Res publica

Der neue Reichstag in Berlin - Kraftort erlebbarer Demokratie

von Hans-Jörg Müller erschienen in Hagia Chora 4/1999

Die moderne Geomantie bemüht sich heute nicht allein um Landschafts-, Bau- und Lebensraumoptimierung. Auch Großbauten und Stadtplanung lassen sich geomantisch beurteilen. Berlin-Kenner Hans-Jörg Müller betrachtet das Werden der neuen Bundeshauptstadt. Am Beispiel des neu eröffneten Reichstags wagt er eine geomantische Interpretation des möglichen Einflusses des Gebäudes auf Politik und Bewusstsein der Gesellschaft.

(Das ungekürzte Original-Manuskript finden Sie unter: http://www.geomantie.net/downloads/archiv/reichstag1.html )

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Der Berliner Reichstag war schon immer ein Brennpunkt deutscher Geschichte. Scheidemann rief hier die Republik aus, die rote Fahne der Sowjetunion auf dem Reichstag markierte das Ende des Krieges, Ernst Reuter rief hier sein "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt", und er bot die passende Kulisse für die Wiedervereinigungsfeier. "Sitz des Deutschen Bundestages ist Berlin". Diese Entscheidung fiel vor mittlerweile über sieben Jahren. Am 19. April des letzten Jahres fand die erste Sitzung des gesamtdeutschen Parlaments im neuen Reichstag statt. Zuvor gab es Bedenken vor der Übernahme eines Gebäudes, das schon als "Lesebuch der deutschen Erinnerungen" beschrieben wurde, etwa dass Schwere und Tragik der Geschichte übernommen würden und der gesunde Pragmatismus der "Bonner Republik" verlorenginge - bisher jedoch unbegründet: Der Reichstag steht frei und souverän da als Star der neuen Hauptstadtbauten und als Publikumsmagnet. Wie aber wird der Bau als geistiger Fokus des politischen und gesellschaftlichen Bewusstseins heute wirksam? Welche unbewussten Schichten seiner Realität können uns heute erfassen? Die Geomantie versucht Antworten: Regierungsgebäude repräsentieren die materiellen und geistigen Aspekte eines Staatswesens. Deshalb haben Herrscher aller Zeiten besonderes Augenmerk auf ihre Bauten gelegt und sie nach geomantischen oder geodätischen Richtlinien präzise erstellen lassen. So Pharao Echnaton, der eine neue Mitte der Welt gründete, der Palast in Peking mit dem Kaiser als lebendige Mitte, Kaiser Karl der Große, der Aachen als neue Hauptstadt in ein kosmisch-planetarisches Bezugssystem einfügte. Solche Vorgehensweisen fanden beim Reichstagsbau eindeutig keine Anwendung; umso mehr ist aus der Perspektive der Geomantie zu fragen, ob der Reichstag heute für die Zukunft des Landes bedenkliche, angemessene oder gar erfolgsverheißende Einflüsse verspricht.

Großraum Berlin
Zunächst ist der geomantische Einfluss der unmittelbaren Umgebung zu untersuchen: Berlin liegt im Nordosten Deutschlands, das übergeordnete Thema der Stadt ist daher die Auseinandersetzung mit dem Prinzip des "Sozialen". Es ist zu erwarten, dass die Politik sich zunehmend ihrem klassischen Feld, dem Sozialwesen, zuwenden wird, statt sich lediglich den "Standort Deutschland" zu managen. Wie sich der Osten in Deutschlands geographischen Formen abbildet, so bildet sich der Ostteil Berlins in der Hauptstadt ab. Wie Rhein und Donau das Bundesgebiet durchqueren, so tun es Havel und Spree in Berlin formengleich. Die Umrisse des vereinigten Deutschlands zeigen strukturelle Ähnlichkeiten zu Berlin. Die Stadt liegt in einem das gesamte Land widerspiegelnden Bezug. Veränderungen in der Stadtgestalt werden Einfluss auf den Gesamtorganismus Deutschlands besitzen. Der alte Regierungssitz Bonn, von den Römern gegründet, steht unter der geomantischen Raumsignatur von "Stabilität", "Materialismus" und "Wertschöpfung". Der Wechsel in den Osten birgt nun die Gefahr, dass diese Werte langfristig verlorengehen und ein Übergewicht der geistig-ethischen Ausrichtung entstehen könnte. Um hier eine Balance zu erreichen, sollte auf dem "Platz der Republik" - anstatt des einstigen Bismarck-Denkmals - ein Platz mit kraftspeichernder, materiebetonter Qualität realisiert werden.

