Am Anfang war die Schwingung

Der Einfluss naturlicher und technischer Felder auf den Menschen
1. Teil: Natürliche Felder

von Ewald Kalteiß erschienen in Hagia Chora 4/1999

Wir haben es schon fast vergessen - doch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als Nicola Tesla und Marconi die ersten Funken zur Informationsübertragung erzeugten, hatte buchstäblich Funkstille geherrscht. Nur die von der Natur selbst erzeugten statischen und dynamischen Felder vibrierten im Äther. Ewald Kalteiß setzt sich in zwei Folgen mit den natürlichen und den technischen Feldern auseinander und klärt über Nutzen und Schwierigkeiten beider Phänomene auf.

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Blitze - und davon gibt es weltweit etwa eine Million pro Stunde - erzeugen ein breites Spektrum von elektromagnetischen Wellen, das von den Schumann-Wellen (wenige Hertz) bis in den Frequenzbereich der Fernsehübertragung reicht. Die Atmosphäre bietet gegenüber dem Erdboden ein elektrisches Gleichfeld von rund 80-270 V/m. Der Boden ist negativ, die Atmosphäre positiv geladen. Dies gilt bei ruhigem Wetter im Frühling oder Herbst. Jahreszeitliche Schwankungen, Sonnenaktivitäten, der Stand von Jupiter und Saturn sowie Gewitterfronten können die statischen Felder auf 2-25 kV/m erhöhen und gelegentlich die Polarität ändern. Bezogen auf die Erdoberfläche und dem sich im Freien aufhaltenden Menschen wird durch sein Dasein auf der Erdoberfläche die elektrische Feldstärke in seinem Kopfbereich um ein Vielfaches erhöht.

Wetterfühligkeit und Psychotronik
Gewitterfronten geben im Frequenzbereich bis zu 40 kHz Störungen schon lange vor ihrem Eintreffen ab. Diese Frequenzen werden auch "Spherics" genannt. Davon sind als biologisch besonders wirksam folgende bekannt: 10 kHz, bei Entzündungen störend, und 28 kHz als Auslöser bei epileptischen Anfällen, wenn diese Anlage vorhanden ist. Die niedrigsten Frequenzen, die durch Wetterfronten und Gewitter entstehen, liegen im Bereich der Delta-, Theta- und Alphawellen (ELFs) des Gehirns: 1-13 Hz (ein Teilbereich der Schumann-Wellen). Bei 7,83 Hz gelingen meditative Tätigkeiten besonders gut, wenn auch noch die Blickrichtung nach Osten zeigt. Diese Frequenz, wie auch 8,0 und 9,0 Hz betreffen den psychischen Bereich, in demSpannungen und Ängste abgebaut werden. Bei 6,26 und 6,67 Hz sollen Verwirrung, Depression, Angst, Spannungen, Übelkeit, langsamere Reaktionszeiten sowie andere vegetative Störungen ausgelöst werden. Bei 3 Hz wurden Untersuchungen von I. Örmenyi, Budapest, durchgeführt, die zeigen, dass diese Frequenz in Zusammenhang mit Wetterfühligkeit und z.B. einer Steigerung der Unfallzahlen, nachlassender der Leistungsfähigkeit bei Schülern und einer Erhöhung des Blutdrucks steht. Wetterfühligkeit zeigt uns die menschliche Aufnahmebereitschaft für diese Schwingungen: Nachschwingungen nach dem Gewitter geben uns in Verbindung mit der gereinigten Luft ein erfrischendes Gefühl. Hier sind Ionen im Spiel, geladene Moleküle, wie sie z.B. bei einem Wasserfall oder unter der Dusche oder eben bei einem Gewitter entstehen. Zwischen Erdoberfläche und der Ionosphäre treten die Schumann-Wellen, erzeugt durch Blitzentladungen, auf. Ihr Frequenzbereich umfasst 6-40 Hz, die Magnetflussdichte schwankt zwischen 1 und 3 pT. Das Argument, "bei einer Erdmagnetfeldstärke von rund 40 mT spürt das ja keiner", greift nicht, denn hier ist ausschlaggebend, ob ein biologisches System, gleichgültig ob Pflanze, Tier und Mensch eine Resonanzfähigkeit dazu besitzt bzw. entwickelt hat. Bedauernswert sind diejenigen, die von Natur aus oder aufgrund ständiger Belastungen resonanzfähig sind. Die Psychotronik befasst sich mit der Einflussmöglichkeit auf biologische Systeme durch elektromagnetische Strahlungen. Sie geht davon aus, dass technisch erzeugte Trägerfrequenzen mit bestimmten tiefen Frequenzen moduliert werden und so auf das Verhalten des Menschen Einfluss haben können. Die statische Aufladung der Luft bei trockenen Winden (z.B. Föhn) lässt Kreislauf und Durchblutung leiden oder erzeugt Nervosität und Konzentrationsschwäche.

