Jahren durchführe, bestätigen im großen Ausmaß die alten Sagen und geheimnisvollen Überlieferungen. Die in der Kapelle des heiligen Gereon, im Herzen des Ortes, gemessene Stärke der positiven Strahlungen erreicht fast 120000 Einheiten der erweiterten Bovis-Skala.
Die subtilen Vibrationen der Erdchakren als auch der Kraftorte werden durch geomantische Zonen verteilt. In Wawel kreuzen sich sieben Leylinien, die diese Stätte mit Orten wie Tschenstochau, Rom, Mariazell, Lourdes, Altötting, Stonehenge und Jerusalem verbinden. Die Strahlungslinien verlaufen auch vom Wawel-Schloss zu den vorgeschichtlichen Kulthügeln, die am Rande der Stadt liegen. Auch zahlreiche Krakauer Kirchen weisen sehr starke Strahlungen auf.

Geomantie der alten Slawen

Das geomantische Denken ist bereits in der altslawischen Siedlung in Biskupin zu beobachten. Die Siedlung stammt aus dem 6.-5. Jahrhundert v.Chr. und wurde in den 30er-Jahren ausgegraben. Als Fußboden dienten dort Holzbohlen und als Isolierschicht Lehm und Birkenäste. Zusätzlich brachte man vor dem Baubeginn das so genannte Gründungsopfer dar. Die Baumaterialien sowie tierisches Eiweiß und Blut aus dem heidnischen Ritual schützten die damaligen Hausbewohner vor schädlicher Strahlung. Die 200 m lange und 160 m breite Wehrburg war von über 1000 Menschen bewohnt. Die Siedlung der alten Slawen wurde auf einer Insel angelegt und weist einen 462 m langen, 3 m breiten und 5-6 m hohen Ringwall auf. Der Zugang zum Burgtor führte über eine 120 m lange Holzbrücke.
Die Siedlung in Biskupin ist bis heute - teilweise unberührt und teilweise rekonstruiert - erhalten und dient als frühgeschichtliches Museum. Radiästhetische Untersuchungen zeigen, dass Geomantie auch den alten Slawen vor 2500 Jahren bekannt war. Die Häuser in Biskupin waren vor allem nach dem Globalgitternetz ausgerichtet. Durch die Mitte jeder Haustür verläuft ein Globalgitternetzstreifen. In den Hütten befanden sich mit gepolten Steinen belegte, offene Feuerstellen, die ebenso nach den Globalgitternetzen orientiert wurden. Entlang der Wege durch die Siedlung spürte ich über 1 Meter breite Energiezonen, die jedoch nicht exakt mit den Straßen kongruent, sondern auch zum Teil unter den Häusern verliefen. Sind diese regelmäßigen Strahlungszonen im Laufe der 25 Jahrhunderte verschoben worden, oder kam ihnen eine Rolle zu, die zu enträtseln wir heute nicht mehr im Stande sind? Bei Untersuchungen vorzeitlicher Kultstätten entstehen immer wieder neue Fragen und Probleme, die heutzutage nur schwer gelöst werden können. Geheimnisvoll ist beispielsweise die Tatsache, dass der Stamm, der hier wohnte, die Wehrburg aus unbekannten Gründen verlassen hat. Archäologen schließen Krieg, Brand oder eine änhliche Katastrophe als Ursachen aus.
In der Nähe von Biskupin befinden sich noch weitere, allerdings weniger gut erhaltene Baudenkmäler jener vorzeitlichen Architektur. Überreste einer altslawischen Siedlung befinden sich auch auf Ostrow Lednicki, einer Insel in der Nähe von Gnesen. In der polnischen Mythologie habe ich einige symbolische Gestalten entdeckt, die starke Bezüge zur Geomantie aufweisen. Ich nenne einige Beispiele: Domownik (guter Hausgeist), Pioruniec oder Borowit (Herr der Macht, eine Gottheit mit fünf Gesichtern), Pogoda (Gottheit der guten Luft), Swarog (panslawische Gottheit des Himmelsfeuers), Uboze (Hausgeist), Zywie (Gottheit des Lebens oder Lebensgeist, der im gewissen Sinne als chinesisches Qi verstanden werden kann) und Zmij (slawische Entsprechung des Drachen). Eine andere Gestalt des Drachen war Bazyliszek, der Schatzhüter des Warschauer Altmarktes. Obwohl bei den alten Slawen der Kult der Großsteine bekannt war, hatte der Kult der heiligen Bäume eine ebenso große Bedeutung. Es gibt noch heute in Polen einige Dutzend solcher alten Kultbäume. Zu den bekanntesten gehören die Eiche "Bartek" in der Nähe von Kielce, ca. 1200 Jahre alt, 27 m hoch, mit einem Stammumfang von 9 m, ein alter Eichenpark in Rogalin bei Posen, vielleicht ursprünglich ein heiliger Hain, sowie die Eiche "Jagiello" im Urwaldgebiet von Bialowieza. Die meisten heiligen Bäume waren an einen geomantisch günstigen Ort gesetzt worden. Als Kultbäume verwendeten die alten Slawen besonders Eichen, Linden und Holunderbäume. Der polnische Stamm der Polanen glaubte z.B., dass der Mensch geheilt werde, wenn er durch einen gesplitterten Baumstamm (besonders von einer Eiche) hindurchgeht. In Bialystok im Nordosten Polens wurden einst auf der geomantischen Zone zwischen der Kirche des Hl. Roch und der Bialystoker Kathedrale Linden gepflanzt; die Straße heißt noch heute Linden-Straße.
Zu den starken Kraftorten gehören ebenso die prähistorischen Kultstätten auf Zoptenberg südlich von Breslau sowie Lysa Gora bei Kielce. Leider ist die Ausstrahlung dieser Plätze durch riesige Fernsehsender stark beeinträchtigt.

