Ziele und Aufgaben bei der geomantischen Freiraum-, Stadt- und Landschaftsplanung

Wie man sich dem "Geist des Ortes" näheren kann.

von Rainer Söhmisch erschienen in Hagia Chora 2/1999

Bei der Planung einer baulichen Anlage, die nach geomantischen Kriterien gestaltet werden soll, heißt der erste Schritt, den "Geist des Ortes" zu erkennen. Es gibt Menschen, die besondere Fähigkeiten besitzen, die geistige Ebene eines Ortes zu erfassen, Kontakt mit dem Unsichtbaren aufzunehmen. Der häufigere Weg jedoch ist, zunächst mit biophysikalischen Meßmethoden über Feldanomalien mit radiästhetischen Hilfsmitteln wie Wünschelrute, speziellen Antennen, Kompaß oder Pendel das natürliche Energiemuster festzustellen. Es gibt lineare Muster, Punkte, auch flächige Energiefelder, die auf den Menschen anregende, wohltuende oder belastende Wirkung haben können.
Die Möglichkeiten, mit dem Genius loci Kontakt aufzunehmen, sind vielfältig. Dabei sind unter anderem folgende Fragen wichtig:
• Ist der Platz intakt?
• Wie groß ist das Störungspotential?
 • Wo sind zu schützende Bereiche, wo Anomalien?
• Wie kann das energetische Wirkungsgefüge des Ortes wiederhergestellt werden?
• Wo sind Störzonen wie Wasseradern, geologische Verwerfungen und Risse, wo Kraftlinien, Felder oder Punkte?
• Wie verhalten sich die Energiezentren des Menschen? Wie fühlt er sich?
• Was darf der Planer machen, was ist zu unterlassen?
Aus der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen ergeben sich folgende Aufgaben:
1. Annäherung an den Genius des Ortes, der erkannt sein will. Über Entfaltung der Sinne und mit geeigneten Erfassungsmethoden den jeweiligen Ort bzw. das Umfeld und deren natürliche Kräfte und Energiemuster sowie Wirkungsprinzipien erfassen.
2. Interpretation der energetischen Potentiale und Strukturen. Daraus ergibt sich Planungs- und Handlungsbedarf mit dem Hintergrund, die Harmonie des Platzes wiederherzustellen bzw. zu erhöhen.
3. Einbindung des Menschen in die natürlichen Ordnungsprinzipien des Platzes. Durch Sichtbar- und Erspürbarmachen bedeutsamer Bereiche des Ortes dem Nutzer die Möglichkeit geben, sich auf die natürlichen Energiepotentiale einzulassen, um mit dem Genius loci in Kontakt treten zu können.
4. Blockaden und Disharmonien lösen. Durch geomantische Techniken in der planerischen Umsetzung und durch aktives Sicheinbringen der Menschen Disharmonien im Wirkungsgefüge der Energiemuster des Platzes wie auch des Umfeldes auflösen.
5. Nach Fertigstellung die geomantische Heilarbeit weiter betreuen. Mit Hilfe eines Facility Managements und Einsatz angemessener Methoden die energetische "Gesundheit" des Ortes steigern, bis die vollständige Stabilisierung erreicht ist.