Mensch und Umwelt im Wechselspiel
Psychologische Aspekte von Hausuntersuchungen und das Resonanzprinzip, Teil 2
Psychologische Aspekte können in eine Hausuntersuchung einfließen - mit dieser Warnung führt Hartmut Lüdeling den in der letzten Ausgabe von Hagia Chora begonnen Artikel fort.

Wenn sich geobiologische Berater von Schubladendenken, selbst gesetzten Mustern und mechanistischem Denken befreien - soweit es ihnen gelingt, sich ihrem Probanden zu öffnen - werden sie auf die wahren Ursachen seiner Belastungen stoßen. Die moderne Geobiologie hat erkannt, dass sich die Ursache gesundheitlicher Probleme nicht nur standortbedingt, chemisch/technisch oder grenzwertmechanistisch einordnen lässt. Apparatetechnische Untersuchungsmethoden geraten an Grenzen. Resonanz (von lat. resonare, widerklingen) kennen wir aus der Akustik, wenn Schallwellen Gegenstände mit der gleichen Eigenschwingung zum Mitschwingen anregen, wie der auf die Saitenschwingungen abgestimmte Klangkörper einer Geige deutlich macht. Personen (von lat. personare, durchklingen) sind zunächst anonym, wir würden so niemals Menschen bezeichnen, mit denen wir in Resonanz geraten sind - auf "einer Wellenlänge" liegen. Die guten Resonanzeigenschaften des Klangkörpers einer Geige gründen sich im Wesentlichen auf seine Maßverhältnisse, Form und Beschaffenheit. Ein Radiogerät gibt die empfangenen Funksignale wieder, wenn es auf die Frequenz des Senders eingestellt ist: je genauer, desto besser ist die Empfangsqualität. Hier bestimmt nicht mehr die Gehäuseform das Ergebnis, sondern Antenne und elektronische Bauelemente.
Der Mensch als Resonator
Der Mensch kann von einer vielleicht immunen "Person" zu einem von Schwingungen angeregten "Resonator" werden - im übertragenen Sinne -, sowohl über das Wirkprinzip "Geige" als auch über das Prinzip "Radio ". Die anregenden Schwingungen, z.B. wohlklingende Musik oder Flugzeuglärm, können harmonisch oder disharmonisch wirken. Deutliche Wirkungen rufen sie hervor, wenn der Mensch in Resonanz gerät - auf der gleichen Wellenlänge liegt. Beim Menschen können Störeinflüsse durch Strahlungen mit unterschiedlichen Wellenlängen verursacht werden. Diese ergeben in der Gesamtschau durch vielfache Überlagerung ein unüberschaubares Gemenge, aber auch ein unverwechselbares individuelles Bild, ähnlich wie sich der reine Ton einer Stimmgabel von dem Vielklang eines Orchesters unterscheidet.
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