Am Anfang war die Schwingung

Der Einfluss natürlicher und technischer Felder auf den Menschen
Teil 2: Technische Felder

von Ewald Kalteiß erschienen in Hagia Chora 5/2000

Der menschliche Körper befindet sich heute fortwährend im Einfluss elektrischer Felder. Ewald Kalteiß erklärt, wie sich diese in modernen Bauten auswirken und welche Möglichkeiten zur Abschirmung anwendbar sind.

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Elektrische Felder werden im Fernsehgerät und Computermonitor als Hochspannung für den Bildschirm erzeugt. Auch zur Oberflächenbeschichtung etc. werden sie eingesetzt. Schutz gegen diese Felder bieten geerdete Metallgitter, die zwischen Mensch und Gerät gestellt werden. Auch Stoffe, in die Metallfäden eingewirkt sind, können als Schutz dienen, wie auch Metallfolien oder Verputz mit Carbonfasern. Die Beschleunigungsspannungen bei Bildschirmgeräten erreichen zwar noch nicht den Wert von Röntgenapparaten. Bei größeren Gleichspannungen entsteht jedoch Röntgenstrahlung, die ionisierend wirkt, d.h. es entstehen elektrisch geladene Atome bzw. Moleküle. Das Erden von metallischen Gegenständen ist die beste Methode, entstehende Felder sofort kurzzuschließen.

Statische Aufladung
Moderne Kunststoffe laden sich mit hohen Spannungen auf. Berühren wir einen solchen Gegenstand, so fließen schlagartig unangenehme Entladungsströme. Ob beim Gehen über Teppichböden, beim Aussteigen aus dem Auto oder beim Berühren von Kunststoffgegenständen bei trockenem Wetter ist immer eine statische Entladung die Folge. Auch Tapeten, besondere Wandanstriche, Möbelstücke, sowie Kleidungsstücke mit hohem Anteil an Kunststofffasern laden sich statisch auf. Diese Ladung kann nicht durch kontinuierliches Abfließen abgebaut werden. Sie wird durch die Reibung beim Gehen (Kunststoffsohlen) ständig erhöht und entlädt sich unangenehm beim Berühren von anderen Personen oder von Türklinken etc., also immer dann, wenn eine Erdung zu Stande kommt. Statt der natürlichen Feldstärke in der Atmosphäre von 100 V/m werden oft 2000 bis 15000 V/m erreicht. Auch bestimmte Wetterlagen wie Föhn, Smog und sommerliche Schwüle erhöhen die Luftelektrizität. Natürliche Stoffe für den Boden (Kork, Holz, Steinfliesen) sowie Leder und Kleidung, die frei von Kunstfasern ist, vermindern die Gefahr durch statische Aufladung. Daher ist die richtige Auswahl und Kombination von Werkstoffen in der Innenausstattung von Gebäuden eine wichtige Aufgabe für den Architekten.

Entladung durch Luftfeuchtigkeit
Die in der Luft vorhandenen Ionen (geladene Luftmoleküle) sollten 600 Ionen/cm3 nicht überschreiten. Ein Brunnen im Raum trägt zur ausreichenden Ionisierung der Luft bei - es ist dieselbe Wirkung wie bei einem Wasserfall oder unter der morgendlichen Dusche. In Büros mit Klimaanlagen sind die häufig zu niedrigen Luftfeuchtigkeitswerte an den unangenehmen Entladungen schuld. Diese lassen sich durch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, also durch den gezielten Einsatz von Pflanzen, Bäumen und Brunnen vermeiden. Es verbleibt ein natürliches Spannungsfeld. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 55% liegen. Staubteilchen sinken eher zu Boden, und die elektrische Feldstärke kann sich nicht so gut aufbauen. Auch unterschiedliche Metalle, die zusammengebracht werden, erzeugen durch Feuchtigkeit (Elektrolyte) und Korrosion Spannungen, die den Verlauf der Korrosion beschleunigen. Besonders im Mund bauen sich elektrische Potenziale auf, wobei dann unangenehme elektrische Ströme fießen können. Bei der Verarbeitung von verschieden Metallen kommt es immer zu Korrosion. Wird Kupferblech mit Zinknieten befestigt, entsteht durch das Regenwasser (es enthält die benötigten Ionen in Form von Kohlensäure und ist somit das Elektrolyt) ein Lokalelement. Die unedleren Metalle (diejenigen mit geringerer Spannung, von Platin ausgehend) werden zerfressen und lösen sich auf; in obigem Beispiel also die Zinkniete.