Bauplatz und Umgebungseinflüsse
Der Reichstag selbst ist nicht an besonderer Stelle erbaut. Die geomantische Mitte Berlins ist die Marienkirche, die Hauptdynamiken der Stadt führen zum Palast der Republik (ehemals Stadtschloss) und zum "Alex". Die Beziehung des Reichstags zur Gesellschaft des Landes entsteht allein durch die Aufmerksamkeitslenkung seiner Bürger und durch die Tatsache, dass er zum Sitz des Parlaments erkoren wurde. Die Bauplatzwahl gestaltete sich sehr schwierig und nahm Jahre in Anspruch. Ewige Verhandlungen mit dem Grafen Raczynski, dessen Ausstellungshaus für den Neubau geopfert werden sollte, brachten Bismarck sogar dazu, Kassel und Braunschweig als mögliche Standorte zu prüfen. Historisch gesichert ist, dass Lage und Orientierung zwar auf symbolischen Bezugnahmen fußen, dass aber keine geomantische Betrachtung stattfand. Unsere Untersuchung der aktuellen und zukünftigen Wirksamkeit kann somit nur auf geschichtlichen Ereignissen sowie auf der architektonischen Gestalt gründen.

Heutige Umgebungsfaktoren
Die Spree versorgt Bau und Parlament mit emotionaler Energie: Gestärkt wird der Hang der Politiker, durch gesetzgeberische Massnahmen gesellschaftliche Impulse zu setzen. So hat sich die SPD gleich zu Regierungsbeginn in Aktionismus gestürzt. Der Reichstag wird durch die auffangende und weiterleitende Form der "schwangeren Auster" (Spitzname der Berliner Philharmonie) von Westen her genährt. Eingang wie Plenum besitzen ein Maximum an Lebensenergie. Über die ehemalige John-Foster-Dulles-Allee fließt zusätzlich dynamische Kraft vom Bellevue, Sitz des Bundespräsidenten, herbei. Auch die Dynamik der Hauptbahnstraße wird durch die Formen des neuen Kanzleramtes zum Reichstag gelenkt. Alle diese Aspekte mögen die Arbeit der Parlamentarier dynamisch unterstützen. Aus der Analyse der Umgebungseinflüsse komme ich zu folgendem Resümee:
-Die Umgebung stärkt das Energieniveau des Gebäudes und damit die Leistungsfähigkeit der parlamentarischen Demokratie.
-Im Gebäudegrundriss ist die Ost-Westachse betont. Die geistige Perspektive der Landesentwicklung wird daher von nun an im Mittelpunkt stehen. Die wirtschaftlich-materielle Ausrichtung wird zunehmend als untergeordnet erlebt werden.
-Das Volk im Westen - Impulse der Basisdemokratie werden gestärkt. Das Präsidium im Osten - dieses Gremium wird aus dem Geistigen impulsiert.
-Der Bürger bleibt souverän. Er hat seinen Eingang durch das zentrale westliche Hauptportal.
-Bereits realisiert war die Ausrichtung nach Himmelsrichtungen. Daraus folgt - radiästhetisch gesehen - die "Ankoppelung" des ersten Großraumgitters, welches "Ordnung" und "Stabilität" verleiht. Die Politik wird sich in den Kontext des Bestehenden einordnen.

Raumform und neue Demokratie
Norman Foster sah sich als Architekt mit höchsten Anforderungen konfrontiert: Er musste der Politik, den Parlamentariern, der Öffentlichkeit und seinen architektonischen Ansprüchen gleichermaßen genügen. Seine Entwürfe, z.B. die Kuppel, sollten nicht nur der Ästhetik einer modernen Architektur folgen, sondern durch sinnerfüllte Formen intuitiv das noch "Unerlöste" der deutschen Geschichte mitnehmen und transformieren. Foster, dem man Kenntnisse in Geomantie und Feng-Shui zuspricht, hat hier einen künstlerischen Prozess der Integration all dieser Anforderungen vollzogen, der in seiner Bedeutung wohl noch lange unerkannt bleiben wird. Zudem musste sich die neue Architektur harmonisch mit dem Altbau "konfrontieren": Paul Wallots Bau von 1894 ist in einer synthetischen Manier errichtet: Der sogenannte "Reichsstil" mischte Romanik, Gotik, Barock und Renaissance mit griechischer Attitüde und einer süddeutschen Kuppelarchitektur, ein architekturphilosophisches Gegenmodell zum Stilbegriff des späteren Dessauer Bauhauses. Foster integrierte nun Geschichte, Gegenwart und Zukunft in Form von Fragmenten wie Einschusslöcher oder "Graffitties" der einfallenden Rotarmisten: "Hitler kaputt" oder "Kaukasus-Berlin". Wallot hatte das Parlament im Westen des Plenarsaals platziert. Die Repräsentanten des Volkes saßen in der traditionellen Himmelsrichtung der untergehenden Sonne, der Richtung der Materie, des weltlichen Lebens wie in einem Kirchenschiff. Das Präsidium lag im Osten, am Platz des Neuen, der Inspiration, des Geistes. Bezeichnenderweise war diese Orientierung in der Zeit der getrennten deutschen Staaten, in welcher der leere Bau als politisches Mahnmal diente, um 180° verdreht worden. Jetzt ist die ursprüngliche Ausrichtung wiederhergestellt. Auch die Formenkonstellationen des Parlamentsraumes sind beachtenswert: Alle Elemente sind in einer relativen Balance vertreten. Das Feuer, der Geist in der Mitte (der Licht-Konus), Wasser-Luft als Kuppelkreis, die Mitte umrahmend, die quadratischen Fenster der umgebenden Natursteinwände schaffen Erdbezug, Bodenständigkeit und Realismus.

