Stille Harmonie
Spektroiden tiefliegender Wasseradern und ihre Bedeutung in der Geomantie
In alten Kirchen findet man meist signifikante Kreuzungen von Wasseradern an wichtigen Punkten der Architektur. Der Künstler und Geomant Peter F. Strauss beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen und der Nutzung von tief liegenden Wasseradern in Sakralbauten und berichtet von seinen Erkenntnissen.

Im Jahre 1986 erhielt ich die Einladung, im Widukind-Museum der Kleinstadt Enger in Westfalen eine Ausstellung zu gestalten. Ich beschloss, unter anderem eine Arbeit über den Begräbnisort des Sachsenherzogs Widukind - die romanische Stifskirche in Enger - fertigzustellen. Ich wollte an diesem Ort eine Art energetischer "Spurensicherung" versuchen und besorgte mir zuerst einmal den Grundriß der Kirche. Ausgehend von der "idealtypischen" Annahme, dass sich im Altarbereich zwei rechtsdrehende Wasseradern oder/und geomantische Zonen kreuzen sollten, fertigte ich Skizzen, die im Katalog zur Ausstellung abgedruckt wurden. In Enger angekommen, machte ich meine ersten Begehungen mit Rute und Lecherantenne und fand auch zwei Wasseradern, die sich im Inneren der Kirche kreuzten - nur leider nicht da, wo ich sie vermutet hatte. Zudem war die parallel zur Achse des Kirchenschiffs verlaufende Wasserader nicht rechts- sondern linksdrehend polarisiert! Eine Wasserader mit rechtsdrehender Polarisation bildete mit der ersten eine gemischte Kreuzung südwestlich des Altars. Zunächst war ich enttäuscht - so schön hatte ich mir das zuhause am Zeichentisch ausgemalt - und nun war alles graue Theorie! Diese für einen größeren Kultort ungewöhnliche Situation liess mir jedoch keine Ruhe, und so versuchte ich, links und rechts von der Hauptzone der rechtsdrehenden Wasserader Gitternetzstreifen zu finden, die in der Höhe des Altarraumes verlaufen sollten. Tatsächlich fand ich auch im Osten einen Gitternetzstreifen des 2. Gitters rechtsdrehend und 3 m weiter einen Streifen des 3. Gitters rechtsdrehend, der vor dem Altar der ältesten Kirche an diesem Standort verlief. Bei näherer Untersuchung der Polarisation und Intensität stellte ich fest, dass sie keineswegs isolierte Gebilde waren, sondern mit der rechtsdrehenden Wasserader zusammenhängen mussten. Für mich war diese Entdeckung neu. Eine Begehung auf der Westseite und die Einmessung der gefundenen Zone machte mir klar, dass es sich hier um eine breite "Spektroide" einer tiefliegenden Wasserader handeln musste, denn alle Zonenstreifen waren symmetrisch, d.h. in etwa gleicher Entfernung vom Zentrum der Wasserader auf beiden Seiten aufzufinden - Polarisation, Einfallsrichtung und Intensität waren identisch. Nun zeigte sich, dass der Streifen des 3. Gitters vor dem Altar der frühesten Kirche an diesem Ort (ein kleines, einschiffiges Gotteshaus aus dem 9. Jahrhundert) mit einem Hauptzonenstreifen der linksdrehenden Wasserader eine gemischt-polarisierte Kreuzung bildete. Es existierte also doch ein "sekundäres" Kreuzungssystem vor dem Altar!
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