Steinkreise und Sternkonstellationen

In Polen gibt es einige megalithische Anlagen, von deren Herkunft und Bedeutung man nicht viel weiß. Die bekanntesten Steinkreise in unserem Land befinden sich in Odry in der Nähe von Czersk (Pommern). Im Wald am Fluss, der übersetzt "Schwarzwasser" heißt, liegen zehn Steinkreise mit Durchmessern von 15 bis 33 m. Die einzelnen Kreise zählen jeweils 16 bis 29 Steine. Zusätzlich sind die Mittelpunkte der Kreise mit bis zu drei Megalithen besetzt. Die polnische Radiästhetin Zofia Piepiorka entdeckte vor kurzem, dass die Anordnung der Megalithen in Odry dem Sternhaufen der Hyaden im Sternbild Taurus gleicht. Eine andere megalithische Objektgruppe mit insgesamt fünf Steinkreisen in Wesiory (ebenfalls Pommern) widerspiegelt dagegen laut Piepiorka den Plejaden-Sternhaufen. Die Sterne sollen mit ihren Nachbildungen auf der Erde in Kontakt stehen. Einigen polnischen Forschern zufolge stellen die megalithischen Bauten in Odry und Wesiory riesige Transformatoren der kosmischen Energie dar. Nach meinen eigenen Untersuchungen stehen die beiden Anliegen an starken Kraftorten und sind mit anderen alten Kultstätten in Polen durch geomantische Linien verbunden. Die Strahlung der einzelnen Kreise entspricht den Frequenzen verschiedener Farben. Menschen, die in den Steinkreisen meditieren, empfangen häufig symbolische Bilder, die etwas über die Bedeutung der einzelnen Kreise ausdrücken. So gibt es z.B. den Kreis der Krieger, der Heilung, der Sonne, des Stieres etc. Meiner Hypothese nach besaß Odry einst große Bedeutung nicht nur für Pommern, sondern für den ganzen Nordosten Europas. Wissenschaftler aus dem Museum für Archäologie in Danzig haben eine Zusammenarbeit mit Radiästheten, Geomanten und Hellsehern bei der Erforschung der Steinkreise in Pommern angekündigt.

