Der Herzschlag des Wasserdrachen

Erkenntnisse Schaubergers für den energetisch richtigen Wasserbau

von Dipl. Ing. Stefan Brönnle , Gerald Jaksch erschienen in Hagia Chora 5/2000

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Die Erkenntnisse des oberösterreichischen Försters Viktor Schauberger (1885-1956) kommen heute zu späten Ehren. Für die Geomantie sind sie von besonderer Bedeutung, waren doch energetische Grundgesetze Schaubergers Lebensinhalt. In jahrelanger Naturbeobachtung erkannte er die Wirbelgesetze des Wassers, welche die Aufnahme und Abgabe von Ätherkräften im Wasser regeln. Offenbar erlebte er gar die den Ätherkräften innewohnende Bewusstseinsqualität.

Der Temperaturgradient
Wichtigste Voraussetzung für ein energiegeladenes, lebenspendendes Wasser ist dessen Temperaturgradient. Wasser besitzt bei 4° C eine so genannte Dichteanomalie. Bei Abkühlung von höheren Temperaturen verdichtet sich das Wasser mehr und mehr. Dabei erhöht sich der Energiegehalt sowohl physikalisch als auch ätherisch betrachtet. Ab 4° C verringert sich die Dichte jedoch wieder, während alle anderen gängigen Stoffe mit sinkender Temperatur stetig dichter werden. Wasser besitzt somit einen aus beiden Richtungen positiven Temperaturgradienten: Die Aufnahme ätherischer Kräfte setzt sowohl ein, wenn die Temperatur warmen Wassers bis auf 4° C abnimmt, als auch wenn sich kälteres Wasser in Richtung 4° C erwärmt. Im jeweils umgekehrten Fall gibt das Wasser Ätherkräfte frei. Unter diesem Gesichtspunkt wird z.B. deutlich, dass ein Fluss an Lebenskraft verliert, wenn Auenwälder, die das Fließgewässer beschatten und vor Aufheizung schützen, Ackerflächen weichen müssen.

Wirbelbewegungen
Die energetische Wirkung einer wirbelnden Bewegung steigt - wie die Masse - mit der Verringerung des Radius und dem Anwachsen von Winkelbeschleunigung und Periodizität (= Frequenz) an. Bei einer implosiven Wirbelbewegung, wie sie Schauberger verstand, verkleinert sich der Aktionsradius stetig, was eine Zunahme der Winkelbeschleunigung und damit eine Energie-Verstärkung bewirkt. Solche implosiven, zentripetal gerichteten Wirbel ziehen Ätherkräfte an. In einem gesunden, vitalen Fließgewässer wechseln zentripetal und zentrifugal gerichtete Wirbel ständig ab. Es kommt zu einem Zusammenziehen und Loslassen von Lebensenergie; das Wasser besitzt sozusagen einen Herzschlag. Das natürliche Strömungsprofil erzeugt kaskadenartige Strukturen, die Querwirbel und besonders in der Flussmitte auch Längswirbel hervorbringen. In den Längswirbeln ist das Wasser am dichtesten und energiereichsten. Im mäandrierenden Fließgewässer werden diese Längswirbel - das "Rückgrat des Wasserdrachen" - fortwährend von der einen zur anderen Uferseite gedrängt. Unvorteilhaft dagegen sind so genannte vertikale Querwirbel, die quer zur Strömungsrichtung verlaufen und dabei senkrecht stehen - Folge starker lokaler Erwärmung des Wassers. Diese strahlen senkrecht zur Wirbelachse horizontal "linksdrehend" (energiesenkend) ab.Die Wirbelbildung in Gewässern hat weitere sekundäre Energieeffekte: Durch die Wasserbewegung treffen ständig mitgeführte Steine aufeinander, was bei gleicher mineralischer Zusammensetzung eine Entladung von in den Steinen gespeicherten Energien zufolge hat. So nährt sich ein vitaler Flusslauf durch sein Geschiebe energetisch von selbst.

