Mensch und Umwelt im Wechselspiel

Psychologische Aspekte von Hausuntersuchungen und das Resonanzprinzip, Teil 2

von Hartmut Lüdeling erschienen in Hagia Chora 4/1999

Psychologische Aspekte können in eine Hausuntersuchung einfließen - mit dieser Warnung führt Hartmut Lüdeling den in der letzten Ausgabe von Hagia Chora begonnen Artikel fort.

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Wenn sich geobiologische Berater von Schubladendenken, selbst gesetzten Mustern und mechanistischem Denken befreien - soweit es ihnen gelingt, sich ihrem Probanden zu öffnen - werden sie auf die wahren Ursachen seiner Belastungen stoßen. Die moderne Geobiologie hat erkannt, dass sich die Ursache gesundheitlicher Probleme nicht nur standortbedingt, chemisch/technisch oder grenzwertmechanistisch einordnen lässt. Apparatetechnische Untersuchungsmethoden geraten an Grenzen. Resonanz (von lat. resonare, widerklingen) kennen wir aus der Akustik, wenn Schallwellen Gegenstände mit der gleichen Eigenschwingung zum Mitschwingen anregen, wie der auf die Saitenschwingungen abgestimmte Klangkörper einer Geige deutlich macht. Personen (von lat. personare, durchklingen) sind zunächst anonym, wir würden so niemals Menschen bezeichnen, mit denen wir in Resonanz geraten sind - auf "einer Wellenlänge" liegen. Die guten Resonanzeigenschaften des Klangkörpers einer Geige gründen sich im Wesentlichen auf seine Maßverhältnisse, Form und Beschaffenheit. Ein Radiogerät gibt die empfangenen Funksignale wieder, wenn es auf die Frequenz des Senders eingestellt ist: je genauer, desto besser ist die Empfangsqualität. Hier bestimmt nicht mehr die Gehäuseform das Ergebnis, sondern Antenne und elektronische Bauelemente.

Der Mensch als Resonator
Der Mensch kann von einer vielleicht immunen "Person" zu einem von Schwingungen angeregten "Resonator" werden - im übertragenen Sinne -, sowohl über das Wirkprinzip "Geige" als auch über das Prinzip "Radio ". Die anregenden Schwingungen, z.B. wohlklingende Musik oder Flugzeuglärm, können harmonisch oder disharmonisch wirken. Deutliche Wirkungen rufen sie hervor, wenn der Mensch in Resonanz gerät - auf der gleichen Wellenlänge liegt. Beim Menschen können Störeinflüsse durch Strahlungen mit unterschiedlichen Wellenlängen verursacht werden. Diese ergeben in der Gesamtschau durch vielfache Überlagerung ein unüberschaubares Gemenge, aber auch ein unverwechselbares individuelles Bild, ähnlich wie sich der reine Ton einer Stimmgabel von dem Vielklang eines Orchesters unterscheidet. Das Wirken dieses "Wellen-Bildes" hinterlässt bei den betroffenen Menschen einen Eindruck, eine Spur oder ein Muster. Sollen jetzt die unterschiedlich wirkenden Einflussfaktoren aufgespürt werden, muss das Muster entschlüsselt - decodiert - werden. Dazu eignet sich die im Teil 1 dieses Artikels (Hagia Chora Nr. 3) beschriebene Methode des "halbmentalen Grifflängenziehens" mit Hilfe der Lecherantenne. Am Ende dieser Decodierung sollten die verschiedenen Einzelwellen stehen, die sich in ihrer Summe zu manchmal komplizierten Mustern zusammensetzen. Welche Entdeckungen bei dieser Suche nach Einflussfaktoren gemacht werden können, soll das nachfolgende Beispiel zeigen.