Geheimnisse orthodoxer Kirchen

In Ostpolen, wo sich die meisten Tempel der polnischen orthodoxen Kirche befinden, stoßen Radiästheten bei Untersuchungen dieser Sakralbauten auf viele unerklärliche Phänomene. Unter meiner Führung durchgeführte Studien zeigten, dass fast alle alten ostkirchlichen Gebäude an starken Orten der Kraft errichtet wurden, wo ein besonders starkes, geistig und emotionell stimulierendes Strahlungsklima herrscht. Die positiven Strahlungsverhältnisse werden durch aufsteigende Wasseradern und kosmische Gitternetzsysteme verursacht. Zusätzliche Verstärkungseffekte werden in den ostkirchlichen Gotteshäusern durch die charakteristischen Zwiebeldächer erzielt, welche die Strahlung kreisförmig sammeln. Feinstoffliche Schwingungen werden auch durch Ikonen, Weihrauch und Kerzen bereichert. So hatten Rutengänger beispielsweise in Grabarka (30 km vor der russischen Grenze), einem der wichtigsten Pilgerorte der Orthodoxie, hohe Potenziale entdeckt. Dabei wurde eine Vergrößerung der menschlichen Aura beim Verweilen an diesem Platz beobachtet.
In der Ostkirche besteht eine gewisse Tradition, Tempel an den heiligen Plätzen zu errichten. Der Grabarka-Berg, auf dem die Wallfahrtskirche steht, ist durch zahlreiche Wunder berühmt. In den schriftlichen Überlieferungen über die Gegend ist zu lesen, wie Bewohner der nahliegenden Stadt Siemiatycze im Jahre 1710 vor der Pest gerettet wurden. Einem durch Frömmigkeit bekannten Greis wurde im Schlaf befohlen, die Bewohner der Stadt auf dem Grabarka-Berg für zwei Wochen zu sammeln, um dort zu fasten und zu beten. Nur diejenigen, die dem Aufruf des Greises folgten, überlebten die Epidemie.
Das Wasser aus dem Erlösungsbrunnen Grabarkas weist bis heute Heilqualität und hohe bioenergetische Werte auf. Es gibt eine ganze Reihe von Heilungen und Wundern, die mit diesem Wasser und dem Grabarka-Berg verbunden sind. Traditionell stellt jede dort geheilte Person ein Kreuz auf; heute stehen auf diesem "Wunderberg" fast 7000 solcher Kreuze. Vor dem Altar der Wallfahrtskirche wurden vier aufsteigende Wasseradern gemutet, die so genannte blinde Quellen bilden (einen oder mehrere steil ansteigende Wasserläufe, die die Oberfläche nicht erreichen). Viele halten die Verbindung dieser unterirdischen Emission mit den kosmischen Energiebahnen für die Ursache der beobachteten Phänomene. Außer Grabarka besitzt die Ostkirche einige andere Heilorte in Ostpolen, z.B. in Jableczna und Suprasl. Es gibt auch ostkirchliche Heiler und weise Frauen, die u.a. Ikonen segnen, Gebete und sogar verschiedene magische Methoden anwenden. Die bekannteste ist wohl die "weise Frau aus Orla", zu der auch Patienten aus dem Ausland kommen. Neben Gebeten bedient sie sich der sympathischen Magie. Die Diagnose wird von einem mit einem Leinentuch bedeckten Glas mitgeteilt.

Der polnische Urwald

Es gibt sehr wenig Urwaldgebiete in Europa. Zwei polnische Geomantie-Forscher, der Förster Piotr Bajko und der Arzt Dr. Sergiusz Tarasiewicz, haben im Urwald von Bialowieza im Nordosten Polens zwei sehr starke Kraftorte entdeckt. Sie liegen auf derselben geomantischen Linie, die alte Kultstätten in Deutschland verbindet: den "Hexentanzplatz" im Harz und die Kapelle der gnostischen Sekte der Katharer in Drüggelte bei Soest. Einer der Kraftorte im polnischen Urwald liegt auf einer Anhöhe, wo sich früher angeblich ein heiliger Hain der Urwaldbewohner befand. Heute gibt es an dieser Stelle eine Gruppe von fünfzehn alten Eichen, die den geomantisch aktiven Ort umgeben. In Juni 1991 kam es dort zu außergewöhnlichen Erscheinungen: Nach dem Absägen eines hohlen Astes an einer der Eichen erschien eine Art Ikone mit dem Bild des Erzengels Gabriel. Viele Beobachter sahen im unteren Teil dieses erstaunlichen Bildes Gestalten erschrockener Menschen und sogar das Gesicht des letzten Zaren von Russland.
Die sich um den Wunderbaum versammelnden Menschen berichteten, dass sie am Körper ein Kribbeln spürten bzw. unerklärliche Wärme oder Kälte empfanden. Einige interpretierten das Erscheinen des Erzengelbildes als Zeichen für wichtige zukünftige Ereignisse in der Gegend. Tatsächlich trafen sich wenige Monate später auf der belorussischen Seite des Bialowiezaer Urwaldes, einige Kilometer von dem ungewöhnlichen Eichenstamm entfernt, die Regierungschefs der ehemaligen Sowjetrepubliken, um den Vertrag über die Auflösung der Sowjetunion zu unterzeichnen. Das ungewöhnliche Bild am Eichenstamm ist heute nicht mehr so deutlich wie vorher zu sehen, da es inzwischen aus den Konservierungsgründen mehrmals mit einem schwarzen Schutzpräparat angestrichen wurde. Umfangreiche radiästhetische Untersuchungen, die vor kurzem am Eichenhügel in Bialowieza durchgeführt wurden, bestätigten die außergewöhliche Qualität dieses Kraftortes. Es wurde z.B. entdeckt, dass die dort herrschende Strahlung ihre höchste Stärke am Walpurgisabend (30. April) erreicht. Die Messwerte an diesem Tag betrugen über 50000 Bovis-Einheiten. Unsere Geomanten erkären dies unter anderem mit der erwähnten geomantischen Zone, die den Hain mit dem berühmten Hexentreffpunkt in Harz verbindet. Mitten in jenem Urwaldgebiet befindet sich noch ein anderer Ort der Kraft. Vermutlich diente er einst einer christlich-orthodoxen Sekte als geheime Kultstätte. Den Zugang markieren Steine mit dem russisch-orthodoxen Kreuz und verschiedene rätselhafte Inschriften. Unter einen Stein wurde ein anderer Stein mit dem Abdruck eines nackten Fußes gelegt. Der Fuß zeigt in die Richtung der Kultstätte. Diese bildet die Form eines in ein Kreuz eingeschriebenen Steinkreises. Die neuesten radiästhetischen Untersuchungen zeigen, dass sich in dem Kreis unterschiedliche Strahlungszonen kreuzen, was die Präsenz eines außergewöhnlichen Strahlungsklimas verursacht. Zahlreiche Wasseradern bewirken die Gabelung fast jeden Baumes im Umkreis der Urwald-Kultstätte. Im Inneren des Steinkreises kommt es zur Vergrößerung der menschlichen Aura. Dort mutete man auch eine stark strahlende blinde Quelle, das Anzeichen für einen bedeutenden Kraftort. Die polnischen Geomantie-Forscher hoffen, durch weitere Studien die Geheimnisse der starken Plätze im Bialowiezaer Urwald zu lösen. Im Rahmen des amerikanischen Öko-Programms Man and Biosphere wurden unlängst Finanzmittel bereitgestellt, um den Urwald-Steinkreis entsprechend zu restaurieren und für Besucher zugänglich zu machen.
Unmittelbar an der polnisch-russischen Grenze, im ehemaligen Ostpreußen, ist in der Nähe von Luschnitz bei Goldap im Wald ein weiteres außergewöhnliches Baudenkmal zu finden. Es ist eine alte Grabstätte in Form einer Pyramide.