Wechselfelder
Niederfrequente Felder haben die Eigenschaft, dass das elektrische und das magnetisches Feld nicht direkt miteinander verknüpft sind, sondern "ihre eigenen Wege" gehen. Dort, wo Strom fließt, bildet sich um den Leiter ein Magnetfeld. Dieses durchdringt alle Materialien ungehindert, ausgenommen Spezialbleche. Niederfrequenzen werden technisch genutzt: bei der Bahn mit 16,667 Hz, bei der Stromversorgung mit 50 Hz sowie bei verschiedenen Funkdiensten im Hertz- und Kilohertz-Bereich, und zwar im Langwellen- und Mittelwellenbereich bis zu 2 MHz. Andererseits wird berichtet, dass die in der Nähe von diesen Antennen wachsenden Bäume stärker im Umfang und höher gewachsen sind als gleichartige Bäume, die weiter von den Sendeantennen wachsen. Dabei ist aber eine offene Frage, ob starkes Wachstum ein Zeichen von positiver Beeinflussung ist.
Die Ströme der Eisenbahn sollten in der Oberleitung und über die Lokomotive in die Schiene fließen. Leider halten sich die sogenannten Rückströme in der Schiene nicht immer an den einfachen Weg. Bei hoher Feuchtigkeit im Untergrund machen sich die Ströme etwas unabhängig und wandern von den Schienen weg. Nahe einer Bahnlinie (bis 20 m Abstand) können Werte bis zu 4000 nT auftreten. Bei vielbefahrenen Strecken bleibt eine Grundlast von rund 100 nT bestehen. Die hohen Werte treten auf, wenn eine Lokomotive startet und dabei der Motor maximalen Strom zieht. Straßenbahnen und S-Bahnen fahren ebenfalls mit 16,667 Hz, die U-Bahnen dagegen mit Gleichstrom. Sie können aber dennoch einen Störanteil von 16,667 Hz aufweisen. Wie schon gesagt, eine Abschirmung ist kaum möglich. Man könnte sich Kompensationsschaltungen denken (Prof. König), die genau dieselben Störungen, um 180o in der Phase gedreht, erzeugen, um die Störung auszulöschen. Bei Hochspannungsleitungen entstehen Magnetfelder, die stark von den transportierten Stromlasten abhängen. Somit sind große Schwankungen zu erwarten. Schwedische Untersuchungen, immer ein gefundenes Fressen für Gegner und Befürworter, zeigen die statistische Zunahme von Leukämiefällen bei Kindern, wenn die Magnetflussdichte über 200 nT liegt. Auch die Studien zu Problemfällen in der Schwangerschaft führten in Schweden zum Nach- und Umdenken und resultierten in den MPR-Richtlinien. Hier sollte eine Anpassung an den von Dr. Varga nachgewiesenen Wert von maximal 100 nT erfolgen! Der Abstand zu Hochspannungsleitungen sollte groß genug sein. Nach Dr. Varga sollte der Mindestabstand in jedem Fall zwischen 100 und 150 m liegen, denn bei 380 kV sind im Abstand von 60 m bei Vollast 1500 nT zu messen, bei 110 kV immerhin noch 500 nT. Die entstehenden elektrischen Felder sind in Mastnähe gering (dort bricht das Feld zusammen) und am höchsten in der Mitte zwischen zwei Masten. Hier kann durch das Pflanzen eines Baumes, der wenigstens bis zur Dachkante reicht, das elektrische Feld signifikant abgebaut werden! Schon bei der Zuleitung zum Haus können starke Felder durch geeignete Erdkabelverlegung gering gehalten werden. Dies ist im allgemeinen der Zuführung über Dachständer vorzuziehen.