Ein neuer Ort der Kraft
Die Kuppel ist hart erstritten; Foster hatte zunächst eine Überdachung geplant, die von der "Berliner Schnauze" als "Tankstellendach" verhöhnt wurde. Der "Bauherr Demokratie" erhob die Kuppelfrage zum Politikum, welches erst durch eine Mehrheit im Bundestag entschieden wurde. (Um die Kuppel gab es schon zu Wallots Zeit Streit, in letzter Minute setzte er sie von der Vorhalle auf den Mittelpunkt). Ausgerechnet der CDU/CSU-Fraktion ist es zu verdanken, dass dieses wichtigste aller Elemente entstand: der Inkarnationsraum, der das Urprinzip des Weiblichen, nämlich Urraum, Gebärraum anzubieten, realisiert. Die Kuppel führt als zentrales Symbol in die neue Aufgabe Deutschlands hinein, geistiger Impulsgeber zu werden (Erfindung, Kultur, Geisteswesen) und sich von einer einseitigen, technisch-mentalen Wissenschaftsorientierung zu lösen. Das allen offenstehende Kuppelplateau ist nun das, was man einen modernen Kraftort nennen kann - für mich das unerwartete Geschenk einer geistigen Heimat inmitten des dezentralen, von verschiedenartigsten Strömungen impulsierte, von ebenso vielzähligen Genien beeinflussten Berlin. Zentral um die freigehaltene Mitte liegend, durch welche Licht, aufsteigende Wärme und Lebensenergie strömt, ist es der Gipfelort der Anlage - ein Ort der Offenheit, aber auch Geborgenheit und Innerlichkeit, ein Ort der Inspiration und Verbundenheit von Mensch und Geist. Als ich selbst das oberste Plateau zum ersten Mal betrat, war ich ergiffen von der offenen, angeregten Atmosphäre, die mich in einen Zustand erregter Freude und geistiger Freiheit versetzte. Das zentrale Bankrondell lud mich ein, mich hinzulegen, um den Sternenhimmel zu betrachten. Welch einmalige Situation, hier dem Himmel nahe zu sein! Ganz entspannt entwickelte sich ein anregendes Gespräch mit einem unbekannten jungen Mann über die Poesie der Formen, während rechts ein anderer im Handy-Gespräch mit New York vertieft war ... Die transparente Kuppel ist zugleich Dachreiter (Chi-Fänger, Anziehungspunkt von Aufmerksamkeit gerade in der Nacht), Wahrzeichen und Korona. Der ganze Baukörper ist das Schmuckelement, welches das "Höhere Selbst" der Anlage und damit der Nation ausdrückt. Als Yin-Element im Zentrum schafft die Kuppel Balance, verleiht dem Staatsgebilde einen weiblichen Aspekt - scherzhaft wird die Kuppel bereits "Nationalbusen" genannt. Das reine Patriarchat - wahrlich gut repräsentiert von den bisherigen Kanzlern, von Adenauer (der "Alte"), Erhard (Wirtschaftsmacht), Kohl (die leibliche Inkarnation desselben), aber auch von Schmidt (Klarheit verbunden mit Wirtschaftskompetenz) und Brandt (der Parzival der deutschen Nachkriegspolitik) - wird nun als Herrschaftsprinzip abgelöst und in eine eher integrierte Form überführt. Der Kuppel ist dennoch ein "männliches Element" beigegeben: der Licht-Konus, der in umgestülpter Form steil zum Zentrum führt ("auf den Punkt kommen"). Der die Kuppel durchdringende, mit 360 Spiegeln besetzte Konus bringt Sonnenlicht in den Plenarsaal - zur Erde - und damit die Prinzipien "Vernunft", "Strahlkraft" und das "Gebende" in den Raum. Der Kuppelbau - ein modernes Lingam-Yoni-Konzept, welches Dynamik, Bewegung und fruchtbare Ergebnisse von der Politik der kommenden Zeit verspricht. Ein ebenso gelungener Wurf ist der Laufsteg zum Gipfel in Form einer sich spiralförmig verjüngenden Doppelhelix. Sie taucht als architektonisches Symbol gerade jetzt auf, wo sie sich in Feng-Shui und westlicher Esoterik als Instrument der Energiesteigerung im Sinne der Dynamisierung der vertikalen Kräfte, der Verbindung der Energieflüsse von oben nach unten und umgekehrt, durchsetzt.