Energetischer Wasserbau
Wie lassen sich die genannten energetischen Gesetzmäßigkeiten in der Praxis nutzen? Haben Sie auf ihrem Grundstück einen begradigten Wasserlauf, der ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist, so können Sie das Wasser durch Beschattung und Schlängellauf wieder vitalisieren: Wie gesagt, ist der energiereichste und dichteste (weil kühlste) Wasserteil der Längswirbel. Dieser pulst von einer Seite zur anderen. Am "Prallhang" ist er dem Ufer stets näher als am "Gleithang" der Biegung, daher sollte auch am Prallhang das Wasser stets kühler sein. Lässt man die Beschattung von einem zum anderen Ufer abwechseln, so wird der Wasserlauf durch die wechselseitige Kühlung und Erwärmung in weichem Untergrund von selbst zu mäandrieren beginnen. Durch Grabungen kann man den Rhythmus gestalterisch unterstützen. Bei Renaturierungen natürlicher Fließgewässer sollte man dem Wasser möglichst viel Spielraum zum Wiederfinden des natürlichen Rhythmus geben, denn nur dieser ist auf die Umgebung abgestimmt.

Die geistige Frequenz eines Flusses
Bei künstlichen Fließgewässern kann man auch Einfluss auf den Rhythmus und damit die Grundfrequenz des Baches nehmen: Zwischen den Extrempunkten der linken und rechten Prallhänge wechselt das Wasser seine Fließrichtung von einer Links- in eine Rechtskurve und umgekehrt. Hier gibt das Wasser Lebensenergie an die Umgebung ab. Derartige Furten stellen sozusagen Energiequellen dar! Die Abstände dieser Energiequellen entsprechen einer Wellenlänge. An natürlichen Wasserläufen kann daraus die "geistige Frequenz" des Flusses ermittelt werden. An künstlichen Fließgewässern kann sie immerhin vorgegeben werden. Ein Beispiel: Die in der Radiästhesie gebräuchliche Wellenlänge für "Lebenskraft" (entsprechend einer Oktave der Farbe Grün) ist der Lecherwert 6,9. Dies entspricht ungefähr 27,6 cm. Möchte ich auf meinem Grundstück die Information "Lebenskraft" über die Gestaltung des Wasserlaufs verankern, so wähle ich eine Oktave dieser Wellenlänge. Demnach wäre etwa alle 110,4 cm ein Schattenwechsel zu setzen (4 ¥ 27,6 cm; auch größer: 220,8 cm, 441,6 cm usw.) bzw. ein Prallhang auf jeweils abwechselnden Uferseiten einzurichten. Die Gestaltung darf selbstverständlich keine exakte Sinuskurve bilden, sondern muss mit viel Intuition erspürt werden!

Die Primärader
Eine Variante dieses Prinzips lässt sich am Längswirbel selbst, der sogenannten "Primärader" vollziehen. Wie Gerald Jaksch in seiner langjährigen Praxis in der Wassergestaltung nach den Prinzipien Schaubergers ermittelt hat und nun lehrt, bilden zwei mit bzw. gegen die Fließrichtung des Wassers gerichtete Stegpaare in ihrer Mitte eine Primärader mit doppelt gedrehtem Schnürbild. Durch die Veränderung des Abstandes der beiden Stegtypen zueinander im Verhältnis zur Fließgeschwindigkeit des Wassers beginnt die Primärader zu pulsen. Den Abstand zwischen zwei Hauptknoten des Strangs nennt Jaksch die "lebenserzeugende Proportion" oder das Grundmaß. Länge und Fließgeschwindigkeit ergeben eine Frequenz, die sich in den Abständen der Hauptknoten in oktavierter Form wiederfindet und die ebenso als Ton oder Farbe gedeutet werden kann. Am einfachsten und natürlichsten aber gestaltet man das Wasserbett mit Hilfe großer Steine und Findlinge. Setzt man metall- oder siliziumhaltige Steine (z.B. Sandstein) in das Bett, so lässt sich die Bildung von Wirbeln und die feinenergetische Aufladung des Wasserlaufs noch erheblich erhöhen.