Möglichkeiten der Abschirmung
Gegenüber Hochspannungsleitungen sind bereits Bäume ein gutes Mittel, elektrische Felder zu beseitigen. Sogar im Winter, wenn Laubbäume kahl sind, reicht die Zweig-Ast-Stamm-Struktur aus, die elektrischen Felder abzubauen. Meine eigenen Messungen ergaben bei einer 230 kV-Leitung unter den Bäumen nur noch 1”, neben dem Baum immerhin nur noch lediglich 1% des Wertes, der ohne Bäume zu messen war! Ein großer Teil der Störungen im niederfrequenten Bereich tritt durch unzureichende, sich über die Zeit verschlechternde Erdung in den Häusern auf. Gute Erdung wird immer schwieriger. Zu viele unterirdische Eingriffe (U-Bahn, Kanalisation, Schächte, Energieversorgungsleitungen, Feuchtigkeitszonen, Trockenzonen) verhindern das einwandfreie Ableiten der Störungen an die Erde (Masse). So entstehen zwischen der Erdung der elektrischen Versorgungsleitung, dem Hauserder, der Heizung und den Wasserrohren verschiedene elektrische Potenziale, die zu Ausgleichströmen und Störfeldern führen. Bei der Installation muss darauf geachtet werden, dass keine galvanische Unterbrechung durch Einfügen von Kunststoffrohren vorliegt. Es muss mit einem durchdachten Erdungssystem für Ruhe gesorgt werden, denn diese schlechten Erdungen nehmen auch die hochfrequenten Signale von starken HF-Sendern auf und schleppen sie durchs ganze Haus. Erdungen sollten immer wieder auf Funktionsfähigkeit überprüft werden, denn steigender Erdungswiderstand oder das Fließen eines Ausgleichstromes deuten einen Defekt an. Im Bereich bis 30 MHz sind oft im Nahbereich (Abstand zur Sendeantenne < 10 Wellenlängen) die Magnetfelder enorm, besonders dann, wenn mit l/4-Antennen (ein Viertel der Wellenlänge) gearbeitet wird, z.B. bei Amateurfunk, Bahn, Hochspannungsleitungen, Rundfunk, Fernsehen, Radar, Navigation, Richtfunk, Mobilfunk, Industrieanwendungen (Trocknen, Schweißen, Kleben, Vulkanisieren) und medizinischen Einsätzen in Arztpraxen und Kliniken. Dies zeigt den weiten Nutzungsrahmen dieser Frequenzen, welche bis in den mm-Wellen-Bereich gehen.

Möblierung und Baumaterialien
Durch stehende Felder im Raum kann es zu besonders starken Felddichten kommen, die sich durch Möblierung, durch den Betrieb elektrischer Geräte und den Aufenthalt von Personen laufend verändern können. Totalabschirmungen eines Raumes mit Metallfolien bauen stehende Felder auf. So können im Körper Überhöhungen der Felddichte entstehen, die mit geeigneten Messgeräten oder mit radiästhetischen Mitteln nachvollzogen werden können. Bei Wohnungen im Bereich von LW-, MW- und KW-Sendern hat sich als gute Abschirmmöglichkeit die Yukkapalme gezeigt, auch wenn Feng Shui hier sofort eingreifen würde. Heute benötigen wir kein Raucherzimmer in der Nähe des Arbeitsplatzes, sondern einen den natürlichen Feldern angepassten Ruheraum. Gebäude wirken abschirmend, wenn die Wände aus Beton mit Stahlarmierung ausgestattet sind. Es versteht sich, dass diese Armierung gut geerdet sein muss. Auch Gasbetonsteine, die kristallin gebundenes Wasser enthalten, dämpfen Hochfrequenz. Metallfensterrahmen und Metalltürrahmen bauen schnell Felder auf, wenn in der Nähe eine Sendeanlage installiert ist. Fenster sind eben Öffnungen für elektromagnetische Wellen. Zum Schutz vor Radarsendern (Wohngebiet an einem Flughafen) ist es möglich, die Wände in Richtung des Störers durch metallisierte Stoffe oder Tapeten abzuschirmen sowie Fensterscheiben einzusetzen, die mit Gold bedampft sind.

Elektrosmog der Stromversorgung
Umspannwerke und Trafostationen sind eine starke Quelle von Feldern. Hier sind Abstände von 60-100 m beim Umspannwerk und 8-10 m bei den modernen Trafostationen empfehlenswert. Zuerst sind jedoch die Felder zu messen. Bei den Messungen müssen die Werte über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, denn es können abnehmerabhängige zeitliche Schwankungen mit enormen Abweichungen auftreten. Besonders Tag- und Nachtverbrauch variieren stark. Stets gelten die Höchstwerte als Richtschnur. Eine Ringversorgung ergibt starke kapazitive Felder und auch magnetische Felder mit hohen Werten. Die Radialversorgung baut nur schwache Felder auf, da in Hausnähe nur der eigene Stromverbrauch zu Magnetfeldern führt. Bei der Hausinstallation der elektrischen Leitungen kann schon von Beginn an darauf geachtet werden, dass abgeschirmte Leitungen verwendet werden. Durch geeignete Verdrillung oder Verflechtung der Leiter ist es möglich, das magnetische Feld wesentlich zu reduzieren. Gute Abschirmgeflechte als Außenmantel beseitigen das elektrische Feld vollständig. Wenige Steckdosen, gut überlegte Wahl der Kabelführung sind wichtige Voraussetzungen, den Elektrosmog minimal zu halten. Auch in der Steckdose sollte das freigelegte Kabel nicht zu einer Spirale gewickelt werden, denn sonst strahlen die Felder stärker ab. Besonders in Holzhäusern sollten abgeschirmte Kabel und abgeschirmte Steckdosen eingesetzt werden.