Die Pyramide der Masuren

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Graf Fritz von Farenheid, einem preußischen Kunstliebhaber und -sammler errichtet, ist die Pyramide beredtes Zeugnis für die Begeisterung des Grafen für die Geheimnisse Alt-Ägyptens. Er beschloß vor fast 200 Jahren, für seine Familie eine Grabstätte zu bauen, welche die Leichname durch die bekannte Pyramidenwirkung mumifizieren sollte. Tatsächlich blieben die Überreste der Verstorbenen erstaunlich gut erhalten. Leider wurde die Grabkammer mehrmals von Räubern bzw. Neugierigen heimgesucht und geplündert. Graf von Farenheid erbaute das Grabmal mehr als 5 Kilometer von seinem Schloss entfernt, was sehr ungewöhnlich ist, aber aus geomantischer Sicht erklärt werden kann. Nach meinen Untersuchungen befindet sich die fast 10 Meter hohe Pyramide an einem Kraftort, an dem sich drei geomantische Zonen kreuzen. Eine dieser Kraftlinien führt über Istanbul nach Gizeh in Ägypten, wo die berühmte große Pyramide steht. Die andere verbindet die Grabstätte mit Königsberg und weiter mit dem heutigen esoterischen Zentrum im schottischen Findhorn. Die dritte geomantische Zone führt nach Karlsruhe. Der preußische Erbauer der Pyramide kann als einer der Pioniere bei der Nutzung von Pyramidenenergie zur Mumifizierung von Leichnamen gelten. Bedauerlicherweise ist das ungewöhnliche Grabmal heute in sehr schlechtem Zustand. Es steht im dichten Wald, seine Ziegelsteine sind porös und bröckeln. Der Gemeinde, fehlen die Mittel für eine Restaurierung. Man sollte die Grabstätte jedoch als Zeugnis der Faszination für das alte Ägypten und die Geomantie bewahren. Inzwischen werden weitere Informationen über die Geschichte der Pyramide gesammelt. Hoffen wir, dass eine Lösung für das außergewöhnliche Grabmal gefunden wird. Seit 18 Jahren untersuche ich nun die Orte der Kraft in meinem Heimatland Polen, von denen ich einige hier beschrieben habe. Im ganzen Land gibt es viele weitere interessante Kraftplätze. Sie gehören zu unserem europäischen Erbe, das wir gemeinsam erforschen und für die Zukunft bewahren sollten.