Bäume der Kraft
Die tausendjährigen Eichen von Ivenack
Die Eichen von Ivenack im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den ältesten Bäumen Europas. Die mächtigste mit einem Stammumfang von 11 Metern wird auf 1200 Jahre geschätzt. Der Geomant Ulrich Fischer erfährt die alten Baumriesen für Inkarnationen der Geistseele Mecklenburg-Vorpommerns, die eine machtvolle Verbindung zu den Ahnenkräften des Landes wie zu den kosmischen Sphären aufrechterhalten.

Unweit meines Heimatortes gelegen,lernte ich Ivenack und seine Eichen bereits in meiner Kindheit kennen. Während meiner Ausbildung zum Geomantie-Berater erwachte die starke Verbindung zu diesem Ort zu neuem Leben. Ich begann, die Eichenriesen mit anderen Augen zu schauen. Wie war es möglich, dass die Bäume an diesem Ort ein so hohes Alter erreichten, wodurch zeichnet sich die Qualität dieses Ortes der Kraft aus? Welche Bedeutung haben diese uralten Bäume für das Land? Als Biologe und Geomant suchte ich Antworten. Durch geomantische Wanderungen, Arbeit mit Gruppen, Geschichten und Sagen, aber vor allem durch intuitive Wahrnehmung und Kommunikation näherte ich mich den Baumwesen allmählich an.
Geschichte des Ortes
Von der Reuterstadt Stavenhagen gelangt man in nordöstlicher Richtung zu der kleinen Ortschaft Ivenack, die durch das Schloss am Ufer des Ivenacker Sees und vor allem durch die uralten Eichen bekannt ist. Lange vor ihrer ersten Erwähnung 1252 war die Gegend von Wenden bewohnt. Ivenack bedeutet im Slawischen "Weidenort". Bronzezeitliche Funde weisen auf sehr frühe Besiedelung hin. Das kleine Gebiet mit den tausendjährigen Eichen ist ein seit vielen Jahrhunderten kontinuierlich beweideter, parkartiger Hudewald (oder Hütewald). Unter diesen Bedingungen konnten die Bäume ihre stattliche Gestalt und ihr hohes Alter erreichen. Statt geschlossener Hochwälder hatten sich durch die Beweidung schon vor der letzten Jahrtausendwende diese lichten Hudewälder herausgebildet, die übrigens Vorbild für die englischen Landschaftsparks waren. Vermutlich haben wir mit dem Ivenacker Tiergarten einen alten heiligen Hain vor uns. 1252 wurde das Kloster Ivenack als Nonnenkloster der Zisterzienser am Ufer des Sees gegründet. Die Klostergründer hatten die Bedeutung dieses Ortes offenbar erkannt und ihn daher zur Festigung des neuen christlichen Glaubens als Standort ausgewählt. Schon damals waren die Ivenacker Eichen stattliche, mehrhundertjährige Bäume, unter denen jetzt die Viehherden des Klosters weideten. Auch nach Aufhebung des Klosters um 1555 und dessen Umwandlung in ein herzogliches Amt und ebenso nach 1709, als Ivenack zum privaten Rittergut wurde, blieb der Tiergarten in Nutzung. Auf den Grundmauern des Klosters entstand ein barockes Schloss, und seit jener Zeit wird im Tiergarten Damwild gehalten.
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