Problematik des "Elements" Metall
Bei der waagerechten Kabelverlegung in ca. 30 cm Höhe über dem Fussboden verläuft das Maximum des elektrischen Feldes genau in Betthöhe. Dies ist zu vermeiden, da Federkernmatratzen und/oder das Metallgestell des Bettes oder Nachttisches das elektrische Feld gut aufnehmen. Sitzmöbel mit Drahtgitter zur Stabilisierung der Polsterung leiten es in den Rücken einer dort sitzenden Person. Entgegen der Feng-Shui-Meinung, dass das "Element" Metall im Haus vorkommen muss, kann aus Sicht des Elektrosmog gesagt werden, dass jedes Metallteil als Antenne bzw. Resonator fungieren kann und in Verbindung mit natürlichen Energiefeldern, wie Wasseradern oder Verwerfungen, zu einem technomantischen Störer wird. Als klassische Elemente gelten Feuer, Luft, Wasser, Erde mit ihren Entsprechungen zu den vier Aggregatzuständen. Metall ist ein Produkt der Elemente Feuer und Erde, Holz ist ein Produkt von Wasser und Erde, immer unter Zuhilfenahme der anderen Elemente. Um zusätzliche Störer zu umgehen, gilt:
-Auch im Arbeitsbereich möglichst keine Metallmöbel verwenden bzw., wenn schon vorhanden, auf gute Erdung achten!
-Keine Verlängerungskabel unter dem Arbeitsplatz, kein Kabelsalat!
-Abstand zu Heizkörpern beachten und prüfen. Welche Elektroinstallation befindet sich an der anderen Wandseite, im Boden, in der Decke?
-Alle Geräte über eine Steckerleiste mit Schalter und Kontroll-Lampe betreiben und darüber alle Geräte ausschalten. Auch der Einsatz einer elektrischen Bodenheizung muss genauestens überlegt werden. Springbrunnen und Aquarien gehören keinesfalls in die Nähe von Sitzplätzen. Pumpen, Beleuchtung und Heizungen sind Störer im Bereich der elektrischen und der magnetischen Felder. Pumpen von einfachen Zimmerbrunnen bringen es leicht auf 700-1000 nT, ein Wert, der sich mit einer Bahnlinie im Abstand von 10-30 m messen kann. Salzlampen mit ihrem angenehmen Lichtspektrum sollten mit Kerzen oder Duftölen benutzt werden.

