Land der Kraft
Die Geomantie Polens reicht bis in die Frühgeschichte zurück
Die Radiästhesie hat in Polen eine lange Tradition - der Umgang mit der Wünschelrute ist hier so selbstverständlich wie kaum irgendwo sonst. Lezek Matela hat in Polen zahlreiche radiästhetische Bücher veröffentlicht und die Kraftorte Polens intensiv erforscht. Mit seinem Beitrag rückt er im Westen kaum bekannte Zentren der slawischen Kultur ins Bewusstsein, damit wir sie als gemeinsames europäisches Erbe verstehen lernen.

Orte der Kraft sind die besten Plätze für geistige Exerzitien. Seit den Anfängen der Menschheit wurden solche Plätze speziell gesucht. Man glaubte, die geistige Entwicklung der Menschen verliefe an den Orten der Kraft beschleunigt. Alte Baumeister waren meist auch Meister des Geistes, die dank ihrer Intuition und einer genauen Beobachtung der Natur wussten, wo und wie eine Kirche, oder früher eine megalithische Einweihungsstätte, errichtet werden sollte. Wenn wir heute alte Kirchen besuchen, spüren wir eine ganz andere Stimmung als in den modernen Gotteshäusern. Von den alten Baumeistern wurde nicht nur die geomantisch beste Verortung des Bauwerks gesucht. Sie schufen auch zusätzliche stimulierende Faktoren, z.B. durch entsprechende Formgebung von Häusern und Kirchen (darunter auch spezielle Fußbodenlabyrinthe), günstige Proportionen der ganzen Architektur (z.B. nach dem Prinzip des Goldenen Schnittes) und der einzelnen Elemente (Heilige Geometrie) sowie bioenergetisch günstige Ornamente (Symbolstrahlung). Dazu kam noch eine baubiologisch optimale Baustoffwahl. Gepolte Steine (Plus-Seite nach innen) bildeten eine natürliche Abschirmung, die schädliche Komponenten der Erd- und Kosmosstrahlung beseitigte und positive Emissionen der Natur durchließ. Diese fein- und grobstofflichen Techniken sind eindrucksvolle Zeugnisse der geomantischen Denkweise alter Baumeister. In Polen gibt es viele interessante Kraftorte, Anziehungspunkte für alle, die alte Kultplätze nicht nur sehen, sondern auch erleben wollen. Zu den wichtigsten geomantischen Sehenswürdigkeiten Polens gehört vor allem das Wawel-Schloss in Krakau, dem ehemaligen Sitz der polnischen Könige. Heute befindet sich dort ein Komplex historischer Bauten, der gotische Dom mit seinen Grabkapellen und die aus dem 13.-14. Jahrhundert stammende Kö-nigsresidenz. Auf dem Schlosshof und in Teilen auch unter dem heutigen dritten Dom befinden sich Fundamente zweier früherer romanischer Kirchen sowie Überreste vorromanischer Rotunden. Außerdem ist mit dem Krakauer Wawel-Hügel eine in Polen sehr verbreitete Drachenlegende verbunden, ein typisches Anzeichen eines starken Ortes der Kraft.
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