Windkraft

Ein Versuch, die Auswirkungen von Windrädern auf die Landschaft zu erfassen. (Ungekürztes Original-Manuskript des Artikels "Schnitzelwerk" in Hagia Chora Nr. 1/1999)

von Reinhard Falter

Wasser- und Windkraft gelten heute pauschal als umweltfreundlich. Bei der Wasserkraft weist der Naturschutz freilich schon seit knapp hundert Jahren auf die Auswirkungen hin. Sie lassen sich primär im Bereich des Artenschutzes fassen, aber auch landschaftliche Wirkung wurde thematisiert. So hat Martin Heidegger den Unterschied von Mühle und Kraftwerk treffend beschrieben, daß die Mühle an den Fluß gebaut sei, beim Kraftwerk aber der Fluß in es hinein verbaut ist 1. Wasserkraftbetreiber nennen heute ihre Machwerke gerne verharmlosend Mühlen, obwohl diese Bäche völlig trocken fallen lassen und Flüsse in Stauseenketten verwandeln.
Ähnlich auch im Fall der Windindustrieanlagen. Mit Mühlen, wie die Bilder niederländischenr Landschaftsmaler zieren, haben diese 100 Meter hohen Himmelszerschneider nichts mehr zu tun.

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