Elektrische Geräte im Haushalt
Mit einem Netzfreischalter kann man die Störungen für ausgewählte Zimmer beseitigen. Der Netzfreischalter schaltet die 230 Volt an der Leitung ab. Es besteht nur noch eine geringe Kontrollspannung. Wird ein Verbraucher eingeschaltet, dann wird die Kontrollspannung kurzgeschlossen, und der Netzfreischalter legt die 230 Volt wieder an. Allerdings können Verbraucher mit geringer Leistung (elektrische Zahnbürsten, Kassettenrecorder, Radiowecker, Kofferradios etc.) nur noch in Verbindung mit einem weiteren Verbraucher (z.B. 60 W-Lampe) benutzt werden, da die eigene Stromaufnahme sonst zu niedrig ist und der Netzfreischalter sich ständig ein- und ausschalten würde. Elektrische Heizdecken sollten durch einen vorgewärmten Ziegelstein ausgetauscht oder wenigstens nach der Aufwärmphase ausgesteckt werden. Betten mit elektrischer Steuerung für die Matratze sollten auf abgeschirmte Teile überprüft werden. Hier finden sich je nach Fabrikat erstaunliche Unterschiede. Gerade das Bett sollte von allen Störungen freigehalten werden. In der Regenerationsphase Schlaf ist der Körper hilflos, da auch nahezu bewegungslos, den Störern ausgeliefert. Die uns tagsüber schützende Aura hat sich eng an unseren Körper angepasst und dämpft die angreifenden Strahlungen kaum. Unruhiger Schlaf und gekrümmtes Liegen deuten auf Störungen hin. Verbraucher, die immer eingesteckt sind, jedoch nicht immer benutzt werden, sollten mit geeigneten Geräten auf Abstrahlungen geprüft werden. Grundsätzlich gilt: was ich nicht brauche - stecke ich aus! Es kann oft einen großen Unterschied bedeuten, wie der Stecker in der Steckdose steckt. Dies trifft für Geräte und Lampen zu, die einen einpoligen Ein-und Aus-Schalter haben. Dann ist je nach Steckereinführung in die Steckdose die Phase, die sonst erst durch das Gerät muss, am Stecker sofort abgeschaltet. Je nach Lampentyp oder Geräteart können Werte von über 300 V/m bis auf weniger als 10V/m reduziert werden. Es ist empfehlenswert, den Phasenausgang an der Steckdose zu kennzeichnen, sowie die richtige Position des Steckers zu vermerken. Schreibtische mit Metallrahmen oder Metallplatten streuen das Feld, welches von Geräten aus der Umgebung der Lampen eingestrahlt wird. Hier hilft eine Erdung des Tisches, eine Erdung des Objektes oder die Montage der Klemmlampe an einen Nachbartisch aus Holz. Bei Kabeln sollten abgeschirmte Produkte oder die speziell verdrillten Kabel der neuen Generation verwendet werden. Rasierapparate, Radiowecker, Quarzarmbanduhren, Kassettenrecorder, Walkmen (bei Kopfhörern mit magnetischem Prinzip entstehen 50-90 nT!), Niedervoltlampen, Audio- und Videogeräte samt Lautsprecher, Leuchtstofflampen, Sicherungskästen, Steigleitungen, Computer samt Drucker, Kühl- und Heizaggregate, Fußbodenheizung, Heizdecken - alle diese Geräte und Installationen erzeugen magnetische Wechselfelder. Besonders Niedervoltlampen (Halogenlampen), die ihre Leistung durch erhöhten Strom beziehen, strahlen entsprechend hohe magnetische Felder ab. Die Nähe des Trafos ist zu meiden. Um die Feldstärken zu verringern, bieten sich Kabel an, bei denen Phase und Null-Leiter eng beieinanderliegen. So entsteht nur ein geringes magnetisches Feld. Versuche mit geflochtenem Kabel haben eine Verringerung des Magnetfeldes um 10% ergeben. Störende Felder kommen auch durch Ausgleichsströme über Heizungs- oder Wasserleitungsrohre zu Stande. Wände können gegenüber elektrischen und elektromagnetischen Feldern durch metallische Anstriche, Aufbringen von Metallfolie, Drahtgitter oder Bespannen mit Stoffen, die einen Metallfaden enthalten, abgeschirmt werden.
Kurzfristige Störer sind die Haushaltsgeräte: Rasierapparat, Föhn, elektrische Zahnbürste, Waschmaschine, Trockner, Herd, Geschirrspüler, Mixer, Kaffeemaschine, Brotschneidemaschine, Eierkocher, Toaster etc. - nach Benutzung einfach ausstecken. Stereoanlagen, Videorecorder etc. haben oft eine "Standby"-Schaltung (zur Freude der Energieversorgungsunternehmen). Damit wird unnötig Strom konsumiert, und auch die Störfelder sind immer vorhanden. Im Handel sind Steckerleisten erhältlich, bei denen das Hauptgerät gesondert bedient wird. Schaltet man dies ein, so erhalten erst dann die anderen über die Steckerleiste angeschlossenen Geräte ihren Strom. Um Störungen aller Strahlungsarten zu vermeiden, sollte der Schlafplatz nie über einer Garage oder Heizungsanlage liegen.