Magnetfeld und Erdstrahlung
Das Magnetfeld der Erde, ein Gleichfeld, wird durch pulsartige Wechselfelder überlagert. Das Maximum liegt bei ca. 10 Hz. Die Frequenzen reichen bis zu 30 Hz, wobei häufig Pulsierungen im Bereich von 7-7,5 Hz auftreten. Auch sogenannte Riesenpulsationen, die im Zusammenhang mit einem starken Protonenfluss in der Atmosphäre stehen, zeigen zwischen 0,005 und 0,1 Hz Schwingungen, besonders präzise aber bei 0,01 Hz. Diese Frequenzen unterliegen Schwankungen, die abhängig sind vom Tagesrhythmus und der Jahreszeit, die beide dem Einfluss der Sonne unterliegen, welche wiederum vom Jupiter gestört werden kann. Das Gleichfeld hat eine ortsabhängige Stärke und schwankt zwischen 20 mT und 60 mT. Abgesehen von kleinen Schwankungen hat sich das Erdmagnetfeld häufig umgepolt, so zum letzten Mal in der Kreidezeit, was auch mit zum Aussterben der Dinosaurier beigetragen haben könnte. Möglicherweise verursachte der große Meteoreinschlag auf der Halbinsel Yukatan vor 65 Millionen Jahren den entsprechenden Impuls. Kam es zu Umpolungen im Magma, oder waren es Einschläge von großen Meteoren (diese verändern das Magnetfeld nur örtlich, wie im Nördlinger Ries zu beobachten ist), oder wurde sogar die Erdachse gekippt? Tatsache ist, dass solche extremen Änderungen der Magnetfeldstärke und -richtung vorgekommen sind und die Entwicklung der Lebewesen beeinflusst haben. Geologische Spannungen im Gestein (sie sind nicht an jeder Stelle der Erdoberfläche gleich) entstehen durch Gezeitenwirkung an den Gesteinsschichten, so wie wir es von Ebbe und Flut kennen. Diese mechanischen Spannungen, abhängig vom Stand des Mondes zur Sonne, setzen sich je nach Gesteinsart unterschiedlich in elektrische Mikrospannungen und magnetische Feldveränderungen um. Der Baugrund ist also mitentscheidend, welche natürlichen Einflüsse auf ein Gebäude wirken. (Buchtipp: Im dtv-Atlas zur Stadt, Sept. 94, Seite 176, sind Informationen zu möglichen Störzonen, wie Wasseradern und Verwerfungen angegeben.) Landschaft und geologischer Unterbau sind bei der Zusammensetzung des Strahlungsklimas in vollem Umfang beteiligt.

