Skalarwellen
Zur Geschichte und Relevanz der longitudinalen Wellenausbreitung
Resonanz zählt zu den Schlüsselwörtern in der Geomantie. Wie aber werden Schwingungen, mit denen man in Resonanz gerät, übertragen? Auf dem Hagia-Chora-Kongress "Schwingungswelten" (1999) faszinierte Prof. Konstantin Meyl seine Zuhörer mit einem nachvollziehbaren Modell der Schwingungsübertragung. Der folgende Beitrag basiert auf seinem Vortrag.

Aus einem physikalischen Blickwinkel heraus behandelt das Thema "Schwingungswelten", mit denen sich die moderne Radiästhesie auseinandersetzt, in der Regel die elektromagnetischen Wellen. Es gibt jedoch guten Grund, anzunehmen, dass es außerhalb dieser Hertzschen Welle noch eine andere Art der Wellenausbreitung gibt. Die Definition einer Welle wurde historisch zunächst mathematisch hergeleitet. James Clerk Maxwell stellte 1864 in seinem berühmten Buch "A Treatise of Electricity and Magnetism" erstmals dar, dass elektrische und magnetische Felder als eine Einheit verstanden werden können. Dass darin auch der Ansatz für eine Rundfunkwelle enthalten war, wurde zunächst nicht erkannt, obwohl wir heute Maxwell als den Begründer der Wellentheorie schlechthin ansehen. Seine Thesen machten diversen bestehenden Lichttheorien Konkurrenz - man kannte beispielsweise die Farb- und Lichttheorie Goethes und vieler anderer, die sich alle mit der Frage "Was ist eigentlich Licht?" auseinander setzten. Der Ansatz Maxwells ging vom Elektromagnetismus aus: Erweitert man das Ampéresche Gesetz, das Durchflutungsgesetz, um den Faktor der Elektrischen Verschiebung, erhält man die Beschreibung einer elektromagnetischen Welle, die alle Eigenschaften des Lichtes besitzt. Diese Welle ist eine Querwelle oder Transversalwelle, ihre Schwingung erfolgt senkrecht oder quer zur Ausbreitungsrichtung, die eine konstante Größe darstellt - die Lichtgeschwindigkeit. Der Durchbruch für die technische Nutzbarkeit dieser Theorie gelang im Jahre 1888 Heinrich Hertz, als er mit seinen Studenten erstmals ein Signal von einem Sender zu einem Empfänger übermitteln konnte. Dieser Nachweis löste eine regelrechte Euphorie bei den fortschrittlichen Denkern der Physik aus - die Technik der Informationsübermittlung war geboren. Besonders hervorzuheben ist hier der Italiener Marconi, der 1901 mit einem sehr kleinen Sender von 1 W Leistung erstmals über den Atlantik funkte. Marconi wurde allgemein als Erfinder des Radios gehandelt. Ein amerikanisches Gericht stellte Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch klar, dass ein anderer diesen Anspruch erheben darf: der nach Amerika emigrierte Serbe Nicola Tesla. Sein Name ist heute in erster Linie von der Einheit für die Induktion bekannt. Tesla erfand ebenfalls den Asynchron-Motor, die Drehstromtechnik, die er für 1 Million Dollar verkaufte, um Privatforschung betreiben zu können.
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