Drahtlose Kommunikation
Moderne Kommunikation ist nicht mehr von mobilen Telefonen und den schnurlosen Telefonen zu trennen. Die Frequenzbereiche sind je nach System verschieden:
C-Netz 450-466 MHz
D-Netz 890-960 MHz
E-Netz 1805-1880 MHz
Schnurlose Telefone 866/915/960 MHz
DECT 1880-1900 MHz
Bündelfunk 410-430 MHz
Für diese Frequenzbereiche wird die Belastung als Leistungsdichte in W/cm2 oder mW/cm2 angegeben. Ein neuer Begriff wurde eingeführt: spezifische Absorptionsrate (SAR). Das D-Netz als das bekannteste hat zu großen Protesten geführt. War es die Frequenz? Die Digitaltechnik? Es war die offensichtliche Notwendigkeit, viele neue Funktürme zu bauen. Da wurden die Bürger aufmerksam. Kein anderes Funksystem hat so viele Diskussionen ausgelöst und Gerichte beschäftigt, wie das D-und E-Netz. Der Ansturm von Benutzern führt aber in allen Netzen dazu, neue Funkzellen aufzubauen, und damit wird das Netz immer dichter. Mit handlichen Geräten lassen sich die tatsächlichen Felddichtewerte messen. Als Grenzwerte für den Bereich D-Netz und E-Netz gelten 470 mW/cm2 beim D-Netz und 925 mW/cm2 beim E-Netz1. Die Baubiologie hat den Grenzwert auf 100 nW/cm2 festgesetzt. Nach dem Baubiologen und Journalisten Maes sind die Felddichten für DECT-Telefone im Haus so hoch wie die eines Mobilfunksenders im Abstand von 35-50m. Einen besonderen Effekt der biologischen Beeinflussung kann man daraus herleiten, dass sich Wassermoleküle, aus denen wir Menschen zu 70% bestehen, durch ihre elektrische Ladung von äußeren Feldern leicht in Schwingung versetzen lassen. Bei den schnellen Molekülbewegungen entsteht Hitze, ein Effekt wie beim Mikrowellenherd, der bei industriellen Schweiß- und Trocknungsanlagen bei 915 MHz und 2,45 GHz ausgenutzt wird. 915 MHz liegen im Bereich der schnurlosen Telefone und Handys. Die von L. von Klitzing festgestellten Schwingungen im Gehirn, hervorgerufen durch eine Taktfrequenz von 217 Hz, so wie sie beim D-Netz verwendet wird, wurden mit einer Leistungsdichte von 1 mW/cm2 nach 10 bis 20 Minuten der Einstrahlung erreicht. Es muß aber beachtet werden, dass beim D-Netz in einem Zeitschlitz von 577 ms nur in jedem achten Puls gesendet wird. Die anderen Pulse stehen weiteren Teilnehmern zur Verfügung. Die bisherigen Erkenntnisse beweisen jedoch noch keine Schädigung oder Irritation. Dazu sind viele Jahre der Forschung nötig. Laut "Mikrowellen-HF & Telekommunikation Magazin" No. 2/1994 zeigen umfangreiche Untersuchungen keine positive Korrelation. Auch Hörgeräte und Herzschrittmacher sollen laut verschiedenen Untersuchungen Störungen durch Mobiltelefonen ausgesetzt sein. Das kann mit geeigneter Kleidung verhindert werden.
Vor dem Telefonieren mit Handy ohne Außenantenne im fahrenden Auto kann hingegen nur gewarnt werden. Die Ausgangsleistung des Telefons wird wegen der abschirmenden Wirkung der Fahrzeugkarosserie auf das Maximum geregelt! Zusätzlich treten durch Reflexionen im Innenraum Überhöhungen der Felddichte auf. Wenn diese sich in Kopfnähe befinden, kann mit einem Vielfachen der Leistungsdichte gerechnet werden. Ähnliches kann sich in geschlossenen Räumen ereignen, besonders bei Metallkonstruktionen wie Messehallen, Büros aus Stahl-Glas-Konstruktion, Häusern mit metallarmierten Betonplatten etc. Heute schon sind die Frequenzbereiche so dicht aneinandergerückt, dass es vor Einführung eines neuen Sendesystems im Mobilfunk, Rundfunk, Fernsehen etc. zu Berechnungen der zu erwartenden Leistungsdichte bzw. den möglicherweise auftretenden Störungen durch Interferenzen kommen muss. Anhand von topographischen Karten kann dann vorhergesagt werden, welche Leistungsdichten in welchem Gebiet zu erwarten sind. Bei diesen Interferenzen (Überlagerung von mehreren Wellen gleicher oder nahezu gleicher Frequenz) kann es zu Auslöschungen, aber auch zu Leistungsdichteüberhöhungen kommen. Besonders in Städten mit hohen Gebäuden treten diese Erscheinungen durch die vielen Reflexionsmöglichkeiten auf. Mit der Vielzahl von Sendeanlagen haben wir bereits einen hohen Störpegel erreicht. Damit ist die Auswahl an Frequenzen groß, und auch die Häufigkeit von Leistungsdichteüberhöhungen - und damit die Möglichkeit der Resonanz bei biologischen Systemen - nimmt zu.