Interaktionen mit dem Strahlungsfeld
Aus dem Erdinneren liefert das flüssige Magma das Magnetfeld, und die große Hitze erzeugt ein breitbandiges Spektrum von Frequenzen, vergleichbar einem Rauschgenerator. Mond und Sonne in ihrem Zusammenspiel von Ebbe und Flut verändern die Spannungen in den Gesteinen, was besonders bei feuchten Gesteinsschichten zu Änderungen der Strahlungsfelder von Wasseradern, Verwerfungen, Erz-, Gas- und Erdöllagern führt. Somit wird dem Menschen von unten ein von Mond (und Sonne) abhängiges Schwingungsmuster geliefert! Dieses breite Frequenzfeld kann die verschiedenen Molekularverbindungen in der Erdrinde anregen, es kann aber auch gefiltert werden. Somit ist die "Erdstrahlung" an jedem Platz der Erde unterschiedlich - und Geomantie unterliegt in China anderen Strahlungsstrukturen als in Australien. Bauen wir uns ein Haus, das aus Materialien besteht, welche in der Umgebung des Baulandes vorkommen, wird der Baukörper nicht zum Fremdkörper und ist harmonisch in das Strahlungsklima des Platzes eingebunden. Je geringer die Zahl der technischen Geräte, desto kleiner die Störfelder. Werden dann noch die Energiefelder aus der Geomantie, der Hydromantie und Aeromantie in die Berechnung des Grundrisses, der Raumaufteilung und besonders die Lage des Hauses als Grundlage genommen, so entfalten sich die Energiepotenziale für eine günstige Verteilung von auf- und abbauenden Bereichen. Nutzen wir noch die aus dem Brauchtum bekannten Gegenstände, wie Mobiles, Heilig-Geist-Kugeln und Haussegen, sind wir unabhängig von fernöstlichen Techniken. Abhängig von den Aktivitätsschwankungen der Sonne strömen mit dem Sonnenwind hochenergetische Partikel zur Erde. Damit wird der Funkverkehr gestört, es treten verstärkt Polarlichter auf. In diesem Zusammenhang spricht man von Magnetfeldstürmen. Auch große Eisenerzlager verändern das natürliche Magnetfeld in Richtung und Feldstärke und somit die Umweltbedingungen. Je nach Art der Veränderung wurden solche Orte von alten Kulturen als Kultplätze oder als Tabuplätze verehrt. Nicht alle aus dem Universum und von der Sonne kommenden Strahlungen sind den biologischen Organismen auf der Erde zuträglich. Dank dem richtigen Abstand zur Sonne und der uns umgebenden Atmosphäre sind wir vor jenen Frequenzen geschützt, die Leben gar nicht oder nur in stark veränderter Form zulassen würden. Das Ozonloch zeigt, vor welchem Schaden uns die Atmosphäre schützt, indem nun ein unerwünschter Zugang für die harten UV-Strahlen geöffnet ist. Diese Strahlen sind energiereich genug, um chemische Umwandlungsprozesse durch ionisierende Wirkung auszulösen. (Herauslösen der Chloratome aus dem FCKW, Chlor reißt das Ozon, O3, auseinander. Dazu kommen noch CO, CO2, Nox und die Methangase aus biologischen Vorgängen.) FCKW und Autoabgase sind die Verursacher, aber nicht allein! Der stark zunehmende Flugverkehr in großen Höhen, immer schneller fliegende Flugzeuge, Raketen, die unseren Schutzschild durchstoßen und mit hohen Temperaturen der Abgase die Schichten beeinflussen, werden aus den Diskussionen meist herausgehalten. Gewisse Frequenzen aus dem Weltall können durch die Atmosphäre dringen, andere werden absorbiert. Durch dieses ur-elektromagnetische Klima hat sich das Leben auf der Erde so entwickelt, wie es bis vor rund hundert Jahren existierte. Hätten auf der Erde andere Frequenzbedingungen geherrscht, würde das Leben dann nicht anders aussehen?