Der Himmel über Berlin
Die Kuppel ist in der sakralen Architektur immer schon Symbol des Firmaments, des kosmischen Urraumes, der Gebärmutter gewesen. Gleich einem Schädel kann sie einem Geist Raum geben. Radiästhetisch lässt sich ein über dem Bau stehender Energiekörper wahrnehmen, der über eine Lichtsäule mit dem Zentrum des "Hohen Hauses" verbunden ist. Eine Seltenheit, eine glückliche Fügung für einen profanen Bau, die nur erklärbar ist durch die Zentralgestalt des Gebäudes wie auch durch seine zentrale geistige Bedeutung. Bei der Betrachtung der Kräftekonstellationen von außen konnte ich den Geist der Sophia, der göttlichen Weisheit - über dem Bau schwebend - wahrnehmen, erkennbar in ihrer blauen Lichtkorona: die Weisheit, Hüterin des Lebens, des Zyklischen, der schönen Künste und Wissenschaften ist präsent. Wenn sich alles gut entwickelt, wird sie sich als Genius im Bau verankern - nach dem eher kämpferischen, wenn auch gerecht richtenden Erzengel Michael und der künstlich erdachten "Germania" ein Landes-Genius, der ein harmonisches, weisheitsvolleres Geschick dieses Landes erhoffen lässt.

Geomantie der Jetztzeit ist Kunst
Bezeichnend für unseren heutigen Stand in der Geomantie sind die mir bekannt gewordenen Ansätze, die zum Reichtagsneubau entwickelt wurden. Sie reichen von völliger Ignoranz des eigentlich zentralen geomantischen Themas bis zu Ansätzen harmonischer Farbgestaltung oder der Empfehlung, man möge einzelne Wasseradern entstören, die unter dem Bau herfließen. Ganz anders das Projekt "Wrapped Reichtstag": Die vordem zusammenhangslose Konzeption der Umhüllung war nun historisch notwendig geworden, um den Bau - ganz im geomantischen Sinne - neu zu prägen, um ihm eine Aura von Poesie, Unschuld und Schönheit zu verleihen. Dazu die Reichstagsjury: "Das Projekt hat eine künstlerische Aussage, die den Reichstag nicht abwertet, sondern ihm eine neue Dimension verleiht: mit der Enthüllung des Reichtagsgebäudes vor dem Umbau zum Bundeshaus wird der Neubeginn in der Geschichte des Baues deutlich gemacht. Das Projekt wird weltweit Aufmerksamkeit und Anerkennung finden und als Zeichen für ein neues, offenes Deutschland stehen." In der Tat: Christos Poesie entzauberte den urdeutschen Sumpf aus wilhelminisch-obrigkeitstaatlichem Geist, kleinbürgerlich-deutscher Muffigkeit und nationalsozialistischem Wahn. Das umhüllte Gebäude badete nicht umsonst in einer Woge der Sympathie, das Ereignis wurde wie eine Befreiung empfunden. Die letzte energetische Reinigung (Sandstein speichert "Patina", veräußerte Lebensenergie) erfolgte dann erst mit den Erschütterungen des Umbaus. Das Gebäude, welches ursprünglich in seiner massiven Klobigkeit und formalen Unsensibilität zu einem Showdown deutscher Untugenden taugte, hat sich nun zu einem neuen Geist emporgeschwungen.

Schlussbetrachtung
Noch sind nicht alle Faktoren klar: so wird der Ausbau des Aussenraumes als Leiter der Dynamiken in das Gebäude von größter Bedeutung sein. Aber schon jetzt kann gesagt werden: Ob nun geomantische Kompetenz oder einfach gute Architektur, ob segensreicher Einfluss während der Kompromissfindungsphase, ob Inspiration eines sicherlich erst noch vollständig zu würdigenden Künstlers - der neue Reichtstag ist seinem Optimum nahe, was Erlebniskraft, seine indirekten Einflussnahmen auf die Politik und seine höheren Aufgaben für die Gesellschaft betrifft. Ein neuer Ort der Kraft erlebbarer Demokratie, der einen Konnex zu weisheitsvoller Impulsgebung schafft, der sichtbar Moderne und Tradition verbindet. Mit diesem Bau haben wir uns am Ende des vergangenen Jahrhunderts reif gezeigt für das neu zusammenwachsende Europa.
Der Reichtstag ist täglich bis 24.00 Uhr geöffnet - ein Muss für jeden Geomanten, jede Geomantin.