Heilige Brunnen in der Bretagne

Formresonanz als Schlüssel zur harmonischen Schwingung

von Eike Georg Hensch erschienen in Hagia Chora 5/2000

Die Bretagne ist nicht nur für Freunde megalithischer Kultstätten ein Paradies. Auch wer auf der Suche nach heiligem Wasser ist, wird dort in reichem Maß fündig. Im Rahmen einer Studienreise mit Architekturstudenten der Fachhochschule Hannover hat Prof. Eike Hensch eine Reihe besondere Quellen in der Bretagne radiästhetisch untersucht. Hier stellt er einige seiner Untersuchungsergebnisse vor.

In der Bretagne gibt es zahlreiche Quellanlagen, deren Wasser eine besondere Heilwirkung nachgesagt wird. Sie sind als Fontaine Sacrée in der älteren Bevölkerung bekannt. Manchmal sind sie in Vergessenheit geraten, einige unter Schutt begraben. Es wird gesagt, dass man von dem Wasser trinken, bei Augenleiden die Augen benetzen oder Kleidungsstücke in das Wasser tauchen solle. Manche Brunnen haben eine oder mehrere Steinfassungen unterschiedlicher Größe aus der Zeit der Renaissance und des Barock. Andere bestehen nur aus einem Findling, auf dessen Oberseite sich eine Mulde befindet. Hier sammelt sich das Regenwasser, wie bei einem "Opferstein" genannten Felsblock bei St. Eden par Plouescat. "Dieser Fels liegt unmittelbar am Meer, kaum zweihundert Meter von einem Menhir entfernt. Sein Wasser sammelten die Bauern der Gegend für ihr Vieh, um es vor Krankheit zu schützen" (Plessen/Spoerri).

Opfersteine
Der keltische Raum - also Südengland und die französische Bretagne - ist reichhaltig mit radiästhetischen Denkmälern besetzt. Die "Stowe s Hill"-Steine im südwestenglischen Landschaftsgebiet Bodmin Moore befinden sich auf einem Kreuzungssystem rechtszirkularer geomantischer Zonen in einem Umfeld von Menhiren, Steinkreisen und Tumuli. Die quarzreichen Granitblöcke sind an der Oberseite beckenartig ausgeformt. Neben diesen Schalen von 33 bis 44 cm Durchmesser befinden sich kleinere Löcher von etwa 3 cm Größe. Alle Vertiefungen haben hohe Strahlungsintensitäten. Neben der Anregung durch die rechtszirkularen geomantischen Zonen dürfte die erhöhte Abstrahlung der Steine eine Rolle spielen. In den Steinschalen sammelt sich Regenwasser. Die Stoffstrahlung im Zusammenwirken mit der Formresonanz - die Beckendurchmesser entsprechen Wassergrifflängen - und den geomantischen Zonen polarisiert linksdrehendes Niederschlagswasser um oder verstärkt rechtsdrehendes. Diese Zisternen sind wohl die ältesten Gewinnungsanlagen für rechtsdrehendes Wasser im europäischen Raum.

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