Technischer Elektrosmog
Nun nimmt die Menschheit seit mehr als hundert Jahren durch technische Geräte Einfluss auf das elektromagnetische Klima. Viele Frequenzen, die zuvor nicht auf der Erdoberfläche vorkamen, weil sie durch die Atmosphäre abgehalten wurden, erzeugen wir nun selbst. Sie reichen von starken magnetischen Gleichfeldern bis zu den Röntgen- und radioaktiven Strahlen. Durch Satelliten dringen Frequenzen durch die Atmosphäre, die zuvor weder in Intensität noch Frequenz, Polarisation und Modulation vorhanden waren. Durch das Ozonloch dringt die unerwünschte UV-Strahlung bis zur Erdoberfläche durch. Die für das Leben notwendige natürliche Strahlung wird durch technische Störer beeinflusst und kann nicht mehr wirken, der ursprüngliche Schutz ist nicht mehr vorhanden. Wir sollten uns jedoch die Frage stellen: Ist er überhaupt notwendig? Hat sich unser Leben signifikant geändert? Sind wir häufiger krank als die Menschen vor hundert Jahren? Sind die besseren Lebensbedingungen stark genug, um den Einfluss des Elektrosmogs einzuschränken? Aber auch: Ist die verlängerte Lebenserwartung nicht ein Trugschluss? Könnten wir nicht ohne die gute ärztliche Versorgung genauso alt werden, wenn es keinen technischen Elektrosmog gäbe? Auch wenn natürlicher "Elektrosmog" oft schmerzlich spürbar ist, er ist dennoch der Garant für das Leben. Viele noch genau zu untersuchende Informationsflüsse innerhalb biologischer Systeme können nur durch den natürlichen "Elektrosmog" stimuliert werden. Die technischen Störer blockieren oder verfälschen den Informationsfluss von Zelle zu Zelle. Kommen dann noch andere Faktoren hinzu (falsche Ernährung und Lebensweise, Luft- und Wasserverschmutzung, Kleidung, Wohnung, Arbeitsplatz etc.), reichen oft die eigenen Abwehr- und Regenerationskräfte nicht aus, um eine Beeinflussung durch technischen Elektrosmog zu verhindern. Kein Faktor ist für sich allein die Ursache. Es ist wie bei einem vollen Glas Wasser: Der letzte Tropfen, der es zum Überlaufen bringt, wird schuldig gesprochen. Alle Tropfen, die das Glas zuvor gefüllt haben, sind "unschuldig"! Momentan sind diese letzten Tropfen die Mobilfunksysteme mit ihren gepulsten Signalen. Menschen sind derart unterschiedlich in ihrer Konstitution, dass es schwer ist, tragfähige Vergleiche herzustellen oder verbindliche Schlüsse zu ziehen. Nicht alle werden vom Elektrosmog gleichermaßen belästigt, weil nicht alle Menschen für die unterschiedlichsten Schwingungsmuster resonanzfähig sind. Dies zeigt sich in den vielen sich widersprechenden Untersuchungen an Hochspannungsleitungen, an Bahnlinien, oder am Waldsterben durch Funkanlagen. Aus dem Umstand, dass Lebewesen auf elektromagnetische Beeinflussung verschieden reagieren, lässt sich jedoch die Forderung ableiten, dass sich Grenzwerte nach dem schwächsten Glied richten müssen. Es wurde mir von einem Monteur von D-Netz-Anlagen berichtet, dass kurz nach der Installation einer Antennenanlage die im benachbarten Kindergarten arbeitenden Kindergärtnerinnen über Unwohlsein und Kopfschmerzen klagten, auch die Kinder waren viel unruhiger als zuvor. Man bestand auf einer Demontage der Antennen wegen Gesundheitsgefährdung. Der einzige Haken an der Sache: Die Antennen waren überhaupt noch nicht in Betrieb genommen worden! Die Angst vor der Technik, das Ungewisse, die Widersprüche der Experten verursachen eine psychische Belastung der Menschen. Der negative Placeboeffekt, Nacebo (lat. ich schade) genannt, unterstützt dann die möglichen Symptome.

Technomantie
Die Hochfrequenzen und die Mikrowellen gehören zu den nicht-ionisierenden Strahlungen und werden deshalb von der Wissenschaft als energieschwach eingestuft. Dadurch werden die Grenzwerte leider nur nach der thermischen Wirkung und Schädigung und nicht nach der Resonanzfähigkeit eingerichtet. Grenzwerte sollten sich jedoch auch nach der "Qualität" und nicht nur nach der "Quantität" richten. Schwingungen beinhalten auch Energie, die proportional mit der Frequenz zunimmt. Als Richtwerte gelten:
0,43 ¥ 10-5 EV für 1 GHz (l = 300 mm)
1,24 ¥ 10-5 EV für 3 GHz (l = 100 mm)
1,24 ¥ 10-4 EV für 30 GHz (l = 10 mm)
1,24 ¥ 10-3 EV für 300 GHz (l = 1 mm)
(EV = Elektronenvolt)
Bezüglich der biologischen Wirkung und Heilungsanwendung wurden über einen Frequenzbereich von 30 bis 300 GHz Untersuchungen angestellt. Die festgestellten Energien im Körper sind auf elektrische Felder zurückzuführen, sie sind aber so gering, dass keine chemischen Verbindungen aufbrechen können. Die Einflussnahme kann durch die geringen Energien im Bereich der Pegel für Schwingungen von Molekülen, wo nur 10-2 bis 10-1 EV nötig sind, sowie bei Rotationspegeln von 10-4 bis 10-3 EV entstehen. Eindeutig sind also die Millimeterwellen in der Lage (wenn auf den richtigen Akupunkturpunkt aufgebracht), auf Schwingungen im Körper Einfluss zu nehmen. Millimeterwellen dringen lediglich bis 0,3 mm in die Haut ein, also ausreichend für Akupunkturpunkte. Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder können auch bei Baudenkmälern beobachtet werden. Deren Zerfall nimmt gewiss nicht nur durch den sauren Regen rasant zu. Ist es nicht nachvollziehbar, dass die SiO-Kristalle in den Sandsteinen durch elektromagnetische Wellen, die wie ein Dauerregen auf die Mauer prasseln, zu piezoelektrischen Effekten angeregt werden, die das Gestein zermürben? Die Verknüpfung von geomantischen, hydromantischen und aeromantischen Störungen mit den technischen Feldern wird Technomantie genannt - inzwischen ein wesentlicher Faktor bei der Haus- und Schlafplatzuntersuchung.