Der Rücken und die Psyche
Der erste Eindruck der Doppelhaushälfte von Familie N. in P. ist "ein liebenswertes Chaos ". Die drei Söhne (ca.12 bis 22 J.) und die Tochter (16) betreiben als Hobby das Musizieren. Die Eltern sind beide Pädagogen im Fach evangelischer Theologie. Wir sind gerufen, um die Ursache für die unerklärlichen Rückenschmerzen zu ergründen, unter denen die Tochter permanent leidet. Unsere Untersuchung haben wir bereits anhand von Grundrissplänen vorbereitet, der Vorbefund wird jedoch mit einer sorgfältigen Begehung und Besichtigung überprüft. Von außen lässt sich erkennen, dass die Haushälfte im Einflussbereich von zwei Wasseradern steht, die im Wohnzimmer ein Kreuzungssystem bilden. Direkt neben dieser Kreuzung ist ein Piano aufgestellt, und unmittelbar darauf lagern Notenständer und Blasinstrumente - für viele Eingeweihte schon Anlaß für eine Spontandiagnose! Trotzdem lassen wir uns nicht beirren und führen bei der Tochter das Grifflängenziehen durch. Dabei werden die einzelnen Wellen als Lecherantennenwerte angegeben, notiert und anschließend anhand umfangreicher Tabellen mit bekannten Werten verglichen. Der direkte oder indirekte Einfluss von Wasseradern drückt sich meistens mit den LA.-Werten 1,55 /3,10 /7,80 /9,20 /10,80 aus, doch diese Werte kommen nur sehr vereinzelt vor. Statt dessen fällt ein Wert von 7,40 auf, der mit hoher Intensität als "kapazitiv linksdrehend" erkannt wird. Hier gibt die Grifflängentabelle unter anderem an: "Risse, Zerstörung, Akustik". Tritt der Einfluss "kapazitiv" auf, handelt es sich häufig um geistige Einflüsse. Mit diesen Befunden, bei denen sich aus den Tabellen mehrfach Hinweise auf Rückenbeschwerden ergeben, werden im nächsten Schritt das Zimmer und der Bettplatz der Tochter untersucht. Wie schon aus der Decodierung des Wellenbildes herausgefunden, scheinen die Wasseradern wohl keinen Einfluss auf die Tochter auszuüben, ihr Zimmer liegt auf einem relativ neutralen Platz. Im Zimmer werden zunächst grob und rein mental mit dem Pendel die "Störzonen" gesucht. Hierbei ergibt sich neben anderen eine auffällige Zone, die längs durch das Bett verläuft. Da sich jeder notierte Wellenlängenwert im Schlafbereich wiederfinden lassen müsste, wird als Feinbestimmung der Bettplatz mit der Lecherantenne untersucht, bis Lage und Richtung der verschiedenen Einflüsse festliegen. Dann kann in Richtung, aus der die Strahlung kommt, nach der jeweiligen Ursache gesucht werden. Unser Lecherwert 7,40 wird dabei in der längslaufenden Zone gefunden, die nicht gerade verläuft, sondern sich durch die Tür in den Raum und das Bett "hereinwindet". Weiterverfolgend gelangen wir die Treppe hinunter, bis die Zone in einem Bücherregal "verschwindet". An einem Buch tritt eine deutliche Antennenreaktion auf. Jetzt bewährt sich unsere Doppeltestung. Während einer von uns probeweise das Buch herausnimmt, prüft der andere unabhängig am Bett nach, ob sich die besagte Zone verändert - sie ist etwas schmaler geworden. Darauf wird das benachbarte Buch aus dem Regal genommen - die Störzone hat sich aufgelöst! Automatisch wird der Blick auf das Buch gelenkt: Es ist ein evangelisches Gesangbuch. Inmitten der interessierten Theologenfamilie eine höchst pikante und brisante Feststellung. Sie mündet in zwei Gesprächen, eines oben im Zimmer mit der Tochter und eins unten auf dem Treppenabsatz mit den Eltern. Während die untere Gesprächsrunde mehr oder weniger im Unverbindlichen bleibt (Gibt ein Theologe zu, ein Problem mit seinem Gesangbuch zu haben?), fühlt sich die Tochter sofort verstanden. "Das ist mein Problem, meine Mutter drängt mich, in den Kirchenchor einzutreten!" Hier offenbart sich mit verblüffender Einfachheit, was wir oft nicht wahrhaben wollen: Rückenbeschwerden sind häufig die Folge von zuviel geistigem Druck.

Die Scheuklappen ablegen
Im Nachhinein wird an diesem Beispiel deutlich, welche Erkenntnisebenen mit radiästhetischen Decodierungen erreicht werden können. Der gefundene Lecherantennenwert 7,40 gibt bereits einen ersten Hinweis (akustische Phänomene und Kirchenchor), die kapazitive Qualität der Welle betont einen geistigen Aspekt (hier geistig-seelische Ursache), und weiter steht dieser Wert auch für "Raumresonanz", "Eckabstrahlung "und "Einfallstor". Tritt die Strahlung zusätzlich "kapazitiv linksdrehend" auf, kann oft auf eine geistige Beeinflussung geschlossen werden. Psychologische Aspekte bei Haus- und Schlafplatzuntersuchungen sind nur dann anzutreffen, wenn der Untersucher seine Scheuklappen ablegt.
Angesichts des breiten Feldes der Möglichkeiten soll es hier nur bei einer Kostprobe bleiben. Da der Mensch eben sehr stark von seiner Psyche geprägt ist, liegt es nahe, dass er auch über geistig-seelische Wege in Resonanz geraten kann. Nur wenn es gelingt, diese Zusammenhänge zu erkennen und in Zusammenarbeit mit geschulten Therapeuten aufzubereiten, kann es zu einer erfolgreichen Wohn- und Lebensumfeldsanierung kommen. Allerdings möchten wir nicht den Eindruck erwecken, dass die Ursachen von Störzonen immer in "psychischen" Beziehungen liegen müssen. Sie sind nur ein weiteres Gebiet in dem Geflecht der Wirkbeziehungen zwischen Mensch und Umgebung.