Orte der Heilung

Prähistorische Kulthöhlen als Resonanzkörper für die Kräfte der Erde

von Arikka Claudia Mayer , Dorothee von Gagern erschienen in Hagia Chora 4/1999

Heilung ist ein geheimnisvoller Prozess. Wir wissen, dass zur Heilung Resonanz mit etwas, das man als "heil" empfindet, Voraussetzung ist. Auslöser dieser heilsamen Resonanz kann die Essenz eines Medikaments, die Liebeskraft eines anderen Menschen, ein inneres Bild oder das Erlebnis der Ganzheit sein, das manchen durch die Begegnung mit einem Kultort zuteil wird. Arikka Claudia Mayer und Dorothee von Gagern haben bereits über die Kulthöhlen der Ile-de-France berichtet (Hagia Chora 2). In diesem Beitrag versuchen sie eine weitere Annäherung an das Geheimnis des Heilwerdens.

Es liegt bereits einige Jahe zurück, dass wir die Höhlen der Ile-de-France entdeckten. Schon lange waren wir neugierig auf diese Kultplätze aus der Eiszeit, die durch das Lebenswerk der Urgeschichtsforscherin Marie König bekannt gemacht wurden. Damals, zur Sommersonnwende, waren wir mit unserer Ritualgruppe unterwegs. So kamen bei dieser ersten Begegnung zwei glückliche Faktoren zusammen: einmal unsere spirituelle Offenheit im Ritual und zum anderen die Schwingung des Ortes und die besonderen kosmischen Kräfte an diesem Tag im Jahr. Die Erfahrungen in den Höhlen waren so intensiv, dass wir zwei weitere Wochen blieben. Die Umgebung erschien uns wie verzaubert. Aus den großen Quarzitblöcken sprangen uns Tierformen an, Trollgesichter beäugten uns aus dem Moos heraus. Auf der Suche nach den Höhlen gab das Dornengestrüpp auf wunderbare Weise im letzten Augenblick den Eingang frei - im Inneren verbargen sich versteinerte Göttinnen ... Wir ließen uns tief auf die Orte ein und kamen in Kontakt mit Wesenheiten, die offenbar zu diesen Höhlen gehörten. An dieser Stelle verstanden wir, dass an jedem Kraftort verschiedene Erd- und Lichtwesen zusammenwirken. In der sichtbaren Welt beleben die Steinpersönlichkeiten den Platz, Pflanzengemeinschaften drücken die Qualität aus, Tiere können als schamanische BegleiterInnen vorbeikommen. In der nicht sichtbaren Welt sind es Lichtwesen, die als HüterInnen der Plätze die ersten Ansprechpartner für uns Menschen sind. Sie führen uns auf eine Reise in die Geschichte des Ortes und lehren uns die alte Weisheit der Erde, die in den Höhlen unbeschadet seit wenigstens 40000 Jahren gespeichert ist. Kleine, weiße Erdwesen, die wir nur dort getroffen haben, bringen ihre Lebensfreude und Liebe zur Erde ein. Wir haben beobachtet, dass zu der Qualität jedes Ortes auch die Tagesqualität, das Wirken der Elemente und das zyklische Eingebundensein in die Jahreszeiten gehören.

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