Möglichkeiten der Abschirmung
Der vom Menschen erzeugte Elektrosmog - besser "nicht-natürlicher Störpegel" - wird im Englischen in Bezug auf seinen Störeinfluss auf technische Systeme "man made noise" (vom Menschen erzeugtes Rauschen) genannt. Die Belastungen durch die Vielzahl von elektrischen, magnetischen und elektro-magnetischen Feldern sind so vielschichtig, dass hier von einer Verschmutzung die Rede ist. Immer wenn es um die Technik geht, werden Wissenschaftler und Institutionen hellhörig. So beklagen die Radioastronomen inzwischen die Verschmutzung verschiedener Frequenzbänder durch Satelliten. Alle technisch erzeugten Frequenzen haben zu einem hohen Rauschpegel geführt, der die notwendigen natürlichen Signale verhindert oder verfälscht. Fehlinformationen bei der Weiterleitung von Impulsen im Zellbereich führen zu Beeinträchtigungen des Gesamtorganismus. Zellen, die ständig Informationen erhalten, die sie zum Wachstum anregen, entarten. Sie teilen sich schneller, sind damit in ihrem Aufbau nicht so stabil und werden in weiterer Folge zum Tumor. Magnetfelder kommen in Gleichstrommotoren, Dauermagneten und in der Tomografie zum Einsatz. Da Magnetfelder nur durch den Einsatz von bestimmten Metallen, wie Mu-Metall, abgeschirmt werden können, ist hier die Regel "Je größer der Abstand, desto geringer die Feldstärke" zu beachten. Mu-Metalle lassen sich für kleine Schutzgehäuse gut verarbeiten, sind aber großflächig schwierig aufzubauen. Es gibt diverse Lieferanten, die zumindest für Computer-Monitore Abschirmungen anbieten. Um statische Magnetfelder zu vermeiden, sollten keine eisenhaltigen Teile verwendet werden, angefangen bei Stahlträgern und Eisenmatten. Lautsprecher, Federkernmatratzen, Heizkörper und Büroeinrichtungen können ebenfalls Felder aufbauen. Wo eine Entfernung oder das Abschalten des Störers nicht möglich ist, hilft nur Abstand zu nehmen, denn die Strahlungsdichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab: doppelter Abstand = ein Viertel der Leistungsdichte! Störquellen beeinflussen an einem Bett das bisher gleichmäßig verlaufende Erdmagnetfeld und erzeugen Feldüberhöhungen. Die Betten sollten nach Norden ausgerichtet sein (Kopf im Norden). Mit einem Kompass, der über die Bettoberfläche gezogen wird, kann einfach geprüft werden, ob eine signifikante Abweichung besteht. Im Gesundheitsbereich bestehen bis 3o Abweichung keine Bedenken. Starke Einflussmöglichkeiten werden ab 10o von Dr. Braun-von Gladiß angegeben. Auch gibt es die Möglichkeit, die Energieverteilung der Hochfrequenz durch breitbandige Empfänger zu prüfen. Mit dieser Methode kann nachgewiesen werden, dass sich häufig in der Nähe von elektrischen Leitungen, Geräten und metallenen Gegenständen die hochfrequenten Felder verstärken. Darum sind in Bettnähe solche Gegenstände zu meiden. Das natürliche Magnetfeld ist wichtig. Das beweisen viele Zugvögel mit der Navigation ihrer Flugwege. Neue Erkenntnisse gibt es auch über den Einfluss des Erdmagnetfeldes auf die Melatoninproduktion.